Chinas Wirtschaft wächst mit 7,5%

Chinas Wirtschaft wächst mit 7,5 Prozent stärker als erwartet

Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres stärker als erwartet um 7,5 Prozent gewachsen. Das teilte das Statistikamt am Mittwoch in Peking mit. Analysten hatten ein Wachstum in Höhe von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartet. Der Zuwachs der zweitgrößten Volkswirtschaft liegt damit auf dem von der Staatsführung gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Im ersten Quartal war Chinas Wirtschaft auf 7,4 Prozent Wachstum gekommen.

Die Konjunkturdaten der vergangenen drei Monate sind ein Hinweis darauf, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in China stabilisiert hat. Nachdem sich das Wachstum über drei Quartale immer weiter abgekühlt hatte, nahm es nun erstmals wieder Fahrt auf. Sollte es allerdings in diesem Jahr bei dem Tempo bleiben, wäre es das langsamste Wachstum seit 24 Jahren. 2012 und 2013 war Chinas Wirtschaft mit 7,7 Prozent jeweils im Vergleich zum Vorjahr so langsam wie zuletzt Ende der 90er Jahre gewachsen.

Chinas Staatsführung will eine grundlegende Umstrukturierung der Wirtschaft anstoßen. Dafür will sie auch geringere Wachstumsraten in Kauf nehmen. Kurzfristige Konjunkturmaßnahmen werde es nicht geben, hatte Regierungschef Li Keqiang vergangene Woche beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betont.

Im Vergleich zum minimalen Wachstum in Europa und den USA erscheinen Wachstumszahlen wie in China bemerkenswert, doch sind sie für ein Schwellenland wie China mit seinem Nachholbedarf nicht hoch. Experten sehen sechs oder sieben Prozent Wachstum als Untergrenze, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen.
China Economy

Zürcher Justiz ermittelt gegen Cembra Money Bank

 Bankgeheimnis massiv verletzt

Fabian Baumgartner und Marcel Gyr berichten:  Jahrelang soll die Cembra Money Bank einen Kreditvermittler mutmasslich illegal mit Zehntausenden von Kundendaten versorgt haben. Eine interne Untersuchung des Kreditinstituts zeitigte bereits Konsequenzen.

Er gefällt sich in der Rolle des Kronzeugen gegen die Cembra Money Bank (vormals GE Money Bank): Mehrmals schon wurden ein ehemaliger Kreditvermittler und seine Mitstreiter bei Aufsichtsbehörden vorstellig, um sie zum Handeln aufzufordern. Die Vorwürfe, die der Mann, ein Mazedonier albanischer Herkunft, gegen seine frühere Arbeitgeberin erhebt, wiegen schwer. Ab 2003 sollen Mitarbeiter der Cembra-Filiale an der Zürcher Löwenstrasse ihn systematisch mit Kundendaten anderer Institute aus der Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK) versorgt und damit gegen das Bankgeheimnis verstossen haben. Der Kreditvermittler behauptet, sekundiert von SVP-Nationalrat und Rechtsanwalt Luzi Stamm sowie vom schillernden Rechtsberater Alfredo Borgatte, die Daten seien ihm zur Verfügung gestellt worden, um bei der Konkurrenz Kunden abzuwerben, vor allem solche mit albanischen Namen. Bis zum Lizenzentzug
Zuercher Justiz ermittelt gegen Cembra Money Bank
Blinde Schweizer Justiz

Frauen mögen das Sparen – mit Ziel

Geldanlage
Das Kreditinstitut MoneyYou wollte wissen, was Frauen wollen. Nun veröffentlichte das Unternehmen die Ergebnisse der Studie.

Frauen geben gerne Geld aus? Eine Umfrage von TNS-Infratest in Zu­sammenarbeit mit MoneyYou ergab, dass Frauen auch sparen. Sie legen gerne Reserven für spontane Notfälle und eine gesicherte Zukunft zurück. Dieses Ergebnis deckt sich mit einer Umfrage der Bank comdirekt. Bei dieser wurden jedoch Mann und Frau befragt. Bei der Umfrage wollte das Unternehmen von 500 Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren wissen, was genau Frauen mit dem Begriff Sparen verbinden.

