Lobby-Arbeit zahlt sich für Banken aus

Für Banken lohnen sich einer Studie zufolge Ausgaben für das Lobbying. So nehme mit solchen Aufwendungen die Wahrscheinlichkeit zu, dass die Geldhäuser in wirtschaftlich schwierigen Situationen von Aufsichtsbehörden besser behandelt werden, hieß es in einer Untersuchung dreier Forscher der Universität Frankfurt und des European University Institute in Florenz. Selbst kleinere Summen seien wirksam.

Die Forscher analysierten für ihre Studie Daten zu 780 Banken in den USA für den Zeitraum 2003 bis 2012. Inzwischen wurden international härtere Vorschriften auf den Weg gebracht, auch die Überwachung der Geldhäuser ist strenger. Das ist eine Folge der Finanzkrise 2007 bis 2009, als viele Institute rund um den Globus mit Steuergeldern gerettet wurden.

Einfluss auf Regulierungsmaßnahmen

Ausgangspunkt für die Forscher war, dass während der Finanzkrise in der US-Bankenwelt das Lobbying zunahm. Zudem habe sich gezeigt, dass die Finanzbranche in vielen Ländern von den Regierungen Unterstützung erhalten habe. Die Forscher gingen in ihrer Studie unter anderem der Frage nach, ob sich hier Zusammenhänge finden lassen.

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass Lobbyaktivitäten dann noch stärker wirken, wenn ehemalige Politiker eingespannt werden. Wahlkampfunterstützung in den USA zahle sich ebenfalls aus.

Regulierung sei nicht immun gegenüber Beeinflussung durch die Branche. Die Ergebnisse könnten Gesetzgeber dazu motivieren, Bankenregulierung und -aufsicht robuster zu gestalten, hieß es in der Untersuchung, die die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Website veröffentlichte.

Studie (we analyze how sources of political influence relate to the actual regulatory treatment of distressed banks and to the expectation of bank support provided by the government.)

Stellt sich die Frage:  Warum gibt es nicht auch so eine Studie über die europäischen Banken? Sind hierzu keine Daten verfügbar? Wie sieht es aus mit der Transparenz der Banken in der EU?

Bemerkenswert an dieser Studie ist, der amtliche Hinweis, dass die Aufsicht beeinflusst sein könnte. Bisher wurden solche Verdachtsmeldungen immer mit Nestbeschmutzung  und Querulantentum abgetan.
Lobby

 

Google – kann Erfolg zum Problem werden?

Verwundbarer Suchmaschinenbetreiber.  In der Chefetage von Google herrscht trotz guten GoogleZahlen Unmut. Der Konzern bezieht den Grossteil des Gewinns aus dem Werbegeschäft. Kann das noch lange gutgehen? Konkurrent Netflix geht andere Wege.

Krim Delko berichtet: Firmen wie Netflix zeigen die mögliche Verwundbarkeit des Suchmaschinenbetreibers. Larry Page kämpft gegen die Selbstgenügsamkeit seines eigenen Unternehmens. Und es macht den Anschein, als ob der CEO von Google dabei chancenlos ist. Der Suchmaschinenbetreiber hat erneut ein starkes Quartal hingelegt, und die Aktien sind direkt nach der Veröffentlichung der Zahlen um über 16% gestiegen. In den letzten sechs Jahren haben sich die Google-Titel knapp verdreifacht. Im Vergleich zu anderen Blue Chips aus dem Technologiesektor kann sich das sehr wohl sehen lassen; nur Apple hat besser abgeschnitten. Doch Page hat ein Problem. Das Kerngeschäft von Google gehört eigentlich schon der Vergangenheit an.

Risiko der Fokussierung
Die Diskussionen an Cocktailpartys im Silicon Valley drehen sich nicht mehr um Google, sondern um andere, innovativere Firmen. Google ist zum Dinosaurier geworden. Doch Page will kein Dinosaurier sein, sondern zurück ins Kambrium-Zeitalter. Dabei ist das Unternehmen in einer beneidenswerten Verfassung. Mit rund 80 Mrd. $ Umsatz und einer herausragenden Ebitda-Marge von knapp 40% verdient Google so viel Geld mit dem traditionellen Werbegeschäft, dass neue Initiativen nicht viel mehr als eine Fussnote im Jahresbericht darstellen.

