Auch Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an

Die schwedische Zentralbank folgt dem Beispiel der EZB und beginnt mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Damit wollen die schwedischen Parteien die Staatsfinanzierung über die Notenbank laufen lassen, um Einsparungen in den öffentlichen Haushalten vermeiden zu können.

Die schwedische Notenbank hat den Leitzins am Donnerstag auf minus 0,1 Prozent gesenkt und kündigte zugleich den Ankauf von Staatsanleihen im Umfang von zehn Milliarden Kronen (rund einer Milliarde Euro) an, um die Inflation anzuheizen. Dahinter steht offiziell die Sorge, dass die Preise in dem skandinavischen Land auf breiter Front fallen. Dann könnte die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale aus Konsumzurückhaltung, Lohnverfall und stockenden Investitionen geraten. Die Zentralbank folgt damit dem Ankaufprogramm der EZB.

Diese Sorge scheint allerdings nur vorgeschoben: Das Problem der schwedischen Wirtschaft sind nicht zu geringe Preise, sondern eine in vielen Segmenten unproduktive Arbeitsweise. So stecken die schwedischen Autobauer seit Jahren in der Krise. Volvo musste von den Chinesen gerettet werden, Saab gar komplett aufgeben. Viele Unternehmen haben sich noch nicht auf die Innovationen eingestellt, mit denen sie effizienter produzieren könnten.
Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an
Schwedische Zentralbank wirft die Gelddruck-Maschine an

Organisierte Kriminalität ist auch ein Geschäftsmodell der Taliban

Einem UNO-Bericht zufolge kontrollieren die Taliban etwa die Lapislazuli-Minen im Nordosten des Landes und erhalten so jährlich eine Million Dollar Schutzgeld.

Die radikalislamischen Taliban haben nach Einschätzung der UNO ihre Verbindungen zum organisierten Verbrechen deutlich ausgebaut. Die Kämpfer der Bewegung agierten zunehmend als „Paten“ statt als eine politische Alternative zur Regierung, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht von UN-Experten.

Darin werden die intensivierten Verbindungen der Taliban zu Drogenschmugglern und illegalen Minenbetreibern des Landes sowie die gestiegene Zahl von Entführungen, bei denen sie am Lösegeld verdienen, beleuchtet.

Dem Bericht zufolge kontrollieren die Taliban die Lapislazuli-Minen im Nordosten des Landes und erhalten so jährlich eine Million Dollar (882.000 Euro) Schutzgeld. Zudem fließen den UN-Experten zufolge zwei Drittel der Einnahmen aus den Chrom-Minen in der südöstlichen Provinz Paktika in die Taschen der Taliban. An den Rubin-Minen östlich von Kabul verdienen sie der UNO zufolge jährlich 16 Millionen Dollar. Ebenso viel Geld nehmen sie demnach im Jahr mit Geiselnahmen ein.

Das Ausmaß dieser Kooperationen sei neu und gefährde eine Aussöhnung der Taliban mit der afghanischen Führung, weil der wirtschaftliche Zwang zu Gesprächen wegfalle, warnten die UN-Experten. Sie riefen den Sicherheitsrat dazu auf, mit gezielten Sanktionen zu reagieren.
Special-report
Organized Crime meets Taliban
Lapislazuli :Taliban kontrollieren Lapislazuli-Minen

Smartphones ermöglichen neue Geschäftsmodelle für den Mittelstand

Smartphones rücken den Konsumenten in den Mittelpunkt: Unternehmen entwickeln neue Dienstleistungen für unterwegs. Sie vermitteln Ärzte, Anwälte und Taxifahrer über das Smartphone. Mit dem technologischen Fortschritt entstehen neue Geschäftsmodelle. Für Freelancer eröffnen sich vom Bringdienst zum Geschenke-Service neue Karrieremöglichkeiten.

