Saudi-Arabien: Erste weibliche Bankchefin

Mit Sarah al-Suhaimi steht in Saudi-Arabien erstmals eine Frau an der Spitze einer Bank. Suhaimi übernehme die Leitung der Investitionsbank NCB Capital, die eine Summe von rund zwölf Milliarden Dollar (8,7 Mrd. Euro) verwalte, teilte das Finanzinstitut gestern mit.

Erst im Februar hatte die Medienbranche des Landes mit einer Premiere aufgewartet: Mit Sumaija Dschabarti wurde erstmals eine Frau Chefredakteurin einer Tageszeitung – der „Saudi Gazette“.

Im Königreich Saudi-Arabien wird das islamische Recht besonders streng ausgelegt, ohne Zustimmung eines männlichen Vormunds dürfen Frauen weder arbeiten noch reisen noch einen Ausweis beantragen. Der ölreiche Golfstaat ist auch das weltweit einzige Land, in dem der weiblichen Bevölkerung das Autofahren kategorisch untersagt ist.
Frauen in Saudi-Arabien:  Spektakuläre Personalie im Bankensektor

Sargnagel für den Petro-Dollar?

Ein Sargnagel für den Petro-Dollar

Russland stellt das aktuelle Weltfinanzsystem infrage.

Die Meldung hat das Potenzial, das Weltfinanzsystem durcheinanderzuwirbeln: Russlands große staatliche Exporteure wie Rosneft, Gazprom oder Rosoboronexport könnten bald ihr Gas, Öl und ihre Waffensysteme in Rubel verkaufen und nicht mehr in US-Dollar. Diese drei Unternehmen stehen für fast die Hälfte des russischen Exports. Der Übergang zur Rubel-Abrechnung im Außenhandel dürfte indes nicht einfach werden. So genießt die russische Devise bislang kaum den Status einer Reservewährung, in der Notenbanken ihre Devisenvorräte parken.

Doch das kann sich schnell ändern und der Verfall des Rubels könnte gestoppt werden, wenn die Handelspartner mehr von Russlands Valuta brauchen. Unklar ist aber, ob die Abnehmer in Westeuropa oder China überhaupt gewillt sind, die Verträge auf Rubel umzustellen. Aber immerhin weist Russland noch Jahr für Jahr einen Exportüberschuss aus. Solange dies so bleibt, dürften die Russen auch künftig problemlos Euro oder Dollar für ihre Rubel tauschen können, um ihre Importrechnung zu begleichen. Sollte Russland tatsächlich alle Schwierigkeiten meistern, die so ein Schritt bedeutet, würde Moskau damit das Weltfinanzsystem infrage stellen, das sich Anfang der 1970er-Jahre herausgebildet hat. Damals gaben die USA die Bindung ihres Dollars an das Gold auf. Durch Verträge mit Saudiarabien sicherten sich die USA, dass Öl weltweit weiterhin in der amerikanischen Währung abgerechnet wird. Und noch heute ist der Dollar deswegen die dominierende Leitwährung.

Doch muss Russland aufpassen. Wer die Vorherrschaft des Dollars infrage stellt, ruft die Hardliner in Washington auf den Plan. Hinzu kommt: Barack Obama kämpft wenige Monate vor den Kongresswahlen im November gegen ein Umfragetief. Das Risiko steigt damit, dass sich der Konflikt in der Ukraine zu einem heißen Krieg auswächst. Einer der wenigen Herrscher, die den Dollar zuletzt infrage gestellt haben, hieß übrigens Saddam Hussein.
Ein Sargnagel für den Petro-Dollar
Sargnagel

 

Globales Wachstum ist zu schwach

IWF-Chefin Christine Lagarde wünscht sich ein höheres Wirtschaftswachstum.
Globales Wachstum ist «untröstlich schwach»

Die Pattsituation der Weltmächte in der Krim-Krise ist laut IWF-Chefin ein Gefahrenherd für das globale Wirtschaftswachstum. Mit diesem ist sie ohnehin nicht zufrieden.
Die Pattsituation zwischen Russland einerseits und den USA sowie der Europäischen Union (EU) andererseits wegen der Ukraine stellen nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Gefahr für die Weltwirtschaft dar. Die Europäische Zentralbank (EZB) forderte die IWF-Chefin Christine Lagarde zudem zu weiteren geldpolitischen Lockerungen auf.
Globales Wachstum ist untröstlich schwach
Growth

Kehren Multinationale Konzerne der Schweiz den Rücken ?

