Nettovermögen Mann – Frau?

Vermögen zwischen Männern und Frauen ungleich verteilt.  Eine Studie zeigt: Weibliche Single-Haushalte besitzen um etwa 40 Prozent weniger Nettovermögen als männliche Single-Haushalte.

Frauen verdienen nicht nur weniger als Männer, sie besitzen auch weniger Vermögen. Das zeigt eine am Dienstag von Arbeiterkammer Wien und Wirtschaftsuniversität Wien präsentierte Studie über Singlehaushalte. Die AK sieht dadurch ihre Forderung nach der Wiedereinführung von Erbschaftssteuern ab einer gewissen Grenze sowie nach vermögensbezogenen Steuern bestätigt.

Aufgrund der derzeitigen Datenlage konnten nur die Singlehaushalte verglichen werden. Die Studienautorinnen gehen davon aus, dass die tatsächlichen Unterschiede bei der Vermögensverteilung noch größer sind. Als Nettovermögen definieren sie Sachvermögen und Finanzvermögen ohne Verschuldung.
Vermögen zwischen Männern und Frauen ungleich verteilt

Dieter Huthmacher / Text w.t.w.org

Dieter Huthmacher / Text w.t.w.org

Erst Musterschüler, dann Topverdiener

Streber im Vorteil

Am Ende gewinnen die Streber eben doch – zumindest finanziell. Einer neuen Studie zufolge gilt: Wer als Schüler gute Noten hat, verdient im Berufsleben mehr Geld. Mit jedem Notenpunkt steigt aber nicht nur das Gehalt.

In der Schule mag den Streber niemand, später wird er zumindest finanziell entschädigt: Ein Notenpunkt – auf der amerikanischen Skala von 1 bis 4 – bei der High-School-Abschlussnote bedeutet später durchschnittlich zehn Prozent mehr Gehalt. Männer bekommen pro Notenpunkt durchschnittlich 12 Prozent, Frauen sogar 14 Prozent mehr Gehalt.

Das geht aus einer Studie des Soziologen Michael French hervor. „Jeder weiß, dass die Leistung in der Schulzeit wichtig ist, um auf ein gutes College zu kommen“, so French. „Diese Studie zeigt zum ersten Mal die Verbindung zwischen den Schulnoten und dem Berufsleben viele Jahre später.“ Für seine Untersuchung analysierte er die Schulnoten von knapp 4700 Männern und 5500 Frauen. Außerdem verglich er ihre High-School-Noten von vor zehn Jahren. Dabei stieß er auf den Zusammenhang zwischen Schulnoten und Einkommen.
Früher Musterschüler, heute Topverdiener

Mele Brink www.melebrink.de

Mele Brink
www.melebrink.de

Schlechte Zeiten für Schwarzseher

Dem Untergang nah? Die vergangenen Jahre haben einen wahren Boom an Crash-Szenarien hervorgebracht.

Aktiencrash, Euro-Ende, Hyperinflation – die vergangenen Jahre haben einen Boom an Untergangsszenarien hervorgebracht. Doch die Erfolgsquote ist bescheiden. Ein echter Crashprophet lässt sich davon aber nicht beirren.

Als Untergangsprophet lässt es sich prima leben. Man hat immer Recht. Die nächste Krise kommt bestimmt. Irgendwann. Unangenehm wird es nur dann, wenn sich die Vorhersagen allzu weit und für alle offensichtlich von der Realität entfernen. Wenn man etwa den Börsencrash vorhersagt, die Aktienkurse anschließend aber auf Rekordhoch steigen, hat man ein Problem. So wie gerade jetzt.
Weltuntergang

Getty Images

Rauf und runter immer bunter

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“Kursschwankungen
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Wie Aktienmärkte – Finanzmärkte generell – in der ganz kurzen Frist funktionieren und warum dieser Funktionsmechanismus dazu führt, dass sich Aktienkurse nicht prognostizieren lassen, sind Themen zweier Videos – hier sehen Sie Teil 1.

Martin Missfeldt www.dynoxicon.de

Martin Missfeldt

In the long run

Zinsen wohin des Weges
Blutspuren an den Aktienmaerkten

Bubble am US Aktienmarkt
Geduld bringt Rosen

Cash is King – Wirklich?
Vermögen verdoppeln! wie-bitte?

Aktien klar doch !!
A
ktien? Nie und nimmer!!

News: Grundausbildung  in Finanzfragen

Wie geht es nach der Finanzkrise weiter?

