Nachteile für Banken in Europa?

Gegen Basel IV: BaFin fürchtet Eliminierung deutscher Banken. Deutschland und Frankreich fürchten schwere Nachteile für die Banken in Europa, wenn es zu einem globalen Standard bei den Kapitalvorschriften kommt.

Reuters berichtet: Der Präsident der Aufsichtsbehörde BaFin, Felix Hufeld, sieht die Gefahr, dass die laufenden Gespräche im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht über eine globale Regelung scheitern. „Wir sind nicht über den Berg. Aus deutscher Sicht ist das bisher nicht akzeptabel“, sagte Hufeld am Dienstagabend in einer Podiumsdiskussion zur Bankenregulierung in Frankfurt. Nach den bisherigen Vorschlägen drohten die Kapitalanforderungen für deutsche Banken nämlich deutlich zu steigen. Die Aufseher hatten der Branche aber versprochen, dass das nicht passiere.

Bis Ende des Monats soll im Basler Ausschuss eine Lösung gefunden werden. Am 10. Januar sollen die Chefs der Notenbanken und Aufsichtsbehörden unter dem Vorsitz von EZB-Präsident Mario Draghi die Beschlüsse zur Reform des Kapitalregelwerks „Basel III“ verabschieden. „Im Moment wird heftigst gerungen“, sagte Hufeld. Knackpunkt der Verhandlungen ist die Anwendung von internen Modellen, mit denen die Banken selbst ihre Risiken – und damit ihren Kapitalbedarf – berechnen können. Vor allem die USA drängen darauf, diese Praxis einzudämmen. Sie fürchten, dass die Banken die Modelle nutzen, um ihre Risiken kleinzurechnen, und fordern daher, dass sie nicht zu stark vom Standardansatz abweichen, der für alle Banken gilt.

Geldhäuser wie die Deutsche Bank, aber auch französische Grossbanken würden unter einer Verschärfung am meisten leiden. Der BaFin-Chef hatte sich am Dienstag mit den Vorstandschefs der grössten deutschen Banken getroffen, um über die Entwicklung zu sprechen. Notfalls müsse man eben auf eine weltweit einheitliche Regelung verzichten, deutete er an. „Wir versuchen einen globalen Standard zu entwickeln. Aber wenn Teilbereiche der Branche damit eliminiert würden, ist das nicht zustimmungsfähig.“

Der BaFin-Chef warnte vor einer Abkehr von dem Grundsatz, den Kapitalbedarf der Banken an den Risiken in ihren Bilanzen auszurichten. „Sonst würden die Bankbilanzen in kurzer Zeit mit Risiken vollgeladen.“ Vor allem in den USA hat eine Verschuldungsquote (Leverage Ratio) viele Fürsprecher, die die Eigenkapitaldecke nur an der Bilanzsumme bemisst – ohne Rücksicht, wie riskant die dahinterstehenden Geschäfte sind. Die Leverage Ratio tauge nur als zusätzliche Obergrenze für die Verschuldung, sagte Hufeld.

Wenn die Kennzahl in der Regulierung in den Vordergrund rücke, könnten vor allem Spezialfinanzierer weniger Kredite vergeben, warnte Manuela Better, Risikovorstand der DekaBank. Während deutsche Immobilienbanken in Deutschland die Kredite auf die eigene Bilanz nehmen, können ihre Konkurrenten aus den USA die Risiken bei den staatlichen Immobilienfinanzierern Freddie Mac und Fannie Mae abladen.
Financeorwatch

Wirtschaftsweise kritisieren Reformbilanz

Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung haben eine Reformoffensive in Deutschland gefordert und der amtierenden schwarz-roten Koalition Versäumnisse vorgeworfen. Sachverstaendigenrat

Auch in Europa muss es Reformen geben

„Die zugrunde liegende Wachstumsdynamik bleibt im Wesentlichen erhalten“, heißt es in dem Gutachten. Mit ihren Schätzungen liegen die Experten nicht weit von den Prognosen der Bundesregierung entfernt. Diese erwartet für 2016 ein Wachstum von 1,8 Prozent und für 2017 von 1,4 Prozent.

