Ehemaliger IWF-Chef in Spanien wegen Geldwäsche verhaftet

Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds IWF,
Rodrigo Rato, ist in Spanien Ratowegen des Verdachts der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung festgenommen worden. Rato war noch bis vor kurzem einer den engen Vertrauten von Spaniens Premier Mariano Rajoy.

Für den von mehreren Finanzaffären bedrängten Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, wird es eng in Spanien. Der 66-Jährige wurde am Donnerstagabend unter dem Vorwurf der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung festgenommen. Im Rahmen einer Durchsuchung seiner Wohnung sei er in Madrid von Polizisten abgeführt worden, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur efe und Onlineausgaben mehrerer Zeitungen….

Gegen Rato wird bereits in zwei anderen Affären ermittelt, darunter wegen Betrugs und Bilanzfälschung beim Börsengang der Bank Bankia im Jahr 2011. Damals war Rato Präsident des Geldhauses. Die Anleger, darunter Hunderttausende Kleinsparer, verloren fast ihr gesamtes Geld. 2012 war Bankia dann von der Regierung mit 22,4 Milliarden Euro aus einem 41-Milliarden-Hilfspaket von EU und IWF vor dem Bankrott gerettet worden.
Rato steht außerdem auch im Mittelpunkt der sogenannten «Selbstbedienungs-Affäre». Die Justiz ermittelt gegen mehrere ehemalige Topmanager und Aufsichtsratsmitglieder von Bankia, die mit Firmenkarten auf Kosten des Unternehmens private Ausgaben finanziert haben sollen. Wegen der Affären hatte Rajoy im vergangenen Oktober Rato zum vorläufigen Austritt aus der Partei überredet.
Ehemaliger IWF-Chef in Spanien wegen Geldwaesche verhaftet

http://www.w-t-w.org/en/fernando-llera/

www.w-t-w.org/en/fernando-llera

Siehe hierzu auch:
Frauen und Kinder leiden überproportional unter Korruption /Geldwäsche

IWF zu Lebensversicherungen

Dass die Lebensversicherer unter den niedrigen Zinsen leiden, galt bislang vor allem als 0,,3990304_4,00Problem für die Sparer. Doch der IWF warnt jetzt, dass die Schieflage eine neue Finanzkrise auslösen könnte.

Die Lebensversicherung hat in den vergangenen Jahren eine spektakuläre, wenn auch unrühmliche Karriere hingelegt: Von einer langweiligen weil grundsoliden Anlageform hat sie sich gewandelt zu einer der größten Gefahren für die Stabilität des europäischen Finanzsystems. Davor warnt der Internationale Währungsfonds (IWF).
Lebensversicherungen koennten naechste Krise bringen
Financial Stability Overview/

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Erholt sich der Euro?

Oder ist der Euro angezählt?

Der Euro befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Situation.
Der Kurs des Euro hat sich nach einer entscheidungsfreien Sitzung der Europäischen Zentralbank auf tiefem Niveau leicht stabilisiert. Für tiefere Kurse seien frische Impulse nötig, heisst es.
Der Euro ist immer wieder für spekulative Wetten gut. Hatte er im Verhältnis zum Dollar von Juni des vergangenen Jahres bis Mitte März 2015 bis zu einem Viertel seines Wertes verloren, so hat er sich am Mittwoch vergleichsweise robust entwickelt. Nach einer kurzen Zwischenerholung war er im Vorfeld des Treffens des zinsentscheidenden Gremiums der Europäischen Zentralbank (EZB) zwar wieder unter Druck geraten und bis auf $ 1.0534 gefallen. Da EZB-Präsident Mario Draghi aber mit keiner geldpolitischen Überraschung aufwartete und klar sagte, die Institution werde wie geplant europäische Anleihen im Wert von 60 Mrd. € monatlich am Markt erwerben, erholte sich der Kurs und konnte sich kurzfristig wieder bei der Marke von $ 1.06 stabilisieren.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens feierte sich Draghi selbst, indem er erklärte, die von der EZB eingeleiteten Massnahmen zeigten erste Erfolge. Der Konjunkturausblick habe sich verbessert, weil die europäischen Unternehmen wettbewerbsfähiger und profitabler geworden seien. Damit meinte er die sich nach und nach zeigenden Konsequenzen der Kurseinbussen des Euro – ohne explizit von einer bewussten Schwächung reden zu wollen. Zudem bekräftigte er, den europäischen Leitzins nicht weiter senken zu wollen.
Neue Verkaufsimpulse für tiefere Kurse nötig
Euro

