Könnte das mächtige China wirklich daran scheitern?

Pekings Probleme:  Die Welt blickt ängstlich auf die chinesischen Börsen- und Wirtschaftsturbulenzen. Doch die großen Probleme liegen in ganz anderen Bereichen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde strauchelt. China war es aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gewohnt, wirtschaftlich von Rekord zu Rekord zu eilen. Doch nun: der größte Kursrutsch an Chinas Börsen Shanghai und Shenzhen seit acht Jahren. Eine Berg-und-Talfahrt der Kurse. Chinas Führung reagiert mit Stützungskäufen, die USA und Europa blicken ängstlich auf den Giganten.

Der plagt sich allerdings mit noch ganz anderen Schwierigkeiten, deren Lösung mindestens ebenso dringlich ist. Dazu zählen Umweltprobleme ebenso wie Korruption, demografische Fehlentwicklung, regionale Konflikte, Missachtung der Menschenrechte oder das dramatische Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich.

Eine Übersicht…

Wachstum und Umweltverschmutzung
Großmacht ohne Wasser
Korruption und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich
Demografische Fehlentwicklung
Die Missachtung der Menschenrechte
Konflikte in der Region mit den Nachbarn
Daran koennte das maechtige China wirklich scheitern

Dieter Huthmacher www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher/ www.doppelfant.de

Dieter Huthmacher
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Australien: Kollateralschäden der einbrechenden Rohstoffpreise

Der Einbruch der Rohwarenpreise treibt die Aktienkurse australischer Bergbaukonzerne Rohstoffpreisenach unten. Der tiefere Erdölpreis hilft derweil dem Aktienkurs einer Airline. Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Australische Investoren wurden in den letzten Monaten immer wieder von derselben Schlagzeile aufgeschreckt: «Minenunternehmen ziehen australische Börse nach unten». So oder ähnlich war sie in australischen Zeitungen in schöner Regelmässigkeit zu lesen. Es verwundert freilich nicht, dass die fallenden Rohstoffpreise an der Börse eines Rohstofflandes wie Australien schwerer wiegen als anderswo….

Im Leitindex der australischen Börse ASX, dem S&P/ASX 200, sind der Bergbau (14,8%) und der Energiesektor (5,1%) mit rund einem Fünftel gewichtet. Vor einem Jahr stand der Index bei 5577 Punkten, am Montag schloss er bei knapp 5590 Punkten, nachdem er im März noch fast die 6000er-Marke geknackt hatte. Das Zwischenhoch liess sich primär mit den historisch tiefen Zinsen sowie der guten Performance des profitablen Finanzsektors erklären, der fast die Hälfte des Leitindexes ausmacht. Derweil hat der Subindex, der die 33 wertvollsten Rohstoffunternehmen umfasst, seit Jahresbeginn um über ein Viertel nachgegeben. Am schwersten ins Gewicht fällt dabei der weltweit grösste Bergbaukonzern BHP Billiton mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 81 Mrd. austr. $ (57 Mrd. Fr.), dessen Aktien am Montag bei austr. $ 25.52 notierten und damit über 27% tiefer als noch vor einem Jahr. Die Aktien des britisch-australischen Konzerns Rio Tinto fielen in der gleichen Periode um 22%, und jene des neuen Bergbauunternehmens South32, das unlängst von BHP Billiton abgespalten wurde, notieren seit dem Börsengang im Mai um immerhin 13,5% tiefer. Während diese drei Unternehmen relativ stark diversifiziert sind, ist die Fortescue Metals Group (FMG) gänzlich dem Eisenerz-Preis ausgesetzt. Dessen ausgeprägter Sinkflug schlug sich in den FMG-Aktien seit Jahresfrist denn auch mit einem Verlust von 65% nieder. Historisch tiefe Zinsen….
Starke Kollateralschäden der einbrechenden Rohstoffpreise

www.nicholsoncartoons.com.au

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Finanziellen Selbstverteidigung

Kommentar: Wenn das Papier-Wertesystem kollabiert, dann sind Bargeldbestände unter der Matratze nur noch Altpapier. Möglich, dass es wieder zum Tauschhandel kommt: Ein Perserteppich für einen Zentner Kartoffeln. Der nichts hat oder nur Papier, der hat Pech.

Anlegen in der Schuldenkrise: Strategien zur «finanziellen Selbstverteidigung»
Staaten drohen in der Krise auf die Vermögen von Sparern zuzugreifen.

