Sind Regierungen schlecht vorbereitet?

Beispiellose geldpolitische Stimuli und rekordverdächtige Schuldenlasten führen dazu, dass die Regierungen schlecht darauf vorbereitet sind, den nächsten wirtschaftlichen Abschwung zu bewältigen.

– Die Presse berichtet: Der ist nur eine Frage der Zeit. Die nächste Rezession wird wahrscheinlich nicht so schlimm wie die letzte, aber die Industrieländer wären viel besser darauf vorbereitet, wenn sie die Geldpolitik schrittweise wieder normalisieren und in der Zwischenzeit ihre Haushalte konsolidieren würden.

Die wirtschaftlichen Prognosen für 2017 deuten weiterhin auf eine schwache Weltwirtschaft und unterdurchschnittliches Wachstum für die meisten Länder und Regionen hin. Zu den offensichtlichen Problemen gehören dabei die schwachen europäischen Banken, Chinas verzerrter Immobilienmarkt, politische Unsicherheit im Westen, private und öffentliche Schulden in Rekordhöhe (laut dem Internationalen Währungsfonds 225 Prozent des BIP) und der Unwille der schwer verschuldeten Länder wie Griechenland und Portugal, sich an IWF-Programme zu halten.

Nicht so offensichtlich und daher weniger beachtet sind zusätzliche globale Wirtschaftsrisken wie eine große Umwälzung des Ölmarkts, was zu steigenden Preisen führen kann. Ökonomen nennen solche Ereignisse „Schocks“, da sie unerwartet kommen und weitreichende Folgen haben können.

Igor Żakowski  www.izakowski.pl

Igor Żakowski
www.izakowski.pl

Warum kauft China die Golden-Globe-Show

China will mehr Hollywood. Reichster Mann Chinas kauft die Macher der Golden-Globe-Shows.

Der chinesische Unterhaltungskonzern Dalian Wanda übernimmt für eine Milliarde Dollar den Produzenten der Golden-Globe-Shows und weitet damit seinen Einfluss in Hollywood aus. Wanda, das Chinas reichsten Mann Wang Jianlin gehört, übernimmt die Firma Dick Clark Productions komplett. Dies sei ein erster Schritt in das Geschäft mit TV-Sendungen, erklärte Wanda am Freitag. Das US-Unternehmen wurde vom TV-Moderator Dick Clark gegründet und produziert neben der Verleihung der Golden-Globe-Preise für Kinofilme und Fernsehsendungen auch zahlreiche Unterhaltungsshows wie etwa die Miss-America-Wahlen.

Wanda hatte erst Anfang des Jahres das Hollywood-Studio Legendary Entertainment übernommen, dass Kinofilme wie „Batman“ und „Godzilla“ produzierte und zudem eine Kooperation mit der Muttergesellschaft der Columbia-Studios vereinbart. Zu dem Konzern gehört auch der Kino-Betreiber AMC Entertainment. Wanda-Gründer Wang geht davon aus, dass China im nächsten Jahr die USA als weltweit größten Filme-Markt ablöst und in den kommenden zehn Jahren ein Wachstum von jährlich 15 Prozent schafft.Golden Globe Awards

Der MEGA-Crash

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

In Bearbeitung einer FORUM-Anfrage gehen wir auf die Frage ein, ob und unter welchen Bedingungen demnächst die grosse Korrektur zu erwarten ist.

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Finanzieller Analphabetismus bei Frauen

Eine Studie in 30 Ländern zeigt einmal mehr frappierende Lücken beim Finanz-Wissen von Bürgern. Dies ist bedenklich, denn die private Altersvorsorge wird immer wichtiger.

Michael Ferber berichtet: Mit der finanziellen Allgemeinbildung ist es in zahlreichen Ländern nicht weit her. Viele Umfragen haben dies bereits gezeigt, und eine Mitte Oktober publizierte Studie Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD beweist dies einmal mehr eindrucksvoll.

