Transparenz: Bundestag veröffentlicht Nebeneinkünfte

Der Bundestag veröffentlicht die Nebeneinkünfte der Abgeordneten nun in zehn statt früher drei Gehaltsstufen. Allein vier Parlamentarier von CDU und CSU geben zusätzliche Einnahmen von über 250.000 Euro an.

„Es ist gut, dass die Öffentlichkeit nun detaillierter über Nebeneinkünfte ihrer Abgeordneten informiert wird“, sagt Timo Lange von der Organisation LobbyControl. Weitere Schritte seien aber nötig. So sei es weiterhin möglich, zugleich Mandatsträger und bezahlter Lobbyist zu sein. „Das ist nicht akzeptabel.“

Kurz zuvor hatte die Antikorruptions-Organisation Transparency International Deutschland Aufklärung gefordert, warum die Veröffentlichung der Nebeneinkünfte noch ausstehe. Bundestagssprecher Ernst Hebeker führte den Termin der Veröffentlichung unter anderem darauf zurück, dass nach der Bundestagswahl im Herbst über ein Drittel neue Bundestagsabgeordnete dazugekommen seien, deren Unterlagen mit hohem Beratungsbedarf der Verwaltung erstmalig zur Verfügung gestellt worden seien.
Abgeordnetenwatch.de/blog/nebeneinkuenfte2014
Bundestag veroeffentlicht Nebeneinkuenfte

Nebeneinkünfte

Geschäfte mit Wasserrechten

Recht auf Wasser:
Wütende Proteste gegen Arroganz der EUKommission

Die Bürger-Initiative „Right2Water“ ist erbost: Knapp zwei Millionen Menschen haben eine
Petition unterschrieben, der zufolge Wasser zum Menschenrecht erklärt werden sollte. Die EU blockt jedoch ab. Offenbar taktiert die Kommission wegen des Freihandelsabkommens TTIP: Der Verkauf ihrer Wasserbetriebe käme manch einer verschuldeten Kommune gerade recht.

„Der Umgang mit dieser ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative ist ein Schlag ins Gesicht der Bürger“, so Giegold /   @sven_giegold

Die EU-Kommission  verweigert jede Gesetzesinitiative und erklärt das Volksbegehren mit ihrer Stellungnahme für erledigt.

„Wir werden keine Gesetzgebung vorschlagen, die die Mitgliedstaaten verpflichtet zu sagen, dass Wasser ein Menschenrecht ist“, sagte ein Mitarbeiter der Kommission auf der Pressekonferenz.

Die EU-Kommission betonte, dass sie auch bei einer erfolgreichen Bürger-Initiative -also mehr als einer Million Unterschriften aus mindestens sieben verschiedenen Mitgliedsstaaten – nicht zu einer Änderung der Gesetze verpflichtet. Sie muss dann lediglich eine öffentliche Stellungnahme zu dem Volksbegehren machen. Damit ist die Initiative für die EU-Kommission offiziell beendet.
Recht auf Wasser

Water is a Human Right

Sanktionen gegen «Putins Freunde»

Timtschenko verkaufte vor Sanktionen Gunvor-Anteile

Gennadi Timtschenko ist einer der Gründer des in der Schweiz domizilierten
Rohwarenhändlers Gunvor und war bis vor kurzem noch Miteigentümer.

Auf der neuen amerikanischen Sanktionsliste, mit der Washington auf das engste Umfeld von Präsident Wladimir Putin zielt, erscheint auch der Name Gennadi Timtschenko. Timtschenko, der im Kanton Genf wohnhaft ist, ist einer der Gründer des in der Schweiz domizilierten Rohwarenhändlers Gunvor und war bis vor kurzem noch Miteigentümer. Laut einer Mitteilung des Unternehmens wurden Sanktionen antizipiert, dennoch sei das Unternehmen vom Timing überrascht worden. Um die Geschäftstätigkeit Gunvors nicht zu gefährden, verkaufte Timtschenko bereits am 19. März seine Anteile an Kompagnon Torbjorn Törnqvist, der jetzt 87% am Unternehmen hält. Der Rest ist im Besitz von höheren Angestellten des Unternehmens. In einer ersten Stellungnahme hatte Gunvor betont, dass Präsident Putin nie Anteile am Unternehmen besessen habe. Eine Beteiligung Putins an Gunvor war häufig vermutet worden, Timtschenko und Gunvor hatten dies immer verneint. Das amerikanische Aussenministerium wiederholte diese Spekulationen.
Timtschenko verkaufte vor Sanktionen Gunvor-Anteile

Good Friends

Wachsende Renditedifferenz zwischen Treasuries und deutschen Bundesanleihen

Zwei auf ungleichem Weg

Fed-Vorsitzende Janet Yellen will das Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beenden.
Die Präsidentin der US-Notenbank, Janet Yellen, hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass das milliardenschwere Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beendet wird. Sehr viel früher als vom Markt erwartet könnten demnach die Leitzinsen in den USA angehoben werden. An den Kapitalmärkten stiegen daraufhin die Renditen für US-Staatsanleihen. Die Aussicht auf einen Zinsanstieg löste zudem Interesse am Dollar aus, der zu den wichtigsten Währungen wie Euro und Yen auf ein Drei-Wochen-Hoch kletterte. Die Rendite für 10-jährige US-Treasuries stieg am Donnerstag auf 2,77%, deutsche Bundesanleihen mit der gleichen Laufzeit rentieren bei 1,65%. Der Renditeabstand zwischen den beiden Staatspapieren wächst seit Monaten deutlich.
Zwei auf ungleichem WegFed-Vorsitzende Janet Yellen will das Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beenden.

