Auf einen Espresso mit Finanzwissen

Auf einen Espresso mit Professor Rainer MünzDr. Rainer Muenz

Finanzielle Allgemeinbildung oder auch Finanzwissen (engl. financial literacy) bezeichnet die Beschäftigung mit bildenden Maßnahmen im spezifischen ökonomischen Bereich finanziellen Handelns. Initiative fuer mehr Finanzbildung in Oesterreich

In Österreich signalisieren die wichtigsten Frühindikatoren eine Konjunkturbelebung für 2014, v.a. dank Exporte.
Konjunkturbelebung

40 Mrd. Dollar Schaden

Doppelt so viele Madoff-Opfer wie gedachtMadoff
Österreicher stark vertreten, 40 Mrd. Dollar Schaden

New York / Wien – Der amerikanische Wall-Street-Betrüger Bernard Madoff hat mehr Opfern mehr Geld aus der Tasche gezogen als bisher angenommen. 51.700 Personen aus 119 Ländern haben Ansprüche auf Entschädigung angemeldet, zeigt eine jetzt veröffentlichte Liste des Opferfonds des US-Justizministeriums die Ausmaße seines Betrugssystems. Anleger aus Österreich sind den Angaben nach dabei stark vertreten, nur aus den USA, Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz kamen mehr Fälle.

„Es scheint, als ob mindestens doppelt so viele Investoren wie gedacht in dem Madoff-Betrug Geld verloren haben.“
Doppelt so viele Madoff Opfer wie gedacht

Eine Zigarette für Zehn

Immobilienpreise vor dem Sinkflug?

Schweizer Wohnungsmarkt in schwacher Verfassung

Wie geht es mit dem Schweizer Wohnimmobilienmarkt weiter? Ein agentenbasiertes Modell prognostiziert einen Preisrückgang von bis zu 15% in den nächsten drei Jahren.
Mehrfamilienhäuser sind derzeit die begehrteste Anlageklasse im Schweizer Immobilienmarkt, und Investoren sind in Einzelfällen bereit, auch an schlechteren Lagen Bruttorenditen von unter 4,5% in Kauf zu nehmen. Bei der Bewertung von Akquisitionen werden die zurzeit niedrigen Leerstände sehr lange fortgeschrieben und die Renditeanforderungen auf ein historisches Minimum gedrückt. Dabei können die Refinanzierungskosten mittelfristig durchaus wieder steigen, und die schwächere Einwanderung kann zu höheren Sockelleerständen führen. Wie sind diese Risiken einzuschätzen? Und wie wirken sie sich auf den Wohnimmobilienmarkt aus?
Enttäuschte Hoffnungen
Immobilienpreise vor dem Sinkflug

www.bildergeschichten.eu

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Steueroptimierung unter der Lupe

Fusionen werfen Steuerfragen auf. Optimierung unter der Lupe.

Zusammenschlüsse und Übernahmen lassen sich nicht mehr so steuergünstig durchziehen wie früher. Behörden werden strenger, und Firmen fürchten vermehrt um ihre Reputation.

Jahrzehntelang war es nicht ungewöhnlich, dass bei Fusionen und Übernahmen Steueroptimierung betrieben wurde. Die Transaktion und die damit verbundene Restrukturierung sollte möglichst steuergünstig über die Bühne gehen und der Käufer danach so aufgestellt sein, dass im Hinblick auf die Weiterführung des Geschäfts der Kostenfaktor Steuern möglichst gering ausfiel. Dies war wohl auch beim Zusammenschluss der beiden Werbegiganten Publicis und Omnicom geplant, der vergangene Woche aus verschiedenen Gründen platzte.
Fusionen werfen Steuerfragen auf

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff

Bitte Geld ausgeben

Bundeswehr
Bitte Geld ausgeben, Frau von der Leyen!
Minderausgaben müssen  „finanzplanerisch“ auffgefangen werden , da eine Milliarde unter Plan.
Der Verteidigungsausschuss fürchtet einen Investitionsstau bei Rüstungsprojekten. Schon im Vorjahr lagen die Ausgaben unter Plan. Die Abgeordneten haben deshalb einen ungewöhnlichen Appell verfasst.
Bitte Geld ausgeben, Frau von der Leyen

janson-karikatur.de/tag/bundeswehr

janson-karikatur.de/tag/bundeswehr

Crowdfunding mit Zuwächsen

Noch niedriges Niveaucrowdfunding
NZZ berichtet: In der Schweiz sind im Jahr 2013 rund 11,6 Mio. Fr. per Crowdfunding vermittelt worden. Fast die Hälfte des Geldes entfiel auf neu gegründete Unternehmen, bei denen Investoren im Internet Beteiligungen kauften (Crowdinvesting). Zu diesem Resultat kommt eine Marktstudie der Hochschule Luzern. Crowdfunding ist eine Art der Finanzierung, bei der Kapitalgeber im Internet Geld für unterschiedlichste Projekte geben – beispielsweise für Startup-Unternehmen oder für Vorhaben im sozialen oder kulturellen Bereich. Auch Darlehen werden auf diese Art vergeben. Die Studienautoren zählten im vergangenen Jahr 720 erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen. Das Volumen im Bereich Crowdfunding in der Schweiz hat sich laut Studie gegenüber 2011 fast vervierfacht. Es ist aber weiterhin gering. Während das Volumen beim Crowdinvesting beispielsweise im vergangenen Jahr 5,6 Mio. Fr. betrug, beschafften Venture-Capital-Fonds 2012 in der Schweiz Gelder in Höhe von 407,5 Mio. Fr. Gemäss der Studie sind hierzulande zurzeit 14 Crowdfunding-Plattformen aktiv: 100 Days, 7Crowd, C-Crowd, Cashare, Direct-Lending, Feinfunding, Ibelieveinyou, Indiegogo, Investiere, Kickstarter, Moboo, ProjektStarter, Sosense und Wemakeit.
Crowdfunding2

