Schuldanerkenntnis: Schwere Verfehlungen der Credit Suisse

Finma ortet schwere Verfehlungen der Credit Suisse

Die Credit Suisse habe ihre Pflichten im Zusammenhang mit dem US-Geschäft schwer verletzt. Dies erklärt die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) in einem Bericht. Die Finma verlangt aber keine personellen Konsequenzen bei der CS.
Finma ortet schwere Verfehlungen der Credit Suisse
Too big to jail
Brady Dougan will weitermachen
Too Big To Jail

 

Teure Scheidung für Oligarch

Oligarch muss Ex-Frau 3,2 Milliarden Euro zahlen

Jelena and Dmitry Rybolovlev

Jelena and Dmitry Rybolovlev

Focus berichtet: Drei Milliarden Abfindung für Ex-Frau
Der russische Super-Reiche Dmitry Rybolovlev muss seiner Ex-Frau die Hälfte seines Vermögens abtreten – und noch einiges mehr. Für seine Verflossene heißt das: Sechs Jahre Schlammschlacht vor diversen Gerichten haben sich mehr als gelohnt.

Die Summe macht schwindelig: Mehr als vier Milliarden Schweizer Franken muss der russische Unternehmer Dmitri Rybolowlew seiner Ex-Frau Jelena zahlen. Wie die Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ berichtet, sprach ein Gericht in Genf in erster Instanz der früheren Ehefrau die Hälfte von Rybolowlews Vermögen zu.

Demnach soll sie genau 4,02 Milliarden Schweizer Franken (rund 3,295 Milliarden Euro) erhalten. Außerdem müsse der Oligarch einige Immobilien, Schmuck und „Kunstwerke von Picasso und van Gogh“ an seine Frau abtreten, schreibt die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“. Zudem erhielt die Ex-Frau das Sorgerecht für die 13 Jahre alte Tochter des Paares.

Das Paar war 23 Jahre lang verheiratet – und lieferte sich seit 2008 einen Rosenkrieg über die Bedingungen seiner Scheidung. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schätzt Rybolowlews Vermögen aktuell auf 8,8 Milliarden Dollar. Der Unternehmer wurde mit dem Kalibergbau reich und ist Präsident des Fußballclubs AS Monaco.
Dmitry Rybolovlev

Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung ein Milliardengeschäft

ILO-Studie: Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung bringen Milliardenprofite

Straßenstrich in Guatemala

Straßenstrich in Guatemala

Mit moderner Sklaverei werden laut einer aktuellen Studie weltweit Profite in Höhe von jährlich 150 Milliarden Dollar erwirtschaftet. 21 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind davon betroffen.
Das menschenunwürdige Geschäft mit der Zwangsarbeit ist für die Strippenzieher sehr einträglich: Die Einnahmen belaufen sich auf 150 Milliarden Dollar pro Jahr. Fast zwei Drittel dieser illegalen Gewinne – 99 Milliarden Dollar – entstehen durch Zwangsprostitution, heißt es in einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO der Uno.

Der Bericht verändere unser Verständnis von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder. Die Untersuchung zeige, wie dringlich es sei, diese „fundamental böse aber hochprofitable Praxis“ auszumerzen.

Am stärksten sei Zwangsarbeit in Asien verbreitet, gefolgt von entwickelten Volkswirtschaften einschließlich der EU. Betroffen seien weltweit 21 Millionen Männer, Frauen und Kinder, erklärte Ryder. Konkrete Maßnahmen seien nötig, um diesen Menschen zu helfen. Dazu gehöre, dass große Unternehmen Verantwortung für die Geschäftsmethoden von Zulieferern übernehmen.

34 Milliarden Dollar werden laut dem Uno-Gremium im Bauwesen, Fabriken, dem Bergbau und bei deren Zulieferern mit Zwangsarbeit erwirtschaftet. Neun Milliarden Dollar entfielen auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei; acht Milliarden Dollar auf private Haushalte, die ihren Beschäftigten gar keinen oder viel zu geringen Lohn zahlten.
Report
Profits and Poverty: The Economics of Forced Labour
ILO-Studie

Frauen Berufsbilder im Finanzbereich / Compliance Officer

Jobs in FINANCE: Berufsbilder im Finanzbereich.

