Internet – Arbeit: Stricken, Vernetzen, Vermarkten – Frauen im digitalen Aufbruch

Eine Konferenzteilnehmerin (l) strickt, während eine andere Frau bei der Internet-Konferenz DLD Women im Haus der Kunst in München (Oberbayern) ein iPad auf dem Schoß hält.

Technik kennt keine Diskriminierung. Und trotzdem wird auf der Internet-Konferenz DLDwomen in München über den kleinen Unterschied geredet. «Testosteron verschiebt die Risikobereitschaft», sagt der Neurowissenschaftler John Coates.

Die Endokrinologin Anneliese Schwenkhagen stimmt zu: «Männer und Frauen sind nicht gleich, und wir alle wissen das.» Hormone und Technik – wie passt das zusammen? Die Teilnehmerinnen wollen den Aufbruch in die digitale Welt dazu nutzen, Leben und Arbeiten so in eine Balance zu bringen, dass sich beide Bereiche optimal entfalten können….Artikel

Investieren ist weiblich

In schwierigen Marktphasen sind Frauen die besseren Anleger. Sie sind vorsichtiger – weil sie weniger Geld zur Verfügung haben als Männer. A pedestrian walks past the NASDAQ building in New York City

Es ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, auf den Susanne Kazemieh Wert legt. Die Chefin der Finanzberatung „Frauen Finanzgruppe“ in Hamburg berät seit 25 Jahren Frauen bei der Geldanlage und begegnet dabei einem Vorurteil immer wieder. Es lautet: Frauen trauen sich bei der Geldanlage nichts zu. Das stimme aber gerade nicht, sagt Kazemieh. „Frauen handeln zwar risikobewusst, sind aber keineswegs risikoscheu.“…. Artikel

Innerpartnerschaftliche Finanzgestaltung

Gemeinsames Konto als Liebesbeweis

…….Zunächst ist es erstaunlich, wie viele Paare in Westeuropa Geld und Liebe vollkommen trennen. Während es mit unserem medial forcierten Ideal von wahrer Romantik beispielsweise nur schwer vereinbar ist, dass ein Paar keinen einzigen gemeinsamen Wohnsitz hat, ist es offenbar für viele Paare kein Problem, kein gemeinsames Konto zu besitzen. Vom völligen Zusammenlegen der Finanzen ganz zu schweigen. Die völlige Zusammenlegung der Finanzen gilt offenbar in unseren Breiten als dermassen ausgeprägter Liebesbeweis, dass ein gemeinsames Konto zum Beispiel von schweizerischen Einwanderungsbehörden als gutes Argument für das tatsächliche Vorhandensein einer Beziehung gewertet wird, wenn es darum geht, Scheinehen etwa aus aufenthaltsrechtlichen Gründen aufzudecken. …….Artikel

 

Frauen müssen in die Vorstandsetagen

Forderung von EU-Kommissarin Viviane Reding

Mehr Top-Jobs für Frauen: Auf der Konferenz DLD Women in München sprachen sich neben EU-Kommissarin Viviane Reding weitere Teilnehmerinnen dafür aus, die Gleichberechtigung endlich auch bei Führungspositionen zu erreichen.
Viviane Reding bekräftigte ihre Absicht, im Herbst einen Gesetzentwurf zur Einführung einer europaweiten Frauenquote in den Vorständen börsennotierter Unternehmen vorzulegen. Freiwillige Vereinbarungen hätten nichts verändert, kritisierte die EU-Justizkommissarin auf der Konferenz DLD Women in München. Nur 14 Prozent der Vorstandsmitglieder in Europa seien weiblich. Dabei stellten Frauen die Mehrheit bei den Studienabgängerinnen. „Das ist die reine Diskriminierung“, rief Reding vor rund 600 Teilnehmerinnen der Konferenz……Artikel

Europas Zukunft

Paul Kirchhof zur Krise der EU Verfassungsnot!

Die Europäische Union ist eine Gemeinschaft des Rechts. Sie stützt sich auf den verfassungsrechtlichen Auftrag ihrer Mitgliedstaaten zur europäischen Integration, ist durch einen rechtsverbindlichen Vertrag gegründet worden, empfängt aus diesem Vertrag ihre Handlungsaufträge und Hoheitsbefugnisse und wird von den Mitgliedstaaten in parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren fortentwickelt. Ohne Recht gäbe es keine Europäische Union, keinen modernen Verfassungsstaat.

Das Recht gewinnt bei der Gründung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eine zusätzliche Bedeutung. Damals war die Frage zu entscheiden, ob eine Währungsunion ohne gleichzeitige Gründung einer „Politischen Union“ möglich sei. Die beteiligten Staaten waren nicht bereit, auf eine eigene Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik zu verzichten. Diese Grundeinstellung ist auch heute zu beobachten, wenn hilfsbedürftige Schuldnerstaaten sich weigern, bei der Entgegennahme von Hilfszahlungen Auflagen zu erfüllen, die sie in ihrer Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik wesentlich beengen…….Artikel

Transparency: Banken und Versicherungen mit Nachholbedarf

Transparency International gibt Banken und Versicherungen in einer Anti-Korruptionsstudie schlechte Noten. Mit dabei ist die Credit Suisse. Drei andere Schweizer Unternehmen rangieren dagegen über dem Durchschnitt.

