China plant große Finanzreformen

Bald Freigabe der Zinsen

China treibt die Liberalisierung seiner Zinsen schneller als erwartet voran, so dass
Spareinlagen attraktiver werden.

«Ich persönlich denke, dass es sehr wahrscheinlich schon in ein bis zwei Jahren realisiert
wird», sagte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan am Dienstag auf einer Pressekonferenz aus
Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. China werde auch die Konvertibilität seiner Währung vorantreiben. Die jüngste Abwertung des Yuan auf seinen niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren nannte Zhou Xiaochuan «normal» und eher vom Markt getrieben.
China plant große Finanzreformen

Panda o L

 

Geld zurück vom Staat

Wie sich die Steuererklärung auszahlt
Die Steuererklärung zu machen, ist zwar oft nervig und mühsam – aber es lohnt sich. Denn neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld vom Finanzamt zurück

Sie kommt so sicher wie Weihnachten oder Ostern, die alljährliche Steuererklärung. Kaum jemand macht sich gern an die Formulare, sortiert Quittungen und Kontoauszüge. Doch zumindest einen Trost dürften die meisten Menschen haben: Die Mühe lohnt sich. Neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld zurück, im Schnitt sind es knapp 870 Euro. Kein schlechter Stundenlohn für ein paar Stunden Arbeit.
Wie sich die Steuererklaerung auszahlt

Steuerklärung

Anhaltend hohe Krisenanfälligkeit

Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Die Märkte reagieren sehr empfindlich auf Shocks
Die Finanzmärkte sind anfällig für externe und interne Schocks, wie die Krise der Ukraine und die engen Verbindungen von Banken und Staaten zeigen.
Externe Schocks können Finanzmärkte durchschütteln. Die Reaktionen der Aktienmärkte in der vergangenen Woche auf die Krim-Krise bestätigten dies wieder einmal. Deshalb ist es für Marktteilnehmer wichtig, sich Gedanken über mögliche nächste Krisen zu machen. So erwarten Analytiker von Morgan Stanley zwar nicht, dass heftige Schocks durch aufstrebende Länder unmittelbar bevorstehen, sie warnen aber davor, dass im Ernstfall die Folgen für Industrieländer deutlich heftiger und anhaltender ausfallen würden als in der Asien-Krise von 1997/98. Einer der Gründe ist der seither auf 38% fast verdoppelte Anteil der aufstrebenden Länder an der Weltwirtschaft. Parallel dazu sind die Vernetzungen der Ländergruppen viel enger geworden. Ausserdem sind die Industrieländer gegenwärtig kein Bild strotzender Gesundheit
Anhaltend hohe Krisenanfaelligkeit

Krise

 

Vor dem Sprung ins kalte Wassser

EU beugt sich über Zinsbesteuerung
Die EU-Kommission sieht sich auf gutem Weg, mit der Schweiz und weiteren Drittstaaten einen Übergang zum AIA auszuhandeln. Damit wird ein EU-interner Durchbruch zur Zinsbesteuerung noch im März wahrscheinlich.

«Die EU steht kurz vor historischen Abkommen mit unseren Nachbarstaaten, die wir vor noch nicht langer Zeit nicht für möglich gehalten hätten»: Derart euphorisch berichtet der EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta in einem Brief an die Finanzminister der 28 EU-Staaten über seine laufenden Verhandlungen mit der Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Monaco und San Marino über die Ausweitung ihrer Zinsbesteuerungsabkommen mit der EU. Alle fünf Drittstaaten hätten akzeptiert, dass der einzige realistische Weg nach vorn darin liege, die einschlägigen Beziehungen mit der EU am globalen Standard für den automatischen Informationsaustausch (AIA) zwischen den Steuerämtern auszurichten, den die OECD derzeit ausarbeite.
Vor dem Sprung ins kalte Wassser

Sprung ins kalte Wassser

Der perfekte Plan für die Pension

Budget und Geldanlage-Strategie

Eine gute Planung der Pensionierung lohnt sich. So lassen sich die Alterseinkünfte sicherstellen und Steuern sparen. Zu empfehlen ist unter anderem die Aufstellung eines Budgets sowie eine Strategie für die Geldanlage.

