Knallts bald

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Die US Aktienmärkte weisen im Frühjahr ’17 eine sehr hohe Bewertung auf. Wir diskutieren einige Kennzahlen und diskutieren mögliche Konsequenzen.

Weitere Arbeiten zum Thema:
Hier finden sie die zitierten einleitenden Fintool-Videos zur Shiller PE: hier und hier

Rudolf Schuppler
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Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

EU-Bankenaufsicht von London nach Deutschland?

Berlin will EU-Bankenaufsicht von London nach Deutschland holen.

Die deutsche Bundesregierung wirft ihren Hut in den Ring, um die Europäische Bankenaufsicht EBA und die Europäische Arzneimittelagentur EMA für Deutschland zu gewinnen. Beide Institutionen haben derzeit ihren Sitz in London und werden mit dem Brexit in einen EU-Mitgliedsstaat umziehen müssen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Die Bewerbung für die EBA-Bankenaufsichtsbehörde steht fest“, sagte er. Jene für die EMA solle nun „zeitnah“ ausgestaltet werden. Dazu müssten noch letzte Gespräche geführt werden. Für die EBA erachtet die Regierung Frankfurt als geeigneten Standort.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte jüngst mit einem Argumentationspapier für seine Kabinettskollegen dafür geworben. Er sieht für die Mainmetropole mit der Kombination von Banken sowie nationalen und europäischen Finanzinstitutionen, wie der Europäischen Zentralbank, einen Vorteil gegenüber EU-Konkurrenten wie Paris oder Dublin. Außerdem gebe es in Frankfurt geeignetes Fachpersonal und interessante Immobilien, hatte „Der Spiegel“ aus dem Papier zitiert. Für die Arzneimittelagentur EMA gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Städten und Regionen, die schon Interesse gezeigt haben. Darunter sind Hannover, Berlin und Bonn. Auch Österreich bemüht sich um den EMA-Sitz, ebenso wie Frankreich. berichtet –derstandard.at

Dr. Jan Tomaschoff
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Arte: Aufstand gegen die Mafia

Im sizilianischen Palermo wagen Francesca Vannini und ihre Freunde den Aufstand gegen die Mafia. „Ein Volk, das Schutzgeld zahlt, hat keine Würde“, unter diesem Motto ruft die Initiative Addio Pizzo zum Widerstand auf. Aktivisten zwischen 20 und 35 helfen Menschen, die sich gegen Schutzgelderpressungen wehren. Eine Geschichte über eine andere Art, gegen die Mafia zu kämpfen. Arte TV

 

US-Konzerne schaffen Billionen Dollar in Steueroasen

Oxfam-Studie: US-Konzerne schaffen Billionen Dollar in Steueroasen

US-Unternehmen schleusen immer größere Summen am Fiskus vorbei. Einer Studie zufolge haben die 50 größten Konzerne im Jahr 2015 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen verschoben – und mehr in Lobbyarbeit investiert.

Einer Studie der Organisation Oxfam zufolge haben die 50 größten Unternehmen rund 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen verschoben – und das völlig legal. Die Vorhaben Trumps könnten es ihnen noch einfacher machen.

Die von Präsident Donald Trump und den Republikanern geplante Steuerreform dürfte das System laut Oxfam eher noch ungerechter machen. Statt Großkonzerne in die Pflicht zu nehmen, würden diese zulasten der Unter- und Mittelschicht noch weiter begünstigt. Die Organisation fordert, Unternehmen weltweit zu mehr Steuertransparenz zu verpflichten und mit Sanktionen gegen Steueroasen den „ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuergesetze“ aufzuhalten.

Für die Analyse hat Oxfam gemeinsam mit Wirtschaftsforschern vom Institute for Taxation and Economic Policy Steuererklärungen und andere öffentlich zugängliche Berichte der Unternehmen ausgewertet. Als „Steueroasen“ definiert die Studie sogenannte Offshore-Finanzzentren, die Unternehmen mit niedrigen oder gar keinen Steuern locken und durch mangelnde Kooperation beim internationalen Bemühen gegen Steuervermeidung auffallen.
Lobby-Meetings-European-Commission
How America’ s dysfuncti onal tax sys tem cos ts billio ns in corporate t ax do dging

AV2020 so nicht

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Der politische Prozess enttäuscht uns. Die Revision der Altersvorsorge geht unserer Meinung nach in eine falsche Richtung. Wir diskutieren die Entscheidungen und versprechen, uns mit weiteren Videos in den Abstimmungskampf einzumischen.

Weitere Arbeiten zum gleichen Thema: In eine ähnliche Richtung argumentiert Robert Nef in der FuW. Interessant finden wir auch die Überlegungen von Frau Professor Bütler hier in der NZZSo.

Silvan Wegmann
www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann
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Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Notenbankchefin Gontareva dankt nach Hasskampagne ab

Die seit 2014 amtierende oberste Währungshüterin und Ukrainische Notenbankchefin  Waleria Gontarewa tritt zurück.

