In China laufen offenbar Ermittlungen in einem Korruptionsfall, der zum größten in der Geschichte der Volksrepublik werden könnte. Im Zentrum: ein Top-Politiker, der als Chef eines Öl-Konzerns steinreich wurde.
Peking/Hamburg – Kurz vor seinem Antritt als chinesischer Staatspräsident prägte Xi Jinping ein Bild, das seither symbolisch für seinen Kampf gegen Korruption steht.
Xi erklärte, die Kommunistische Partei (KP) werde in Zukunft nicht nur „Fliegen“ fangen, also niedere Beamten der Bestechlichkeit überführen, sondern auch „die Tiger“, chinesische Spitzenkräfte, für Verschwendung zur Verantwortung ziehen. Gegen Song Lin, Vorstandsvorsitzender des mächtigen staatseigenen Konzerns Resources Holdings, wird bereits ermittelt.
Doch auch Top-Politiker stehen im Fokus der Behörden. Mehr als ein Jahr nach Xis Ausspruch sieht es danach aus, als hätten die Behörden mit Zhou Yongkang den fettesten Tiger in der Geschichte der Volksrepublik umzingelt.
Korruption in China: Der fetteste Tiger der Geschichte
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Das Verhalten der Finanzminister ein Armutszeugnis.
Das oberste deutsche Finanzgericht duckt sich weg.
Martin Greive Die Welt, berichtet: Skrupellose Banken nutzten jahrelang Schwächen im Steuerrecht aus, prellten den Fiskus um Milliardenbeträge. Doch der Bundesfinanzhof setzt dem Treiben kein Ende.
Die Erwartungen an den Bundesfinanzhof waren groß. Das oberste Finanzgericht sollte endlich Licht ins rechtliche Dunkel der dubiosen Cum-Ex-Geschäfte bringen. Doch am Ende trauten sich die Steuerrichter kein Grundsatzurteil zu. Damit haben sie niemandem einen Gefallen getan – auch sich selbst nicht.
Das Verfahren vor dem Bundesfinanzhof belegt einmal mehr, wie verworren Cum-Ex-Geschäfte sind. Die Richter verhandelten nur einen kleinen Ausschnitt der hochkomplexen, über viele verschiedene Konstruktionen getätigten Transaktionen. Aus rechtlicher Perspektive mag es da verständlich sein, aus einem dieser Einzelfälle kein Grundsatzurteil ableiten zu wollen.
Allerdings sind inzwischen über 50 Cum-Ex-Verfahren anhängig. Der Fiskus könnte um einen zweistelligen Milliardenbetrag geprellt worden sein. Angesichts dieser Dimension wird der Bundesfinanzhof um ein Grundsatzurteil nicht herumkommen. Es wäre besser gewesen, das Urteil wäre früher als später gekommen.
Banken ließen sich mehrfach Steuern erstatten
Doch unabhängig davon, ob Gerichte die Geschäfte für legal oder illegal erklären werden, lassen sich schon jetzt Lehren aus dem Skandal ziehen. Die Aktiengeschäfte zeigen einmal mehr, wie skrupellos Finanzinstitute jede Schwachstelle im Steuersystem ausnutzen. Selbst wenn die Geschäfte legal gewesen sein sollten – moralisch verwerflich waren sie in jedem Fall. Einem normalen Steuerzahler ist jedenfalls nicht zu erklären, warum ein Finanzinstitut sich mehrfach Steuern erstatten lässt, die nur einmal angefallen sind. Diese Milliarden, die Investoren dem Staat abluchsen, fehlen am Ende für Schulen und Straßen.
Allerdings darf sich die Politik in diesem Fall nicht beschweren. Jahrelang hat sie trotz Warnungen dem Treiben tatenlos zugesehen. Das Verhalten der verantwortlichen Finanzminister, vor allem Hans Eichel und Peer Steinbrück, war ein Armutszeugnis. Ihre Nachfolger sollten sich jetzt wenigstens Gedanken machen, wie solch ein Steuerschlupfloch künftig früher gestopft werden kann.

Wo leben die meisten Auto-Milliardäre?
Die meisten Auto-Milliardäre leben in China
Die Autobranche setzt in China gigantische Summen um – und hat elf Chinesen zu Milliardären gemacht. So viele gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Doch die reichste Auto-Milliardärin kommt aus Deutschland.
Die meisten Auto-Milliardaere leben in China

Trügerische Euphorie in der Euro-Krise?
Finanzmärkte:
Die trügerische Euphorie in der Euro-Krise
Ist die Euro-Krise abgehakt? Aus Sicht der Investoren und der Politik ist sie es. Dabei sind die Probleme in Griechenland, Spanien oder Italien größer denn je. Wie in den dreißiger Jahren ist auch jetzt die Demokratie in Gefahr.