Für diese wurden in dreissig Staaten mehr als 50 000 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Befragten aus den wohlhabenden OECD-Ländern schnitten dabei etwas besser ab als diejenigen aus den übrigen Staaten, aber ebenfalls keineswegs berauschend. Bei Fragen zum Finanz-Wissen zeigten sich teilweise frappierende Lücken.

Besonders betroffen von «finanziellem Analphabetismus» sind anscheinend die Frauen. Während 61% der befragten Männer mindestens fünf der besagten sieben Fragen richtig beantworteten, gelang dies nur 51% der Frauen. In den OECD-Ländern lagen die Zahlen bei 69% bzw. 56%.

Dass die Damen bei der finanziellen Allgemeinbildung besonders schlecht abschneiden, ist bedenklich. Schliesslich leben Frauen im Durchschnitt länger, verdienen aber zumeist weniger – sie wären also besonders darauf angewiesen, mit Geld gut umzugehen… NZZ

www.hawlina.de

www.hawlina.de   Arnd Hawlina

Schichtwechsel – Roboter übernehmen die Arbeit

Die Gesellschaft steht vor einer radikalen Veränderung. Und sie trägt einen Namen: „Industrie 4.0“ ist nicht weniger als eine Revolution der bisherigen Arbeitsgesellschaft. Roboter und Maschinen mit künstlicher Intelligenz sind auf dem Vormarsch. Die Digitalisierung und Vernetzung durch das Internet der Dinge verändern nicht nur die industrielle Produktion. Der wachsenden Zahl der Menschen ohne Arbeit steht eine Arbeitswelt entgegen, deren Auswirkungen gerade erst erkannt werden. Industrie 4.0 ist möglicherweise die größte Herausforderung für die Welt überhaupt, sagt Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos, und warnt vor einer Revolution von oben, die Millionen Menschen zu Verlierern macht, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Noch befinden sich die Industrieländer am Übergang zu einem neuen Zeitalter. Wie aber wird die Gesellschaft von morgen aussehen? Welchen Platz wird der Mensch für sich finden? Und welche Rolle wird überhaupt noch die Arbeit dabei spielen?

Die Story im Ersten/ARTE
Schichtwechsel – Die Roboter übernehmen

Ist klein fein?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Im laufenden Jahr haben die Aktien von kleinen Unternehmen (Small und Mid Caps) den grosskapitalisierten Titeln an der Börse bei weitem den Rang abgelaufen. Gibt es einen generellen “Small-Cap-Effekt”? Und wenn ja, wo kommt er her?

app.hedgeye.com

app.hedgeye.com

Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Willkomen im Data Driven Business

Ein Blick in die digitale Zukunft gibt uns Prof. Wolfgang Henseler von der Hochschule Pforzheim. In seiner spannenden Präsentation beschreibt er den ökonomischen Wandel von der Dampfmaschine 1.0 bis zur Robotisierung 4.0 dem Internet der Dinge & Dienste und über die Veränderung im Nutzungsverhalten von Verbrauchern.

Er gibt uns Impulse für die Digitale Transformation.
Sensibilisieren für die Dinge die passieren + Inspirieren für das Potential des Neuen = Umdenken in den Dimensionen des Neuen

der-oekonomische-wandelDer Treiber für die Veränderung ist die Usability (die Zeit bis ans Ziel)
Neue Phänomene durch allgegenwärtiges Internet und Smarte ProduktePräsentation Digitale Transformation
Ein Blick in unsere digitale Zukunft von Prof. Wolfgang Henseler
meissner-cartoons.com

meissner-cartoons.com

Bekämpfung der Steuerumgehung

Neues Gesetz gegen Steuerumgehung. Kampf den Steueroasen?

