Was ist eigentlich eine Firmenanleihe?

Europas Firmenanleihen als Verkaufsschlager

Die Versprechungen von Europas Notenbankern, die Jagd nach Rendite und die Krise auf der Krim machen Firmen-Bonds der europäischen Peripheriestaaten zu Objekten der Begierde.
Seit Beginn des Jahres haben europäische Unternehmen Anleihen im Wert von 261 Mio. € ausgegeben. Das Emissionsvolumen ist damit so gross wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Emittenten locken die nach wie vor sehr attraktiven Finanzierungskonditionen an den europäischen Kapitalmärkten. Die durchschnittliche Rendite für Firmenanleihen im spekulativen Segment (Rating von «BB+» und schlechter) ist auf 4,4% gesunken und damit so niedrig wie nie zuvor. Für Anleger ist dies aber in Anbetracht der niedrigen Zinsen auf Staatsanleihen eine verlockende Rendite.
Europas Firmenanleihen als Verkaufsschlager

www.burkhard-mohr.de

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Schuldenrückzahlungen

Staatliche Kreditaufnahme
Anschlussfinanzierung als grösstes Risiko

In den nächsten drei Jahren komme auf viele Staaten eine Welle von Schuldenrückzahlungen zu, meldet die OECD. Steigende langfristige Zinsen und ein schwaches Weltwirtschaftswachstum setzen staatlichen Bond-Emittenten schon jetzt zu.
Die Verschuldungsquoten zahlreicher Länder dürften 2014 weiter steigen und in den nächsten Jahren auf einem hohen Niveau verharren. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jüngsten Bericht zur staatlichen Kreditaufnahme («Sovereign Borrowing Outlook 2014»). Demnach dürfte der Anteil der Schulden am Bruttoinlandprodukt (BIP) für einige Staaten stark zunehmen und gar auf einen historischen Höchststand von mehr als 116% klettern. Damit läge die Verschuldungsquote über der während des Zweiten Weltkriegs erreichten.
Anschlussfinanzierung als groesstes Risiko
Outlook 2014. Summary in German

Dr. Jan Tomaschoff  / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

 

Schäuble erwartet Ende der Niedrigzinspolitik

Die Bundesregierung erwartet nach «Spiegel»-Informationen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon bald die Leitzinsen anhebt. Das gehe aus einem internen Vermerk des Bundesfinanzministeriums hervor, schreibt das Magazin.
Weil die Staatsschuldenkrise zunehmend in den Hintergrund rücke und die Konjunktur anziehe, sei von der EZB «ein aktiver Beitrag zur Überwindung der Niedrigzinspolitik zu erwarten».
Dies führe nach Einschätzung der Experten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dazu, dass der deutsche Staat bereits in einem Jahr mehr für Kredite zahlen muss als derzeit, so der «Spiegel». Demnach seien «zum Beispiel bei den zehnjährigen Renditen für Bundesanleihen moderate Zinssteigerungen auf über zwei Prozent möglich».
Schaeuble erwartet Ende der Niedrigzinspolitik
Schaeuble

 

Reich sein ohne Sünde

Buchrezension

Mit Paris Hilton kann der frühere Abt Gregor Henckel-Donnersmarck rein gar nichts anfangen: Das It-Girl protze nur mit ihrem Geld. Wie rechtschaffender Reichtum funktioniert, erklärt der Geistliche jetzt in einem Buch.

Gregor Henckel-Donnersmarck ist Priestermönch im
Zisterzienser-Orden und Altabt im Stift Heiligenkreuz.
DüsseldorfSie ist jung, mischt auf jeder Party mit – und hat dank einer perfekten Selbstvermarktung in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar verdient: Paris Hilton, Urenkelin des Hotelpatriarchen Conrad Hilton, hat ihren Reichtum wie kaum ein anderer zum Selbstzweck stilisiert
Reich sein ohne Sünde
Nicht die ganze Wirtschaft ist kriminell

Reich ohne Sünde

In Wahrheit aber geht es nur ums Geschäft.

Im Süden Mexikos inszeniert sich die Drogenmafia als Beschützerin von Witwen und Waisen – doch in Wahrheit unterdrückt sie die Menschen mit brutaler Gewalt. Nun erheben sich die Bürger

Gómez führt das Drogenkartell der Tempelritter, der unumschränkten Herren Michoacáns. Sie geben sich als fromme Beschützer von Witwen, Waisen und Unterdrückten und als Kämpfer für das Wohl künftiger Generationen. Doch die religiöse Mildtätigkeit ist nur Fassade, der religiöse Ritus Camouflage und auch Hohn: Schutzgeldopfer laden sie zu pseudoreligiösen Zusammenkünften, um mit ihnen das Brot zu teilen. Wenn sie morden, hinterlassen die Tempelritter Botschaften am Tatort, um zu erklären, dass die Toten im Interesse der Allgemeinheit sterben mussten. „Dies ist göttliche Justiz“, schreiben sie. In Wahrheit sind die Tempelritter ebenso grausame Mörder wie die Mitglieder der anderen mexikanischen Drogenkartelle.
Die netten Mörder von Michoacán