Mit der Pensionierung beginnt für die meisten Menschen die «Verzehrphase», wie es im Finanzjargon heisst. Das angesparte Vorsorgekapital wird nun nach und nach aufgebraucht – es sei denn, es gelingt, den Lebensunterhalt von Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen zu bestreiten. Für die neue Lebensphase ist eine gute finanzielle Planung notwendig, und den baldig Pensionierten stellen sich allerhand Fragen.
Der perfekte Plan für die Pension

Der perfekte Plan für die Pension

Unsicherheit belastet einstige Börsenlieblinge

Immobilienaktien in der Gefahrenzone

Viele Jahre entwickelten sich Schweizer Immobilienaktien erfreulich, 2013 haben sie dagegen enttäuscht. Zwar sprechen nun wieder mehr Gründe für sie, vom Marktzyklus und von einer Flut regulatorischer Vorschriften droht jedoch viel Gegenwind.

Wie geht es weiter mit den Schweizer Immobilienaktien? Lange Zeit haben sie zu den Lieblingen der Anleger gezählt. Das ist kein Wunder, haben sie doch in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Performance (Kursentwicklung und Dividenden) von fast 9% pro Jahr erzielt und auch in schwierigen Zeiten an den Aktienbörsen, wie etwa 2008 und 2011, besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Umso enttäuschender aus Investorensicht verlief 2013. In diesem Jahr legte der Markt gemessen am Swiss-Performance-Index rund 25% zu, und der SXI-Real-Estate-Index verlor fast 7%.
Immobilienaktien in der Gefahrenzone
Immobilienaktien-in-der-Gefahrenzone

 

Globale Schulden steigen auf 100 Billionen Dollar

Folge der Krise

Im Zuge der Finanzkrise haben die Regierungen enorme Beträge in das Bankensystem gepumpt, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Der weltweite Schuldenberg hat deshalb massiv zugenommen.

Seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die weltweiten Schuldenberge nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weiter massiv aufgetürmt. Mitte des vergangenen Jahres habe das Volumen aller im Umlauf befindlichen  Schuldtitel schätzungsweise 100 Billionen Dollar (72 Billionen Euro) betragen, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht der Dachorganisation der Notenbanken.

Zum Vergleich: Vor der Lehman-Pleite 2008 hatte der Schuldenberg laut BIZ-Schätzungen im Jahr 2007 ein Volumen von etwa 70 Billionen Dollar.
Globale Schulden steigen auf 100 Billionen Dollar

Schulden

Wie die Steueraffäre ans Licht kam

Der Fall Uli Hoeneß

Seit knapp einem Jahr ist klar: Uli Hoeneß hatte ein Konto in der Schweiz. Ab Montag steht er nun wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Eine Chronologie der Affäre.

Uli Hoeneß muss sich vor Gericht verantworten. Im März letzten Jahres erging
ein Haftbefehl, der durch eine Millionenkaution außer Vollzug gesetzt ist.

Im Jahr 2012 erreichen den stern verlässliche Informationen, dass ein Spitzenmann aus der Fußball-Bundesliga auf einem Depotkonto bei der Schweizer Privatbank Vontobel heimlich ein riesiges Vermögen von umgerechnet mehreren hundert Millionen Euro gebunkert haben soll. Die Nummer des Kontos: 4028BEA.

14. Januar 2013: An Montagmorgen konfrontiert der stern die Vontobel mit einer Reihe detaillierter Fragen zu dem geheimen Schatz – ohne Namen noch, wem er gehören könnte. Die Bank lehnt einen Kommentar mit Verweis auf das Bankgeheimnis ab.

15. Januar 2013: Nach Medienberichten soll Vontobel ihren Top-Kunden Uli Hoeneß spätestens an diesem Dienstag vor den stern-Recherchen gewarnt haben. Daraufhin haben laut „Süddeutsche Zeitung“ ein Anwalt, ein Steuerberater sowie ein pensionierter Münchner Steuerbeamter bei der Vontobel versucht, auf die Schnelle Unterlagen für eine Selbstanzeige zusammenzustellen. Erst nach Mitternacht seien Papiere aus der Schweiz auf dem Email-Account von Hoeneß’ Ehefrau Susanne eingegangen.

Die Angaben zu den Abläufen sind allerdings bis heute widersprüchlich. In einem Telefonat mit dem damaligen stern-Chefredakteur Andreas Petzold etwa hatte Hoeneß zunächst angegeben, er habe die Selbstanzeige von langer Hand geplant und schon am Samstag, 12. Januar, bei seinem örtlichen Finanzamt in Rosenheim eingereicht – demnach bevor stern-Recherchen die Bank aufschreckten. Später verbreitete Hoeneß eine andere Version: Der Zeitschrift „Sport Bild“ sagte er, die Selbstanzeige sei am „17. Januar“ eingereicht worden.
Wie die Steueraffaere ans Licht kam

Mario Lars www.farbfiguren.de

Mario Lars
www.farbfiguren.de