Sind Frauen bessere Manager?

Die Geschlechterfrage: Frauen bilden sowohl in der Technologiewelt als auch im Rest von Corporate America die Minderheit.

Tim Cook wandelt sich von der Rolle des Steve-Jobs-Nachfolgers zu einem CEO mit eigener Stimme. Der Apple-Chef war jüngst zu Gast bei der Goldman-Sachs-Technologie-Konferenz in San Francisco. Im prunkvollen «Palace Hotel» hat Cook mit scharfen Bemerkungen seinen (schlecht vorbereiteten) Interviewer zerlegt. Mit einer Marktkapitalisierung von über 700 Mrd. $ und einem Polster an Barreserven von rund 200 Mrd. $ kann sich der Apple-CEO ohne Zweifel etwas leisten.

Eine Bemerkung fiel dabei besonders auf. Kaum mit dem Mikrofon verbunden, fragte Cook seinen Gastgeber, warum so wenige Frauen unter den Zuschauern seien. Es sollten bitte in Zukunft mehr Frauen eingeladen werden. Die Aussage brachte viele zum Schmunzeln. Sie hat jedoch auch die Diskussion über die Rolle der Frau im Silicon Valley und allgemein in Corporate America neu angefacht.
Sind Frauen bessere Manager?
Sind Frauen bessere Manager?

Was ist Geld wert?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Der Wert von Geld ist nicht selten subjektiv und manchmal auch emotional. Wir abstrahieren hiervon und definieren die Begriffe des Realwertes und des Zeitwertes von Geld – zwei zentrale Begriffe in der Finanzanalyse. Für Interessenten zeigt unser Tech-Video „Zinseszinsformel: Grundgedanke“ die mehr analytischen Details auf.
Geldwert

Gullivers Geld auf Reisen

HSBC-Chef hat Schweizer Konto: Gullivers Geld auf ReisenHSBC Chef Gulliver

Die HSBC soll reichen Kunden über ihre Schweizer Tochter bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Nun gerät Konzernchef Gulliver in die Kritik: Über eine Firma in Panama legt er selbst Geld in der Schweiz an.

Die britische Großbank HSBC soll reichen Kunden in der Schweiz bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Nun ist herausgekommen: Auch Konzernchef Stuart Gulliver hat dort ein Konto. Nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ hat er mehrere Millionen Pfund in eine Firma in Panama gesteckt, die das Geld in der Schweiz lagert. Das Unternehmen bestätigte die Existenz des Kontos, beteuerte aber, dass Gulliver auf die Einkommen Steuern gezahlt habe.
HSBC-Chef hat Schweizer Konto
HBSC Banking ScandalSiehe hierzu : Frauen und Kinder Betroffene der Korruption

Rente dünn wie ein Pizzateig?

Der heutigen Rentner-Generation geht es überwiegend gut. Der Haken ist: Es wird nicht so bleiben.

Roland Tichy kommentiert:
„Länger arbeiten für weniger Rente – wie gemein ist das denn?“, werden sich viele fragen, die in den fetten Jahren seit 1960 geboren wurden und den heutigen Beitrag in der BamS lesen. Und viele aus der heute aktiven, berufstätigen, hohe Beiträge zahlenden Generation werden trotz längerer Arbeit im Alter aufs Sozialamt gehen müssen. Das sind keine guten Perspektiven.

Dass wir zu wenige Kinder kriegen, ist der eine Grund. Und weil nicht geborene Kinder auch keine Kinder bekommen, müssen immer weniger Berufstätige immer mehr Rentner unterhalten. Das ist die schlechte Nachricht.

Aber es gibt auch eine gute: Weil wir immer länger leben, wird unsere erarbeitete Rente gestreckt – und dabei dünn wie ein Pizzateig. Damit der nicht zu dünn ist, müssen wir länger arbeiten. Das ist gemein, aber ist es wirklich schlimm?
Die Rente wird dünn wie ein Pizzateig

Alexei Talimonov

Alexei Talimonov

USA – die Wirtschaft feuert aus allen Zylindern

Weltwirtschaft: Amerika weist Europa den Weg

Müsste man den weltwirtschaftlichen Trend mit einem Wort etikettieren, läge der Begriff «Divergenz» nahe. Zwar entwickeln sich die Weltregionen kaum je im Gleichschritt. Die ökonomischen Antagonismen sind jüngst aber in ungewohntem Mass grösser geworden. Das gilt zum Ersten für den tiefen Graben zwischen den Erdöl produzierenden und den Erdöl konsumierenden Ländern. Zum Zweiten spiegelt sich die Divergenz vor allem in den unterschiedlichen Befindlichkeiten der zwei grössten Wirtschaftsblöcke, also der USA und der Euro-Zone. Die beiden Regionen driften ökonomisch immer stärker auseinander – eine Entkoppelung, die für Irritationen sorgt.