Transparency International (TI) hat in einer Stuide die Anti-Korruptionsprogramme der 105 grössten Konzerne der Welt verglichen. Dabei kamen die 24 untersuchten Banken und Versicherungen im Schnitt nur auf 4,2 der 10 möglichen Transparenzpunkte. Die Berichterstattung sei in allen Bereichen unterdurchschnittlich transparent, schreibt die Organisation.

Von den vier untersuchten Schweizer Unternehmen schnitt ebenfalls eine Bank am schlechtesten ab: Credit Suisse erreichte mit 5,1 Punkten Rang 44. Als beste Schweizer Firma rangiert Novartis mit 6,5 Punkten auf Rang 12. Roche liegt mit 5,9 Punkten auf Rang 31, Nestlé erreichte mit ebenfalls 5,9 Punkten Rang 34.

Lücke bei länderbezogenen Informationen

Drei der Schweizer Unternehmen lägen bei der Veröffentlichung der Informationen über die Anti-Korruptionsprogramme über dem Durchschnitt, teilte TI mit. «Dennoch könnten sich die Unternehmen auch hier verbessern», hiess es weiter.

Ausserdem habe eine Studie von TI und Ethos aus dem Jahr 2011 gezeigt, dass die veröffentlichten Informationen in der Regel nicht ausreichten, «um Korruptionsrisiken und mögliche Gegenmassnahmen zu beurteilen».

Die Schweizer Unternehmen informieren gemäss der Studie gut über ihre Organisationsstruktur. Die Berichterstattung zu länderbezogenen Informationen sei aber lückenhaft, kritisiert TI. Dieses sogenannte Country-by-country Reporting würde ersichtlich machen, in welchen Ländern wie viel Umsatz erzielt, Steuern gezahlt und Gewinne erwirtschaftet werden.

Globale Herausforderung

Weltweit sieht die Antikorruptionsorganisation beim Engagement grosser internationaler Konzerne gegen Korruption weiter Defizite. Die Bekämpfung der Korruption bleibe eine globale Herausforderung für Regierungen und Konzerne.

«Multinationale Unternehmen bleiben ein zentraler Bestandteil des weltweiten Korruptionsproblems», sagte der geschäftsführende Direktor von Transparency International, Cobus de Swardt. Die Studie bescheinigt den Konzernen aber generell Fortschritte.

Spitzenreiter Statoil aus Norwegen

Der Gewinner des Rankings, der norwegische Ölkonzern Statoil, holte 8,3 von 10 möglichen Punkten. Statoil veröffentliche wichtige Informationen über seine Antikorruption-Programme sowie seine Steuerzahlungen und Gewinne auf Länderbasis, hiess es zur Begründung.

Nummer 2 und 3 des Rankings sind die britisch-australischen Rohstoffkonzerne Rio Tinto und BHP Billiton, vor dem im Luxemburg registrierten weltgrössten Stahlunternehmen Stahlkonzern Arcelor Mittal.

Schlusslicht Bank of China

Auf Platz 5 folgt der britische Öl- und Gaskonzern BG Group, Nr. 6 ist die ebenfalls britische Grossbank HSBC Holdings. Schlusslicht der Rangliste ist die Bank of China, die auf einen Wert von 1,1 Transparenzpunkten kommt.

Die Bewertung basiert laut TI auf öffentlich zugänglichen Informationen der 105 Aktiengesellschaften zu ihren Antikorruptions-Programmen, zur Unternehmensstruktur sowie auf der Ebene der Länder, in denen sie tätig sind.Artikel

 

 

Noch mehr Libor-Rätsel

„Bank of England verteidigt sich

Am Montag stellte sich der stellvertretende Gouverneur der britischen Notenbank, Paul Tucker, den Fragen des Finanzausschusses im Unterhaus. Es ging erneut um die systematische Fälschung der Referenzzinssätze Libor und Euribor.

Der Skandal um die systematische Fälschung der Referenzzinssätze Libor und Euribor zieht weitere Kreise. Nach dem zurückgetretenen Barclays-CEO Bob Diamond stellte sich am Montag der stellvertretende Gouverneur der Notenbank, Paul Tucker, den Fragen des Finanzausschusses im Unterhaus. Er bestätigte den Inhalt eines im Oktober 2008 von Diamond festgehaltenen Telefongesprächs. Dabei hatte Tucker die Besorgnis über die von Barclays zur Libor-Berechnung eingegebenen hohen Zinssätze an Diamond übermittelt. Er bestätigte seine damalige Aussage, Barclays müsse nicht unbedingt immer so hohe Sätze angeben“……Artikel

Wirtschaftsweise: „Fortbestand der Währung gefährdet“

Inmitten eines heftigen Ökonomen-Streits um die Beschlüsse des Euro-Krisengipfels von Ende Juni veröffentlichet der Sachverständigenrat ein Sondergutachten. Demnach ist die Lage im Euro-Raum nur kurzfristig stabilisiert.

BerlinDie Beschlüsse des Euro-Gipfels der vergangenen Woche werden die Euro-Schuldenkrise nach Einschätzung der „Fünf Wirtschaftsweisen“ nicht langfristig lösen können. „Die Entscheidungen der Staats- und Regierungsschefs … können die Lage im Euro-Raum zwar kurzfristig stabilisieren“, schreibt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu einem Sondergutachten (hier zum Download) vom Freitag. Die Krise bleibe aber ungelöst…..Artikel