Pekings «Neue Seidenstrasse»

Chinas “Neue Seidenstrasse“ wird auch «Plastic Road» genannt. Es herrscht Goldgräberstimmung bei Chinas Staatsunternehmen. Von den enormen asiatischen Infrastrukturprojekten werden Chinas Staatskonzerne stark profitieren können.

Matthias Müller berichtet: China treibt das Projekt einer «neuen Seidenstrasse» voran. Dies verleiht den Aktienkursen chinesischer Staatsunternehmen Aufwind. Isoliert stehen die USA da, die sich derweil gegen die Idee einer neuen asiatischen Entwicklungsbank stemmen.

Die Börsen in Hongkong und Schanghai haben sich in den vergangenen Wochen durch die Hoffnungen auf weitere expansive Massnahmen der chinesischen Zentralregierung und der People’s Bank of China prächtig entwickelt. Gewisse Anlagen sind jedoch besonders lukrativ: Aktien chinesischer Staatsunternehmen (State-owned Enterprises, SOE) sind bei den Investoren stark gefragt, wie aus der vom Gavekal Dragonomics Institut veröffentlichten Studie «Investing along the New Silk Road» hervorgeht. Dabei haben die Autoren Tom Miller und Thomas Gatley den Fokus auf den Verlauf der Aktienkurse von zwölf in Hongkong kotierten SOE gelegt und sie mit der Entwicklung des Hang-Seng-China-Enterprises-Indexes verglichen. Dieser enthält die 40 grössten an der Hongkonger Börse gehandelten chinesischen Unternehmen. Grosser Investitionsbedarf.
Goldgraeberstimmung bei Chinas Staatsunternehmen
Pekings Neue Seidenstrasse (Plastikstrasse)

Ist der Euro Weltwährung oder nicht?

Europas Traum von der Weltwährung ist geplatzt: Eigentlich müsste der Euro bei 1,60 DWO-WI-Eurotraum-Ende-Aufm-Kopie-2US-Dollar stehen, um der enormen ökonomischen Stärke Deutschlands gerecht zu werden. In Wahrheit notiert er nur knapp über der Parität. Dahinter steckt Kalkül.

Griechenland muss zur Drachme zurückkehren. Das fordern Ökonomen wie etwa Ifo-Chef Hans-Werner Sinn in steter Regelmäßigkeit. Nur dann könne sich das Land wirtschaftlich erholen. Doch ist dieser historische Kraftakt überhaupt nötig? Nein, denn Griechenland hat seine Drachme längst. Sie heißt allerdings Euro und war ehemals der Stolz eines ganzen Kontinents.

Diese provokante These stellen die Devisenstrategen der Investmentbank Morgan Stanley auf. Ihre Analyse hat ergeben, dass die Gemeinschaftswährung inzwischen so geschwächt ist, dass sie zur ökonomischen Stärke Athens passt. Das für den Ägäis-Staat wirtschaftlich faire Euro-Niveau taxieren die Strategen auf 1,09 US-Dollar, und das liegt sogar noch drei Cent über dem aktuellen Wert.
Europas Traum von der Weltwährung ist geplatzt

Eurotraum

Viel Lippenstift und Minirock in schlechten Zeiten?

Befragt man den „Lippenstift-Indikator“ könnte es für die deutsche Wirtschaft bald bergab gehen. So hat der frühere Konzernchef von Estee Lauder, Leonard Lauder, beobachtet, dass in Phasen von Rezession und Unsicherheit außergewöhnlich viele Lippenstifte verkauft werden. Seine Schlussfolgerung: In schlechten Zeiten tragen Frauen gerne mal etwas dicker auf, um sich den teureren Kosmetiker- und Friseurbesuch oder neue Kleider zu sparen.