Frauen verbinden demnach mit Sparen in erster Linie den sogenannten Notgroschen. Insgesamt 93 Prozent der Befragten sind vor allem finanzielle Reserven für plötzliche Notfälle wichtig. Auch die Zukunftssicherung ist für Frauen ein wichtiger Faktor. Dieses Thema landet bei der Umfrage auf Platz zwei und drei. „Die Vermeidung von Altersarmut steht bei 85 Prozent der Frauen an vierter Stelle. Die eigenständige Absicherung fürs Alter ist ihnen demnach ein wichtiges Anliegen“, sagt Geschäftsleiterin von MoneYou in Deutschland, Liesbeth Rigter. Dies könnte erklären, warum Frauen Wertpapieren gegenüber skeptisch sind.

Frauen sehen Sparen positiv

Frauen verbinden weiterhin das Sparen mit etwas Positiven. 83 Prozent der Befragten empfinden das Sparen als ein „gutes Gefühl“ oder „Vorfreude auf etwas Schönes“. Nur ein Drittel der Frauen denkt beim Sparen an Verzicht. Drei Viertel der Befragten sehen dies anderes. Für sie ist das Geld zurücklegen mit Luxus verbunden.

Frauen sparen laut der Umfrage am liebsten, wenn sie auf etwas Vergnügliches hinarbeiten. „Das Erreichen eines konkreten Ziels treibt 94 Prozent der Sparerinnen am meisten an.“ Hingegen sehen 85 Prozent der Befragten das Sparen als „Spaßfaktor“, wenn man nicht auf das zurückgelegte Geld angewiesen ist.

Frauen mögen hohe Zinsen

Laut der Umfrage sparen Frauen am liebsten, wenn es hohe Zinsen gibt. Nach Angaben von MoneyYou bereitet die aktuelle Niedrigzinsphase den Frauen kein Sparvergnügen. Weiterhin ist beim Sparen die Verfügbarkeit enorm wichtig. 83 Prozent der Frauen gaben an, dass sie es als positiv empfinden, wenn sie jederzeit über das zurückgelegte Geld verfügen können. „Flexibilität ist für Frauen ein wichtiges Kriterium bei der Geldanlage, so auch beim Sparen“, sagt Rigter. „Sie wollen für Veränderungen ihrer Lebenssituationen gewappnet sein und schnell über ihr Geld verfügen können.“

Die Umfrage räumte laut MoneyYou mit dem Vorurteil auf, dass Frauen lieber Geld ausgeben als zu sparen. Dies gilt laut der Umfrage nur für 13 Prozent der Befragten. Diese sehen im Sparen nichts Positives und gaben an, dass ihnen nur Geld ausgeben Spaß bereitet. Eigens dafür gibt es bereits Produkte auf dem Markt.
MoneYou Spaßfaktor Sparen / Pressemitteilung

Geld sparen

Was mit den Milliarden von Geldwäschern und Potentaten passiert

Gesperrte Gelder

Rund fünf Milliarden Franken sind zurzeit in der Verfügungsgewalt der Bundesanwaltschaft. Doch was wird aus diesen gesperrten Geldern?

Gesperrte Gelder von Geldwäschern, Betrügern und Potentaten sorgen regelmässig für Schlagzeilen. Weniger bekannt ist, wie diese Vermögen verwaltet werden. Im Falle von spekulativen Anlagen ist jetzt ein wichtiger Entscheid gefallen.

Gemessen an der Höhe der beschlagnahmten Gelder kann es die Bundesanwaltschaft mit einer kleinen Privatbank aufnehmen. Rund fünf Milliarden Franken sind zurzeit in ihrer Verfügungsgewalt. Die Gelder stammen häufig aus Geldwäscherei- und Korruptionsermittlungen, die durch Anzeigen der Geldwäscherei-Meldestelle ausgelöst wurden. Um dreistellige Millionensummen geht es auch bei Rechtshilfefällen, wie zum Beispiel nach dem «arabischen Frühling». Vergleiche mit Banken hört Bundesanwalt Michael Lauber aber nicht gern. Denn die Strafverfolger des Bundes wollen keine Vermögensverwalter sein. Die Hände in den Schoss legen können sie aber auch nicht. Im Gegenteil: Was der Gesetz- und Verordnungsgeber von den Strafbehörden verlangt, kommt einer Knacknuss gleich. Quadratur des Kreises
Was mit den Milliarden von Geldwaeschern und Potentaten passiert
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Goldmine der Korruption

Parteikassen profitieren Weiterbildung –

Cornelia Derichsweiler berichtet aus Madrid.  Spanien stellt für seine vielen Arbeitslosen Subventionen zur Verfügung, die Fortbildungsangebote ermöglichen sollen. Es wird falsch abgerechnet, das Geld versickert. Und jahrelang merkt niemand etwas.