Ein neues „Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung“ soll nach dem Willen des Bundesfinanzministers Schäuble Steueroasen wie Panama, austrocknen – und es deutschen Steuerflüchtern schwerer machen, indem Briefkastenfirmen im Ausland stärker durchleuchtet werden. Steuerumgehungsbekaempfungsgesetz

  1. Die nach geltendem Recht bereits bestehende Anzeigepflicht über den Erwerb von qualifizierten Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften nach § 138 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 AO soll für unmittelbare und mittelbare Beteiligungen vereinheitlicht werden. Zugleich soll die Frist für die Erstattung der Mitteilung bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuererklärung verlängert werden. Dies entlastet die mitteilungspflichtigen Steuerpflichtigen wie auch die Finanzverwaltung.
  2. Steuerpflichtige sollen darüber hinaus nach § 138 Absatz 3 AO auch Geschäftsbeziehungen zu von ihnen unmittelbar oder mittelbar beherrschten Personengesellschaften, Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen in Drittstaaten (legal definiert als „Drittstaat-Gesellschaft“) anzeigen müssen, und zwar unabhängig davon, ob sie an dem Unternehmen formal beteiligt sind oder nicht. Im Falle einer Verletzung dieser Mitteilungspflicht sollen der Anlauf der steuerlichen Festsetzungsfrist und damit der Eintritt der Festsetzungsverjährung insoweit gehemmt sein; zugleich soll die Pflichtverletzung mit einem Bußgeld von bis zu 25 000 Euro geahndet werden können.
  3. Finanzinstitute sollen den Finanzbehörden nach § 138b AO von ihnen hergestellte oder vermittelte Geschäftsbeziehungen inländischer Steuerpflichtiger zu Drittstaat-Gesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen mitteilen müssen. Im Falle einer Verletzung dieser Mitwirkungspflicht sollen die Finanzinstitute für dadurch verursachte Steuerausfälle haften; zugleich soll die Pflichtverletzung mit einem Bußgeld von bis zu 50 000 Euro geahndet werden können.
  4. Das sogenannte steuerliche Bankgeheimnis nach § 30a AO soll aufgehoben werden.
  5. Das automatisierte Kontenabrufverfahren für Besteuerungszwecke (§ 93 Absatz 7 AO) soll erweitert werden, um ermitteln zu können, in welchen Fällen ein inländischer Steuerpflichtiger Verfügungsberechtigter oder wirtschaftlich Berechtigter eines Kontos oder Depots einer natürlichen Person, Personengesellschaft, Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse mit Wohnsitz, gewöhnlichem Aufenthalt, Sitz, Hauptniederlassung oder Geschäftsleitung außerhalb des Geltungsbereichs der AO ist. Zugleich soll die Frist, innerhalb der Kreditinstitute die Daten bei Auflösung eines Kontos zum Kontenabruf vorhalten müssen, auf zehn Jahre verlängert werden (§ 24c Absatz 1 Satz 3 KWG).
  6. Die Möglichkeit von Sammelauskunftsersuchen der Finanzbehörden soll auf der Grundlage der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs gesetzlich klargestellt werden (§ 93 Absatz 1a AO).
  7. Die Kreditinstitute sollen künftig im Rahmen der Legitimationsprüfung nach § 154 Absatz 2 AO auch das steuerliche Identifikationsmerkmal des Kontoinhabers, jedes anderen Verfügungsberechtigten und jedes anderen wirtschaftlich Berechtigten erheben und aufzeichnen. Diese Informationen sollen im Kontenabrufverfahren ausschließlich den Finanzbehörden mitgeteilt werden (§ 93b Absatz 1a AO).
  8. In § 147a Absatz 2 AO soll eine neue Aufbewahrungsverpflichtung für Steuerpflichtige geschaffen werden, die allein oder zusammen mit nahestehenden Personen im Sinne des § 1 Absatz 2 AStG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden oder bestimmenden Einfluss auf gesellschaftsrechtliche, finanzielle oder geschäftliche Angelegenheiten einer Drittstaat-Gesellschaft ausüben können. Bei diesen Steuerpflichtigen wäre dann künftig auch ohne besondere Begründung eine Außenprüfung zulässig.
  9. Die Steuerhinterziehung durch verdeckte Geschäftsbeziehungen zu vom Steuerpflichtigen beherrschten Drittstaat-Gesellschaften soll in den Katalog der besonders schweren Steuerhinterziehungen aufgenommen werden, damit auch hier die zehnjährige Verjährungsfrist für die Strafverfolgung gilt (§§ 370, 376 AO). Zugleich soll die Zahlungsverjährungsfrist in Steuerhinterziehungsfällen allgemein von fünf auf zehn Jahre verlängert werden (§ 228 Satz 2 AO).