Auch in Europa müssten Reformen angegangen werden, wird gefordert. Die weltweit lockere Geldpolitik deute auf eine falsche Aufgabenverteilung hin: Dauerhaft höheres Wachstum lässt sich mit geldpolitischen Maßnahmen nicht erzielen.
„Die Verschleppung der Probleme gefährdet das europäische Projekt“

Im Euro-Raum habe die außergewöhnlich lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zwar wesentlich zum Aufschwung beigetragen. Das Ausmaß der Lockerung sei aber angesichts der wirtschaftlichen Erholung nicht mehr angemessen, schreiben die Professoren.

„Der Reformeifer ist erlahmt, und einige Mitgliedstaaten lassen die notwendige Haushaltsdisziplin vermissen“, heißt es. Die Geldpolitik verdecke die Probleme und gefährde zunehmend die Finanzmarktstabilität. Ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik werde immer schwieriger. „Die Verschleppung der Probleme gefährdet das europäische Projekt“, warnen die „Wirtschaftsweisen“. Ohne die Bereitschaft zu grundlegenden Reformen könne die langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der EU nicht gesichert werden.
Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt
Wirtschaftsweise

Roboter – Kollege oder Konkurrent?

Rechner, Roboter, Maschinen, Software, Algorithmen und künstliche Intelligenz werden künftig mehr zum Einsatz kommen.

Der „Job-Futuromat“ findet für Sie heraus: In diesen Jobs könnten Maschinen bald Menschen ersetzen. Viele Tätigkeiten in der metallverarbeitenden Industrie könnten bereits heute weitgehend von Maschinen erledigt werden.

Immer häufiger greifen Roboter in unser Leben ein. In Zeiten einer wachsenden Digitalisierung fragen sich viele Beschäftigte: Übernimmt bald eine Maschine meinen Job? Eine neuartige Datenbank gibt Auskunft. Interessierte an der Datenbank job-futuromat können dort ihren Beruf eingeben – der „Job-Futuromat“ liefert dann Angaben zur „Automatisierbarkeit“ ihrer Arbeit als Prozentzahl.

Ob automatisierbare Arbeiten tatsächlich von einer intelligenten Computersoftware oder einem Roboter erledigt werden, ist nach Einschätzung von Arbeitsmarkt-Experten allerdings nicht nur eine technische Frage. Menschliche Arbeit könne eben manchmal wirtschaftlicher, flexibler und besser sein als die eines Roboters.

Nachfolgend noch die Automatisierbarkeit von menschlicher Arbeitskraft in den sieben wichtigsten Berufsfeldern nach Angaben des „Job-Futuromats“, gemessen an der Zahl der Beschäftigten:

BÜROKRAFT/KAUFMÄNNISCHE FACHKRAFT: Der Automatisierungsgrad liegt in diesen Berufen heute schon heute bei 83 Prozent und ist damit sehr hoch. Nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern könnten von sechs klassischen Tätigkeiten der 1,627 Millionen Beschäftigten in diesem Bereich schon heute fünf von Maschinen erledigt werden.

LAGER- UND TRANSPORTARBEITER : Rein technisch ist auch hier ein Großteil der Arbeiten automatisierbar. Schon heute lassen sich 71 Prozent der klassischen Lagerarbeiten maschinell erledigen – nämlich fünf von sieben Tätigkeiten, sind Arbeitsmarktforscher überzeugt. Ob sich am Ende die Chefs auch dafür entscheiden, ist eine andere Frage.

BERUFSKRAFTFAHRER : Beim bisherigen Stand der Technik brauchen Angehörige dieser Berufsgruppe erst einmal nicht zu befürchten, dass ein Computer ihren Job übernimmt. Der Automatisierungsgrad etwa von der Tourenplanung bis zum Steuern der Fahrzeuge liegt laut „Job-Futuromat“ bei null. Mit dem automatisierten Fahren könnte sich das aber schnell ändern.

