Indiens Regierung will das Haushaltsdefizit langsam absenken

Budget der neuen Regierung: Feuertaufe für Indiens Reformer

Das erste Budget der Regierung von Narendra Modi erfüllt die meisten Erwartungen.
Der indische Finanzminister hat ein Jahresbudget vorgestellt, das klare Wachstumszeichen aussendet. Die Wirtschaftswelt reagiert positiv und erleichtert.

Im Jahr 2014 war Narendra Modis Leistungsausweis in erster Linie ein atmosphärischer. Bereits die Aussicht auf einen Machtwechsel in Delhi hatte der indischen Börse einen Höhenflug beschert, die positive Grundstimmung in der Wirtschaftswelt war mit Händen zu greifen. Seit Januar vergangenen Jahres ist der wichtigste Marktindex, Sensex, um fast 40% gestiegen. Konkrete Reformen umgesetzt hat die neue Regierung aber erst wenige. Im laufenden Jahr, so ist man sich einig, müssen den Ankündigungen nun auch Taten folgen. Als Meilenstein hierfür gilt das erste Jahresbudget. Mit entsprechend grosser Spannung ist die Präsentation von Finanzminister Arun Jaitley am Samstag erwartet worden.
Feuertaufe für Indiens Reformer
Feuertaufe für Indiens Reformer

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen

Erdogan greift türkische Notenbank scharf an
Istanbul: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan greift die Notenbank des Landes immer schärfer an. Wer die hohen Zinsen verteidige, begehe Verrat an der Nation, sagte der Politiker am Samstag vor Journalisten. Er hält die Leitzinsen von 7,5 Prozent zu hoch.

Investoren befürchten ob solcher Äusserungen, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank verloren geht. Zuletzt gab es sogar Spekulationen, Notenbank-Chef Erdem Basci könne wegen der Kritik zum Rücktritt gezwungen werden, was dieser aber zurückwies.

Die Zentralbank hatte den Schlüsselsatz zur Versorgung des Bankensystems mit Geld zuletzt um einen Viertelprozentpunkt gesenkt – zu wenig aus Sicht der Regierung. Erdogan fürchtet, dass der Leitzins in dieser Höhe das Wachstum im Land abwürgt.
Notenbank unter Druck

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen

Mehr Geld für den Verteidigungsetat?

Verteidigung: Schäuble verspricht mehr Geld für Sicherheit
Der Finanzminister will mehr Mittel für die Bundeswehr bereitstellen, kündigt er in einem Interview an. „Die Welt ist leider unsicherer geworden“, sagt Schäuble. Allerdings soll der Wehretat erst 2017 steigen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verspricht einen höheren Verteidigungsetat ab dem Jahr 2017. „Natürlich werden wir angesichts der Krisen und Instabilitäten in der Welt in den nächsten Jahren höhere Leistungen für Verteidigung schultern müssen“, sagte Schäuble der „Bild am Sonntag“.

Der Finanzminister will für drei Ressorts künftig mehr Geld ausgeben: „Ich habe vorgeschlagen, dass wir die Ausgaben für Entwicklungshilfe moderat steigern. Und wir werden in den kommenden Jahren mehr für Verteidigung und innere Sicherheit ausgeben müssen. Die Welt ist leider unsicherer geworden.“
In den vergangenen Monaten waren massive Mängel an der Ausrüstung der Bundeswehr bekanntgeworden. Deutschland gibt nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus. Die Nato hat sich 2 Prozent zum Ziel gesetzt.
Bisher hat das Verteidigungsministerium mit Hinweis auf fehlende finanzielle Spielräume Forderungen von Verteidigungsexperten nach mehr Panzern und mehr Soldaten bei der Panzertruppe abgewehrt.
Schäuble verspricht mehr Geld für Sicherheit
Panzer

Warum steigt trotz Aufschwung die Armut?

Immer mehr Bundesbürger gelten als arm. Wie passt das zum Aufschwung? Beschäftigungsforscher sagen: Der Boom war nur möglich, weil so viele in die Armut getrieben wurden.

