Standard & Poor’s soll harte Strafe drohen

Kreditbewertungen:  Auf die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) könnte eine empfindliche Strafe durch die US-Börsenaufsicht SEC zukommen. Die US-Börsenaufsicht SEC erwägt nach einem Medienbericht drastische Schritte gegen die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P). Die Behörde will demnach das Unternehmen von Kreditbewertungen für durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen ausschliessen.
Über die angestrebte Sanktion berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Es wäre die härteste Strafe, die die SEC jemals gegen eine grosse Rating-Agentur beschlossen hat.

Derzeit verhandle die S&P-Muttergesellschaft McGraw Hill Financial aber noch mit den Börsenaufsehern über eine Einigung, heisst es im Bericht. Die SEC wirft den Bonitätswächtern vor, die Rating-Kriterien aufgeweicht zu haben, um die Geschäfte auszuweiten. S&P und SEC wollten sich nicht äussern.
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Dollar zu stark: Mächtigste Bank sieht Welt-Wirtschaft in Gefahr

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat erneut vor einem Crash gewarnt: Die Stärke des Dollar, die hohe Verschuldung von Unternehmen und ein viel zu hoher Bestand an giftigen Papieren könnten äußerst negative Folgen für die Weltwirtschaft haben.

In schöner Regelmäßigkeit warnt die mächtigste Bank der Welt vor einem internationalen Finanz-Crash. In diesem Jahr hatte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bereits drei Mal auf die Gefahren hingewiesen, die das Finanzsystem bedrohen: Im September 2013, im Juli und im Oktober.

Geändert hat sich nichts: Die Zentralbanken drucken weiter im Gleichklang Geld, als ob es kein Morgen gäbe. Die BIZ sieht auch in ihrem Dezember-Bericht die Politik der Zentralbanken als das Hauptproblem der Weltwirtschaft an. Banken und Politik hingen an den Lippen der Zentralbankern und sei von diesen abhängig geworden, schreibt die BIZ. Das „Abnormale sei zum Normalen geworden“ – und damit sei das gesamte Welt-Finanzsystem ausgesprochen fragil geworden. Kurios: Im Board of Directors der BIZ sitzen ausgerechnet all jene Zentralbanker, die die BIZ nun als Gefahr für die Stabilität ausgemacht hat.

Konkret sieht die BIZ den starken Dollar als eine der größten Gefahren: Vor allem viele hoch verschuldete Unternehmen könnten bei einem weiteren Anstieg des Dollar unter die Räder kommen – mit unabsehbaren Folgen für die nationalen Volkswirtschaften und wegen der extremen Vernetzung der Banken auch für die gesamte Finanzindustrie.

Die Verschuldung der Unternehmen hätten auch zu einem massiven Anstieg der Kreditverbriefungen geführt: Die giftigen Papiere (Collateral Debt Obligations, CDO) seien heute auf einem höheren Stand als 2008 – als die Papiere die erste Finanzkrise ausgelöst hatten. Bildlich gesprochen bedeutet dies: So wie in den Jahren vor 2008 sind heute viele Schulden in Bündel verpackt, von denen kein Mensch mehr weiß, wo sie eigentlich versteckt sind. Damit hatten die Banken den Fehler gemacht zu glauben, dass die Immobilienpreise niemals flächendeckend in den ganzen USA fallen könnten. Ein ähnlicher Denkfehler liegt heute vor: Den Anlegern wird der Eindruck vermittelt, dass niemals die ganze Weltwirtschaft zusammenbrechen könne. Wegen der niedrigen Zinsen werden die Anleger förmlich in die höchst riskanten Papiere getrieben. Die Folge: Bricht das System zusammen, wird es zu weltweiten Verwerfungen kommen.

Dass die Börsen eine künstlich gehypte Veranstaltung sind, halten die Analysten der BIZ schon fast für eine Binsen-Weisheit. Trotzdem warnen die Banker aus Basel auch vor dem Platzen von Börsen-Blasen.