Die deutsche Wirtschaft strotzt vor Kraft. Doch schaut man abseits der amtlichen Statistik, zeigt sie sich alles andere als robust. Was Rocklängen, Lippenstift und Müll über die Konjunktur verraten.
Das sind die ungewohnlichsten Konjunkturindikatoren

svenner.de

svenner.de

 

Warum sind Deutschlands Investitionen schwach?

Exportüberschuss: In Deutschland wird zu wenig investiert, zugleich spielen wir bei den Exporten bald in unserer eigenen Liga. Die Unternehmenslobby fordert eine Senkung der Lohnkosten. Doch genau das Gegenteil wäre die richtige Lösung.

Wolfgang Münchau berichtet:  Es ist immer wieder erstaunlich, wie in einem Land der Hochtechnologien die einfachsten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht gesehen werden. Da ist etwa ein aktueller Bericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, laut dem deutsche Firmen mehr als je zuvor ins Ausland investieren. Darüber zeigt man sich überrascht und diagnostiziert, wie immer, zu hohe Kosten, vor allem Lohnkosten. Sowohl die Diagnose des Problems als auch die sich daraus ergebenden Empfehlungen sind jedoch falsch.

Wenn ein Land einen Überschuss von Exporten gegenüber Importen hat, dann sollten Investitionen im Ausland nicht im geringsten überraschen. Der deutsche Überschuss wird in diesem Jahr rund 8,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung betragen. Für ein so großes Land wie Deutschland ist das enorm.

Nach dem Prinzip der doppelten Buchführung gibt es für den Handelsüberschuss einen Gegeneintrag in genau der gleichen Höhe. Den Leser sollte es nicht überraschen, dass es sich hierbei zu einem großen Teil um die oben zitierten Auslandsinvestitionen handelt. Die Leistungsbilanz weist neben der Differenz zwischen Importen und Exporten unter anderem auch die Überschüsse unserer Ersparnisse gegenüber den Investitionen aus. Das heißt, dass wir mehr sparen als investieren. Und da Ersparnisse und Investitionen sich am Ende immer ausgleichen, muss der Sparüberschuss im Ausland investiert werden. So funktioniert die globale Wirtschaft.
Was sich als schockierende Nachricht tarnt, ist nichts anderes als die Kehrseite einer viel schockierenderen Nachricht – nämlich der eines Handelsüberschusses, der alle Rahmen sprengt. Für eine normale Volkswirtschaft wäre das offensichtliche Anpassungsventil der Wechselkurs. Die heimische Währung würde aufwerten, deutsche Waren würden im Ausland teurer. Der Absatz ginge zurück, gleichzeitig würden ausländische Waren im Inland billiger. Deren Absatz würde steigen und der deutsche Exportüberschuss dadurch fallen.
Warum Deutschlands Investitionen so schwach sind

www.koufogiorgos.de

www.koufogiorgos.de

Australien: Preiszerfall zwingt ersten Förderer in die Knie

Eisenerz-Branche: Australien ist mit Abstand der bedeutendste Exporteur des eisenhaltigen Gerölls, das zur Herstellung von Stahl verwendet wird und das während Jahren den Rohwarenboom auf dem fünften Kontinent angetrieben hatte

Es war eine Frage der Zeit, bis der Zerfall des Preises für Eisenerz das erste Opfer in Australien fordert. Am Freitag war es so weit. Atlas Iron hat angekündigt, die Produktion vorerst einzustellen. Am Freitag war es so weit. Atlas Iron, ein Eisenerzproduzent mit Sitz im westaustralischen Perth, hat angekündigt, die verlustreiche Produktion per Ende April bis auf weiteres zu suspendieren. Wenige Tage davor hatte das Unternehmen bereits den Handel an der Börse ausgesetzt; davon sind mehr als 500 Arbeitsplätze betroffen.