An der Wall Street wird der Missmut von Page allerdings ernst genommen. Die Auguren sind sich einig, dass Google mit der Fokussierung auf das traditionelle Werbegeschäft ein hohes Risiko eingeht. Es sei bloss eine Frage der Zeit, bis jemand mit einem neuen Geschäftsmodell die alte Werbewelt auf den Kopf stellt. Die Skepsis spiegelt sich im Aktienpreis. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 25 werden die Titel eher wie die Aktien eines traditionellen Technologieunternehmens gehandelt als wie diejenigen eines dynamischen Wachstumskonzerns.
Google – oder wenn der Erfolg zum Problem wird
Netflix

Suezkanal soll Ägypten Milliarden bringen

„War es war eine brillante Idee“?
Suez Canal

Ein gigantisches Bauwerk – und eine atemberaubende Demonstration der eigenen Fähigkeiten: Ägypten eröffnet am Donnerstag den Neuen Suezkanal. Eine zweite, gut 35 Kilometer lange Fahrrinne ermöglicht ab sofort einen deutlich reibungsloseren Verkehr zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer. Das umgerechnet rund 7,8 Milliarden Euro teure Projekt hat Ägypten komplett ohne ausländische Hilfe finanziert. 88 Prozent der Ausgaben wurden von Privatleuten getragen.

Der Kanal ist Chefsache
Ursprünglich waren drei Jahre für den Bau des Megaprojekts veranschlagt. Doch dann machte Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Ausbau zur Chefsache. Nach jahrelangen Unruhen wollte er den Nationalstolz stärken und die Wirtschaft wiederbeleben.
Jetzt feiern Medien und Anhänger der Regierung den Bau als Symbol: Nach vier Jahren des Konflikts und des Sturzes zweier Staatspräsidenten sei Ägypten zurück. „Unsere Kultur kann sehr sentimental sein und dies war das erste Mal, dass Ägypter so wachgerüttelt wurden“, meinte Adel Beschai, Wirtschaftsprofessor an der American University in Cairo. „Es war eine brillante Idee Al-Sisis.“

Beschai betrachtet den Ausbau des Suezkanals als ersten Schritt in einer neuen Ära der Entwicklung. Die bedeutende Handelsroute ist schon jetzt eine der wichtigsten Devisenquellen Ägyptens. Der Kanal wird betrieben von einer teilautonomen Behörde mit 25.000 Angestellten, die als eine der kompetentesten des Landes gilt.
Neuer Suezkanal soll Aegypten Milliarden bringen

Commemerative booklet celebrating the opening of the Suez Canal. Depected: Khedive Ismail of Egypt and Sudan.

Commemerative booklet celebrating the opening of the Suez Canal.
Depected: Khedive Ismail of Egypt and Sudan.

Sie war eine Unternehmerin Johanna Quandt

Gestorben mit 89 Jahren Johanna QuandtMilliardärin und BMW-Großaktionärin Johanna Quandt ist tot.  Die scheue Witwe des BMW-Lenkers Herbert Quandt. So wurde Johanna Quandt oft beschrieben. Dabei war sie eine Unternehmerin, die einen Konzern an die Weltspitze brachte – mit eigenem starken Willen…
Frau Quandt war einfach nett, man musste sie moegen

Klebt am Vermögen der Quandts Blut und Schmerz?

Im Mittelpunkt von „Das Schweigen der Quandts“ steht der alte, 1982 verstorbene Patron Herbert Quandt, der Mann der verstorbenen Familienführerin Johanna. Er war unter den Nazis Vorstand in der Akkumulatorenfabrik AG Afa (Varta) des mächtigen Vaters Günter. Als Großhersteller von Batterien waren die Quandts damit entscheidende Figuren für die Rüstungs- und Kriegswirtschaft des NS-Systems.

Die ARD-Dokumentation lässt kein Indiz aus, um den Eindruck zu mehren, am heutigen Vermögen der Quandts klebe das Blut anderer. Unterstützt vom Biografen Rüdiger Jungbluth („Die Quandts: Ihr Aufstieg zur mächtigsten Wirtschaftsdynastie“) verbindet Autor Eric Friedler die Fundstücke aus den Archiven und die Aussagen noch lebender Zeitzeugen zu einer Generalanklage – die offenbar bei den Nürnberger Kriegsverberecherprozessen fehlte. Er empört sich, dass Günter Quandt nach dem Krieg als verfolgt und unbelastet gelten konnte.
Vorwürfe gegen Quandt (BMW) Eine deutsche Dynastie, die Nazis und das KZ
Dixi das erste BMW Modell

Warum Frauen in sozialversichungspflichtigen Festanstellungen arbeiten sollten!