Vollbeschäftigung ist nicht nur ein großes Wort, sondern auch ein großer Traum vieler Wirtschafts- und Sozialpolitiker. Vor ein paar Wochen erst träumte der Chef der Bundesagentur für Arbeit ganz laut davon. Für Frank-Jürgen Weise liegt die Vollbeschäftigung in Deutschland ganz nah. Schließlich staunen halb Europa und der Rest der Welt über das neue deutsche Jobwunder, das allen Krisen trotzt. Die Wirtschaft boomt, und die Beschäftigtenzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu. 42,6 Millionen Menschen haben Arbeit, das ist Rekord.

Und dann das: Nicht nur Bruttoinlandsprodukt und Einkommen steigen – sondern auch die Armutsquote, mahnt jetzt ein Bericht des Paritätischen Gesamtverbands. Mit 12,5 Millionen Menschen hierzulande gelten so viele als arm wie noch nie. Es sind 15,5 Prozent der Bevölkerung, die laut Bericht unterhalb der Armutsgrenze leben; und das im viertreichsten Land der Welt, das mit 5,4 Prozent zudem die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Europa hat. Nur im angeschlagenen Griechenland, in Bulgarien, Italien und Portugal leben noch mehr arme Menschen als hier.

Wie passt das zusammen? Eine erste Erklärung ergibt sich aus der Statistik selbst: Als „arm“ gelten per Definition all diejenigen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. In Deutschland ist das der Fall, so schlüsselt der Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes auf, wenn Alleinlebende weniger als 979 Euro im Monat zum Leben haben und ein Vier-Personenhaushalt weniger als 1.873 Euro.
Trotz Aufschwungs steigt die Armut
Armut

Negativzinsen und kein Ausweg

SNB sucht Heil in neuem Instrument

Die Nationalbank spürt Gegenwind. Während die Realwirtschaft unter der Frankenstärke leidet, stört sich der Finanzsektor an den Negativzinsen. Deren Umsetzung ist effektiv und zurzeit wohl ein kleinesvon vielen denkbaren Übeln.

War und ist die ultraexpansive unkonventionelle Geldpolitik nun ein Segen oder ein Fluch? Noch ist es für ein abschliessendes Urteil zu früh. Die Notenbanker der grossen Währungsräume nehmen für sich in Anspruch, die Welt mit ihren unkonventionellen Massnahmen vor einer grossen Depression wie in den 1930er Jahren bewahrt zu haben. Doch inzwischen treten auch die Gefahren und Nebenwirkungen der präzedenzlosen Geldschwemme immer klarer zutage. Sie hat Notenbankbilanzen aufgebläht, das Zinsniveau auf null oder sogar in den negativen Bereich gedrückt, was Sparer und Vorsorgesysteme plagt und in höhere Risiken drängt sowie Schuldner zu leichtsinnigem Leben auf Kredit verführt. Zudem setzt das viele zu billige Geld Währungen von Ländern mit einer weniger expansiven Geldpolitik unter Druck. Dem kann sich auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) nicht entziehen.
Negativzinsen und kein Ausweg

Negativzinsen und kein Ausweg

Negativzinsen und kein Ausweg

Das ist die mächtigste Hedgefonds-Chefin der Welt

Bluetrend ist der wichtigste Hedgefonds der Managerin Leda Braga, den sie von Genf aus führt. Er schnitt zu Jahresstart sensationell ab. Damit ist sie die erfolgreichste weibliche Hedgefonds-Chefin.

Leda Braga: Die Brasilianerin hat ihr Büro in Genf.
Sie hat allen Grund, dieser Tage guter Laune zu sein. Der wichtigste Hedgefonds der 48-jährigen Brasilianerin – der 8,4 Milliarden Dollar schwere BlueTrend – erzielte im Januar einen Ertrag von rund 9,5 Prozent. Das ist einer der grössten Zugewinne unter Hedgefonds weltweit.

Es war der erste Monat, in dem sie nach der Abspaltung von Michael Platts Bluecrest Capital Management nach 14 Jahren auf eigene Rechnung handelte. Ihr neues Unternehmen, Systematica Investments, beinhaltet unter anderem den Bluetrend-Fonds. Sie verwaltet jetzt mehr Geld als jeder andere Hedgefonds, der von einer Frau alleine geführt wird.
Das ist die mächtigste Hedgefonds-Chefin der Welt
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Hat Russland genug von Putins Bereicherung?