In Andalusien, der Region im spanischen Süden mit offiziell 35 Prozent Arbeitslosen, sind im grossen Stil öffentliche Gelder veruntreut worden, die eigentlich der Fortbildung Erwerbsloser dienen sollten. Dutzende von Weiterbildungskursen wurden den staatlichen Förderfonds in Rechnung gestellt, in Wirklichkeit aber nie abgehalten. Teilnehmerlisten waren teilweise frei erfunden oder künstlich aufgestockt, die Rechnungen aufgebläht, wie eine Sondereinheit der spanischen Polizei feststellte, die dem Betrug seit Monaten auf der Spur ist. Ein beträchtlicher Teil der Subventionen für Weiterbildung floss nicht in den Unterricht, sondern versickerte in einem ausgeklügelten System dunkler Finanzkanäle, das die Ermittler nun Schritt für Schritt entwirren. Gewiefte Subventionsjäger…
Weiterbildung – Goldmine der KorruptionKorruption

Bundesbank Bundesbankpräsident Weidmann warnt Regierungen

Bundesbankpräsident Jens Weidmann befürchtet ein Aufflammen der Schuldenkrise, wenn die Haushaltsregeln für die Euro-Staaten gelockert werden.

„Die Krise hat gezeigt, wohin es führt, wenn sich Staaten nicht an Verabredungen halten und Vertrauen verlieren“, sagte er im Interview der „Welt am Sonntag“.

Die Geldpolitik habe den Regierungen Zeit gekauft, um Strukturreformen umzusetzen und die Haushalte zu konsolidieren. „Wenn diese Zeit nicht genutzt wird, kann die Schuldenkrise schnell wieder aufflammen.“

In jüngster Zeit hatten verschiedene europäische Regierungspolitiker gefordert, den Staaten mehr Zeit zu geben, um ihre Defizite abzubauen. Die derzeitige Niedrigzinsphase verführe dazu, dass sich Regierungen weiter zurücklehnen, sagte Weidmann. „Die weitreichenden Maßnahmen und Ankündigungen der Notenbank bergen das Risiko, dass der Reform- und Konsolidierungswillen weiter erlahmt.“
Bundesbankpräsident Weidmann

Bankmitarbeiter am Pranger

Datenlieferung in die USA

Z. B. Will eine Schweizer Bank den Steuerstreit mit den USA beenden, muss sie auch die Namen der ins US-Geschäft involvierten Mitarbeiter liefern. Diese Forderung der US-Behörden ist für alle betroffenen Mitarbeiter sehr unangenehm, doch ist sie auch seit langem bekannt – und teilweise bereits Realität. So lieferten Banken der Gruppe 1, die schon seit längerem direkt mit den USA verhandeln, wie die Credit Suisse (CS) oder Julius Bär, bereits ab 2012 Geschäftsunterlagen zum Offshore-Geschäft. Die Namen der Mitarbeiter wurden damals nicht eingeschwärzt. Im Rahmen des Schuldeingeständnisses der CS von Mai 2014 wurden nun geschätzt 1000 Mitarbeiter vorinformiert, dass ihre Namen teilweise erneut in die USA geliefert werden. Betroffen sind diese wegen der geforderten «Flow-of-Funds»-Liste. Diese zeigt an, wohin Kunden mit US-Bezug ihre Vermögenswerte transferierten. Mitgeliefert werden auch die Namen der jeweiligen Berater, was auch solche umfassen kann, die aus der Schweiz heraus Zahlungsanweisungen ausführten.
Bankmitarbeiter am Pranger
Bankmitarbeiter

Amerikas Banken kämpfen sich langsam voran

Wells Fargo eröffnet die Berichtssaison des US-Finanzsektors
Amerikas Banken kämpfen sich langsam voran

Christiane Hanna Henkel berichtet.  Börsenschwergewicht Wells Fargo eröffnet die Berichtssaison des US-Finanzsektors. Börsenschwergewicht Wells Fargo eröffnet die Berichtssaison des US-Finanzsektors.