Michael Ferber berichtet: Geschlossene Banken, nur noch 60 € am Tag am Bancomaten und Kapitalverkehrskontrollen – in Griechenland ist dieses Schreckensszenario Realität geworden. Aus Sicht der europäischen Sparer war das ein weiterer negativer Höhepunkt in der Schuldenkrise. In den vergangenen Jahren haben auch die Regierungen in Zypern und Spanien auf die Gelder von Sparern zugegriffen. Vieles spricht dafür, dass solche Nachrichten die Anleger auch in den kommenden Jahren begleiten werden.  Ratschläge von Vermögensverwaltern (sofern sie unabhängig sein sollten), wie eine Anlagestrategie der «finanziellen Selbstverteidigung» für Anleger und Sparer aussieht, können den einen oder anderen Denkanstoss geben.
Sparguthaben im Fokus.
Strategien zur finanziellen Selbstverteidigung
Self Defense

Ältere Frauen haben weniger Geld

Ältere Frauen in Hamburg sind wesentlich ärmer als ihre männlichen Altersgenossen. Nach Angaben des Statistikamtes Nord haben 24 Prozent der Seniorinnen über 64 Jahre ein monatliches Nettoeinkommen von unter 700 Euro. Bei den männlichen Senioren sind es lediglich fünf Prozent. Ein Monatseinkommen zwischen 700 und 1100 Euro haben 22 Prozent der Frauen, aber nur 16 Prozent der Männer. Demgegenüber verfügen über mehr als 1700 Euro zwar 42 Prozent der Senioren, aber nur 19 Prozent der Seniorinnen. Die gestern veröffentlichten Daten stammen aus dem Mikrozensus 2014.
Älter werden und jung bleiben ist keine Kunst, wenn man eine Frau ist.

Verschwendung unserer hart verdienten Erträge

Der Neue: Deutsche-Bank-Chef John CryanJohn Cryan

Erfolg im Investmentbanking: Deutsche Bank verdreifacht Gewinn. Deutschlands größtes Geldhaus kommt langsam aus der Krise: Gut laufende Investmentgeschäfte steigern den Gewinn der Deutschen Bank deutlich. Ihr neuer Chef John Cryan will sie dennoch radikal neu ausrichten.

John Cryan ist noch nicht einmal einen Monat an der Spitze der Deutschen Bank. In einer E-Mail an die Mitarbeiter spricht er nun schon Klartext. Was darin steht, dürfte kaum einem der Banker gefallen.

Die Beschäftigten der Deutschen Bank müssen sich unter dem neuen Co-Vorstandschef John Cryan auf harte Einschnitte einstellen. In einer am Donnerstag versandten E-Mail an die gut 98.000 Mitarbeiter kündigte der seit Anfang Juli amtierende Cryan „eine Reihe wichtiger Veränderungen“ noch in diesem Jahr an.
Verschwendung unserer hart verdienten Ertraege
John Cryan

Sollte Deutschland den Euro verlassen?

„Statt Griechen sollten Deutsche den Euro verlassen“
An den Finanzmärkten wird zunehmend ein Euro-Austritt Deutschlands diskutiert: der „Gexit“. Würde die Bundesrepublik die Euro-Zone verlassen, so IWF-Experten, „gäbe es keine Verlierer“.

Das Kunstwort „Grexit“ hat es in den vergangenen Wochen endgültig in den aktiven Sprachschatz der Deutschen geschafft. Nach mehr als sechs Monaten Schuldenstreit zwischen Athen und den internationalen Kreditgebern war der Austritt Griechenlands aus dem Euro – aus Greece und Exit setzt sich Grexit zusammen – so nahe wie nie zuvor und das Wort damit in aller Munde. Nachdem sich Griechenland mit seinen Geldgerbern aber doch noch geeinigt hat, und damit ein Grexit vorerst vom Tisch ist, könnte jetzt eine neue Wortkreation Karriere machen: der Gexit.
Statt Griechen sollten Deutsche den Euro verlassen

Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel/ www.w-t-w.org/de/cartoon/

Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel/

 

Baldiger Börsen-Start in Athen

Schon mehr als vier Wochen ist die Börse in Athen geschlossen. Ebenso lange ruht der Handel im einzigen europäischen Griechenland-ETF. Die Anleger nehmen es gelassen.
„Bald“ sollte die Börse Athen wieder geöffnet werden, hiess es in Agenturberichten von Anfang dieser Woche. Doch bisher dauert das Warten noch an – auch für die Anleger im einzigen europäischen Griechenland-ETF (Exchange Traded Fund). Als die Athener Börse am vergangenen 26. Juni infolge der Schuldenkrise geschlossen wurde, schloss auch der Anbieter Lyxor seinen ETF auf den Börsenindex FTSE/Athex Large Cap.
Anleger warten auf Boersen-Start in Athen

www.schwarwel.de

 

Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Kosten für die Kinderbetreuung können von der Steuer abgesetzt werden. Das gilt für ein Au-Pair oder Kindermädchen. Und auch für Eltern, die das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen.

Wer sein Kind zu Hause betreut, kann einen Anspruch auf Betreuungsgeld haben. Wird zeitweise beispielsweise ein Au-pair oder ein Babysitter beauftragt, den Nachwuchs zu betreuen, können diese Kosten als Sonderausgaben die Steuer mindern.