Was die BIZ-Beobachter mit ihren drastischen Worten genau bezwecken, ist unklar. Auffallend ist jedenfalls die Häufung der Warnungen. Es ist gut möglich, dass die BIZ auf Distanz zu den Zentralbanken gehen will. Sie könnte versuchen, dass sie im Fall eines Crashs nicht ebenfalls in Frage gestellt wird, sondern an einer Neugestaltung des Finanzsystems an führender Stelle mitwirken kann.
BIZ zweifelt an Hochstimmung der BoersenTurmbau von Babel

Neue Finanzgesetze und Fonds

«Das Kapitalanlagegesetz wird irrelevant»

In der Schweizer Finanzgesetzgebung bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen.
Die Schweizer Finanzgesetzgebung wird derzeit komplett umgepflügt. Der Leiter der Marktaufsicht der Schweizer Börse SIX, Rodolfo Straub, legte an einem Anlass der Börse SIX zu Exchange-Traded Funds (ETF) und Exchange-Traded Products (ETP) nochmals eindrücklich dar, was in den Detaildebatten über die neuen Gesetze häufig aus dem Blickfeld rutscht: Statt nach Anbietern und Produkten wird die Gesetzeslandschaft künftig nach Themen gegliedert. Es handelt sich dabei um die «Finanzmarktaufsicht» (deren Organisation und Struktur), die «Finanzmarktinfrastruktur» (Regeln für Marktteilnehmer), die «Finanzinstitute» (Formen und Anforderungen für Bewilligung) sowie die «Finanzdienstleistungen» (Produkte und Vertrieb).
Neue Finanzgesetze und Fonds
Finance

Aktienrisiko! Wie sieht das aus?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Risiken am Aktienmarkt kann man auf unterschiedliche Art und Weise darstellen, auch als annähernd Gauss’sche Kurve – so ein bisschen wie seinerzeit die Noten in der Schule. Das ermöglicht interessante Aussagen über die Wahrscheinlichkeit spezifischer Ereignisse.

Weitere Ausführungen zur Häufigkeits- und Normalverteilung finden Sie in unserem Tech-Video, hier.
Aktien Risiko

Kardinal stößt auf hunderte Millionen Euro

Überraschender Geldsegen im Vatikan. Unerwarteter Geldsegen im Vatikan:
Der Chef des vatikanischen Finanzministeriums, Kurienkardinal George Pell, ist bei der Buchhaltung überraschend auf hunderte Millionen Euro verteilt auf verschiedenen Konten gestoßen. „Wir haben herausgefunden, dass die Situation weitaus besser ist als es den Anschein hatte“, sagte Pell am Freitag dem britischen Magazin „Catholic Herald“ über die finanzielle Lage des Heiligen Stuhls. Das bislang unentdeckte Vermögen war demnach nicht in den Bilanzen aufgetaucht.
Kardinaltugenden

Warum die Zinsen steigen

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Die Entwicklung der langfristigen Zinsen wird zu einem grossen Teil von den Inflationserwartungen bestimmt. Wir erläutern einen ökonomischen Denkansatz, der darauf hinaus läuft, dass man auch bei den heutigen Inflationsraten über die Möglichkeit steigender Zinsen nachdenken sollte.

In unserem Video über die „Blutspuren an den Obligationenmärkten“ zeigen wir, was es für Ihr Obligationenportefeuille bedeuten kann, wenn die Zinsen steigen.
Zins

Boomende US-Wirtschaft schafft immer mehr neue Jobs

Eine so lange Erfolgssträhne gab es zuletzt vor 20 Jahren, erklärte das Arbeitsministerium am Freitag. Damit rückt eine Zinserhöhung durch die Notenbank Fed näher, zumal auch die Löhne zulegten und damit einen anhaltenden Aufschwung der konsumabhängigen weltgrößten Volkswirtschaft signalisieren.

