Schweiz die größte Steuer Fluchtburg

Die Schweiz ist die größte Fluchtburg für deutsches Schwarzgeld. Das liegt an der Nähe und daran, dass die politischen Verhältnisse stabil sind. Statt auf die Cayman-Inseln bringen Deutsche ihr Geld lieber nach Zürich. Es geht um gewaltige Summen. Ich gehe davon aus, dass noch vor Kurzem rund 160 Milliarden Euro unversteuertes deutsches Geld auf Schweizer Konten gelegen haben. Durch die Weißgeldstrategie der Schweizer Banken, die Steuer-CDs und die Selbstanzeigen hat sich diese Summe in den vergangenen Jahren verringert. Aber es dürften heute noch mindestens 40 Milliarden Euro von Deutschen in der Schweiz liegen, von denen der deutsche Fiskus nichts weiß. Mindestens ein Viertel des unversteuerten Kapitals hat sich dem Zugriff der Finanzbehörden weiterhin entzogen.
Die Schweiz ist die groeßte Fluchtburg
Tax Evasion

Google-Gründer trennen sich von Aktien

Internetgigant: Diese Firmen hat Google schon aufgekauftGoogle

Google wächst und wächst: Der Internetkonzern will einen Hersteller von vernetzten Überwachungskameras kaufen. Es ist nicht die erste große Übernahme: Unter anderem gehört Google eine Satellitenfirma.

Die beiden Google-Gründer, Larry Page und Sergey Brin, haben bald noch einige Milliarden Dollar mehr auf ihren Konten, denn sie trennen sich von einem Teil ihrer Aktien. Die Kontrolle über das Unternehmen aber wollen sie trotzdem behalten. Google wird an der Börse insgesamt mit mehr als 370 Milliarden Dollar bewertet. Page und Brin kamen in der jüngsten Rangliste der reichsten Amerikaner des US-Magazins „Forbes“ mit einem geschätzten Vermögen von rund 30 Milliarden Dollar auf den 14. und 15. Platz.
Google-Gruender trennen sich von Aktien
Google founders Larry Page and Sergey Brin. Illustrated by Britt Spencer.

 

Verunsicherte Griechen plündern Konten

Der Streit zwischen der neuen Regierung und den Geldgebern in punkto Schuldenabbau bereitet den Bürgern Angst.

Athen – Die Einlagen auf den Konten in Griechenland sind nach Angaben aus Branchenkreisen in Athen inzwischen auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der schweren Schuldenkrise gefallen. Damit wurde ein Bericht der konservativen Zeitung „Kathimerini“ bestätigt, wonach die Griechen seit November 2014 insgesamt schon rund 20 Milliarden Euro abgehoben haben.
Grund sei die Angst der Menschen vor einer schlagartigen Verschlechterung der Finanzlage wegen der Unstimmigkeiten zwischen Athen und der EU über den Abbau des gigantischen Schuldenberges, hieß es weiter. Nach Informationen aus Regierungskreisen haben Experten der Geldgeber und Vertreter des griechischen Finanzministeriums zwei Listen mit ihren jeweiligen Positionen ausgearbeitet. Diese sollen am Montag den Finanzministern der Eurogruppe präsentiert werden.

Wahlversprechen der Linkspartei

Das von dem Chef der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, geführte Kabinett besteht darauf, dass es keine weiteren Lohn- und Rentenkürzungen in Griechenland gibt. Zudem soll das Pensionsalter nicht erhöht werden. Es soll keine neuen Privatisierungen geben. Nicht abgeschlossene Privatisierungen sollen noch einmal geprüft werden, darunter wird allen Anzeichen nach auch die geplante Verpachtung von 14 Regionalflughäfen an den Frankfurter Airport-Betreiber Fraport sein. Der endgültige Vertrag sollte ursprünglich im Lauf dieses Jahres unterzeichnet werden.
Verunsicherte Griechen pluendern Konten
Abfackeln

Diese Fehler machen die Deutschen bei der Geldanlage

Geld: Psychologie

Die Anleger kaufen keine Aktien, obwohl sie steigen. Sie lassen ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto, ohne Zinsen zu bekommen. Warum man oft ökonomisch unsinnig handelt – die fünf teuersten Psychofallen.

Es passiert nicht häufig, dass sich Franz Josef Leven in Rage redet. Doch wenn der stets ausgeglichen wirkende Direktor des Deutschen Aktieninstituts vom Besuch einer Schulklasse beim DAI berichtet, merkt man ihm seinen Unmut an. Auf die Aufforderung, Fragen zu stellen, habe einer der Schüler wissen wollen, ob er selbst auch Aktien habe.

Ja, natürlich, war die Antwort. Gleich darauf folgte die Frage, wie viel Geld er damit verloren habe. „In den USA hätte jeder gefragt, wie viel ich damit gewonnen habe. Aber hierzulande denken die Menschen beim Thema Aktien immer sofort an Verluste“, erzählt er. „Absurd“ finde er das.
Diese Fehler machen die Deutschen bei der Geldanlage
Frau Dax

Asset Allokation – was ist das?