Globale TrendsCarmen M. Reinhart
Carmen M. Reinhart: Wie es nach der Finanzkrise weitergeht
Simon Brunner berichtet: Carmen M. Reinhart erforscht seit Jahrzehnten Finanzkrisen und das Wesen des Menschen. Fazit der meistzitierten Ökonomin der Welt: Wir vergessen zu schnell und wiederholen unsere Fehler. Warum das so ist, erklärt Reinhart hier.

Miss Reinhart, zusammen mit dem Ökonomen Kenneth S. Rogoff schrieben Sie den Bestseller „Dieses Mal ist alles anders: Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“. Sind wir Menschen wirklich dazu verdammt, immer wieder zu scheitern und von vorne zu beginnen?
Carmen M. Reinhart: Meine Antwort ist fatalistisch: Ja. Finanzkrisen gab es zu verschiedenen Zeitpunkten, an verschiedenen Orten, in verschiedenen Regierungssystemen und Kulturen. Die Umstände mögen ändern, die menschliche Natur tut es nicht.

Was ist unser grösster Makel?

Unsere Erinnerung verblasst: Nach einer Krise werden zwar meist Vorsichtsmassnahmen getroffen. Doch dann werden sie umgangen oder man denkt, sie seien nicht mehr nötig. Die Essenz des „Dieses Mal ist alles anders“-Syndroms liegt in der Annahme, Krisen beträfen nur andere. Oder sie beträfen nur die Vergangenheit und heute seien wir schlauer.

Zwischen den Finanzkrisen gibt es grosse Unterschiede!
Wie es nach der Finanzkrise weitergeht
Das Europäeische Paradox der Sparsamkeit

Financial Industry

Carmen M. Reinhart/ bei W-T-W Country USA
Nutze W-T-W Datenbank und „Search“ Carmen Reinhart auf unseren Englischen Seite

Jugend braucht Geldkompetenz

FINANZBILDUNG GEFRAGT:

Wenn digitale Bezahlmethoden immer mehr das klassische Bargeld ablösen, müssen der Umgang mit Geld und das richtige Gefühl dafür von jungen Menschen immer wieder neu erlernt werden. Denn durch die zunehmende Dematerialisierung schwindet die haptische Erfahrung, Geld in den Händen zu halten und aus den Händen zu geben. Früher konnten Kinder und Jugendliche miterleben, wie schnell sich das Portemonnaie beim Einkauf leert, doch dieser Lerneffekt bleibt schon heute weitgehend aus.

Es wird für junge Menschen immer schwerer, die Übersicht über ihre Finanzen zu behalten, weil sie im alltäglichen Leben nur noch mit einer Plastikkarte oder über die Eingabe des persönlichen Passworts bezahlen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr macht aus Geld immer mehr eine rein virtuelle Größe. Neue digitale Zahlmethoden, zum Beispiel das Bezahlen via Smartphone, und die wachsende Bedeutung des E-Commerce mit Bezahlsystemen wie Paypal werden diese Entwicklung künftig noch weiter verstärken. Frühe Finanzbildung wird deshalb immer wichtiger. Denn wer keinen Bezug zu seinem Budget und seinen Ausgaben aufbauen kann, wird später große Schwierigkeiten haben, den Überblick über seine virtuellen Konten zu behalten.
Jugend braucht Geldkompetenz

