Zwei Seelen kämpfen in der Spenderbrust

Verhaltensökonomie: Neue Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur Eigennutz zu wirtschaftlicher Tätigkeit führen.

George Szpiro, Lake Tahoe berichtet: Eigennutz ist nicht die einzige Gefühlsregung, die Menschen zu wirtschaftlichem Handeln treibt.Verhaltensforscher gelangen im Zusammenhang mit der Spendenbereitschaft zu überraschenden Erkenntnissen.

Siebzehn Jahre bevor Adam Smith, der Begründer der klassischen Nationalökonomie, 1776 sein Opus magnum «The Wealth of Nations» veröffentlichte, hatte er ein anderes Werk unter dem Titel «Theory of Moral Sentiments» herausgebracht. In dem späteren, berühmteren Werk legte er dar, wie die Handlungen rationaler, eigennütziger Menschen mittels freien Wettbewerbs zu wirtschaftlichem Wohlstand führen. Angetrieben vom Willen, den eigenen Wohlstand zu maximieren, finde die Gemeinschaft automatisch zum bestmöglichen Resultat.
Zwei Seelen kaempfen in der Spenderbrust
zwei Seelen kämpfen in der Brust

Vor dem Alibaba-Börsengang tauchen Probleme auf

Geld Onlinehandel

Der chinesische Onlineriese Alibaba wickelt mehr Umsatz ab als Amazon und Ebay zusammen. Investoren freuen sich auf den größten Börsengang der Geschichte. Doch plötzlich tauchen Überraschungen auf.

Es klang einfach zu schön, um wahr zu sein. In kürzester Zeit hatte sich der chinesische Onlinehändler Alibaba zum Star der Branche hochgearbeitet. Während gegen den Konkurrenten Amazon Schriftsteller protestieren, Mitarbeiter murren und die Aktie hinter dem allgemeinen Markt zurückbleibt, feiert Alibaba einen Rekord nach dem anderen.
Vor dem Alibaba-Boersengang tauchen Probleme auf
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Tritt die Wirtschaft in der Euro-Zone auf der Stelle?

Deutschland und Frankreich schwach

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat im Frühjahr überraschend nur stagniert. Vor allem eine Flaute in den drei grössten Volkswirtschaften sorgte dafür, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Währungsraum zwischen April und Juni auf dem Niveau des Vorquartals verharrte, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,1% gerechnet. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft überraschend um 0,2% und damit so stark wie seit gut einem Jahr nicht mehr. In Frankreich gab es nur eine Stagnation. Und Italien rutschte mit einem Minus von 0,2% zurück in die Rezession.
Wirtschaft in der Euro-Zone tritt auf der Stelle
Auf der Stelle treten

Diese Frau gewinnt die Fields-Medaille für Mathematik

Die in Teheran geborene Maryam Mirzakhani ist seit 2008 Professorin an der Stanford University gewinnt den „Nobelpreis für Mathematik“

Maryam Mirzakhani von der Stanford University ist die erste Frau, die mit der begehrten Fields-Medaille ausgezeichnet wird – nach 52 Männern. Sie hat eine wichtige Theorie weiterentwickelt.
Es gibt keinen Nobelpreis für Mathematik. Doch es gibt die seit 1936 verliehene Fields-Medaille, die in der Fachwelt ein großes Prestige genießt, das dem eines Nobelpreises durchaus vergleichbar ist. Deshalb wird diese Würdigung nicht selten als „Nobelpreis für Mathematik“ bezeichnet.

Bislang durften 52 Mathematiker die alle vier Jahre an zwei bis vier Wissenschaftler vergebene Fields-Medaille entgegennehmen. Diese 52 Mathematiker waren allesamt Männer. Keine Frau hat es bislang geschafft, in den Olymp der Mathematik aufgenommen zu werden.
Diese Frau gewinnt den Nobelpreis fuer Mathematik
Maryam-MirzakhaniMaryam Mirzakhani (37) von der Stanford-Universität forscht im Bereich der riemannschen Geometrie. Mithilfe dieser im 19. Jahrhundert von Bernhard Riemann begründeten Theorie lassen sich Winkel, Längen, Abstände und Volumen messen.

In einem riemannschen Raum gelten überraschende Gesetze: So sind die kürzesten Strecken zwischen Punkten nicht zwingend Geradenstücke, sondern können gekrümmt sein. Was Mirzakhani erforscht, ist auch im Zusammenhang mit Albert Einsteins Relativitätstheorie entscheidend.