Asset-AllocationFinanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Heri.

Bei der Geldanlage geht es oft um die vernünftige Mischung unterschiedlicher Anlagekategorien. Das Ziel ist eine optimale Kombination von Risiko und Ertrag. Heute diskutieren wir die entsprechenden Begriffe und Konzepte.
'My asset allocation?  40% 'ying' and 60% 'yang'.'

Banken und Finanz-System im Donbass

Ukraine-Gipfel:  Deutsche und französische Banken sollen Finanz-System im Donbass aufbauen

Deutschland und Frankreich sollen den ukrainischen Bankensektor im Osten des Landes wiederherstellen, heißt es in der offiziellen Erklärung zum Minsker Gipfel. Die deutschen Banken sind in der Ukraine mit mehr als einer halben Milliarde Euro im Risiko. Dem Staat droht ohne IWF-Kredite die Staatspleite.
Deutsche und franzoesische Banken sollen Finanz-System im Donbass aufbauen

Deutsche Wirtschaft wächst doppelt so stark wie erwartet

 Gute Konjunktur

Seit Jahren gilt der Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur.

Deutschlands Wirtschaft hat zum Ende des vergangenen Jahres einen starken Schlussspurt hingelegt: Im vierten Quartal wuchs sie um 0,7 Prozent und damit doppelt so stark wie erwartet. Vor allem der gestiegene Konsum im Inland trug dazu bei.

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dafür sorgten vor allem kauffreudige Verbraucher und steigende Investitionen der Unternehmen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen von 0,1 und 0,5 Prozent reichten. Anfang 2014 war die Wirtschaft sogar um 0,8 Prozent gewachsen, ehe sie im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpfte und im dritten Quartal um 0,1 Prozent zulegte.
Gute Konjunktur Deutsche Wirtschaft waechst doppelt so stark wie erwartet
Girl shopping

Auch Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an

Die schwedische Zentralbank folgt dem Beispiel der EZB und beginnt mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Damit wollen die schwedischen Parteien die Staatsfinanzierung über die Notenbank laufen lassen, um Einsparungen in den öffentlichen Haushalten vermeiden zu können.

Die schwedische Notenbank hat den Leitzins am Donnerstag auf minus 0,1 Prozent gesenkt und kündigte zugleich den Ankauf von Staatsanleihen im Umfang von zehn Milliarden Kronen (rund einer Milliarde Euro) an, um die Inflation anzuheizen. Dahinter steht offiziell die Sorge, dass die Preise in dem skandinavischen Land auf breiter Front fallen. Dann könnte die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale aus Konsumzurückhaltung, Lohnverfall und stockenden Investitionen geraten. Die Zentralbank folgt damit dem Ankaufprogramm der EZB.

Diese Sorge scheint allerdings nur vorgeschoben: Das Problem der schwedischen Wirtschaft sind nicht zu geringe Preise, sondern eine in vielen Segmenten unproduktive Arbeitsweise. So stecken die schwedischen Autobauer seit Jahren in der Krise. Volvo musste von den Chinesen gerettet werden, Saab gar komplett aufgeben. Viele Unternehmen haben sich noch nicht auf die Innovationen eingestellt, mit denen sie effizienter produzieren könnten.
Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an
Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an

Organisierte Kriminalität ist auch ein Geschäftsmodell der Taliban

Einem UNO-Bericht zufolge kontrollieren die Taliban etwa die Lapislazuli-Minen im Nordosten des Landes und erhalten so jährlich eine Million Dollar Schutzgeld.

Die radikalislamischen Taliban haben nach Einschätzung der UNO ihre Verbindungen zum organisierten Verbrechen deutlich ausgebaut. Die Kämpfer der Bewegung agierten zunehmend als „Paten“ statt als eine politische Alternative zur Regierung, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht von UN-Experten.

Darin werden die intensivierten Verbindungen der Taliban zu Drogenschmugglern und illegalen Minenbetreibern des Landes sowie die gestiegene Zahl von Entführungen, bei denen sie am Lösegeld verdienen, beleuchtet.

Dem Bericht zufolge kontrollieren die Taliban die Lapislazuli-Minen im Nordosten des Landes und erhalten so jährlich eine Million Dollar (882.000 Euro) Schutzgeld. Zudem fließen den UN-Experten zufolge zwei Drittel der Einnahmen aus den Chrom-Minen in der südöstlichen Provinz Paktika in die Taschen der Taliban. An den Rubin-Minen östlich von Kabul verdienen sie der UNO zufolge jährlich 16 Millionen Dollar. Ebenso viel Geld nehmen sie demnach im Jahr mit Geiselnahmen ein.

Das Ausmaß dieser Kooperationen sei neu und gefährde eine Aussöhnung der Taliban mit der afghanischen Führung, weil der wirtschaftliche Zwang zu Gesprächen wegfalle, warnten die UN-Experten. Sie riefen den Sicherheitsrat dazu auf, mit gezielten Sanktionen zu reagieren.
Special-report
Organized Crime meets Taliban
Lapislazuli :Taliban kontrollieren Lapislazuli-Minen