Die grosse Divergenz
Zunächst zu den Vereinigten Staaten: Dort feuert die Wirtschaft aus allen Zylindern. Mit einem Wachstum um 2,4 Prozent haben die USA im vergangenen Jahr unter den Industriestaaten das zweitbeste Resultat erzielt, hinter Grossbritannien. Die Unternehmen schufen drei Millionen neue Jobs, das stärkste Plus seit 15 Jahren. Das Vertrauen der Konsumenten zieht kräftig an. Die Banken leihen wieder Geld aus, und die Verschuldung der Haushalte sinkt. Ein Ende des Trends ist nicht absehbar: Für 2015 und 2016 wird mit Expansionsraten von 3 Prozent gerechnet. Geldpolitisch stehen die Zeichen auf Straffung, offen ist nur der Zeitpunkt einer Zinserhöhung.
Amerika weist Europa den Weg
Feuer Frei

Eine Finanzkrise vom Crash des Geldsystems entfernt

Für die ultraexpansive Geldpolitik der internationalen Zentralbanken hat Thomas Mayer einen einfachen Vergleich parat: Die immer grössere Geldschwemme komme dem Versuch gleich, ein bockendes Pferd zum Galopp zu bringen – was ziemlich schwierig sei, sagt der Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute und ehemalige Chefökonom der Deutschen Bank. Der Versuch der Notenbanken, mittels einer immer grösseren Geldschwemme die Banken zu einer grosszügigeren Kreditvergabe zu bewegen und Inflation zu schaffen, hat bisher wenig Früchte getragen. Vielmehr wird das Geld gehortet und führt zu Preisblasen bei Vermögenswerten wie Immobilien und Aktien. Das «Hochfahren» der Kreditvergabe sei eben deutlich schwieriger, als eine überbordende Kreditvergabe zu bremsen, sagt Mayer.

Aus seiner Sicht veranstalten die Zentralbanken derzeit ein riesiges Experiment mit ungewissem Ausgang. Sie versuchten, die Geldordnung wieder «flottzumachen» bzw. auf einen «Normalzustand» zurückzuführen. Es sei nicht abzusehen, dass dies gelinge. Das System mit ungedecktem Papiergeld, das Mayer auch als Fiat-Geldsystem bezeichnet, werde nach der in den vergangenen Jahren zu beobachtenden enormen Ausweitung der Kreditgeldmenge immer mehr grundsätzlich infrage gestellt. Falls der Plan der Zentralbanken nicht aufgehe, könnten die Bürger in vielen Ländern das Vertrauen in das Geld verlieren.
Eine Finanzkrise vom Crash des Geldsystems entfernt
Financial Crash

Alles ist zu teuer

Viele Athener haben weniger Geld in der Tasche und erhofften sich von der neuen Regierung Besserung. Während griechische Politiker mit europäischen Kollegen um einen Kompromiss ringen, geht der Alltag in Athen normal weiter. Drei Athener schildern ihr Leben in einem Land der Krise, ihre Ängste und Hoffnungen.

Nach einem kurzen Wintereinbruch scheint jetzt wieder die Sonne. Manche Bäume treiben erste Knospen. Die meisten Cafés in der Athener Innenstadt sind gut besucht. Doch politische Diskussionen, wie sie sonst zu fast jeder Tages- und Nachtzeit in den Cafés stattfinden, scheint es an diesem Tag nicht so richtig zu geben. In den Gesprächen geht es eher um das verlängerte Wochenende, das bevorsteht.
Alles ist zu teuer
Alles zu teuer

Einen Gaugain hätte man haben sollen…

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Man bewundert immer wieder die spektakulären Gewinne, die mit irgendwelchen Preziosen bei Auktionen oder ähnlichem erzielt werden. Im heutigen Video betrachten wir eine Reihe solcher schlagzeilenträchtigen Ereignisse und betten sie in einem vernünftigen Anlagekontext ein.
Arearea, by Paul Gauguin

Notenbankgeld für alle?

Ideen für ein neues monetäres Regime

Das Geldsystem steht in der Kritik. Als Reformen werden unter anderem zwei Massnahmen diskutiert: erstens die Möglichkeit, jedermann Zugang zu Einlagen bei der Notenbank zu gewähren; zweitens die Abschaffung von Bargeld. Was ist davon zu halten?
Erfüllen Notenbanken, Geschäftsbanken und andere Finanzintermediäre ihre volkswirtschaftlichen Aufgaben effektiv und effizient? Die Einschätzung zu dieser Frage hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Vor allem der Bankensektor wird seit der Finanzkrise kritischer beurteilt als zuvor. Auf der Basis eines breiten gesellschaftlichen Konsenses werden Finanzinstitute daher zunehmend stärker reguliert. Die Sicherung ihrer Standortvorteile wird politisch nicht mehr gleich stark gewichtet wie noch in früheren Zeiten.

Öffentliches Misstrauen
Auch an der Geldpolitik oder am Geldsystem wird Kritik geübt. Im Euro-Raum haben die Zweifel an der Stabilitätskultur der Europäischen Zentralbank (EZB) neuen Auftrieb erhalten, weil sich die EZB zu einem Programm des «Quantitative Easing» durchgerungen hat. In der Schweiz wurde der Nationalbank bis zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses vorgeworfen, dass sie im Interesse der Exportindustrie unter dem Vorwand der Deflationsbekämpfung unvertretbare Bilanzrisiken eingehe. Diese und ähnliche Kritiken führten zur (letztlich verworfenen) «Goldinitiative», die eine starke Einschränkung der geldpolitischen Flexibilität vorsah.
Notenbankgeld für alleBargeld Kasse Franken Geld

Sollte Bargeld dereinst abgeschafft werden, wie bisweilen gefordert, würden auch Kassenschubladen obsolet.

Musiker überfällt Notenbank