Exot unter Gleichen

Wirtschaft im Gespräch

Yvonne Helble berichtet: Auf die Frage, warum gerade ein Inder, für Schweizer Verhältnisse immer noch eher ein Exot, das Executive-Search-Unternehmen Egon Zehnder leite, gebe es keine einfache Antwort, sagt Firmenchef Rajeev Vasudeva. Vielmehr habe sich das so im Laufe der Jahre ergeben. Ausgerüstet mit Bachelor-Abschlüssen in Ökonomie und Rechtswissenschaften vom St. Stephen’s College bzw. von der Universität Delhi sowie einem MBA der Universität Michigan, wählte Vasudeva zunächst den Einstieg ins Consulting-Geschäft bei der Gesellschaft Touche Ross in Detroit. Der ehemalige Wirtschaftsprüfer gründete dann 1986 in Delhi seine eigene Beratungsfirma, die primär internationale Konzerne beim Markteinstieg auf dem Subkontinent unterstützte. Um auf dem lokalen Absatzgebiet zu reüssieren, waren seine Kunden auf hochqualifizierte Führungskräfte angewiesen. Deshalb erweiterte Vasudeva 1988 die Palette an Services und bot zusätzlich Executive-Search-Dienstleistungen an. Angesichts der zunehmenden globalen Konkurrenz, der dieser Sektor in Indien in den neunziger Jahren ausgesetzt war, beschloss er jedoch 1995, sich mit einem der führenden Unternehmen der Branche zusammenzuschliessen.
Exot unter Gleichen
Exoten

Volatilität als Weckruf

Weltwirtschaft und Finanzmärkte : Steigende Volatilität als Weckruf

Andreas Uhlig berichtet: Die Verschärfung der geopolitischen Spannungen, die schwächere Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Europa und der neuerliche Zahlungsausfall Argentiniens hinterlassen Spuren an den Märkten.

Die Volatilität an den Finanzmärkten hat wieder zugenommen. Marktkommentatoren weisen auf Folgen der Krisenbekämpfung und notwendige Änderungen der Politik hin.

Notenbankern und Marktkommentatoren hatten in den vergangenen Monaten die fallende Volatilität der Finanzmärkte und die geringe Beachtung, die Anleger und Händler anscheinend den gestiegenen Risiken entgegengebracht hatten, wachsendes Unbehagen bereitet. Nun aber haben die Verschärfung der geopolitischen Spannungen, die schwächere Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Europa und der neuerliche Zahlungsausfall Argentiniens Spuren hinterlassen.
Steigende Volatilitaet als Weckruf

 Volatilität als Weckruf

Ermittlungen Sal. Oppenheim-Prozess

Es geht um Untreue, Erpressung und Beihilfe zur Untreue: Die Staatsanwaltschaft Köln weitet ihre Ermittlungen gegen Ex-Führungskräfte der Privatbank Sal. Oppenheim aus. Die Behörde verschwieg allerdings Details.

Der 17-jährige Salomon Oppenheim gründet in Bonn ein Kommissions- und Wechselhaus.
Seit der Beinahe-Pleite ihrer früheren Mutter Sal. Oppenheim gehörte die BHF zur Deutschen Bank. Diese bekam im Frühjahr nach langem Ringen mit der Finanzaufsicht Bafin schließlich grünes Licht, die BHF an den vom früheren Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer geführten Finanzinvestor RHJ zu verkaufen.
Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus
Schwere Vorwürfe gegen ehemalige Sal. Oppenheim-Chefs
Betrug

 

Teuer und lästig internationale Geldtransfer

Zahlungsverkehr: Banken und Geldtransfer-Unternehmen machen beim
Geldwechsel gerne einen „guten Schnitt“.
Christof Leisinger berichtet: Banken und andere Dienstleistungsunternehmen verlangen für die Übermittlung von Geld über Ländergrenzen hinweg oft hohe Gebühren und Wechselkurszuschläge. Langsam aber kommen innovative Konkurrenten auf.
Europa mag in Bezug auf seine bürokratischen Institutionen keinen besonders schmeichelhaften Ruf haben, manchmal jedoch täuscht er. Denn die Einführung von Sepa , der Single Euro Payments Area beziehungsweise dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, ist ein Fortschritt. Sie standardisiert Zahlungen über die Grenzen hinweg und macht sie im Vergleich zur Vergangenheit und auch mit anderen Regionen im besten Fall einfacher, günstiger und schneller.
Internationale Geldtransfers – oft teuer und laestig
Giving money