Das wohl beste Bild für die Politik zur Bewältigung der Euro-Krise ist das Tal der Dämmerung aus „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“. Es führt ein enger, langer Weg durch ein unwegsames Gebirge. Man kommt aber nicht durch, weil man durch die Echos von einer Felswand zur anderen hin- und hergeworfen wird. In meinem Bild soll das Echo der Lärm der Finanzmärkte sein. An einem Tag signalisieren sie das Ende des Euro. Am andere verfallen sie zurück in die Euphorie. Momentan erleben wir einen dieser anderen Tage.
Nach Griechenland strömen immer mehr Investoren, nicht nur waghalsige Hedgefonds, sondern mittlerweile auch Wald- und Wiesenanleger, die sich für besonders clever halten. Brasilien, die Türkei und Israel sind nach langer Abstinenz wieder dazu übergegangen, sich einen Teil ihrer Staatsschulden in Euro an den Märkten zu leihen. Die Marktzinsen fallen überall. Aus Sicht der Investoren ist die Euro-Krise vorüber.
Auch für die Politik ist sie es. In seiner letzten Tagungswoche vor den Europawahlen beschloss das Europäische Parlament den letzten Pfeiler der Bankenunion. Es ist ein löchriger Kompromiss über die Verfahren, die einzuleiten sind, wenn eine Bank bankrottgeht.
Die truegerische Euphorie in der Euro-Krise

Wie viel heben Sie am Geldautomaten ihrer Bank ab?
Männer heben mehr Geld ab als Frauen
Wie viel heben die Deutschen am Geldautomaten ihrer Bank ab und wie viel Bargeld tragen sie mit sich herum? Wie zahlen sie am liebsten? Eine Umfrage zeigt – mitunter überraschende – Unterschiede auf.
Es gibt die, die alle drei Tage zum Geldautomaten laufen, um 50 Euro abzuheben. Und es gibt jene, die den Weg nur einmal im Monat auf sich nehmen, dann aber gleich 500 Euro holen. Im Durchschnitt jedoch ziehen die Bundesbürger pro Woche 122 Euro an den Automaten ihrer Bank.
Bei Männern darf es dabei etwas mehr sein, leicht über 131 Euro, bei Frauen ist es eher etwas weniger: knapp 114 Euro. Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es dagegen nur kleine Unterschiede, dafür jedoch erstaunlicherweise größere zwischen dem Norden und dem Süden: 131 Euro sind es in Alpennähe, Richtung Küste dagegen nur noch 118 Euro.
Jüngere heben naheliegenderweise eher weniger ab, im Schnitt kommen die 18- bis 29-Jährigen nur auf einen Betrag von 95 Euro. Fast jeder Dritte in dieser Gruppe (29 Prozent) holt sich sogar weniger als 50 Euro.
Ältere dagegen decken sich meist mit etwas höheren Summen ein, am höchsten ist der Betrag mit knapp 135 Euro bei den 50- bis 59-Jährigen. Dies liegt nicht nur daran, dass diese Gruppe über mehr Geld verfügt. „Die ältere Generation bezahlt statt mit der Karte lieber mit Bargeld“.
Doch wie viel tragen die Menschen nun tatsächlich in ihren Geldbeuteln mit sich herum? Dieser Frage ist schon Ende 2012 die Bundesbank nachgegangen, ebenfalls mithilfe einer Umfrage. Demnach befinden sich in den Portemonnaies der Deutschen im Durchschnitt 103 Euro in bar, davon etwa 5,90 Euro in Münzen.
Die meisten, nämlich 30 Prozent, haben dabei zwischen 50 und 100 Euro im Geldbeutel, jeweils 18 Prozent tragen zwischen 20 und 50 Euro beziehungsweise zwischen 100 und 150 Euro mit sich herum.
Anteil der Kartenzahlungen nimmt zu
Die Tendenz ist insgesamt allerdings leicht rückläufig, denn 2008 waren es im Durchschnitt noch 118 Euro. Vor allem gab es damals noch mehr Menschen, die Beträge über 100 Euro mit sich führten.
Der Grund für den Rückgang liegt in der Zunahme der bargeldlosen Zahlungen. 2008 hatte Bargeld beim Bezahlen noch einen Anteil von 58 Prozent, inzwischen ist dieser auf 53 Prozent gesunken. Damit bleibt Bargeld zwar nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Rund 28 Prozent des Umsatzes werden inzwischen aber mit der Girocard getätigt, für etwas über sieben Prozent werden Kreditkarten eingesetzt. Der Rest verteilt sich auf Überweisungen, Geldkarte oder Internetbezahlverfahren.
Derzeit führt die Europäische Zentralbank übrigens im Internet eine europaweite Umfrage zur Qualität der in Umlauf befindlichen Banknoten durch. Jeder Bürger kann dazu sein Urteil abgeben. Zusätzlich wird auch gefragt, wie man einen Einkauf in Höhe von 30 Euro am liebsten bezahlt. Aufgeschlüsselt wird dies u. a. nach den Herkunftsländern der Befragten. ecb.europa.eu/euro/banknotes/circulation
Was ist eine Bewertungskennzahl KGV ?