Firmen wie Caterpillar sparen in der Schweiz Milliarden-Steuern

«Das ist ein gutes Beispiel einer Steuervermeidungsstrategie, die den US-Staat Milliarden von Dollars kostet», sagte der demokratische Präsident der Subkommission, Senator Carl Levin. Caterpillar fabriziere in der Schweiz weder Ersatzteile, noch unterhalte es dort ein Lager. Doch 85 Prozent der Gewinne aus dem Verkauf von Ersatzteilen werden über die Schweizer Abteilung abgewickelt, wo das Unternehmen mit 4 bis 6 Prozent besteuert wird. In den USA dürfte sich der Steuersatz auf 35 Prozent belaufen…..handelszeitung.ch

Mit Weatherford kehrt ein wichtiger Vertreter der Rohstoffindustrie der Schweiz den Rücken. Kantone und Wirtschaftsverbände reagieren verunsichert.

Es gibt einen latente Verunsicherung wegen Massenzuwanderungsinitiative und der angekündigte Unternehmenssteuerreform III
Wir muessen unserem Standort extrem Sorge tragen
Kehren multinationale Konzerne der Schweiz den Ruecken

 

Was sind Flash Boys ?

Manipulierter Aktienmarkt
Debatte über Hochfrequenzhandel
Die «Flash Boys» im Visier der Wall Street

Kurz vor der Finanzkrise Mitte der 2000-Jahre wurden die Computersysteme der Banken umgestellt. Ein junger Banker deckte den Hochfrequenz-Bluff auf: Das ganze System dient nur der Manipulation der Kurse, indem Mitbewerber in Millisekunden ausgetrickst wurden.

Der Kanadier Brad Katsuyama arbeitete seit 2002 für die Royal Bank of Canada (RBC). Seine Chefs schickten ihn nach New York, da war er 23. Als sechs Jahre später die Aktienmärkte ins Stocken gerieten, saß Katsuyama vor einem neuen Computer-System, mittels dem gehandelt wurde. Doch sein Computer arbeitete nicht so, wie er es erwartete: Der Markt auf seinem Bildschirm war eine Illusion.

Katsuyama dachte zuerst an einen Computerfehler und informierte die IT. Im neuen System gehe es nur noch um Geschwindigkeit, so der Banker. Sobald der Knopf zum Kauf oder Verkauf gedrückt wurde, verschwanden die Angebote. Wenn er kaufen wollte, schoss der Preis der Aktie in Sekundenbruchteilen in die Höhe. Wollte er verkaufen, brach der Preis ein. Andere Banker bestätigten ihm, dieselben Probleme mit der IT zu haben, berichtet die New York Times.

Zuerst dachte er, die Preise ändern sich, weil Bestellungen storniert wurden. Doch Katsuyama und sein mittlerweile engagierten irische Glasfaser-Experte machten eine andere Entdeckung. IT-Firmen konnten Glasfaserkabel so legen, dass sie innerhalb einer Millisekunde Aufträge von anderen Banken mitlesen – und so zu ihrem Vorteil ausnutzen konnten.

Die Manipulation konnte nur funktionieren, weil die Menschen keine Vorstellung davon haben, wie viel eine Millisekunde ausmacht, so Katsuyama.

Katsuyama kündigte seinen Job. Er gründete IEX, eine Firma, die dem Hochfrequenzhandel erschweren soll….Manipulationen beim Aktien Handel
Die Flash Boys im Visier der Wall Street
More about : Speed Traders
High Frequency Trading

China als größte Konsumgütermarkt der Welt

Steigende Kaufkraft macht die Verbraucher in den Schwellenländern zu einer Wirtschaftsmacht. Bald wird China der größte Konsumgütermarkt der Erde sein. Für die Industrie bricht eine neue Epoche an.

Laut einer Prognose sollen im Jahr 2022 knapp 80 Millionen Haushalte in China mehr als 35.000 Dollar im Jahr verdienen. Dem stehen jedoch 184 Millionen gegenüber, die sich mit weniger als 10.000 Dollar jährlich begnügen müssen.

China wird für westliche Markenhersteller wie Miele, Procter & Gamble oder Henkel bald zum wichtigsten Markt der Erde. Das ist nach den Ergebnissen einer Studie der Beratungsfirma Ernst & Young klar vorgezeichnet.
Für Auto- oder Waschmittelhersteller, die Kosmetikbranche oder Sportschuhproduzenten gelte gleichermaßen: „Wer auch in 20 Jahren noch Global Player sein will, muss heute massiv in den Schwellenländern, vor allem in China investieren“, wie Mitautor Thomas Harms sagte. Die Studie liegt der „Welt“ exklusiv vor.
Die Ergebnisse signalisieren einen historischen Umbruch für die Konsumgüterindustrie. Seit mehr als hundert Jahren hat sie sich voll auf die Bedürfnisse der westlichen Kundschaft eingestellt – zunächst die der USA, nach dem Krieg auch auf Westeuropas Konsumenten. Derzeit verfügen diese Haushalte zusammen über 58 Prozent des weltweit verfügbaren Haushaltseinkommens.
China wird wichtigster Konsumgütermarkt der Welt