KRANKENSCHWESTER/-PFLEGER: Ein Pflegeroboter am Krankenhausbett – das ist in den Augen von Forscher zur Zeit ebenfalls schwer vorstellbar. Entsprechend sehen sie den Automatisierungsgrad beim Job der bundesweit rund 673 700 Krankenpfleger bei null.

VERKÄUFER: Dagegen sind die 870 000 Verkäufer und Verkäuferinnen keineswegs sicher vor Rationalisierungen. Für sie sehen Experten eine Automatisierbarkeit von immerhin 67 Prozent. Dass Roboter Kunden beim Modekauf beraten könnten, halten auch sie für zweifelhaft. Andere Arbeiten könnten aber auch gut Maschinen erledigen.

BANKKAUFMANN/-FRAU : Für nur teilweise ersetzbar halten Forscher hingegen Geldgeschäfte bei Banken. Hier sehen sie eine Automatisierbarkeit von 38 Prozent. Drei von acht klassischen Tätigkeiten eines Bankkaufmanns könnten technisch schon heute Maschinen übernehmen.

HELFER IN DER METALLINDUSTRIE: Vor Umwälzungen stehen den Forschern zufolge auch die Arbeitsplätze in der Metallindustrie. Zumindest einfachere Arbeiten lassen sich dort bereits heute zu 79 Prozent ersetzten. Egal ob Stanzen, Abkanten, Entgraten, Pressen oder Polieren – vieles leisten bereits heute Maschinen oder könnten es zumindest, wenn es Chefs denn wollen.

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Was bedeutet Bregret*?

Trotz Brexit-Votum steigen die Kurse an der Londoner Börse, der Absturz des Pfundes erfreut Börsianer. Bei britischen Bürgern wächst jedoch die Wut über höhere Preise – und dürfte laut Goldman Sachs weiter wachsen. Was passiert, wenn das Pfund um weitere 10 Prozent abstürzt.

US-Banker befürchten, dass zum bereits verbuchten Wechselkursverlust von 16 Prozent  künftig noch einmal ein Minus von mindestens 10 Prozent hinzu kommt. Damit stünde das Pfund dann ungefähr im Bereich der Parität zum Euro, die Preise auf der Insel ließen sich also eins zu eins in die europäische Währung umrechnen.

Nachdem der bisherige Pfund-Sturz bereits ein zwiespältiges Echo hervorgerufen hat, dürfte ein solcher zusätzlicher Wertverlust ebenfalls zu unterschiedlichen Reaktionen führen: Die Gewinner und Verlierer würden sich wohl noch deutlicher als bisher schon herauskristallisieren.

Die Anleger an den britischen Aktienmärkten. Sie könnten sich freuen, denn die Papiere global agierender britischer Konzerne würden nach ihrer Sicht noch günstiger erscheinen. Der Höhenflug des FTSE dürfte also weitergehen.

Die Anleger anderer Aktienmärkte, beispielsweise in Deutschland. Sie hätten womöglich tendenziell weniger Grund zur Freude am Preisabschlag auf die benachbarte Währung. Denn jeder Euro, der über den Ärmelkanal transferiert und in britische Aktien gesteckt wird, ist theoretisch ein Euro weniger, der am deutschen Aktienmarkt landet.

Die britische Bevölkerung. Sie bekäme die Folgen ihrer Anti-EU-Entscheidung noch drastischer zu spüren, nämlich in Form weiter steigender Preise. Gut möglich, dass bei immer mehr Briten dann der Verdacht aufkäme, das historische Votum im Juni könnte vielleicht doch etwas unüberlegt erfolgt sein („Bregret“)… Manager-Magazin
Bregret*Bregret:  Die Mehrheit der Briten hat dafür gestimmt, aus der Europäischen Union (EU) auszutreten. Das wird Brexit genannt. Jetzt gibt es ein neues Wort: Bregret. Das steht für die Wörter Britain und regret. Regret ist das englische Wort für bereuen. Das bedeutet also: Großbritannien bereut.

Kunst der Geldanlage – Die PK

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Asset/Liability Management ist der Kern der Geldanlage einer Pensionskasse. Wir erläutern das Konzept und zeigen, was es bedeutet.

