Bitcoin ist in Kalifornien legales Zahlungsmittel

Heise online berichtet:  Zusammen mit verschiedenen Regionalgeldern und Bonuspunkt-Systemen erkennt ein neues Gesetz in Kalifornien nun auch digitale Währungen wie Bitcoin offiziell als Zahlungsmittel an.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat Ende vergangener Woche ein Gesetz unterzeichnet, das digitale Währungen wie Bitcoins, verschiedene Regionalgelder sowie Bonuspunkt-Systeme zu legalen Zahlungsmitteln im US-Bundesstaat erklärt. Damit wurde die bisherige Regelung aufgehoben, die für den Zahlungsverkehr allein die gesetzliche Währung US-Dollar vorsah.

Der kalifornische Politiker Roger Dickinson (Demokraten) erklärte, dass damit eigentlich nur anerkannt werde, was sowieso schon längst üblich und verbreitet sei. In einer Zeit sich weiter entwickelnder Bezahlsysteme dürfe man die Nutzung alternativer Geldformen nicht ignorieren. So haben in diesem Jahr haben bereits mehrere große US-Unternehmen begonnen, Bitcoin zu akzeptieren – unter anderem der Satellitenfernsehnetz-Betreiber Dish und das Reiseportal Expedia.

Die Klärung der rechtlichen Grauzone in Kalifornien bedeutet aber keine Gleichstellung zum staatlich gedeckten US-Dollar: So könnten die Bürger etwa keine Steuern in Bitcoin entrichten. Die US-Steuerbehörde IRS hatte bereits im März klargestellt, dass sie Kryptowährungen als Vermögenswert vergleichbar zu Aktien einstufe. Im Mai hatte die US-Wahlkommission FEC gestattet, dass politische Einflussgruppen Bitcoin-Spenden akzeptieren dürfen.

Die gute Seite der MedailleSelbst wenn Bitcoin als Währung scheitert – die Technologie dahinter ermöglicht interessante neue Anwendungen.

Die gute Seite der Medaille

Können Kraftakte die Folgen der Krise mildern?

Solidarität in Portugal : Kraftakte gegen die Folgen der Krise

Thomas Fischer : Trotz drastischer Austerität hat bisher in Portugal der soziale Friede halbwegs gehalten, nicht zuletzt dank solidarischer Hilfe. Im Land wächst ein Know-how im Kampf gegen Not und Unterernährung.

Als arm oder bedürftig erscheinen manche der Frauen und Männer, die gegen 19 Uhr ins «soziale Restaurant» von Setúbal strömen, auf den ersten Blick kaum. Eine chic-leger gekleidete Dreissigerin erzählt, dass sie als Lehrerin keine feste Stelle gehabt habe und nun gar keine Arbeit mehr finde. Auch zwei rüstige Männer in ihren Fünfzigern wirken hier fremd. Ins Klischee passen eher eine dunkelhäutige Einwanderin und eine arbeitslose frühere Arbeiterin der städtischen Strassenreinigung. Sie will indes nicht an einem der gedeckten Tische speisen, sondern zu Hause mit ihrem Mann, einem ebenfalls arbeitslosen Anstreicher, und den beiden gemeinsamen Töchtern. Am Tresen, wo andere mit Tablett anstehen, lässt sie sich das Essen – heute gibt es Thon mit Bohnen und Kartoffeln – in mitgebrachte Plasticbehälter abfüllen. Schlechte Aussichten
Kraftakte gegen die Folgen der Krise

Dario

Dario

Blutspuren am Obligationenmarkt

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Erwin W. Heri

Sie können eine mündelsichere Anleihe (Obligation) bei 100 kaufen und nach Ablauf der Laufzeit wird sie bei 100 wieder zurückbezahlt. Das macht sie vermeintlich risikolos. Trotzdem können die Kurse solcher Wertpapiere „unterwegs“ gewaltig schwanken. Wir zeigen diese Risiken auf und diskutieren, woher sie stammen.
No-Obligation Contract

 

Zwangsjacke für den Finanzsektor

Umstrittene Vorlage zum Finanzdienstleistungsgesetz

Die neuen Gesetze zum Schutz von Bankkunden werden die Beratung
noch komplizierter und teurer machen. (Bild: M. Ruetschi / Keystone)
Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Regeln zur Verstärkung des Kundenschutzes im Finanzsektor sind umstritten. Zu reden geben Ideen für ein Schiedsgericht, einen Prozesskostenfonds, Gruppenvergleiche und die Beweislastumkehr.