Mexican Knights Templar Drug Gang

 

Bitcoin: Der 620 Millionen Dollar Schwindel

Der angebliche Diebstahl bei MtGox, der den Zusammenbruch dieser Bitcoin-Börse verursachte, hat möglicherweise gar nicht stattgefunden. Dies vermuten Computerwissenschafter der ETH-Zürich, die seit Januar 2013 Bitcoin-Transaktionen überwachen.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich der Wert der virtuellen Währung Bitcoin von 13 Dollar auf über 1000 Dollar rasant erhöht. Dann kam der Absturz: Heute, Ende März 2014, ist ein Bitcoin noch gut 500 Dollar wert. Bitcoin ist ein verteiltes Zahlungssystem, das ohne Zentralbank auskommt. Doch hat das System stark von Börsen profitiert, die den Handel mit diesem virtuellen Geld erleichterten. Diese Handelsplätze sind eine Schwachstelle des dezentralen Systems.
Der 620-Millionen-Dollar-Schwindel

Bitcoin

Sloweniens dramatischer Anstieg fauler Kredite

Euro-Krise :
In Slowenien braut sich die nächste Banken-Krise zusammen. Die Zahl der faulen Kredite ist gewaltig gestiegen. Die Regierung sagt, dass nur ein Wunder eine Wende herbeiführen könne.

Die Risiken in Sloweniens marodem Finanzsektor nehmen zu: Die Banken sitzen nun bereits auf faulen Krediten von rund elf Milliarden Euro, wie Zentralbank-Chef Bostjan Jazbec in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung Delo sagte. Das Volumen könnte sogar noch steigen. “Wenn wir nicht bald ein stärkeres Wirtschaftswachstum erzielen und die Schulden in Unternehmen umstrukturieren, wird sich die Zahl erhöhen”, warnte Jazbec. Im November hatten sich die faulen Kredite auf fast acht Milliarden Euro und damit auf mehr als ein Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Zwei-Millionen-Volkes belaufen.
Slowenien meldet dramatischen Anstieg der faulen Kredite

Faule Kredite

Ist das Glas halb voll ?

Schweiz:

Der Optimismus über die wirtschaftliche Entwicklung in China und den USA haben zusammen mit den kleiner werdenden Ängsten der Anleger über die Auswirkungen der Krim-Krise für eine gute Börsenwoche gesorgt. Dabei haben die Andeutungen der Europäischen Zentralbank über weitere geldpolitische Lockerung den Risikoappetit noch grösser gemacht.
Das Glas ist halb voll

Halbvoll

Risiko im Beruf, Vorsicht bei der Geldanlage

Über Geld spricht man nicht, heisst es. Doch wir wollen den Volksmund Lügen strafen. In unserer Online-Kolumne «Über Geld spricht …» reden wir mit Personen des öffentlichen Lebens über ihre Erfahrungen mit den finanziellen Dingen des Daseins. Nach Fernseh-Koch Andreas C. Studer spricht nun Rennfahrerin Christina Surer.

Wie gehen Sie mit Geld um?

Von klein an habe ich schon immer gespart und stets ein bisschen was zur Seite gelegt. Ich hasse Schulden. Bei der Geldanlage bin ich grundsätzlich vorsichtig. Ich habe zwar als Rennfahrerin einen riskanten Beruf, doch bei meinen privaten Finanzen bin ich sehr zurückhaltend und gehe lieber auf Nummer sicher.
Risiko im Beruf, Vorsicht bei der Geldanlage

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff

Frankfurt wird Drehscheibe für den Yuan-Handel

Bald könnten Börsengeschäfte in Yuan auch in Frankfurt und London abgewickelt werden. Die beiden Börsenzentren versprechen sich viel von diesem Schritt.

In naher Zukunft könnten Handelsgeschäfte, die in der chinesischen Währung Yuan getätigt werden, auch in Europa abgewickelt werden. Wie am Donnerstag aus gut informierten Quellen zu erfahren war, dürften Frankfurt und London die ersten ausserasiatischen Zentren für eine Abwicklung in Yuan werden. Eine erweiterte Absichtserklärung könnte für die deutsche Seite bereits am Freitagnachmittag unterzeichnet werden, wenn der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping während seines Staatsbesuchs in Deutschland mit dem Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, in Berlin zusammentreffen wird. London könnte entsprechende Verträge dann am kommenden Montag signieren.
Frankfurt wird Drehscheibe für den Yuan-Handel
My Yuan