Smartphones eröffnen Arbeitnehmern und Selbstständigen einen neuen Weg, sich von Arbeitgebern und Auftraggebern zu emanzipieren. Per App können Dienstleister jeglicher Art ihre Arbeitskraft anbieten und sind für Unternehmen lokal, regional oder international sofort sichtbar. Dieser Trend ändert die Struktur von Unternehmen. Für Freelancer eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Aufbau einer Karriere.
Smartphones ermoeglichen neue Geschaeftsmodelle fuer den Mittelstand
Smartphone Apps

Hongkong: Bitcoin-Börse verschwindet mit 342 Millionen Euro

Bitcoin TheftEs galt als die Internet-Währung der Zukunft: Bitcoin. Die Bitcoin-Börse MyCoin aus Hongkong ist plötzlich geschlossen. Anleger fürchten nun um insgesamt 342 Millionen Euro, die wohl verschwunden sind. Zuvor hatte MyCoin ein Pyramiden-System aufgebaut, dass mit unglaublichen Gewinn-Versprechen beworben wurde.
Bitcoin-Boerse verschwindet- Anleger verlieren 342 Millionen Euro
Bitcoin

Börsenrekord in Kairo

Aktienmarkt Ägypten

Die 10 000-Punkte-Marke ist geknackt. In den letzten Tagen hat der wichtigste Index der ägyptischen Börse, der EGX 30, diese Schallmauer durchbrochen. Am Sonntag konnte er mit 9957 Punkten dieses Niveau nicht ganz halten. Experten sehen dennoch eine weitere Annäherung an das Allzeithoch vom Juni 2008 mit 12 000 Punkten voraus. Neben dem grossen Interesse an der internationalen Investorenkonferenz von Mitte März führen Analysten die Hausse vor allem auf zwei Faktoren zurück. Völlig unerwartet hatte die Zentralbank Mitte Januar ihre Zinssätze um 50 Basispunkte gesenkt. Sie begründete den Schritt mit der Inflation, die sich abgekühlt habe. Zudem lässt die Zentralbank den Kurs der lokalen Währung im Rahmen ihrer Dollar-Auktionen seit zwei Wochen graduell fallen, was zu einem positiven Trend bei den Bau- und Immobilienaktien geführt hat. Die schrittweise Abwertung war vom Internationalen Währungsfonds schon länger gefordert worden.
Rekord an der Boerse in Kairo
Ägypten Börse

Skrupelloses Milliardengeschäft mit Menschenschmuggel

Das Milliardengeschäft mit der illegalen Immigration Flüchtlingsboot vor Lampedusa
Video bei TTT

Während die EU um eine neue Flüchtlingspolitik ringt, ernährt das Elend Zehntausender ein globales Netzwerk von Schleppern und Schleusern. Allein im Jahr 2014 hat Italien nach Angaben des Innenministeriums in Rom mehr als 160.000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die meisten kamen aus Syrien und Eritrea.

Die Route über das Mittelmeer ist zum wichtigsten Korridor für Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten geworden. Sie alle suchen ein besseres Leben in Europa und sind bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Alleine wagt kaum einer die riskante Reise. Von der Not profitiert eine ganze Branche Krimineller, vom kleinen Gauner bis zum Boss im feinen Maßanzug: Menschenschmuggler machen Millionengeschäfte. Sie sind hoch organisiert, agieren global und sind für die Ermittler nur schwer zu fassen. Kaum jemand ahnt, wie es aussieht in dieser Schattenwelt.

Einblick gewähren der Kriminologe Andrea Di Nicola und der Journalist Giampaolo Musumeci. Sie haben entlang der Hauptrouten illegaler Immigration recherchiert, Gespräche mit den Drahtziehern des Schlepper- und Schleusergeschäfts protokolliert und in ihrem Buch „Bekenntnisse eines Menschenhändlers“ veröffentlicht, das jetzt im Verlag Antje Kunstmann erscheint.

Die Augenzeugenberichte machen klar: Menschenschmuggel ist ein Geschäftsmodell, das zwar eigene Regeln kennt, aber nach den Marktgesetzen des Kapitalismus funktioniert. Werden die Hürden für die Flüchtlinge erhöht, Grenzkontrollen verschärft, Zäune und Mauern gebaut, dann steigt der Preis. Angesichts der Krisen und Kriege an den Rändern Europas, in Afrika und im Nahen Osten floriert das Geschäft. Die Nachfrage wächst stetig.