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Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

War das die geldpolitische Wunderwaffe?

Im Dezember 2012 zauberte der damalige Vorsitzende der US Notenbank, Ben Bernanke, eine neue geldpolitische Wunderwaffe aus dem Hut: die datenabhängige „Forward Guidan
Die Federal Reserve (Fed) bezeichnet Forward Guidance als Kommunikation über den „wahrscheinlichen zukünftigen Kurs der Geldpolitik“.

Die Geldpolitik Europas wird böse enden.
Michael Rasch berichtet: Die Politik der EZB war und ist erfolglos, meint der deutsche Ökonom Thomas Mayer. Er fürchtet gar, der «point of no return» für die Geldbehörde sei überschritten. Am Ende könnte es sogar zum Äussersten kommen.

Die jüngst aufgekommenen Spekulationen über den Einstieg der Europäischen Zentralbank EZB in den Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik hält Thomas Mayer für unbegründet. Im Gegenteil: Der Leiter des Flossbach von Storch Research Institute, einer privaten Denkfabrik, befürchtet, dass die EZB anstatt einer Verringerung der monatlichen Anleihekäufe sogar weitere Lockerungsschritte unternehmen wird.

Erklärungsansätze für die bisher nicht gelungene Zinswende der US Notenbank, die sich auf ihre Datenabhängigkeit beziehen, greifen zu kurz. NZZ

Erst wenn man die Fed als Prototyp eines neuen Notenbanktypus, als finanzmarktabhängige Notenbank, versteht, lassen sich Erwartungen über ihre zukünftige Geldpolitik formulieren. Als finanzmarktabhängige Notenbank
befindet sich die Fed in einem zirkulären Dilemma, das sie hemmt und die langfristigen Risiken für das Finanzsystem erhöht. Der Weg zu einer finanzmarktabhängigen Fed

www.johli.de

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Bewegt sich da etwas in Brüssel?

EuropaparlamentDas Europaparlament in Straßburg hat am
7. Oktober die Resolution der Fünfsterne-Bewegung, angenommen, die ein einheitliches europäisches Vorgehen gegen Organisierte Kriminalität, Korruption und Geldwäsche verlangt.

 

„Die OK ist eine Plage, die ganz Europa betrifft, nicht nur Italien.“ – so die Referentin der Resolution Laura Ferrara (Fünfsterne-Bewegung – die größte Konkurrenz für den in Italien regierenden Partito Democratico). Mit 545 Jastimmen, 91 Gegenstimmen und 61 Enthaltungen hat das Parlament in Straßburg eine Resolution verabschiedet, die auf die Einsicht aller 28 Mitgliedsstaaten setzt, dass eine effektive Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, der Korruption, der Geldwäsche nur mit einem einheitlichen, europaweit gültigen Aktionsplan möglich ist. Auch wenn der Weg zu einer einheitlichen Gesetzgebung in diesem Bereich noch weit ist, ist ein erster Schritt gemacht.

Der Text enthält vor allem folgende Vorschläge:

1. Europaweit soll die Möglichkeit der Beschlagnahmung von Besitz ausgedehnt werden auf die sog. „vorsorgliche Beschlagnahmung“.

2. Der Schutz der Whistleblower soll bis Ende 2017 geregelt werden.

3. Die Personen, denen Geldwäsche, Korruption und andere schwere Verbrechen nachgewiesen sind, sollen sich in Zukunft nicht mehr für ein Amt in Öffentlichem Dienst und Politik bewerben können – und das gilt dann auch für Ämter in den Institutionen der EU.

4. Die Kommission soll eine schwarze Liste erstellen, auf die alle Unternehmen gesetzt werden, die erwiesenermaßen Verbindungen zur OK haben oder in Korruptionsfälle involviert sind. Damit soll ihnen die Möglichkeit genommen werden, Verbindungen zum Öffentlichen Dienst aufzunehmen oder zu unterhalten und Gelder aus Europäischen Töpfen zu beantragen.

5. Bei Europol soll eine Spezialeinheit geschaffen werden für die Bekämpfung von kriminellen Banden, die „gleichzeitig in mehreren Sektoren tätig sind“.