„Meine Mission ist erfüllt. Reformen wurden durchgeführt“, sagte die 52-Jährige in Kiew. Ihr Rücktritt muss noch vom Parlament angenommen werden. Gontarewa gilt als Reformerin, die dem heimischen Bankensektor eine Schrumpfkur verpasste und den Wechselkurs der Landeswährung flexibilisierte. In den vergangenen Jahren habe sie sich erfolgreich um die Stabilisierung der makrofinanziellen Lage, die Bereinigung des Bankensystems und den Anstieg der Währungsreserven auf 16 Milliarden Dollar gekümmert, zog die Nationalbankchefin ein eigenes Fazit.

Aufgrund der schweren Wirtschaftskrise in der Ukraine wurde unter ihr knapp die Hälfte der einst 180 Banken geschlossen. Im Dezember 2016 wurde mit der „Privatbank“ die größte Bank des Landes verstaatlicht. Der Staat kontrolliert nun mehr als 50 Prozent des Bankensektors.

Viele Kritiker im eigenen Land
Die in einen Konflikt mit prorussischen Separatisten verwickelte Ukraine kämpft mit großen Korruptionsproblemen und ist wirtschaftlich schwer angeschlagen. Das Land ist auf die IWF-Kredite angewiesen. Der Währungsfonds verlangt jedoch dafür politische Stabilität und Reformen.

 Gontarewas Reformen wurden vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gelobt, waren im Inland jedoch umstritten. Kritiker warfen Gontarewa die Halbierung des Werts der Landeswährung Griwna vor.

Gontarewa musste in den vergangenen Wochen eine Hasskampagne über sich ergehen lassen. Ein Sarg wurde vor ihrer Haustür abgelegt, ihr Haus mit dem Bild eines Schweins auf einer russischen Flagge besprüht, Protestierende nannten sie eine Handlangerin Russlands.

Der Reformwiderstand werde nun zunehmen, warnte Gontarewa mit Blick auf ihren Rücktritt. Sie fügte hinzu: Die weitere Kooperation mit dem IWF sichere ab, dass die Ukraine in den nächsten drei Jahren ihre Staatsschulden ohne Gefahr für die Finanzstabilität weiter abbauen könne.

Präsident Poroschenko verliert VerbündeteDurch ihren plötzlichen Abtritt verliert Präsident Petro Poroschenko eine wichtige Verbündete in einer kritischen Zeit für das Land. Gläubiger setzen die Ukraine unter Druck, indem sie die Reformbemühungen in Zweifel ziehen. Es könnte nun schwer für den Präsidenten sein, einen Nachfolger zu finden, da er schon Gontarewa nicht gegen den Ansturm der Kritik im eigenen Land zu schützen und ihren Abgang zu verhindern vermochte.

Poroschenko, Besitzer der größten Schokoladenmanufaktur des Landes, war 2014 gewählt worden. Er hatte versprochen, das Land trotz des weiter die Ukraine beherrschenden Konflikts mit Russland zu einen. In der Ostukraine liefert sich das Land noch immer Kämpfe mit prorussischen Separatisten. Gegen die von Russland annektierte Krim und die dortige Regierung sind EU-Sanktionen in Kraft. Nach Uno-Angaben fielen dem Krieg bisher etwa 10.000 Menschen zum Opfer. Reuters/dpa

Kim Jong Un’s effiziente Geldmaschine

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un  hat sein verarmtes Land in eine effiziente Geldmaschine verwandelt.

Wieland Wagner berichtet: Zu den Geschäftsmethoden gehören raffinierte Hacker-Angriffe auf ausländische Banken, die Nordkorea zur Last gelegt werden. Allein bei dem spektakulären Cyber-Überfall auf die Zentralbank von Bangladesch im vergangenen Jahr sollen Hacker im Auftrag des Regimes über 100 Millionen US-Dollar erbeutet haben.
Zudem verschafft sich Nordkorea auf illegalen Wegen Geld – durch Schmuggel von Drogen oder Falschgeld. Eine wichtige Rolle dabei spielen Kuriere, die mit Diplomatenpässen reisen und deren Gepäck von ausländischen Grenzposten nicht kontrolliert werden darf.

In China betreibt das Kim-Regime über Landsleute oder chinesische Mittelsleute Hunderte Firmen – Handelshäuser, Restaurants – die alle möglichen Produkte und Dienstleistungen vertreiben. Deren Nordkorea-Verbindungen sind von außen oft nicht zu erkennen. Die Stellvertreter-Firmen überweisen ihre Einnahmen selten über Banken nach Nordkorea. Vielmehr geben sie das Geld wieder in China aus, um Waren und Technologien einzukaufen, die Nordkorea braucht.

Durch striktere wirtschaftliche Sanktionen lässt sich Kim also nicht von seinen ehrgeizigen nuklearen Rüstungsplänen abbringen. Insofern kann auch China Trump nicht helfen. Stattdessen, empfiehlt Nordkorea-Experte Lim, solle Trump das wiederholt geäußerte Vermittlungsangebot der Chinesen annehmen und politische Gespräche mit Pjöngjang beginnen….Kräfteschau gegen Kims Kohle

Silvan Wegmann
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Das Geld hat nur jemand anderes

Die Dax-Anleger treten nach dem US-Luftangriff in Syrien den Rückzug an.