Menschenschmuggel ist fast so lukrativ wie Drogenhandel und genau so straff organisiert. Auf der Basis der illegalen Einwanderung hat sich eine ganze Industrie entwickelt, die Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse anbietet: von der Flucht auf einem armseligen Fischerboot bis zur Luxusreise auf einer Jacht mit gefälschten Papieren.
Peoplesmuggler

Schweizer Bank verwaltete Konten Krimineller

Schweizer Bank verwaltete Konten Krimineller
Die schmutzigen Geschäfte der HSBC

Die Privatbank HSBC hat jahrelang Konten und Depots von Steuerhinterziehern und Kriminellen verwaltet. Mehr als 100.000 Dokumente, die NDR, WDR und SZ ausgewertet haben, zeigen nun erstmals Details der Schweizer Bankgeschäfte.

Korrupte Politiker, Waffenhändler und andere Kriminelle haben jahrelang Konten der Privatbank HSBC genutzt, um Gelder zu waschen, Besitztümer zu verheimlichen und Steuern zu hinterziehen. Die Bank hat darüber in vielen Fällen Bescheid gewusst und trotzdem an den Geschäfte festgehalten. Auch zahlreiche Deutsche wollten über ein HSBC-Konto mutmaßlich Geld vor dem Finanzamt verstecken. Das zeigt ein Datensatz aus rund 36.000 Dateien, den NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ in Zusammenarbeit mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) ausgewertet haben.
Die schmutzigen Geschäfte der HSBC

swissleaks-101~_v-modPremiumHalbSiehe hierzu auch : Kategorie Frauen und Kinder sind überproportional von Korruption und Geldwäsche betroffen.

Hier der Link zu den Dateien von HSBC Leaks

Kühlt die chinesische Wirtschaft zu stark ab?

Chinas Handelsbilanz Exporte stark gesunken

Die chinesische Regierung will die Binnennachfrage stärken, um weniger von Exporten abhängig zu sein. Doch mit einem Rückgang der Ausfuhren im Januar um gut 3 Prozent hatte kaum jemand gerechnet. Beobachter sorgen sich um Chinas Konjunktur.

(Reuters) Chinas Ein- und Ausfuhren sind im Januar deutlich stärker gesunken als erwartet. Die Importe fielen im Jahresvergleich um fast 20 Prozent und die Exporte um 3,3 Prozent, wie die Zollbehörde am Sonntag mitteilte.

Damit wies das Reich der Mitte im Januar einen Rekord-Handelsüberschuss von 60 Milliarden Dollar aus. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang der Importe um 3 Prozent und mit einem Anstieg der Exporte um 6,3 Prozent gerechnet. Die Daten dürften die Sorge verschärfen, dass sich die chinesische Wirtschaft zu stark abkühlt.

Die Vergleichbarkeit von chinesischen Konjunkturdaten im Januar und Februar wird durch das einwöchige Neujahrsfest erschwert. Allerdings fand es 2014 im Januar statt, während die Fabriken in diesem Jahr erst im Februar für eine Woche die Produktion zurückfahren.

Der Rückgang bei den Importen war so stark wie seit Mai 2009 nicht mehr, als die chinesische Industrie mit den Folgen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hatte. Eigentlich will die Regierung in Peking die bislang stark vom Export abhängige Wirtschaft mehr auf den einheimischen Konsum ausrichten. Daher gilt eine gewisse Verlangsamung als unausweichlich.

Experten zeigten sich allerdings besorgt über die Stärke des Rückgangs. «Das sind sehr seltsame Daten», erklärte Andrew Polk vom Conference Board in Peking. Besonders der Einbruch bei der Einfuhr bereite ihm Sorge: «Die Import-Zahlen deuten auf eine deutliche Verlangsamung im Industriesektor hin. Das erste Quartal sieht ziemlich furchtbar aus.»
China Economy