Konsum

Dubai: Aktienmärkte des ersten Quartals

Die besten Aktienmärkte des ersten Quartals
Dubai auf dem Siegertreppchen

Kurz vor Quartalsende haben Schwellenländer-Indizes zu einer Aufholjagd angesetzt. Die Leitbarometer der westlichen Welt präsentieren sich anämisch.
Janet Yellen ist ihrem Ruf als geldpolitische «Taube» einmal mehr gerecht geworden. Die US-Wirtschaft werde trotz der jüngsten Erholung noch einige Zeit aussergewöhnliche monetäre Unterstützung benötigen, sagte die US-Notenbankchefin zu Wochenbeginn in Chicago. Die Aktienmärkte quittierten die – als Hinweis auf entgegen vorherigen Mutmassungen noch länger niedrige Leitzinsen interpretierte – Aussage mit steigenden Notierungen, vor allem bei Valoren aus Schwellenländern.
Dubai auf dem Siegertreppchen
Macht die Menschheit Fortschritte?

Euro-Krise: Bedroht Deflation den Aufschwung?

In Athen feiern Europas Finanzminister die neuen Erfolge der Krisenstaaten: Griechenland Draghiund Portugal scheinen über den Berg. Doch großen Teilen der Währungsunion droht schon eine neue Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen.

So optimistisch klangen die Euro-Herrscher in Sachen Griechenland schon lange nicht mehr: „Große Fortschritte“ sah der Chef der Euro-Gruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem. Auch Mario Draghi schien guten Mutes: Das Land habe in der Vergangenheit zwar sehr gelitten, konstatierte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), doch nun seien erste Erfolge zu sehen.

Der Ort für die warmen Worte hätte nicht besser gewählt sein können. Zum ersten Mal seit Beginn der Euro-Krise im Jahr 2010 tagten die Finanzminister der Währungsunion am Dienstag in der griechischen Hauptstadt Athen. Und die Besucher hatten gute Neuigkeiten mitgebracht: Nach monatelanger Verzögerung wird die nächste Tranche des europäischen Hilfspakets für Griechenland freigegeben, insgesamt 8,3 Milliarden Euro. Weitere 1,8 Milliarden sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte fließen.
Geht es nach den Griechen, könnte es dann auch schon vorbei sein mit den Hilfen der Euro-Partner. Die Regierung in Athen plant offenbar, bereits in den kommenden Monaten selbst wieder Geld am Finanzmarkt aufzunehmen. Laut „Wall Street Journal“ sollen so vier bis fünf Milliarden Euro in die Staatskasse kommen. Ein weiteres Hilfspaket, von dem bisher alle Beteiligten ausgegangen waren, wäre damit womöglich obsolet.
Euro-Krise Deflation bedroht den Aufschwung

David Simonds

David Simonds

Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen

Nach der Rally sind Aktien nicht mehr billig, meint Tilmann Galler. Der Anlageexperte erklärt, wo Anleger jetzt noch Schnäppchen machen können und warum es gefährlich ist, nur auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu schauen.

Wie geht es weiter an den Märkten? Tilmann Galler, Portfolio-Manager und Stratege bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt, ist optimistisch, auch wenn seine Euphorie nachgelassen hat. S&P 500 und auch Dax notieren nahe ihrer Allzeithochs. Wie geht es weiter? Ich erwarte eine Aufholjagd. Eine Aufholjagd?
2013 war ein exzellentes Jahr für Aktie. Die Märkte haben allerdings viele Vorschusslorbeeren verteilt. 2014 müssen die Unternehmen liefern. Und die Konjunktur muss weiter anziehen, denn auch das haben die Märkte bereits vorweggenommen. Jetzt müssen Unternehmen liefern und die Konjunktur sollte Tritt fassen.
Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen
Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen

Schleichender Abstieg eines einstigen Musterknaben

Brasiliens Wirtschaft

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat das Vertrauen der Wirtschaft verspielt. Wird sie nach ihrer wahrscheinlichen Wiederwahl die dringend notwendigen Reformen vornehmen?

Dilma Rousseff mag es nicht, wenn sie auf Flügen in Turbulenzen gerät. Die brasilianische Präsidentin kontrolliert deshalb vor jedem Flug mit der Präsidentenmaschine persönlich die Wetterprognose auf der Route. Drohen Gewitter, verlangt die Volkswirtin Kursänderungen. Kommt es dennoch zu Turbulenzen, zitiert sie den diensthabenden Brigade-General aus der Kabine des Piloten zu sich und liest ihm die Leviten.
Der schleichende Abstieg eines einstigen MusterknabenSchleichender Abstieg eines einstigen Musterknaben