Im Teil 1 hat Sabine Paulus uns den Contoller vorgestellt.
dannach folgte die Buchhalterin. Im Teil 3, und 5 ihrer Serie hat sie uns mit dem Treasurer, Cash Manager und Risikomanager bekannt gemacht. Im Teil 6 folgt die IR-Managerin.

Compliance Officer
Skandale, Bestechung, Ausschweifungen: Compliance Officer eilt der Ruf der harten Aufräumer im Unternehmen voraus. Immerhin haben sie für Zucht und Ordnung zu sorgen. Doch das ist nicht alles, was die Regelhüter auszeichnet. In Teil 7 unserer Serie Jobs in FINANCE – „Berufsbilder im Finanzbereich“ zeigen wir, welcher Schlag Mensch Compliance Officer sind und wie viel in diesem Berufsfeld zu verdienen ist.
Was Compliance Officer verdienen können

Compliance Officer: 60.000 bis 75.000 Euro
Senior Compliance Officer: 70.000 bis 100.000 Euro
Chief Compliance Officer: 90.000 bis 200.000 Euro

Die hohen Anforderungen und die Berufserfahrung spiegeln sich in der Vergütung der Compliance Officer wieder. Rund 30 Prozent der für die Berufsfeldstudie befragten Compliance Officer verdienen pro Jahr zwischen 80.000 und 120.000 Euro. Weniger als jeder Zehnte muss sich mit einem Jahressalär zwischen 50.000 und 80.000 Euro begnügen. Lediglich 7 Prozent der Compliance-Manager erhalten weniger als 50.000 Euro im Jahr.
Compliance Officer
Compliance Officer

Paukenschlag an der Börse?

Focus berichtet: Deutsche Bank besorgt sich Milliarden bei einem Investor aus Katar
Die Ankündigung erreicht den deutschen Aktienmarkt am Sonntagabend: Das einflussreichste Geldhaus des Landes überrascht Anleger mit einem massiv geführten „Befreiungsschlag“. Was heißt das für die Bank? Und was für den Aktienkurs?
Paukenschlag an der Börse

Harm Bengen  www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Scheich aus Katar

 

 

China: Wechselkurspolitik unter Verdacht

Yuan wird unberechenbarer

Norbert Hellmann, Schanghai berichtet: Chinas Wechselkurspolitik unter Verdacht
Amerikaner knöpfen sich den Yuan vor. Der Streit um Chinas Wechselkurspolitik geht in eine neue Runde. Die USA vermuten hinter der Yuan-Schwäche gezielte Manöver und verlangen Gegenmassnahmen. Die Chinesen zeigen sich wenig beeindruckt.
Für die Amerikaner, die seit Jahren eine Stärkung des Yuan gegenüber dem Dollar fordern, ist der jüngste «Schwächeanfall» des Yuan ein Ärgernis. Seit Januar hat die chinesische Währung etwa 4% verloren, eine Entwicklung, hinter der gezielte Manöver der chinesischen Zentralbank vermutet werden. Die Chinesen pochen darauf, dass der Yuan nach der im Februar veranlassten Erweiterung der zulässigen Schwankungsbreite zum Dollar von 1% auf 2% im nun freieren Spiel der Marktkräfte unter Druck geraten ist.
Chinas Wechselkurspolitik unter Verdacht
China Wechselkurspolitik

Droht Japanisierung Europas?

In einer Reihe von Aspekten ist die Euro-Zone heute vergleichbar mit Japan in den 1990er Jahren. Halten diese Ähnlichkeiten an, droht eine anhaltende wirtschaftliche Stagnation.

Das unter den Erwartungen gebliebene Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im ersten Quartal 2014 hat nach an den Märkten weitverbreiteter Ansicht die Wahrscheinlichkeit neuer monetärer Lockerungsmassnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) erhöht. Die konjunkturelle Erholung habe sich abgeschwächt, sei sogar festgefahren, betonen Kommentatoren. Einer der wenigen Lichtblicke sei die Entwicklung in Deutschland, wobei nicht nur das vergleichsweise kräftige Wachstum von Bedeutung sei, sondern auch die Tatsache, dass die positiven Impulse allein von einer stärkeren Binnennachfrage statt vom Aussenhandel stammten. Sollte sich ein Trend entwickeln, könnte dies ein überfälliger Beitrag zur notwendigen Verbesserung des strukturellen Gleichgewichts der Region werden.
Es stellt sich die Frage, ob der Privatsektor sich rascher erneuern und mit Innovationen Wohlstand schaffen könne, als Regierungen und Zentralbanken diesen zerstörten.
Die drohende Japanisierung Europas
Droht Japanisierung Europas?