Einbruch um 60 Prozent
Australien ist mit Abstand der bedeutendste Exporteur des eisenhaltigen Gerölls, das zur Herstellung von Stahl verwendet wird und das während Jahren den Rohwarenboom auf dem fünften Kontinent angetrieben hatte . Doch der Preis für Eisenerz ist allein in den vergangenen zwölf Monaten um rund 60% eingebrochen. Eine Tonne kostet inzwischen weniger als 50 US-$, so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Noch steiler sind nur die Kurse der Aktien einiger australischer Bergbauunternehmen gefallen.
Eine Aktie von Atlas Iron war 2011 noch fast 4 austr. $ (3 Fr.) wert, womit das Unternehmen mit gegen 4 Mrd. austr. $ bewertet war. Anfang April lag der Kurs nur noch bei $ 0.12, das entspricht einem Minus von über 85% innert Jahresfrist. Zu einer massiven Wertvernichtung kam es auch bei anderen Eisenerzförderern vergleichbarer Grösse. So ist der Aktienkurs von Mount Gibson seit April 2014 um 77% eingebrochen und jener von BC Iron gar um 94%. Laut Analytikern ist auch deren Lage sehr ungemütlich, sie sind aber in einer finanziell stärkeren Position als Atlas Iron. Die Fortescue Metals Group (FMG), deren Aktien rund 65% eingebüsst haben, hat als weltweit viertgrösster Eisenerzexporteur mehr Optionen als die kleineren Mitspieler, um auf eine anhaltende Baisse zu reagieren. Das Unternehmen ist jedoch relativ stark verschuldet.
Preiszerfall zwingt ersten Foerderer in die Knie/gmü,NZZ
Iron ore recovery a blip

Kennt Europa die Antwort auf die Krise?

Die Wirtschaft in der Euro-Zone erholt sich – auch dank ihrer größten Volkswirtschaft Deutschland. Eine Analyse von Ernst & Young offenbart vor allem einen Grund, weshalb der Kontinent neu hoffen kann.

Nach Jahren mickrigen Wachstums scheint sich in der Euro-Zone ein Ende der Wirtschaftskrise anzubahnen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young) rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Im nächsten Jahr soll unter dem Strich sogar ein Plus von 1,8 Prozent stehen, heißt es in der Prognose, die der „Welt“ vorliegt.

Martin Greive berichtet: Vor allem Deutschland erweist sich demnach als Konjunkturlokomotive für die Euro-Zone. EY zufolge soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent zulegen. 2014 war sie nach einem kräftigen Endspurt um 1,6 Prozent gewachsen.
Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet für dieses Jahr inzwischen mit einem kräftigeren Wachstum. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Plus von zwei Prozent, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo dem „Handelsblatt“. Zu Jahresbeginn hatte der BDI noch einen Zuwachs von 1,5 Prozent vorausgesagt.
Konsum treibt das Wachstum
Zuletzt war die Stimmung in der Euro-Zone immer besser geworden. Schon Ende vergangenen Jahres wuchs die Wirtschaft 0,3 Prozent stärker als angenommen. Ein Stimmungsbarometer der EU-Kommission, das Geschäfts- und Konsumentenvertrauen zusammenfasst, stieg im März auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Der Einkaufsmanagerindex legte zuletzt so stark zu wie seit beinahe vier Jahren nicht mehr.
Getrieben wird das Wachstum in der Euro-Zone und in Deutschland vom starken Konsum. Der Einbruch des Ölpreises und der niedrige Euro wirken wie ein Konjunkturpaket für die Wirtschaft. Günstiges Tanken und Heizen lässt den Verbrauchern Spielraum für zusätzliche Ausgaben.
Die Stimmung der deutschen Konsumenten ist nach Berechnungen der GfK-Marktforscher derzeit so gut wie seit mehr als 13 Jahren nicht mehr. Viele Unternehmen werden durch den niedrigen Ölpreis auf der Kostenseite entlastet.
Zudem spielt ihnen der billige Euro in die Karten, der die Exporte nach Übersee günstiger macht. Die EY-Experten erwarten, dass sowohl der Ölpreis als auch der Euro-Kurs auf relativ niedrigem Niveau verharren. So werde ein Barrel Öl in diesem Jahr im Durchschnitt 55 Dollar kosten – und damit 45 Prozent weniger als im Vorjahr.
Europa kennt die Antwort auf die Krise
2015-Q1-EY-Global-IPO-Update

WWW.dragancastellon.wordpress.com/

WWW.dragancastellon.wordpress.com/