Nicht einmal die Hälfte der Frauen im Hochsauerlandkreis ist sozialversicherungpflichtig tätig. Und obwohl in den vergangenen Jahren die Zahl der berufstätigen Frauen stark zugenommen hat, sind es noch nicht genug, meint Edeltraud Walter vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Hellweg-Sauerland. Es gehe nicht nur darum, einen Beitrag für das Sozialwesen zu leisten und als Fachkraft in Zeiten des Mangels zur Verfügung zu stehen, sondern auch um die eigene finanzielle Absicherung. Im Interview erklärt sie, warum mehr Frauen in die Arbeitswelt einsteigen sollten…

Frauen sollen nicht nur ihr eigenes Geld verdienen, damit sie selbstständig sein und sich und ihre Familie ernähren könnten, sollte zum Beispiel die eigene die Partnerschaft nicht halten. Wenn Frauen nicht in die Rentenkassen einzahlen, haben sie auch keinen Anspruch auf Alterssicherung. Oft sorgt allerdings schon die finanzielle Notwendigkeit in der Familie dafür, dass Frauen arbeiten gehen. Doch dann reicht vielen der 450 Euro Job – schon deshalb, weil sie, anders als bei einer Festanstellung, keine Steuern und Sozialversicherung zahlen müssen. Von diesen Steuern werden aber auch z.B. die Kindertageseinrichtungen finanziert. Und eine gewährleistet gute Betreuung erwarten die Mütter vom Staat. Einige Frauen machen sich darüber leider keine Gedanken. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, hier eine Bewusstseinsbildung zu schaffen….

Expertin raet, mehr Frauen sollten arbeiten
Frau in Rente

Warum verschenkt ein italienisches Dorf Häuser?

In den Bergen Siziliens gibt es unzählige Geisterdörfer, und es könnten noch mehr werden. Mit einer außergewöhnlichen Initiative versucht ein Bürgermeister, sein Dorf zu retten.

Viele der Steinhäuser in Gangi stehen leerSizilien-Gangi-Altstadtgasse
Anna-Marie Schwalbe berichtet: Umgeben von grünen Feldern und langen Wanderwegen: Das Dorf Gangi in Sizilien, mit seinen schmalen Gassen, kleinen Steinhäusern und antiken Kirchen könnte nicht italienischer aussehen. Erst letztes Jahr haben Zuschauer bei einer Umfrage eines Fernsehsenders den Ort zum schönsten Dorf Italiens gewählt. Doch Schönheit allein reicht nicht aus, um gegen die Abwanderung der jungen Leute und den Verfall der Dorfstruktur anzukämpfen.
Landflucht ist eines der größten Probleme in Italien. Das 7000-Einwohner-Dorf ist nur eine von vielen Ortschaften, die mit der drohenden Entvölkerung zu kämpfen haben. Auch in Statistiken zeigt sich das ganz deutlich: Von rund 60 Millionen Einwohnern Italiens leben nur noch zehn Millionen in den Berggebieten.
Warum ein italienisches Dorf Haeuser verschenkt
Dorf verschenkt HäuserHierzu auch: Mafia, Korruption und versickerte Fördermilliarden „Italiens Süden stirbt“

Baldiges Comeback für den Euro?

Warum der Euro schon bald sein Comeback erlebt
Genau ein Jahr ist es her, dass der Euro zum Dollar auf Talfahrt ging. Und sie ist noch nicht vorbei, sagen Experten. Zugleich beobachten sie ein Phänomen, das den Wiederaufstieg einleiten könnte.

Vor genau einem Jahr begann die Talfahrt des Euro. Anfang August 2014 stand er noch bei rund 1,35 Dollar, einen Monat später durchbrach er die Marke von 1,30 Dollar. Anfang des Jahres dann unterschritt er die Grenze von 1,20 Dollar und inzwischen notiert er sogar knapp unter 1,10 Dollar. Doch prominente Währungsexperten sagen dem Euro ein Comeback voraus, zumindest mittel- bis langfristig. Stephen Jen gehört dazu, einst Volkswirt beim Internationalen Währungsfonds (IWF), inzwischen Leiter des Hedgefonds SLJ Macro Partners. Entscheidend sei, dass der Euro derzeit eine ganz ähnliche Phase durchlaufe wie der Dollar zum Ende des vergangenen Jahrzehnts. „Das wird dem Euro in drei bis fünf Jahren Unterstützung bringen“, sagt Jen.
Unternehmen weltweit leihen sich Geld in Euro.

Denn derzeit leihen sich Unternehmen aus der ganzen Welt Geld in Euro. Sie bringen dafür entsprechende Anleihen auf den Markt – in diesem Jahr waren es bereits Papiere im Wert von 157 Milliarden Euro. Selbst Firmen, die sich früher nie Geld in Euro geliehen haben, tun das jetzt. BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, und der Pharmahersteller Eli Lilly gehören dazu. Und damit nicht genug. Gleichzeitig leihen sich außereuropäische Unternehmen immer mehr Geld bei europäischen Banken.
Warum der Euro schon bald sein Comeback erlebt

Seit Anfang diesen Jahres wertet die Europäische Zentralbank den Euro durch Gelddrucken gezielt ab. Warum tut sie das und was sind die Folgen? Super einfach erklärt von Alexander Wipprecht.