6. Die bisherigen Anstrengungen, den Umgang mit eingefrorenen und beschlagnahmten Besitztümern zu regeln, sollen intensiviert werden. Geklärt werden soll, wie deren Wiederverwendung zu regeln sei: Sie müsse sozialen Zwecken dienen und eine Entschädigung für die Familien der Opfer und für Unternehmen vorsehen, die Opfer von wucherischen Darlehen und von Erpressung geworden sind.
Ilfattoquotidiano.it
Laura Ferrante:  Beppegrillo.it
organized-crime

Gleichstellungs Studie: Global Gender Gap

Wenn sich alles so weiter entwickelt wie derzeit, dann dauert es noch 170 Jahre, bis Männer und Frauen weltweit den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Das zeigt eine Studie des WEF Weltwirtschaftsforums.  Global Gender Gap Report 2016

Das Weltwirtschaftsforum untersucht die Geschlechtergleichstellung jedes Jahr in vier Feldern: Bildungsniveau, Gesundheit und Lebenserwartung, wirtschaftliche Beteiligung und politische Mitwirkung. Im diesjährigen Bericht gab es einzig bei der wirtschaftlichen Beteiligung eine Rückwärtsentwicklung. Besonders gut entwickelte sich dagegen der Bildungsbereich.

Von den 144 einbezogenen Ländern kam Island wie schon in den sieben vorangegangenen Jahren auf den ersten Platz in Sachen wirtschaftliche Gleichstellung. Es folgten Finnland, Norwegen und Schweden. Deutschland kommt auf Platz 13 und schneidet damit schlechter ab als unter anderem die Philippinen, Ruanda, Nicaragua und Burundi.
Global Gender Report 2016

Snapchat will Milliarden einsammeln

Dies wäre der größte Börsengang seit Alibaba im Jahr 2014, als der chinesische Onlinehändler für 25 Milliarden an die Börse ging.

Snapchat* und der spektakuläre Börsengang
Im Raum steht eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden US-Dollar. Bis dahin putzt sich die App heraus – in Sachen Usability, aber auch im Bereich der Werbemöglichkeiten.
Einer der spektakulärsten Börsengänge seit Alibaba steht bevor. Snap Inc., das Unternehmen hinter der Snapchat-App, plant die Erstplatzierung (Initial Public Offering, IPO) an der Börse mit März 2017 – und könnte laut Experten mit bis zu 25 Milliarden Dollar bewertet werden. Wachstum durch Werbung
Snapchat plant den Börsengang

Wer die Profiteure eines solchen Snap-IPOs wären, ist in US-Medien inzwischen ebenfalls recht detailliert durchgesickert. So kontrollieren die Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy jeweils etwa 15 bis 20 Prozent des Unternehmens, berichtet CNBC mit Verweis auf eine anonyme aber angeblich gut informierte Quelle. Beide halten damit einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar, was beachtlich ist, angesichts der Tatsache, dass Spiegel noch im Jahr 2013 eine Kaufofferte von Seiten des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg für Snapchat im Wert von drei Milliarden Dollar zurückgewiesen hatte. Aus heutiger Sicht dürfte Spiegel das als eine der besseren Entscheidungen seines Lebens einstufen.

Der wichtigste institutionelle Investor von Snapchat ist laut CNBC die Venture Capital Firma Benchmark, die nun etwa 12 Prozent im Wert von rund drei Milliarden Dollar an Snap halte. Weitere 8 Prozent liegen bei Lightspeed Venture Partners, sowie 5 Prozent bei Institutional Venture Partners, so die Quelle von CNBC.
snapchatSnapchat ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Der Dienst ermöglicht es, Fotos, die nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst „zerstören“, an Freunde zu versenden. Es ist jedoch mit relativ einfachen Mitteln möglich, versendete Dateien innerhalb der Ordnerstruktur des genutzten Gerätes zu finden und wiederherzustellen. Snapchat wurde im September 2011 von Robert „Bobby“ Murphy und Evan Spiegel gegründet. Firmensitz ist Los Angeles, Kalifornien.