Überwindet Japan die Rezession?

Wirtschaftswachstum: Das erste Mal seit drei Quartalen legt Japans Wirtschaft wieder zu. Doch die gestiegenen Preise dämpfen nach wie vor den Konsum. Experten waren deshalb noch vor zu viel Optimismus.

Japans Wirtschaft hat die Rezession überwunden, erholt sich aber schwächer als erwartet. Wie die Regierung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft zwischen Oktober und Dezember nach vorläufigen Daten um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,2 Prozent.
Ökonomen hatten mit einem deutlich stärkeren Wachstum von etwa 3,6 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorquartal legte die Wirtschaft um 0,6 Prozent zu. Die Daten zeigen nach Ansicht von Analysten, wie schwierig es für Ministerpräsident Shinzo Abe weiterhin ist, Japan aus der 20-jährigen Stagnation herauszuholen.

Hohe Exportrate, geringe Kaufkraft
Es ist das erste Mal seit drei Quartalen, dass die Wirtschaft des Landes wieder zulegte. Daraufhin stieg der Nikkei-Index an Tokios Börse auf den höchsten Stand seit mehr als sieben Jahren. In Folge einer Anhebung der Mehrwertsteuer zum 1. April vergangenen Jahres war Japan in den beiden folgenden Quartalen in eine Rezession abgerutscht.
Wirtschaftswachstum Japan ueberwindet die Rezession
Economy

Finanzwelt aus den Fugen?

Schuldendeflation – das wahre Monster

Die Finanzwelt ist völlig aus den Fugen geraten. War Sparen früher eine Tugend, so wird es heute mit negativen Zinsen bestraft. War einst der säumige Schuldner der Böse, so gelten heute die Bewohner überschuldeter Staaten als unschuldige Opfer gieriger Geldgeber. Verbindlichkeiten sind kein Makel mehr, sondern sogar erwünscht. Nur ein munter laufendes Kreditkarussell sorge nämlich für mehr Konsum und Investitionen als Voraussetzung für steuerbares Wirtschaftswachstum, so die Logik nachfrageorientierter Ökonomen und ausgabefreudiger Politiker.

Aktivistische Notenbanken
Harze es dagegen, so genüge eine Leitzinssenkung oder eine «Infusion» monetärer Mittel, und bald sei die Wende zum Besseren erreicht. Hatte sich diese Denkweise in den letzten Jahrzehnten etabliert, so schien sie in den vergangenen Wochen angesichts beinahe weltweit fallender Inflationsraten in den Augen der Proponenten immer akuter zu werden. Ihr notorisches Gezeter sorgte für Schlagzeilen und dafür, dass wegen der aufgekommenen «Deflationshysterie» eine Notenbank nach der anderen aktivistisch wurde.
Finanzwelt aus den Fugen
Finanzwelt aus den Fugen

Schweiz die größte Steuer Fluchtburg

Die Schweiz ist die größte Fluchtburg für deutsches Schwarzgeld. Das liegt an der Nähe und daran, dass die politischen Verhältnisse stabil sind. Statt auf die Cayman-Inseln bringen Deutsche ihr Geld lieber nach Zürich. Es geht um gewaltige Summen. Ich gehe davon aus, dass noch vor Kurzem rund 160 Milliarden Euro unversteuertes deutsches Geld auf Schweizer Konten gelegen haben. Durch die Weißgeldstrategie der Schweizer Banken, die Steuer-CDs und die Selbstanzeigen hat sich diese Summe in den vergangenen Jahren verringert. Aber es dürften heute noch mindestens 40 Milliarden Euro von Deutschen in der Schweiz liegen, von denen der deutsche Fiskus nichts weiß. Mindestens ein Viertel des unversteuerten Kapitals hat sich dem Zugriff der Finanzbehörden weiterhin entzogen.
Die Schweiz ist die groeßte Fluchtburg
Tax Evasion

Google-Gründer trennen sich von Aktien

Internetgigant: Diese Firmen hat Google schon aufgekauftGoogle

Google wächst und wächst: Der Internetkonzern will einen Hersteller von vernetzten Überwachungskameras kaufen. Es ist nicht die erste große Übernahme: Unter anderem gehört Google eine Satellitenfirma.

Die beiden Google-Gründer, Larry Page und Sergey Brin, haben bald noch einige Milliarden Dollar mehr auf ihren Konten, denn sie trennen sich von einem Teil ihrer Aktien. Die Kontrolle über das Unternehmen aber wollen sie trotzdem behalten. Google wird an der Börse insgesamt mit mehr als 370 Milliarden Dollar bewertet. Page und Brin kamen in der jüngsten Rangliste der reichsten Amerikaner des US-Magazins „Forbes“ mit einem geschätzten Vermögen von rund 30 Milliarden Dollar auf den 14. und 15. Platz.
Google-Gruender trennen sich von Aktien
Google founders Larry Page and Sergey Brin. Illustrated by Britt Spencer.

