Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Man bewundert immer wieder die spektakulären Gewinne, die mit irgendwelchen Preziosen bei Auktionen oder ähnlichem erzielt werden. Im heutigen Video betrachten wir eine Reihe solcher schlagzeilenträchtigen Ereignisse und betten sie in einem vernünftigen Anlagekontext ein.

Notenbankgeld für alle?
Ideen für ein neues monetäres Regime
Das Geldsystem steht in der Kritik. Als Reformen werden unter anderem zwei Massnahmen diskutiert: erstens die Möglichkeit, jedermann Zugang zu Einlagen bei der Notenbank zu gewähren; zweitens die Abschaffung von Bargeld. Was ist davon zu halten?
Erfüllen Notenbanken, Geschäftsbanken und andere Finanzintermediäre ihre volkswirtschaftlichen Aufgaben effektiv und effizient? Die Einschätzung zu dieser Frage hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Vor allem der Bankensektor wird seit der Finanzkrise kritischer beurteilt als zuvor. Auf der Basis eines breiten gesellschaftlichen Konsenses werden Finanzinstitute daher zunehmend stärker reguliert. Die Sicherung ihrer Standortvorteile wird politisch nicht mehr gleich stark gewichtet wie noch in früheren Zeiten.
Öffentliches Misstrauen
Auch an der Geldpolitik oder am Geldsystem wird Kritik geübt. Im Euro-Raum haben die Zweifel an der Stabilitätskultur der Europäischen Zentralbank (EZB) neuen Auftrieb erhalten, weil sich die EZB zu einem Programm des «Quantitative Easing» durchgerungen hat. In der Schweiz wurde der Nationalbank bis zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses vorgeworfen, dass sie im Interesse der Exportindustrie unter dem Vorwand der Deflationsbekämpfung unvertretbare Bilanzrisiken eingehe. Diese und ähnliche Kritiken führten zur (letztlich verworfenen) «Goldinitiative», die eine starke Einschränkung der geldpolitischen Flexibilität vorsah.
Notenbankgeld für alle
Sollte Bargeld dereinst abgeschafft werden, wie bisweilen gefordert, würden auch Kassenschubladen obsolet.
Ein Lehrbeispiel für Anleger
Rendite und Risiko mit Cheniere Energy: Eine Erdgasfirma im rauen Wind der Energiemärkte
Cheniere Energy ist ein gutes Beispiel für die Risiken im internationalen Erdgassektor. Die Firma hat eine veritable Achterbahnfahrt hinter sich. Jetzt steht der Erfolg erneut auf der Kippe.
Charif Souki ist kein typischer amerikanischer Erdöl-Guy. Der CEO von Cheniere Energy trägt weder Cowboyhut noch Stiefel. Sein sanfter Akzent hat ebenfalls nichts mit dem für die Branche sonst typisch wuchtigen Texasenglisch zu tun. Souki steht trotzdem an der Spitze eines Trends, der die US-Energiebranche für Jahre prägen könnte. Sein Unternehmen ist führend im Ausbau der Infrastruktur zum Export von Erdgas. Cheniere Energy hat dazu bereits zahlreiche Kontrakte mit internationalen Gaskäufern unterzeichnet. Dank den grossen Volumen, die Cheniere laut eigenen Angaben exportieren will, hat sich die Aktie in den letzten Jahren vervierfacht. Allein 2014 zählte Souki zu den bestbezahlten CEO.
Eine Erdgasfirma im rauen Wind der Energiemaerkte
Vorerst geduldige Anleger
An der Wall Street sind die Anleger noch geduldig. Sie erwarten, dass die Gaspreise bald wieder steigen, und sehen zudem die Probleme mit traditionellen Erdgaslieferanten wie Russland oder Algerien. Insofern sei es durchaus vertretbar, dass die USA eine Infrastruktur aufbauten, denn die Kunden würden zunehmend auf politisch stabile Quellenländer pochen.
Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen. Doch Cheniere läuft Gefahr, einmal mehr im Strudel der Energiemärkte gefangen zu werden. Die Aktien halten sich immer noch sehr gut. Doch das Beispiel zeigt, wie eng unternehmerischer Erfolg und Misserfolg am Energiemarkt zusammenliegen.
2008 kurz vor dem Bankrott
Doch sein Erfolg war alles andere als reibungslos. Cheniere stand 2008 kurz vor dem Bankrott. Grund für die Misere war ironischerweise genau das, was heute zum Erfolg beiträgt, nämlich der Schiefergas-Boom. Als Souki anfing, hatte er nicht Erdgas exportieren, sondern importieren wollen. Cheniere hatte dazu an der Golfküste Anlagen gebaut, die Flüssiggas von eigens dazu gefertigten Tankern aufnehmen und wieder in Gasform umsetzen können. Das Ziel war es, Erdgas von Ländern wie Katar per Schiff zu importieren. Doch als Mitte des letzten Jahrzehnts plötzlich die einheimische Erdgasproduktion zunahm, wurden die Anlagen nutzlos. Cheniere stand da ohne Nachfrage und mit Milliardenschulden. Als 2008 die Finanzkrise ausbrach, stand Souki vor dem Bankrott.