Doug Pike

Doug Pike

Vom Warnen und Zweifeln

Raghuram Rajan – der Star-Ökonom als Zentralbankchef
Vom Warnen und Zweifeln

Das Thesenpapier, das der in Indien geborene damalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IMF) 2005 an der Jackson-Hole-Konferenz der Zentralbanker vorlegte, fand alles andere als breiten Beifall. Denn Raghuram Rajan, der Ökonom, der sich schon in seiner Dissertation mit Banken beschäftigt hatte, beantwortete die im Titel aufgeworfene Frage, «Has financial development made the world riskier?», schon zwei Jahre vor Ausbruch der Finanzkrise mit Ja. Er warnte davor, dass sich die Interessen der Manager im Finanzsektor nicht mit denjenigen der Investoren deckten und die Anreize für Erstere sehr gross wären, um übermässige, letztlich nicht versicherbare Risiken einzugehen. Rajan wies bereits damals explizit auf die Gefahr vor nicht einlösbaren Credit Default Swaps und die Möglichkeit hin, dass der Interbankenmarkt bei Liquiditätsproblemen einiger grosser Banken einfrieren und das Ganze sich schnell zu einer veritablen Finanzkrise auswachsen könnte.
Menschen statt Maschinen
Seine damals von der Wall Street entrüstet in den Wind geschlagenen Warnungen sowie sein Gefühl für aufsehenerregende Fragestellungen – er ist Koautor des Buches «Saving Capitalism from the Capitalists» – haben Rajan zu einem Star-Ökonomen gemacht. Im letzten Herbst übernahm er das schwierige Amt des Gouverneurs der indischen Zentralbank. Prompt warnte er an der diesjährigen Frühlingstagung der Bretton-Woods-Institutionen vor den Gefahren der seit der Finanzkrise ultraexpansiven Geldpolitik und der Nullzinspolitik. Er forderte einen geordneten Ausstieg. Auch damit erntete Rajan wiederum viel Kritik; diesmal von Zentralbankern aus Europa und den USA.
Ist der Ökonom ein ewiger Warner? Im Gespräch am Rande des St.-Gallen-Symposiums wirkt er viel eher wie ein faszinierend differenzierender Wissenschafter, der gerne diskutiert und dem das Schwarz-Weiss-Malen fernliegt. «Wer aufhört zu zweifeln, ist kein Akademiker mehr», erklärt Rajan seine Herangehensweise an aktuelle Fragen. Volkswirtschaft ohne Bezug zur Politik hält Rajan für unbefriedigend, umso mehr empfindet er den Wechsel von der Universität in die Praxis als sinnstiftend.
Vom Warnen und Zweifeln
Zweifel

Mütter bekommen mehr Geld

Rentenanspruch
Für viele Mütter geht es jetzt um richtig viel Geld

Kurz vor dem Start der Mütterrente ist der Ansturm auf die Rentenberater gewaltig. Geld bekommt oft nur, wer sich rechtzeitig kümmert. Dabei gibt es sogar für Väter ein lukratives Hintertürchen.

Am 1. Juli fällt der Startschuss für mehr Altersgeld für 9,5 Millionen Mütter und für die Rente mit 63. Seit die 160-Milliarden-Reform besiegelt ist, stehen die Telefone bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und den Rentenberatern nicht mehr still. Unzählige Bürger wollen wissen, wann das erste Geld fließt, ob sie profitieren können und was jetzt zu tun ist.
Der Ansturm ist gewaltig. „Der enorme Beratungsbedarf bringt uns an die Grenzen der Belastbarkeit“, sagt Christian Koopmann, Sprecher der DRV Westfalen. Wer kann sich das Nachhaken sparen? Und wer sollte dringend aktiv werden?

Hier sind die wichtigsten Tipps: Unbedingt kümmern sollten sich ältere Mütter, die eigentlich schon im Rentenalter sind, aber bislang nie die Voraussetzung für die Mindestversicherungszeit, auch Wartezeit genannt, erfüllt haben. „Diese Gruppe liegt uns am Herzen“, rät Koopmann zum Handeln. Für sie geht es häufig um richtig viel Geld.
Fuer viele Muetter geht es jetzt um richtig viel Geld
Muetter bekommen mehr Geld

Risikokapitalfonds für Frauen

Chefsessel: Women’s Venture Capital Fond „Frauen bekommen nur Bankkredite“Monica Dodi

Monica Dodi ist die Chefin des weltweit einzigen Risikokapitalfonds für Frauen. Im Interview spricht sie über die Probleme für weibliche Start-ups, Investoren zu finden, das Ökosystem Silicon Valley und risikofreudige Frauen.

Monica Dodi hätte sich auch auf ihrem Geld ausruhen können, das sie mit ihren vier Start-ups verdient hat. Doch die Kalifornierin war von ihrer neuen Geschäftsidee so begeistert, dass sie sich vor einigen Jahren daran machte, auch Investoren davon zu überzeugen: ein Risikokapitalfonds für Frauen. Deren Start-ups werden in den USA bislang nämlich weitestgehend ignoriert, das große Geld geht an männliche Gründer. Seit 2011 gibt es nun den weltweit einzigen Wagniskapitalfonds für Frauen. Doch es handelt sich um kein feministisches Projekt. Monica Dodi glaubt, dass sich mit der Investition in Frauen sehr viel Geld verdienen lässt.
Frau Dodi, wenn ich Geld von Ihnen für mein kleines Start-up haben wollte, was müsste ich tun, um Sie zu überzeugen?
Chefsessel Womens Venture Capital Fond
Risikokapitalfonds fuer Frauen