Die US-Banken werden dieses Jahr kaum die letztjährigen Rekordgewinne erreichen. Die Prognosen für das zweite Quartal sind wegen des schwachen Handelsgeschäfts, der Bussen und einer geringen Auflösung der Risikovorsorge gedämpft.

Mit Wells Fargo hat am Freitag die an der Börsenkapitalisierung (273 Mrd. $) gemessen weltweit wertvollste Bank ihre Geschäftsergebnisse für das per Ende Juni abgelaufene Quartal veröffentlicht. Demnach steigerte die in San Francisco angesiedelte Bank ihren Quartalsgewinn zum 16. Mal in Folge: Trotz einem im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 2% rückläufigen Ertrag von 21,07 Mrd. $ stellte sich das Ergebnis unter dem Strich auf um 4% höhere 5,73 Mrd. $. Wells Fargo ist vornehmlich im klassischen Kreditgeschäft tätig und profitiert von der anziehenden Nachfrage von Unternehmen und Konsumenten nach Krediten; die relativ gut durch die Finanzkrise gekommene und auch kaum unter juristischen Altlasten leidende Bank hat nur ein sehr geringes Handelsgeschäft und nur einen kleinen Investment-Banking-Bereich. Kreditgeschäft als Lichtblick
Amerikas Banken kämpfen sich langsam voran
Banking

Im Sumpf der Korruptionsvorwürfe

Wirrungen um Glaxo in China

Markus Ackeret berichtet: Details zu den Korruptionsvorwürfen gegen den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline in China zeigen das Unternehmen in unvorteilhaftem Licht.
Details zu den Korruptionsvorwürfen gegen den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline in China zeigen das Unternehmen in unvorteilhaftem Licht. Sie verweisen aber auch auf grundlegende Risiken im China-Geschäft ausländischer Firmen.

Die Fernsehbilder erschütterten ausländische Geschäftsleute in China im vergangenen Sommer. Ein Mann, gekleidet in eine orange Gefängnisweste und mit unkenntlich gemachten Gesichtszügen, gesteht in fliessendem Chinesisch vor laufenden Kameras des Staatsfernsehens Verfehlungen und entschuldigt sich ausführlich dafür. Die infame Vorführung des britischen Beraters und privaten Ermittlers Peter Humphrey zeigte nicht nur eine düstere Seite des chinesischen Justizapparats. Der Fall führte auch zu Spekulationen, weil die Festnahme Humphreys und seiner amerikanischen Ehefrau Yu Yingzeng inoffiziell mit den Korruptionsermittlungen gegen den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) in China verbunden wurde. Erst ein Jahr später wird klarer, wie die beiden Fälle zusammenhängen.
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Korruptionsvorwürfe

Gegen den Dollar: Brics-Staaten gründen Alternative zu Weltbank und IWF

Die Brics-Staaten gründen eine eigene Entwicklungsbank und einen Währungsfonds. Die neue Entwicklungsbank soll Kredite für Infrastruktur-Projekte bereitstellen, während der „Mini-IWF“ die Schwellenländer in Krisenzeiten vor Kapitalflucht schützen soll. Für das Startkapital der Institutionen verwenden die Brics-Staaten ihre Dollar-Reserven.

Die fünf großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (Brics) wollen eine gemeinsame Entwicklungsbank gründen. Die neue Bank soll Kredite für Infrastruktur-Projekte in den Ländern bereitstellen. Zudem kündigten die Schwellenländer die Gründung eines gemeinsamen Entwicklungsfonds an, der den Ländern in Krisenzeiten mit Kapital aushelfen soll. Die Schwellenländer werden ihre Dollar-Reserven verwenden, um die beiden Institutionen mit Startkapital auszustatten.
Brics-Staaten gründen Alternative zu Weltbank und IWF
Brics