«Zombie-Banken» mit faulen Krediten

Nord-Süd-Gefälle bei Europas Banken. Faule Kredite und zu wenig Kapital
Der europäische Bankensektor ist gespalten. Während nordeuropäische Institute oft gute Bewertungen erhalten, leiden einige spanische und italienische Banken unter faulen Krediten und zu wenig Kapital.

Michael Ferber berichtet: Laut EZB sind Kennzeichen von «Zombie-Banken» eine hohe Quote an faulen Krediten und anhaltend niedrige Erträge. Die Lage bleibt bei vielen europäischen Banken stark angespannt. Studien belegen ein anhaltendes Nord-Süd-Gefälle, wie bereits die Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) im vergangenen Oktober gezeigt hatten. Diese Spaltung des europäischen Bankensektors dürfte sich in den kommenden Jahren noch verstärken.

Toxische Aktiva
Die Kluft im europäischen Bankensektor zeigt sich deutlich bei der Qualität der Aktiva der Banken. So hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass einige europäische Banken – explizit nennt sie grosse italienische und spanische Finanzhäuser – zum wiederholten Mal vergleichsweise hohe Verluste durch faule Kredite verbucht hätten. Gemäss der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) lag das Volumen an notleidenden Krediten bei den Banken in der Euro-Zone mit 9,2% des Bruttoinlandprodukts (BIP) Ende 2014 doppelt so hoch wie 2009. Laut Christian Götz, Analytiker der LBBW, haben die europäischen Banken in den vergangenen Jahren auf ihren toxischen Krediten geringere Abschreibungen vorgenommen als die US-Finanzhäuser; auch die Vorsorgerückstellungen seien kleiner.
Die Bandbreite beim Bestand fauler Kredite ist unter Europas Finanzhäusern hoch.
Faule Kredite und zu wenig Kapital


markfiore.com

Österreich macht Fortschritte bei Steuertransparenz

OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bescheinigt Österreich Fortschritte bei der Steuertransparenz und beim Austausch von Steuerinformationen.

Die dafür zuständige Teilorganisation Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes hat Österreich zugestanden, dass die Bedingungen der Organisation inzwischen „im Wesentlichen erfüllt“ seien. 2013 waren die Kriterien erst „teilweise erfüllt“. Sieben von zehn Kriterien voll erfüllt

Das globale Forum für Transparenz und Austausch von Steuerinformationen hat zehn Kriterien definiert, von denen Österreich nun sieben voll erfüllt und drei „im Wesentlichen“. Volle Punkte bekommt Österreich nun unter anderem beim Zugang zu heimischen Bankdaten und bei der Wahrung der Vertraulichkeit. Verbesserung bei Datenaustausch

Vor zwei Jahren war ein zentraler Kritikpunkt, dass Inhaberaktien nicht konkreten Personen zugeordnet werden konnten. Da die Registrierung aber erst seit Anfang 2014 verpflichtend sei, müsse noch die Wirkung geprüft werden. Deshalb erfüllt Österreich hier erst „im Wesentlichen“ die Kriterien.

Zudem kann Österreich inzwischen vom Großteil der Partnerländer, mit denen es einen Informationsaustausch gibt, Bankinformationen erhalten. Auch hier gibt es ein „Im Wesentlichen“ erfüllt. „Im Wesentlichen“ in Ordnung ist auch das Netz von Abkommen über den Informationsaustausch.

Innerhalb von zwölf Monaten soll der nächste Bericht über weitere Fortschritte Österreichs vorliegen, Ende 2015 ist die nächste Überprüfung von Österreichs Gesetzgebung gegen Geldwäsche und im Kampf gegen die Finanzierung von Terrorismus vorgesehen.

Matson

Matson

Ratingagentur S&P senkt Ausblick für die EU auf negativ

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat den Ausblick für die Europäische Union auf negativ gesenkt. Die Bonitätsnote bleibe bei AA+, teilte Standard & Poor’s (S&P) am Montag mit. Damit erhöht sich für die EU die Gefahr einer Herunterstufung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bislang war der Ausblick stabil. Insgesamt seien die Risiken für die Finanzlage der EU gestiegen, hieß es zur Begründung.

Dazu gehörten die neuen Hilfen für Griechenland, hieß es in der Mitteilung von S&P. Zudem droht Großbritannien, dem zweitgrößten Beitragszahler, der Entzug der Spitzenbonitätsnote. S&P senkte erst vor kurzem für Großbritannien ebenfalls den Ausblick auf negativ. Ein weiterer Faktor ist den Angaben zufolge der milliardenschwere Investitionsplan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Dafür soll ein neuer europäischer Fonds für strategische Investitionen (EFSI) aufgesetzt werden, der über drei Jahre insgesamt 315 Milliarden Euro mobilisieren soll. S&P geht davon aus, dass die EU im Zusammenhang mit der Finanzierung das Erstrisiko tragen könnte.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/