 

Kompromiss im Streit um Pleitebanken

EU beschließt in Nachtsitzung Bankenunion

Die EU hat sich bei der Bildung einer Bankenunion auf einen einheitlichen Abwickungsfonds geeinigt. Dieser soll nun innerhalb von acht Jahren stehen. Die Entscheidung fiel offensichtlich aus Sorge, dass das EU-Parlament nach der EU-Wahl die Integration der EU bremsen könnte.
Fünf Dinge, die man über die neue Bankenunion wissen muss
Durchbruch in Brüssel

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Bankenrettung-leicht-gemacht

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«Sanfte Landung» als Chimäre

Fed-Kurswechselyellen2

Mit der neuen Chefin Janet Yellen beginnt eine neue

Fast 900 Wörter enthält das jüngste Communiqué der amerikanischen Notenbank. Vor der Finanzkrise wurden geldpolitische Beschlüsse jeweils in knapp 200 Wörtern kommuniziert. Auch die Bilanzsumme des Fed hat sich im Vergleich zu 2007 fast verfünffacht. Dahinter stecken die Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren, mit denen die Notenbank die längerfristigen Zinsen drückt. Dies soll die Wirtschaft zusätzlich ankurbeln, da der (kurzfristige) Leitzins bereits seit über fünf Jahren bei null ist. Von einer Normalisierung der Geldpolitik ist das Fed jedenfalls noch meilenweit entfernt. Normalisierung hiesse dabei zweierlei: Erstens sollten die Eingriffe in die Finanzmärkte mittels Anleihekäufen eingestellt werden. Die Notenbanken fahren seit der Krise einen sehr interventionistischen Kurs. Gefragt wäre stattdessen wieder ein zurückhaltenderes Auftreten, ein Wirken im Hintergrund. Zweitens sollte das Fed wieder primär das anstreben, was es auch direkt in der Hand hat: ein stabiles Finanzwesen und stabile Preise. Dies ist immer noch der beste Wachstumsbeitrag, den eine Notenbank leisten kann.
Wo das Fed in die richtige Richtung geht..
Sanfte Landung als Chimäre

Chimären

Die fragwürdigen Deals der Prominenten in der Schweiz

Maschmeyer, Slomka & CoConnection

Koalition der Gierigen: Prominente Deutsche um den Ex-AWD-Chef Carsten Maschmeyer steckten Millionen in Fonds, die hohe Renditen versprachen – und zu Lasten der deutschen Steuerzahler agierten. Von W. Löer, A. Mönnich, U. Rauss und O. Schröm

Sie wollten ihr Vermögen mit fragwürdigen Geschäften in der Schweiz vermehren: Carsten Maschmeyer, Veronica Ferres, Clemens Tönnies, Mirko Slomka. Der stern berichtet in seiner neuen Ausgabe über die Maschmeyer-Connection© stern
Carsten Maschmeyer, Unternehmer und geschätzter Milliardär. Clemens Tönnies, Schlacht-Tycoon und Schalke–Boss. Mirko Slomka, Trainer von Schalke 04 und Hannover 96, jetzt beim Hamburger SV unter Vertrag. Veronica Ferres, eine sehr gefragte Schauspielerin. Matthias Prinz schließlich, Sohn eines Großverlegers und Deutschlands prominentester Medien-Anwalt. Sie sind schon reich und verdienen weiterhin Monat für Monat viel Geld. Aber sie wollten mehr.
Die fragwürdigen Deals der Prominenten in der Schweiz

www.rabe-karikatur.de

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Ukrainischer Oligarch gegen Millionen- Kaution auf freiem Fuß

Österreich Wien:

Für 125 Millionen Euro kommt der in Wien inhaftierte ukrainische Oligarch auf freien Fuß.
Der Forderung der US-Regierung nach Auslieferung wird von österreichischer Seite nicht
nachgekommen.

Das FBI, hier der Chef der Behörde James Corney, verlangt von Österreich die Auslieferung des Oligarchen. Doch der kommt nun auf Kaution auf freien Fuß.
Der in Wien festgenommene ukrainische Oligarch Dimitry Firtasch darf gegen eine Kaution von 125 Millionen Euro die Haftanstalt verlassen. Der unter Korruptionsverdacht stehende 48-jährige Unternehmer, der aufgrund eines Haftbefehls aus den USA in der Vorwoche von der Wiener Justiz festgenommen wurde solle noch am Dienstag auf freien Fuß gesetzt werden, sagte eine Gerichtssprecherin zu Reuters. Firtasch darf Österreich nicht verlassen. Die Kautionssumme ist die höchste in der österreichischen Rechtsgeschichte.
Ukrainischer Oligarch gegen Millionen-Kaution auf freiem Fuß

Oligarch Dmitry Firtash

Kauf, wenn die Kanonen donnern

Wirtschaft im Fokus

Was treibt die Aktienmärkte und wie verhalten sich die Anleger angesichts der sehr instabilen Situation auf der Krim? Michael Rasch, Leiter Börsen und Märkte der NZZ, nimmt in der Video-Serie «Wirtschaft im Fokus» Stellung. Rasch sagt, welche Märkte und Indizes besonders von der Situation in der Ukraine betroffen sind. Er betont, dass Anleger in Krisensituation oft nach der Devise «Kauf, wenn die Kanonen donnern» handeln. Zudem nimmt er Stellung zu den zwei Haupttreibern der Aktienmärkte.
Video: NZZ
Was treibt die Aktienkurse?