Asset Allocation: Standard-Risiken
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im BrennpunktProf. Dr. Heri.
In der heutigen Anlageberatung wird in der Regel mit Mittelallokationen für spezifische Risiko- bzw. Kundensegmente gearbeite. Wir zeigen, was hinter diesem Konzept steckt und erläutern die entsprechenden Begriffe.

Im Frühling kommt der Geldregen
Die Dividenden-Strategie ist eine der bekanntesten und ältesten strukturierten Vorgehensweisen von Investoren. Die Ausschüttungen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Aktienrendite. Nach Berechnungen von Allianz Global Investors trugen die Dividenden zwischen 1970 und 2012 im MSCI-Europa-Index 4,1 Prozentpunkte zur jährlichen Durchschnittsrendite von 9,8% bei. Die wohl bekannteste Dividenden-Strategie stammt mit den «Dogs of the Dow» aus den USA. Dabei werden jeweils Anfang Jahr die Titel aus dem Dow Jones Industrial mit der höchsten Dividendenrendite gekauft. Pascal Seidner, Manager des zCapital Swiss Dividend Fund, unterscheidet zwei Arten von Strategien: Value und Growth. Im Value-Ansatz werden Aktien von Unternehmen gewählt, die nachhaltig eine deutlich überdurchschnittliche Dividende zahlen, die Growth-Strategie legt den Fokus auf Titel, deren Dividendenzahlungen in Zukunft kontinuierlich steigen dürften.
Im Fruehling kommt der Geldregen

Milliardärin mit 30
Elisabeth Holmes ist die neue Superfrau der Tech-Szene. Sie hat die Elitehochschule Stanford zwar abgebrochen, dafür entwickelte sie ein Verfahren zur nervenschonenden Blutabnahme. Aktueller Wert ihrer Firma: 9 Mrd. Euro.
Die blutige Karriere von Amerikas jüngster Selfmade-MilliardärinTheranos-Gründerin Elizabeth Holmes: Die 30-Jährige hat für ihr Diagnostik-Unternehmen zuletzt weitere Finanzspritzen bekommen. Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes:
Mit Bluttests ohne Schmerz will Elizabeth Holmes die Gesundheitsbranche revolutionieren. Ihr Unternehmen hat sie 2003 mit ihren College-Ersparnissen begründet – heute ist es neun Milliarden Dollar wert.
Manchmal kann sich Elizabeth Holmes nicht beherrschen. Nach dem Essen, gestand Amerikas jüngste Selfmade-Milliardärin einmal dem Fortune-Magazin, schiebe sie bisweilen einen Tropfen ihres eigenen Bluts sowie Proben von Tischgenossen in ein Analysegerät ihres Unternehmens Theranos. Auf dem Bildschirm könne sie dann schnell erkennen, wer gesund gegessen habe – und auf wessen Teller ein Cheeseburger gelandet sei.
Stanford.edu
I Wasnt Weighted by Influences That I Couldnt Do It
Bluttest-Erfinderin Holmes: Der tiefe Fall der jungen Milliardärin