Daneben gibt es Anpassungsbedarf im Steuerberatungsrecht sowie im Bereich der direkten Steuern aufgrund von EuGH-Urteilen bzw. Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission. Quelle: www.bundesfinanzministerium.de

Nel / Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

Nel / Ioan Cozacu
www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

Artikelserie: Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Vorsicht Anlagebetrug

Finanzjongleure der richtig unliebsamen Art.

Wie lässt sich erkennen, ob ein angepriesenes Investment unseriös oder gar mit betrügerischen Absichten verbunden ist? Grundsätzlich ist es Aufgabe der Anleger selbst, allfällige schwarze Schafe zu identifizieren. Und das ist gar nicht so einfach, weil die Angebote meist professionell beworben werden und mit überzeugenden Geschichten ausgeschmückt sind. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) warnt auf ihrer Website vor über 500 Anbietern, die auf die Anfragen der Finma nicht geantwortet oder falsche Angaben gemacht haben.

Die Warnlampen sollten auf jeden Fall hell aufleuchten, wenn enorm hohe Gewinnchancen oder Renditen in Aussicht gestellt werden und – erst recht – wenn die Risiken als gering oder nicht existent bezeichnet werden.

Häufig werden Anleger von zwielichtigen Anbietern unter Zeitdruck gesetzt. Begründet wird dies damit, dass sich die Chance nur kurze Zeit biete oder es limitierte Kapazitäten gebe. Im Zweifelsfall fährt man besser, wenn man von solchen Angeboten Abstand nimmt. Unbedingt sollte man sich die nötige Zeit nehmen, sie genau zu überprüfen. Ratsam ist auch, die Zweitmeinung eines erfahrenen Anlegers einzuholen.

Als Anlaufstelle in solchen Fällen dient auch die Stiftung für Konsumentenschutz. Hinweise auf möglicherweise unbewilligte Tätigkeiten nimmt die Finma entgegen. Allerdings erhält man von ihr keine Rückmeldung, zu welchem Ergebnis die Abklärungen geführt haben. Um dies zu erfahren, muss man die genannte Website im Auge behalten. NZZ berichtet:

www.letton.de/

www.letton.de/

Schwarmfinanzierung (Crowdinvesting)

Definition: Schwarmfinanzierung Crowdinvesting bezeichnet eine Finanzierungsform, bei der eine Vielzahl von Geldgebern ein konkretes Projekt finanziert. Die Anleger erhalten für das Investment einen festen Zinssatz oder werden über einen erfolgsabhängigen Zinssatz an zukünftigen Gewinnen des finanzierten Projekts beteiligt. Die Einsammlung der Gelder über Internet-Dienstleistungsplattformen ist dabei die Regel.
Kleinanlegerschutzgesetz : Mehr Transparenz auf dem Grauen Kapitalmarkt

Dank § 2a VermAnlG ist es kleinen und mittelgroßen Unternehmen und gerade auch Start-Ups möglich, sich auf relativ unkomplizierte und schnelle Weise mit Kapital auszustatten, um ihren Geschäftsbetrieb zu starten, zu erweitern oder neue Projekte anzustoßen. Denn so können sie Kapital von Kleinanlegern einwerben, ohne den hohen Kosten ausgesetzt zu sein, die mit einem Prospekt verbunden sind. Die Gebühr für dessen Billigung und Aufbewahrung beträgt zwischen 1.500 und 15.000 Euro; hinzu kommen die Kosten, die Kanzleien für die Erstellung eines Prospekts verlangen und die häufig im fünfstelligen Bereich liegen.

Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die Regeln für Schwarmfinanzierungen, erläutert, was Anbieter beachten müssen, wenn sie die Ausnahme von der Prospektpflicht in Anspruch nehmen wollen, und berichtet von ersten Erfahrungen aus der Praxis. BaFin
crowdinvesting