Statusbericht zu Frauen in Führungspositionen

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder traf sich am 28. Juni mit Personalvorständen der Dax-30-Unternehmen, um deren Bericht zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entgegenzunehmen. Im Statusbericht 2012 haben die 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands gemeinsam zum ersten Mal Zahlen zur Steigerung des Frauenanteils veröffentlicht……

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Video: Wirtschaft übergibt Bundesfamilienministerin Statusbericht für Frauen in Führungspositionen

 

Der große Euro-Schwindel

Film von Michael Wech

„Verona, im Frühjahr 1996. Theo Waigel, damals deutscher Finanzminister, schaut seinen griechischen Amtskollegen, Yannos Papantoniou, erstaunt an: „Ihr seid nicht dabei und werdet nicht dabei sein.“ Auf dem EU-Finanzministertreffen hatte Papantoniou plötzlich gefordert, dass auch griechische Buchstaben auf die Banknoten gedruckt werden. „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass Griechenland mit seinen Zahlen in absehbarer Zeit Mitglied werden würde“, erzählt Waigel. Doch Papantoniou bleibt bei seiner Forderung und schlägt Waigel eine Wette vor: Griechenland werde den Euro bekommen. Heute – nach nur zehn Jahren ist Europas historisches Gemeinschaftsprojekt in Gefahr. Wie konnte das passieren? Trägt nur Griechenland die Schuld?……“

Klagewelle bremst Merkels Euro-Rettung aus

„Fiskalpakt und ESM vorerst gestoppt: Klagewelle bremst Merkels Euro-Rettung aus – weiter lesen auf FOCUS Online:

Die Euro-Rettungsmaßnahmen von Die Euro-Rettungsmaßnahmen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werden durch eine Klagewelle gefährdet.  Am Wochenende gingen sechs Klagen gegen den europäischen Fiskalpakt und den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein“…..Artikel

 

DER ESM

 

Der ESM soll den im Mai 2010 gespannten ersten europäischen „Rettungsschirm” EFSF im Juli ablösen und langfristig zur Stabilisierung des Euro-Währungsgebietes beitragen.
Den ESM schaffen also nicht alle 27 EU-Staaten, sondern die 17 Länder, die den Euro als gemeinsame Währung haben.
Wie der EFSF soll der ESM Mitgliedsstaaten der Eurozone unterstützen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
Der ESM vergibt Kredite an Länder, die wie z.B. Griechenland an den Finanzmärkten kein Geld mehr bekommen oder für Kredite untragbar hohe Zinsen zahlen müssten.
Der ESM leiht sich das Geld, das er als Kredite vergibt, auch am Kapitalmarkt, bekommt aber deutlich bessere Zinskonditionen, weil stabile Länder wie Deutschland eben für die Kredite haften.
Die Hilfe für die Krisen-Staaten ist auf jeden Fall an strikte Reform- Spar- und Sanierungsauflagen geknüpft und wird streng überwacht.
Im Unterschied zum EFSF-Fonds kann der aber ESM dauerhaft und auch mehr Geld vergeben, insgesamt Kredite in Höhe von 500 Milliarden Euro.
Die Euro-Länder statten den ESM, sein Sitz ist Luxemburg, mit 700 Milliarden Euro Stammkapital aus. Es setzt sich zusammen aus 80 Milliarden Euro, die im Laufe von 5 Jahren bar als Kapitalausstattung eingezahlt werden, und ferner aus Bürgschaften in Höhe von 620 Milliarden, für die die Länder anteilig haften.

DER FISKALPAKT

Das hemmungslose Schuldenmachen in Europa soll endlich ein Ende finden.
Deshalb haben bis auf Großbritannien und Tschechien alle 27 EU-Staaten den Fiskalpakt (Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion) unterschrieben.
Die Länder verpflichten sich darin zu mehr Haushaltsdisziplin. Sie streben ausgeglichene Staatsetats an und wollen mittelfristig nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen und Schritt für Schritt auch ihre teilweise gigantisch hohen Staatsschulden abbauen.
Die Staatsschuld soll auf maximal 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts abgesenkt werden, also den Gegenwert von 160 Prozent der jährlich in einem Land erbrachten Wirtschaftsleistung nicht übersteigen.
Die Fiskalpakt-Staaten wollen zudem zu dem nationale Schuldenbremsen einführen, ähnlich wie es sie in Deutschland bereits gibt.
Die Schuldenbremse soll dem gefährlichen Leben auf Pump ein Ende machen und die jährliche Aufnahme neuer Kredite strikt begrenzen.
Verstößt ein Staat gegen die Auflagen, soll es automatische Strafverfahren geben.
Der Pakt soll möglichst zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