Schweiz: Geldwäsche Razzia bei der HSBC-Filiale
Nach „Swissleaks“-Enthüllungen: Schweizer Banken arbeiten mit der organisierten Kriminalität zusammen
Der Vorwurf gegen die Schweizer Großbank HSBC wiegt schwer. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in Geschäften mit Waffenhändlern, Schmugglern und Steuerhinterziehern verwickelt sein. Jetzt beginnen die Ermittlungen.
Nach den Berichten über fragwürdige Finanzpraktiken bei der Großbank HSBC hat es bei der Genfer Filiale am Mittwoch Durchsuchungen gegeben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons teilte mit, es seien nach den jüngsten Enthüllungen Ermittlungen wegen schwerer Geldwäsche gegen die HSBC Private Bank eingeleitet worden.
Die Durchsuchungen des Banksitzes würden vom Kantons-Staatsanwalt Olivier Jornot sowie Yves Bertossa geleitet. Die Ermittlungen könnten von der Bank auf Einzelpersonen ausgeweitet werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Eine Bank könne allein schon deshalb bestraft werden, weil sie Verstöße von Angestellten nicht durch geeignete Maßnahmen verhindert habe.
HSBC hat offenbar bekannten Diktatoren geholfen
Ein internationales Recherche-Netzwerk hatte am 9. Februar Schwarzgeld-Konten und Geschäfte mit Waffenhändlern und Schmugglern bei der Schweizer HSBC öffentlich gemacht. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in der Vergangenheit weltweit zehntausenden Kunden, darunter bekannte Diktatoren und Kriminelle, geholfen haben, rund 180 Milliarden Euro vor den Steuerbehörden zu verstecken.
Geldwaesche und Steuerbetrug- Razzia bei der HSBC-Filiale
Aufwertung des Frankens schockt die Schweizer Wirtschaft
Der Strukturwandel beschleunigt sich erneut, wie in den früheren Phasen einer starken Überbewertung des Frankens in den 1970er- und 1990er- Jahren. Die damaligen Krisen rissen einzelne Unternehmen in den Untergang, doch die Industrie als Ganzes machten sie stärker. «Die Situation ist schwieriger als 2011», sagt Yngve Abrahamsen, Ökonom der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Die Aufwertung geschah diesmal auf einen Schlag, und es war nach 2010/11 der zweite Währungsschock innert sehr kurzer Zeit. Mit dem Mindestkurs hatte die Nationalbank den Unternehmen dreieeinhalb Jahre Planungssicherheit verschafft. Damit ist es wohl für lange Zeit vorbei. Nun müssen sie in ihren Investitionsrechnungen wieder einen Risikozuschlag einsetzen für mögliche Frankenaufwertungen. Parallelen zu früheren Krisen sind frappant.
Frankenstärke- Die Schweiz ist wie ein Chamäleon
Auch in China umkämpfter Taxi-Markt
Schulterschluss von Didi und Kuaidi. In China erfreuen sich verschiedene Taxi-Apps einer grossen Beliebtheit.
Chinas führende Online-Plattformen für Taxi-Buchungen wollen fusionieren. Dies bringt eine neue Wettbewerbssituation in ein bisher stark bezuschusstes Geschäft. Hinzu kommt eine ungewohnte Kooperation der Internet-Erzrivalen Alibaba und Tencent.
Im hitzigen Wettbewerbsumfeld für online-gestützte Taxi-Rufdienste vereinbaren die beiden dominanten chinesischen Anbieter Didi Dache und Kuaidi Dache eine Fusion. Damit dürfte eine der weltweit grössten Internetplattformen für Transportdienste entstehen. Gleichzeitig kommt es in diesem Teilbereich des Internet-Markts zu einem überraschenden indirekten Schulterschluss zwischen den beiden chinesischen Branchenriesen Alibaba (Online-Handel) und Tencent (soziale Netzwerke). Die zwei Firmen stehen mit Beteiligungen, IT-Unterstützung und der Abwicklung von Online-Zahlungen hinter den beiden App-Betreibern.
Umkaempfter Taxi-Markt in China

Asset Allocation: Standard-Risiken
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
In der heutigen Anlageberatung wird in der Regel mit Mittelallokationen für spezifische Risiko- bzw. Kundensegmente gearbeitet. Wir zeigen, was hinter diesem Konzept steckt und erläutern die entsprechenden Begriffe.