Russland sorgt nicht nur wegen der äusserst umstrittenen geopolitischen Abenteuer auf der Krim und im Osten der Ukraine für Schlagzeilen, sondern auch wegen der schwachen Wirtschaft. An beidem dürfte sich auf absehbare Zeit wenig ändern, fürchtet Bill Browder – wenngleich sich der Rubel in den vergangenen Tagen mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen etwas vom vorhergehenden Schwächeanfall erholt hat. Der heute in London lebende Amerikaner, der in seinen besten Jahren von Moskau aus mit einem auf Russland spezialisierten Hedge-Fund Schwellenländer-Investments salonfähig gemacht und dabei Milliarden verdient, aber auch wieder verloren hat, ist skeptisch, was Russlands weitere Zukunft anbelangt.

Der Autor des an diesem Montag in Deutschland auf den Markt kommenden autobiografischen Buchs « Red Notice – Wie ich Putins Staatsfeind Nr. 1 wurde » nimmt im Gespräch kein Blatt vor den Mund, was seine Meinung über die Vergangenheit, die aktuelle Lage und die mögliche Entwicklung in Russland, aber auch was seine eigenen Ziele und Risiken anbelangt.
Das russische Volk hat genug von Putins Bereicherung
Das russische Volk hat genug von Putins Bereicherung

Was ist eine Rente wert?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Renten – regelmässige Zahlungen – spielen eine wichtige Rolle für das Verständnis der Entwicklungen an den Wertschriftenmärkten. Wir erläutern die grundsätzlichen Überlegungen und die für das Verständnis notwendigen Begriffe. Wer sich für technische Details interessiert, kann unser Tech-Video „Barwert einer Annuität“ konsultieren.
Rente

Ermutigendes Urteil gegen die Schweizer Rechtssprechung

Wer es in der Schweiz wagt gegen Banken, Treuhänder oder mafiösen Methoden der Versicherungen zu berichten, muss mit Verleumdungs Klagen rechnen.

Die Methode des nicht Verfolgen von Straftaten und Strafanzeigen, die unerbittliche Strafverfolgung von Whistleblower und einem ausgeklügelten Mobbingsystem hat dem parasitären Schweizer System zu großem Erfolg verholfen.

Höchste Zeit für den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg
das rigide schweizer Bundesgericht in die Schranken zu weisen. Ein ermutigendes Urteil für alle rechtschaffenden ehrliche Bürger der Schweiz. Der Ruf der Schweiz leidet unter Korruption und der organisierte Kriminalität.
«Kassensturz»-Methode ist zulässig.
Die Schweiz hat vier Fernsehjournalisten, die im «Kassensturz» einen Versicherungsbroker mit versteckter Kamera gefilmt hatten, zu Unrecht verurteilt. Das sagt der Menschenrechtsgerichtshof.
Urteil gegen die Schweiz

Singapur: Milliarden für die Zukunft

Wie Singapur überleben will. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.

Erstmals seit 2009 erlaubt sich Singapur wieder ein nennenswertes Budgetdefizit. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.

Jahrelang hat Singapur dem Grundsatz nachgelebt, dass auch der Staat nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Haushaltsdefizite waren entsprechend verpönt; Ausnahmen wurden jeweils in Krisenzeiten erlaubt, etwa während der Asienkrise vor fünfzehn Jahren und 2009. Jetzt, für den anstehenden Haushalt 2015/16, ist erstmals ein nennenswertes Defizit eingebaut, ohne dass Krise herrschte.
Innovation und Fairness.

Man muss aber die Relationen bewahren. Der budgetierte Fehlbetrag von 6,7 Mrd. sing. $ – das entspricht rund 4,7 Mrd. Fr. – beläuft sich auf bloss 1,7% des Bruttoinlandprodukts. In jedem anderen Land wäre das ein Sparhaushalt, auch mit Blick auf das Wirtschaftswachstum, das nach 2,9% im vergangenen Jahr für 2015 auf 2% bis 4% veranschlagt wird. Die Republik steht gemäss Einschätzung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Tharman Shanmugaratnam, der auch das Amt des Finanzministers ausübt, an einem Scheideweg. Es gehe darum, in Singapur den Motor des zukunftsorientierten innovativen Wachstums anzuwerfen und darüber hinaus eine fairere Gesellschaftsstruktur zu schaffen, die Rücksicht auf die Schwächeren und Älteren nehme.
Wie Singapur überleben will
Singapore Steuerflüchtling-2