EU-Gipfel in Brüssel Direkte Bankenhilfe und Wachstumspaket!

29.06.2012 ·  Nächtliche Krisensitzung in Brüssel: Unter dem Druck von Italien und Spanien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Zugeständnisse beim Einsatz der Euro-Rettungsfonds gemacht. Die Euroländer wollen Spanien mit direkter Bankenhilfe aus der Schuldenfalle ziehen – aber erst, wenn eine europäische Bankenaufsicht steht.

Künftig sollen nicht nur direkte Bankenhilfen möglich sein, sondern auch der Aufkauf von Staatsanleihen reformwilliger Mitgliedsländer, wie die Eurostaaten am Freitag in Brüssel beschlossen.Im Gegenzug stimmten Rom und Madrid einem EU-Wachstumspakt zu. Spanien pochte in den ausgesprochen zähen Verhandlungen auf direkte Finanzspritzen der europäischen Rettungsfonds für marode Banken im Land. Bisher gibt es diese Möglichkeit nicht. Das bisherige
Instrumentarium erlaubt Bankenhilfe nur über die Staaten. Nach den Worten von Frankreichs Präsident François Hollande will Madrid damit vermeiden, dass Bankenhilfen auf die Staatsverschuldung angerechnet werden. Spanien hat bereits einen Antrag gestellt, um europäische Finanzhilfen für seine angeschlagenen Geldhäuser zu erhalten – im Gespräch ist eine Summe von bis zu 100 Milliarden Euro.

Monti will Hilfe ohne Auflagen……..Artikel

 

 

Die zwei Gesichter des digitalen Skandals

“ Wir sind in der pubertären Phase im Umgang mit sozialen Medien.

….Christian Wulff, Karl-Theodor zu Guttenberg und Horst Köhler sind alle von ihr überrollt worden: Der Wut-Welle, die sich im Internet – vor allem über soziale Netzwerke und Blogs – plötzlich ausbreitete. Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen spricht im Zusammenhang solcher Skandale von einer sogenannten Möglichkeitsblindheit: „Wir können gar nicht mehr abschätzen, was mit scheinbar harmlosen Äußerungen später passieren kann.“ ……Artikel

Vorschläge für eine globale Reform

Vorschläge für eine globale Reform

Wie lässt sich die Schuldenkrise bewältigen? Der ehemalige US-Notenbanker Paul Volcker ist überzeugt: Ohne einen internationalen Konsens über einige Schlüsselfragen werden notwendige Reformen ­allerdings deutlich geschwächt – wenn sie nicht sogar scheitern.

Paul Volcker: Ehemaliger US-Notenbankchef

 

Heutzutage ist hinlänglich belegt, dass Finanzsysteme anfällig für Zusammenbrüche sind, ob in den 1990er-Jahren in Asien oder ein Jahrzehnt später in den USA und Europa. Die Unterbrechungen des Wachstums und Arbeits­losigkeit verursachen ein unhaltbar hohes Ausmass an Kosten.

Ohne einen internationalen Konsens über einige Schlüsselfragen werden notwendige Reformen ­allerdings deutlich geschwächt, wenn sie nicht sogar scheitern. Die Freiheit des Geldes, der Finanzmärkte und die Bewegungsfreiheit der Menschen – und somit die Möglichkeit, sich der Regulierung und Besteuerung zu entziehen – mögen zwar eine akzeptable und sogar konstruktive Bremse für übertriebenes behördliches Eingreifen sein. Das trifft aber nicht zu, wenn ein Deregulierungswettlauf die Einführung notwendiger ethischer und aufsichtsrechtlicher Standards verhindert.