„Der Arbeitsmarkt hat erheblich an Schwung gewonnen“, sagte Ökonom Robert Wood von der Berenberg Bank. Vor allem Dienstleister und Einzelhändler heuerten in Erwartungen eines starken Weihnachtsgeschäfts mehr Mitarbeiter an. Aber auch Industrie und Baubranche stellten verstärkt ein. Das positive Bild wird noch dadurch abgerundet, dass der Stellenzuwachs im September und Oktober um insgesamt 44.000 höher ausfiel als bislang angenommen. Die US-Wirtschaft strotzt derzeit vor Kraft: In den beiden zurückliegenden Quartalen zusammen wuchs sie so stark wie seit 2003 nicht mehr.
Boomende US-Wirtschaft schafft immer mehr neue Jobs
Employers demand Facebook passwords

Strengere Regeln für die Grossbanken?

Empfehlungen der Expertengruppe Brunetti

Die derzeit gültigen Kapitalvorschriften für die Grossbanken in der Schweiz genügen nicht. Und die Notfallpläne der Grossbanken sind noch nicht genügend umgesetzt. Das erklärt die vom Bundesrat eingesetzte Expertengruppe Brunetti.

Die Schweizer Kapitalvorschriften für die Grossbanken sollten strenger werden. Das ist eine der Kernempfehlungen der vom Bundesrat eingesetzten Expertengruppe unter der Leitung des Berner Volkswirtschafters Aymo Brunetti. Der Bericht nennt keine konkreten Zahlen. Die Experten sind sich aber einig, dass die Schweiz zu den Ländern mit «international führenden» Eigenmittelanforderungen für systemrelevante Institute gehören sollte – und zwar hinsichtlich der risikogewichteten Kapitalanforderungen wie auch bezüglich ungewichteter Eigenmittelquoten.

Die Schweiz liegt zwar bei den Kapitalvorschriften über dem internationalen Minimum, doch vor allem bei den Vorgaben für die ungewichteten Eigenmittelquote sind die Schweizer Vorgaben laut dem Expertenbericht weniger streng als jene in den USA und Grossbritannien. Die US-Behörden verlangen bei ihren Grossbanken ab 2018 eine ungewichtete Eigenkapitalquote von mindestens 5% für Bankenholdings bzw. 6% für deren Tochtergesellschaften. Die Briten fordern je nach Institut und Konjunkturlage 3,5 bis 5%. In der Schweiz gilt für die hiesigen Grossbanken ab 2019 auf Basis der heutigen Bankengrössen etwas über 4% als Minimum. Ohne Berücksichtigung des für den Liquidationsfall reservierten Teils sind es laut dem Expertenbericht gar nur 3,1%, was kaum über dem internationalen Minimalstandard liege.
Strengere Regeln fuer die Grossbanken

www.schwarwel.de

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Machtnetz von Aymo Brunetti:

Wie entsteht Inflation?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Wir zeigen den ökonomischen Denkansatz, den Ökonomen verwenden, wenn sie in den heutigen „lauen“ Zeiten über Inflationsängste reden. Und wieder treffen wir dabei auf die Bilanzen der Zentralbanken.

Beachten Sie dazu auch unsere Videos „Was ist eigentlich Inflation?“, „Wir werden enteignet“, „Enteignung – wie, was, wann?“ und „Inflation ist individuell“
The Horseman of InflationAlle Videos Kategorie Finanzkompetenz

Ukrainisches Parlament bestätigt Investment-Bankerin Natalia Jaresko als Finanzministerin

 Ukraine: US-Investment-Bankerin ist neue Finanzministerin

Die amerikanische Investment-Bankerin Natalia Jaresko bekam im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft, damit sie Finanzministerin von „Jaz“ Jazenjuk werden kann. Sie ist CEO bei einem staatlichen amerikanischen Finanzinvestor. Vor ihrer Tätigkeit in der Finanzbranche war sie Angestellte beim US-Außenministerium. Auch der neue Wirtschaftsminister – ein blitzeingebürgerter Litauer – ist Investment-Banker. Die Oligarchen in der Ukraine dürften sich die Augen reiben.
Ukrainisches Parlament bestaetigt neue Regierung
Natalie A. Jaresko, Finanzministerin.