Wie heißt es so schön: Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes. An den internationalen Finanzmärkten lässt sich dies nach dem US-Luftangriff in Syrien eindrücklich beobachten. Geopolitische Verunsicherungen drücken am Markt auf die Stimmung. Dabei wäre die eingesetzt habende Normalisierung eigentlich höchst willkommen.

Die Stimmung am Aktienmarkt war am Freitag sichtlich getrübt. Nach den Luftangriffen der USA in Syrien hielten sich die Anleger zurück und wichen auf sichere Häfen wie Gold aus. Panik war zwar keine zu verzeichnen, doch der militärische Schlag dämpfte die Kauflaune der Marktteilnehmer. Viele breite Aktienmarktindizes in Europa, so auch der Swiss-Market-Index und der Swiss-Performance-Index, notierten denn tagsüber im Minus.

Die geopolitischen Sorgen gesellten sich zur ohnehin abwartenden Haltung, die sich im Wochenverlauf am Aktienmarkt breitgemacht hatte. Diese war vor allem einer Ernüchterung über die Politik Trumps geschuldet. Angesichts der Widerstände gegen die geplante Redimensionierung von Obamacare oder die erheblichen Schwierigkeiten bei den republikanischen Plänen für eine Unternehmenssteuerreform scheint vielen Anlegern nun bewusst zu werden, dass ihre Erwartungen an die neue US-Regierung womöglich überrissen waren. Eine Adjustierung dieser Erwartungshaltung tut in den Augen vieler Marktexperten dringend not, weshalb die gegenwärtige Ernüchterung wohl als gesunde Entwicklung zu werten ist.

Dass es dabei auch zu Verunsicherungen kommen kann, zeigte sich diese Woche, als das Protokoll des Fed publik wurde. Die Fed-Verantwortlichen hatten darin einerseits ihre Sorgen über die Bewertung des US-Aktienmarkts geäussert; andererseits hatten sie den Abbau der Fed-Bilanz, möglicherweise noch im laufenden Jahr, in Aussicht gestellt. Beides setzte ein Fragezeichen hinter die Attraktivität des US-Aktienmarkts, der in den vergangenen Quartalen auch von der Notenbankpolitik Auftrieb erhalten hatte.
Minutes of the Federal Open Market Committee

In den Fängen der Abzocker

Deutsche Anleger verlieren jedes Jahr Milliarden bei unseriösen Finanzgeschäften. Hinter vielen Skandalen stehen oft dieselben Personen als Drahtzieher.

In der Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die auf eine sichere Altersvorsorge hofften und in die Fänge von Abzockern gerieten. Die Versprechen von Traumrenditen und sicheren Kapitalanlagen für die Zukunft waren oft miese Tricks von dubiosen Anbietern.

„ZDFzoom“ hat die Methoden fragwürdiger Anlageberater unter die Lupe genommen. Die meisten Fälle spielten und spielen noch immer auf dem sogenannten „Grauen Kapitalmarkt“. Der ist nach Ansicht von Verbraucherschützern ein Tummelplatz für unseriöse Geschäftemacher. Die deutsche Finanzaufsicht, BaFin, warnt vor Unternehmen: „… die keine Erlaubnis der BaFin benötigen und nur wenige gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen.“ Auch das Bundeskriminalamt rät zur Vorsicht, spricht von einem jährlichen Schaden für Anleger in Höhe von 20 Milliarden Euro.

„ZDFzoom“-Recherchen belegen, dass über die einzelnen Skandale hinaus noch eine weit größere Dimension des Problems existiert. In Deutschland gibt es ein Netzwerk von einigen Hundert Personen, die sich immer neue Anlegerfallen ausdenken und auflegen. Danach hat die Vorgehensweise dieser Leute System, im Hintergrund tauchen diese Figuren in neuen, häufig wechselnden Funktionen und Firmen auf, meistens um Gelder von leichtgläubigen Anlegern einzustreichen.

Die „ZDFzoom“-Reporter haben viele Wochen recherchiert, Insider der Fondsbranche, Staatsanwälte, Insolvenzverwalter und Verbraucherschützer gesprochen. Das Ergebnis: Viele Anlegergelder wurden verzockt, verprasst oder über dunkle Kanäle ins Ausland gebracht. In diesem Fall führen die Spuren einer Firma bis in die Steueroase Panama. Gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung recherchieren wir den Fall der SAM AG und durchforsten die sogenannten „Panama-Papers“. Mit den Informationen aus den Panama Papers, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, konnte „ZDFzoom“ die Methoden genau nachvollziehen und aufdecken, wie skrupellos Verantwortliche dieses Unternehmens vorgingen. In den Fängen der Abzocker

Wie Anleger um Milliarden gebracht werden – Film von Christian Dezer, Michael Haselrieder, Herbert Klar

 

Alexei Talimonov
www.w-t-w.org/en/cartoon/alexei-talimonov