 

Verunsicherte Griechen plündern Konten

Der Streit zwischen der neuen Regierung und den Geldgebern in punkto Schuldenabbau bereitet den Bürgern Angst.

Athen – Die Einlagen auf den Konten in Griechenland sind nach Angaben aus Branchenkreisen in Athen inzwischen auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der schweren Schuldenkrise gefallen. Damit wurde ein Bericht der konservativen Zeitung „Kathimerini“ bestätigt, wonach die Griechen seit November 2014 insgesamt schon rund 20 Milliarden Euro abgehoben haben.
Grund sei die Angst der Menschen vor einer schlagartigen Verschlechterung der Finanzlage wegen der Unstimmigkeiten zwischen Athen und der EU über den Abbau des gigantischen Schuldenberges, hieß es weiter. Nach Informationen aus Regierungskreisen haben Experten der Geldgeber und Vertreter des griechischen Finanzministeriums zwei Listen mit ihren jeweiligen Positionen ausgearbeitet. Diese sollen am Montag den Finanzministern der Eurogruppe präsentiert werden.

Wahlversprechen der Linkspartei

Das von dem Chef der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, geführte Kabinett besteht darauf, dass es keine weiteren Lohn- und Rentenkürzungen in Griechenland gibt. Zudem soll das Pensionsalter nicht erhöht werden. Es soll keine neuen Privatisierungen geben. Nicht abgeschlossene Privatisierungen sollen noch einmal geprüft werden, darunter wird allen Anzeichen nach auch die geplante Verpachtung von 14 Regionalflughäfen an den Frankfurter Airport-Betreiber Fraport sein. Der endgültige Vertrag sollte ursprünglich im Lauf dieses Jahres unterzeichnet werden.
Verunsicherte Griechen pluendern Konten
Abfackeln

Diese Fehler machen die Deutschen bei der Geldanlage

Geld: Psychologie

Die Anleger kaufen keine Aktien, obwohl sie steigen. Sie lassen ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto, ohne Zinsen zu bekommen. Warum man oft ökonomisch unsinnig handelt – die fünf teuersten Psychofallen.

Es passiert nicht häufig, dass sich Franz Josef Leven in Rage redet. Doch wenn der stets ausgeglichen wirkende Direktor des Deutschen Aktieninstituts vom Besuch einer Schulklasse beim DAI berichtet, merkt man ihm seinen Unmut an. Auf die Aufforderung, Fragen zu stellen, habe einer der Schüler wissen wollen, ob er selbst auch Aktien habe.

Ja, natürlich, war die Antwort. Gleich darauf folgte die Frage, wie viel Geld er damit verloren habe. „In den USA hätte jeder gefragt, wie viel ich damit gewonnen habe. Aber hierzulande denken die Menschen beim Thema Aktien immer sofort an Verluste“, erzählt er. „Absurd“ finde er das.
Diese Fehler machen die Deutschen bei der Geldanlage
Frau Dax

Asset Allokation – was ist das?

Asset-AllocationFinanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Heri.

Bei der Geldanlage geht es oft um die vernünftige Mischung unterschiedlicher Anlagekategorien. Das Ziel ist eine optimale Kombination von Risiko und Ertrag. Heute diskutieren wir die entsprechenden Begriffe und Konzepte.
'My asset allocation?  40% 'ying' and 60% 'yang'.'

Banken und Finanz-System im Donbass

Ukraine-Gipfel:  Deutsche und französische Banken sollen Finanz-System im Donbass aufbauen

Deutschland und Frankreich sollen den ukrainischen Bankensektor im Osten des Landes wiederherstellen, heißt es in der offiziellen Erklärung zum Minsker Gipfel. Die deutschen Banken sind in der Ukraine mit mehr als einer halben Milliarde Euro im Risiko. Dem Staat droht ohne IWF-Kredite die Staatspleite.
Deutsche und franzoesische Banken sollen Finanz-System im Donbass aufbauen

Deutsche Wirtschaft wächst doppelt so stark wie erwartet

 Gute Konjunktur

Seit Jahren gilt der Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur.

Deutschlands Wirtschaft hat zum Ende des vergangenen Jahres einen starken Schlussspurt hingelegt: Im vierten Quartal wuchs sie um 0,7 Prozent und damit doppelt so stark wie erwartet. Vor allem der gestiegene Konsum im Inland trug dazu bei.

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dafür sorgten vor allem kauffreudige Verbraucher und steigende Investitionen der Unternehmen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen von 0,1 und 0,5 Prozent reichten. Anfang 2014 war die Wirtschaft sogar um 0,8 Prozent gewachsen, ehe sie im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpfte und im dritten Quartal um 0,1 Prozent zulegte.
Gute Konjunktur Deutsche Wirtschaft waechst doppelt so stark wie erwartet
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