„Eltern müssen nicht befürchten, dass der Sonderausgabenabzug wegen des Betreuungsgeldes gekürzt wird“, stellt Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler klar und macht auf eine entsprechende Kurzinformation des Finanzministeriums Schleswig-Holstein aufmerksam.

Für Kinder, die nach dem 1. August 2012 geboren wurden, können Eltern Betreuungsgeld beantragen, wenn sie sie zu Hause betreuen. Eltern, die sich gelegentlich externe Hilfe für die Kinderbetreuung holen, können die dafür anfallenden Aufwendungen in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. So können jährlich maximal 6000 Euro an Betreuungskosten geltend gemacht werden. Davon werden Zweidrittel der Betreuungskosten, also höchstens 4000 Euro, steuerlich berücksichtigt.

Zu beachten ist, dass ein Au-Pair oder Kindermädchen nicht bar bezahlt wird. Kinderbetreuungskosten können steuerlich nur berücksichtigt werden, wenn die Bezahlung über ein Konto der Betreuungsperson oder der Betreuungseinrichtung erfolgt. Dies hat auch der Bundesfinanzhof bestätigt.
Kinderbetreuung

BGH keine Bankgebühr für Rücklastschriften

Der Bundesgerichtshof hat sich erneut auf die Seite der Kunden gestellt: Banken dürfen auch Geschäftsleuten nicht jede Buchung berechnen. Die Liste der unberechtigten Gebühren wird immer länger.

Der Bundesgerichtshof BGH machte in einer Grundsatzentscheidung deutlich, dass Banken auch bei Konten von Geschäftskunden nicht jede Buchung berechnen dürften. Die obersten Richter erklärten eine entsprechende Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau für unwirksam
(Az.: XI ZR 434/14).
BGH verbietet Bankgebuehr für Ruecklastschriften
Bankgebühr

Kunsthandel – Genf wäscht am weißesten

Kaum etwas ist so undurchsichtig wie der Kunstmarkt: Ein Bericht der Schweizer Regierung offenbart nun die listigen Methoden, mit denen Geld durch Kunst gewaschen wird. Sie decken sich mit der Praxis des Kunstberaters Yves Bouvier.

Was haben der Kunstmarkt und der internationale Terrorismus gemein? Der Verkauf geplünderter Schätze durch den „Islamischen Staat“ ist da ein Nebenaspekt. Die Analogie besteht in der undurchsichtigen Finanzierung. Seit die Banken den strengen Gesetzen gegen die Geldwäsche unterliegen, hat sich diese auf den Kunstmarkt verlagert. Wie sie funktioniert, kann man in einer von der Schweizer Regierung veröffentlichten Studie auf 150 Seiten nachlesen: „Bericht über die nationale Beurteilung der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsrisiken in der Schweiz“.

Überall verlieren die Zollfreilager an Bedeutung. Nur die „Ports Francs“ in Genf werden dank ihrer „Spezialisierung auf die Lagerung hochwertiger Güter“ immer größer: „Wertvolle Weine, Schmuck, Kunstwerke, Kulturgüter“. Es können auch „Banknoten, Münzen, Diamanten und Edelsteine, Edelmetalle, Schmuck, Alkoholika und Spirituosen, Tabak, Kunstgüter und Antiquitäten“ sein, für die inzwischen eine „Bestandesaufnahme“ vorgeschrieben ist. „In Genf kommt der Uhrenhandel hinzu“, schreiben die Verfasser. Bis 2007 galten Zollfreilager als „ausländisches Territorium“, das hieß: sie waren mehr oder weniger rechtsfreie Räume.

Im Februar wurde der „König des Genfer Zollfreilagers“ Yves Bouvier im Fürstentum Monaco verhaftet. Er ist der wichtigste Mieter und Minderheitsaktionär des Lagers (die Mehrheit gehört dem Staat). In den vergangenen Jahren hat Bouvier die „Free Ports“ in Singapur, wo der Schweizer seinen offiziellen Wohnsitz hat, und Luxemburg aufgebaut. Nach Monaco war er zu seinem Kunden Dmitri Rybolovlev gereist, dem er für zwei Milliarden Franken Kunst verkauft hatte. Die Einladung war eine Falle, die Anklage lautet auf Betrug und Geldwäsche. Bouvier war Berater des russischen Oligarchen und mit ein paar Prozenten an jedem seiner Deals beteiligt. Doch er soll die Bilder über eine eigene Gesellschaft gekauft und mit zweistelligen Millionenaufschlägen an seinen Auftraggeber weitergereicht haben. Auf Fotos aus Rybolovlevs Appartement erkannte eine der Picasso-Erbinnen Werke, die aus einem Depot gestohlen wurden. Um eine Milliarde sei er von Bouvier betrogen worden, klagt Rybolovlev.
Kunsthandel – Genf wäscht am weißesten

www.kunstprofil.com

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Kunst und Geldwäsche