Shiller erhält 2013 den Nobelpreis 
für seine empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen.
Zweideutige Aussagen des Blasen-Indikators
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zeigt, ob eine Aktie oder ein Index über- oder unterbewertet ist. Es ist aber nur so gut, wie die Schätzungen der Analytiker.
Ist der Einstieg in den Aktienmarkt gerade teuer oder vielleicht ein gutes Geschäft? Zur Beantwortung dieser Frage leistet das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einen Beitrag. Zu Diskussionen unter Anlegern und Fondsmanagern führt aber bereits die Frage, ob man das KGV mit den Gewinnzahlen aus den vergangenen zwölf Monaten nehmen oder sich auf die Gewinnprognosen der Analytiker verlassen soll.
Zweideutige Aussagen des Blasen-Indikators

Schatten, aber auch viel Licht
Börse New York
Chinas Konjunktur beflügelt Wall Street
Die US-Bilanzsaison ist in vollem Gange. An der Zahlenfront gibt es viel Schatten, aber auch viel Licht. Für eine positive Überraschung sorgt Yahoo. Konjunkturdaten aus China brachten die Anleger zudem in Kauflaune.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 2405 Werte legten zu, 624 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1868 im Plus, 752 im Minus und 101 unverändert.
Chinas Konjunktur befluegelt Wall Street
Wir kaufen uns die Welt
Das diskrete Geschäft der Schweizer Rohstoffhändler
Zug und Genf gehören zu den bedeutendsten Rohstoffhandelsplätzen der Welt. Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zur wichtigsten Drehscheibe im internationalen Rohstoffgeschäft entwickelt. Über den Kanton Genf läuft rund ein Drittel des weltweiten Rohölhandels. Bei Agrarrohstoffen ist es rund die Hälfte. Im Kanton Zug ist die Firma GlencoreXstrata angesiedelt, seit der Fusion im Mai 2013 das weltweit größte Rohstoffunternehmen.
Die Dokumentation „Wir kaufen uns die Welt“ wirft einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der mächtigen und verschwiegenen Branche. Der Film zeigt, wie Rohstoffhändler vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre profitiert haben, wie sie global operieren und neuerdings in Entwicklungsländern Minengesellschaften und Ländereien kaufen. Brisante Geschäfte – mit politischen Fallstricken für die Schweiz. Der Film von Andreas Schaffner zeigt am Beispiel Kolumbiens, dass der steigende Hunger nach Rohstoffen – von Kohle, Erdöl, Metallen bis zu Weizen oder Soja – auch Verlierer produziert. Viele Rohstoffe werden in Entwicklungsländern gefördert, in denen es kaum demokratische Kontrollen gibt, und Korruption zum Alltag gehört. Die Forderung nach mehr Transparenz im Geschäft mit den Rohstoffen steht deshalb weit oben auf der Traktandenliste der Politik.
Wie der Schweiz das Bankgeheimnis abhanden kam
Der schmerzvolle Abschied
Jahrzehntelang verteidigte die Schweiz das Bankgeheimnis resolut gegen ausländische Angriffe – wohlwissend, dass Tausende von Ausländern dies nur nutzten, um Steuerzahlungen zu vermeiden. Die Schweizer Haltung Anfragen ausländischer Steuerbehörden gegenüber blieb stets die gleiche: Bei Steuerhinterziehung gibt es keine Auskunft, das Bankgeheimnis geht vor. Nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 kam die Schweiz jedoch unter Druck – und innerhalb weniger Monate geschah, was vorher kaum jemand für möglich hielt: Bei Steuerhinterziehung müssen Banken jetzt Auskunft geben. Das fiskalische Bankgeheimnis ist in der Schweiz Geschichte.
Im Dokumentarfilm „Der schmerzvolle Abschied“ von Hansjürg Zumstein erzählen prominente Akteure, „wie der Schweiz das Bankgeheimnis abhandenkam“. Interviewpartner sind beispielsweise der Bankier Oswald Grübel, der ehemalige Staatssekretär Michael Ambühl, Alt-Bundesrat Pascal Couchepin und Nationalrat Christoph Blocher. Neben diesen Interviewausschnitten nutzt der Autor auch das umfangreiche Videoarchiv des Schweizer Fernsehens. Unzählige Stunden von Videomaterial wurden ausgewertet: Von Wochenschauen – beispielsweise über die Verhandlungen des Sonderdiplomaten Walter Stucki kurz nach dem Zweiten Weltkrieg – bis hin zu den aktuellen Medienkonferenzen. Zudem werden einzelne Schlüsselereignisse mit Schauspielern nachgestellt: Die dokumentarische Ebene wird durch eine sogenannte „Reenactment“-Ebene ergänzt, welche ebenfalls auf sorgfältiger Recherche und ausführlichem Studium von Originaldokumenten beruht.
Länge: 50 Minuten