Britische Notenbank hat keine Eile mit der Zinswende

Die Bank of England könnte eine der ersten führenden Notenbanken der Welt sein, die ihren Krisenmodus beendet und die Zinsen wieder anhebt. Auch das Fed in den USA ist gerade dabei, die Konjunkturhilfen langsam zurückzufahren. Hier wird nächstes Jahr ebenfalls mit der Zinswende gerechnet. In der Euro-Zone ist die Inflation und das Wachstum dagegen vergleichsweise niedrig. Beides führt dazu, dass die Europäische Zentralbank nach Reuters-Informationen für Juni eine neuerliche Zinssenkung vorbereitet und auch weitere unkonventionelle Massnahmen gegen die Euro-Stärke und zur Abwehr einer Deflation – eines gefährlichen Preiszerfalls auf breiter Front – in Betracht zieht.
Britische Notenbank hat keine Eile mit der Zinswende

Bank of England

Gigantische Kreditblasen bedrohen das Finanzsystem

Am Finanzmarkt ist wieder alles wie vor der Krise. Teilweise sind die Übertreibungen sogar schlimmer als jemals zuvor. Doch erneut schauen Investoren und Politiker weg – manche sogar bewusst.
Das Wort „Studentenkredit“ versteht Wesley Lim nicht sofort. Dabei lehrt er derzeit als Gastprofessor Deutsch am Colorado College in Colorado Springs. Doch im Deutschen ist ihm der Begriff noch nie untergekommen. Wie auch, kaum ein Student nimmt hierzulande einen Kredit auf. Ganz anders dagegen in den USA. Daher weiß Lim beim Wort „student loan“ sofort, worum es geht.

Schließlich hat der 32-Jährige während seiner Ausbildung selbst mehrere Zehntausend Dollar als Darlehen aufgenommen. So wie Millionen seiner Kommilitonen. Denn inzwischen ist es in den USA völlig normal, dass junge Menschen am Ende eines Studiums bis über beide Ohren verschuldet sind – und das summiert sich.

1100 Milliarden Dollar haben sich Studenten dort derzeit bei Banken geliehen. Das ist inzwischen mehr als sämtliche Amerikaner als Kreditkartenschulden oder für Autodarlehen aufgehäuft haben. „Das wird wirklich langsam ein Riesenproblem“, sagt Ellen Zentner, Ökonomin bei der Investmentbank Morgan Stanley.
Gigantische Kreditblasen bedrohen das Finanzsystem
Kreditblasen

Hohes Armutsrisiko in Deutschland

durch Niedriglohn

Der stark gewachsene Niedriglohnsektor und der hohe Anteil befristet Beschäftigter sind ursächlich für das hohe Armutsrisiko. Besonders gefährdet sind Minijobber und Alleinerziehende. Ihnen droht oft Altersarmut, da die Rentenansprüche in Deutschland enger als in anderen Staaten an die Einkommen gekoppelt sind, so eine Studie der OECD. OECD verlangt Reformen

Die OECD empfiehlt daher, der Zweiteilung des Arbeitsmarktes entgegenzuwirken – hier Arbeitnehmer mit unbefristeten Verträgen, höherem Kündigungsschutz und häufig komfortablerem Gehalt, dort jene mit befristeten Verträgen, wenig Schutz und geringerem Lohn. „Ein allgemeiner, von einer unabhängigen Expertenkommission festgelegter Mindestlohn könnte dabei helfen“, so die Organisation. „Ebenso eine Angleichung der Regeln zum Beschäftigungsschutz in befristeten und unbefristeten Verträgen.“ Langzeitarbeitslose müsse zudem durch gezielte Zuschüsse und Anreize zur Weiterbildung geholfen werden.

Mindestens ebenso wichtig sei aber, schon jungen Menschen gleich gute Startbedingungen für Bildung und Beruf zu ermöglichen. Neben Investitionen in die frühkindliche Bildung, fordert die OECD mehr Mittel für Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler. Der Ausbau erschwinglicher Plätze für die Kinderbetreuung „erleichtert die Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden und verbessert die Verdienstaussichten, insbesondere von einkommensschwachen Haushalten“. Das könne insbesondere helfen, Frauen eine Vollzeitstelle zu ermöglichen. Nur 62 Prozent der Frauen seien in Vollzeit tätig, im OECD-Schnitt hingegen 74 Prozent.

Die OECD rät außerdem dazu, Arbeit weniger zu besteuern und die Sozialabgaben vor allem für Geringverdiener zu senken. Um keine Löcher in die Staatskasse zu reißen, könnte Immobilienbesitz stärker besteuert werden. Zudem sollten Gewinne aus dem Verkauf nicht selbst genutzter Immobilien nicht mehr von der Steuer befreit werden und Steuervorteile für Firmenwagen und die Pendlerpauschale zurückgefahren werden. „Es besteht auch Spielraum zur weiteren Steigerung der Einnahmen aus der Erbschaftsteuer durch die Abschaffung von Befreiungen.“
Wirtschaftsbericht-Deutschland-2014-Zusammenfassung
OECD verlangt Reformen

Armutsrisiko