Scheich aus Katar wird Grossaktionär bei Deutsche Bank

Banken-Krise: Herrscherfamilie aus Katar wird Großaktionär bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank muss sich aufgrund der mageren Erfolge der Bank im Brot-und-Butter-Geschäft mit dem Golfstaat Katar einen neuen Großaktionär ins Haus holen. Katar ist bereits massiv bei Volkswagen investiert. Der Golfstaat ist wegen der unmenschlichen Bedingungen bei der Vorbereitung der Fußball-WM in die Kritik geraten.

Die Deutsche Bank will mit der zweitgrößten Kapitalerhöhung ihrer Geschichte rund acht Milliarden Euro einnehmen und holt sich dazu Katar an Bord. Die Herrscherfamilie des Golfstaates habe Aktien im Volumen von 1,75 Milliarden Euro übernommen, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Sonntagabend mit. Mit einem Anteil von zunächst knapp sechs Prozent steigen die Kataris damit zum neuen Ankerinvestor auf. Die übrigen bis zu 300 Millionen Papiere sollen bis Ende Juni auf den Markt geworfen werden.

Die beiden Co-Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen wollen angesichts immer strengerer Vorgaben der Regulierer wieder in die Offensive kommen.

Bei dem Investor aus Katar handelt es sich um eine Investmentgesellschaft im Besitz von Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani. Er zeichnet zunächst ein Sechstel der neuen Aktien, kann seinen Anteil aber über die Bezugsrechte noch deutlich steigern, wenn er auch an der übrigen Kapitalerhöhung teilnimmt. Der Scheich gilt als zweitreichster Mann des Landes und ist über andere Vehikel auch schon an anderen Banken beteiligt. Die Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre läuft voraussichtlich bis zum 24. Juni. Katar ist wegen seiner Rolle bei der Fußball-WM ins Zwielicht geraten: Menschenrechtsorganisationen hatten den Umgang der Baufirmen mit Gastarbeitern angeprangert: Die Arbeiten würden, wie verschiedene Berichte zeigen, mitunter wie Sklaven behandelt.

Wenn alles wie geplant durchgeht, hat die Deutsche Bank seit 2010 insgesamt 21 Milliarden Euro frisches Kapital eingesammelt. Die bislang größte Kapitalerhöhung des Instituts fand im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme statt.
Dt. Bank holt für Mega-Kapitalerhöhung Scheich ins Boot
NZZ zum Thema: Deutsche Bank erhöht Kapital

Harm Bengen / Text W-T-W www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen / Text W-T-W

Lohnt sich ein Bezahlstudium?

In zwölf Jahren hat sich die Zahl der privaten Hochschulen versechsfacht. Die Studenten suchen dort individuelle Betreuung. Doch die Ausbildung an den oft jungen Schulen birgt auch Risiken.
An privaten Hochschulen waren im Wintersemester 2011 rund 125.000 Studenten eingeschrieben – an öffentlichen 2,2 Millionen. Trotzdem zahlten alle privaten Studenten zusammen im Jahr 2011 nur rund 300 Millionen Euro weniger Beiträge als alle öffentlichen Studenten zusammen.
Nach zwei Semestern hatte Anne Dittmann genug. Sie studierte Wirtschaftspsychologie an der TU Dresden, aber sie lernte wenig. „In der Vorlesung saßen 700 Leute, ich konnte nicht mal den Dozenten verstehen“, sagt sie. Sie brach ihr Studium ab und wechselte: die Stadt, das Fach und gleich auch die Hochschulart. Jetzt studiert sie Journalismus und Unternehmenskommunikation in Berlin. Als eine von vielen hat sie sich für eine private Hochschule entschieden.

Qualität über Akkreditierung ablesbar
Damit die Qualität sichergestellt ist, müssen in Deutschland sowohl die Hochschulen als auch ihre Studiengänge akkreditiert werden. Einen Mindeststandard müssen alle erfüllen. Wie die Qualität einer Hochschule darüber hinaus eingeschätzt wird, kann man daran ablesen, ob sie gleich für zehn Jahre akkreditiert wird – oder nur für drei. Die Gutachten stehen für alle zugänglich auf der Website des Wissenschaftsrats.
Lohnt sich ein Bezahlstudium wirklich
Private Hochschulen