«Was ich nicht verstehe, das kauf ich lieber nicht.» Das ist eine Grundregel der Finanzanlage. Doch die Behörden in Europa trauen den Anlegern offenkundig nicht zu, dass sie sich an diese Maxime halten. Die EU-Finanzdienstleistungsrichtlinie Mifid und das durch die Finanzkrise inspirierte Erweiterungsstück Mifid II enthalten weitgehende Regeln zum Anlegerschutz.

Umkehr der Beweislast

Die in einer früheren Anhörung viel kritisierte Idee der Umkehr der Beweislast für die Einhaltung der Informations- und Aufklärungspflichten hat es in die Vorlage geschafft. Wenn ein Kunde zum Beispiel eine Bank auf Schadenersatz verklagt und dabei behauptet, dass die Bank ihre Informationspflichten vernachlässigt habe, soll diese Behauptung als richtig gelten, wenn die Bank nicht das Gegenteil beweist. Diese das Rechtsempfinden verletzende Beweislastumkehr begründet das Finanzdepartement mit praktischen Erwägungen: Die Vernachlässigung von Informationspflichten sei durch den Kunden fast nicht beweisbar, und wenn das Finanzinstitut die gesetzlichen Dokumentationspflichten erfülle, könne es auch die Erfüllung der Informationspflicht leicht nachweisen.
Zwangsjacke fuer den Finanzsektor

www.aehrpeh.de

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Chinas umstrittene Antikorruptionskampagne

Erschütterungen im Machtgefüge

Die Antikorruptionskampagne des chinesischen Staats- und Parteichefs fordert immer neue Köpfe. Sie ist auch ein machtpolitisches Disziplinierungsinstrument. Der Grat zwischen Stärkung und Schwächung der Partei ist dabei sehr schmal.
Erst war es nur ein Gerücht, dann kam am Mittwoch die Bestätigung: Su Rong, einer von 23 stellvertretenden Vorsitzenden der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, ist wegen «Verstössen gegen die Disziplin» abgesetzt worden. Dahinter verbergen sich Ermittlungen wegen Korruption. Diese werden zunächst innerhalb der Kommunistischen Partei durchgeführt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit folgen darauf Parteiausschluss, Anklage und Verurteilung.
Neue «Tiger»
Die Konsultativkonferenz ist ein beratendes Gremium parallel zum Nationalen Volkskongress, die Vizevorsitzenden sind meist Funktionäre auf dem Abstellgleis ihrer Karriere. Trotzdem ist Su, der bis 2013 nacheinander Parteichef in drei Provinzen gewesen war, der bis jetzt höchste Amtsträger, gegen den im Rahmen der Antikorruptionskampagne offiziell vorgegangen wird.

Das macht Su zu einem neuen Vorzeigebeispiel für das Bonmot des Staats- und Parteichefs Xi Jinping, der Kampf gegen Bestechung und Bereicherung werde Opfer unter «Tigern» (hohen Beamten) und «Fliegen» (niedrigen Chargen) fordern. Ein anderer «Tiger», der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Liu Tienan , der im Mai 2013 seinen Posten verloren hatte, wurde am Dienstag formell wegen Bereicherung angeklagt. Wenige Tage vorher war bekanntgeworden, dass mit Ling Zhengce ein hoher regionaler Funktionär aus der Provinz Shanxi wegen Korruption abgesetzt worden war, der mit dem inneren Pekinger Machtapparat verbunden war. Sein jüngerer Bruder, Ling Jihua, war langjähriger Sekretär und Vertrauter des früheren Staats- und Parteichefs Hu Jintao, war aber im Zuge eines Skandals um den Unfalltod seines Sohnes in einem Ferrari auf einen weniger einflussreichen Posten abgeschoben worden.
Der Zugriff auf Ling Zhengce dürfte ein Zeichen sein, dass die Nähe zu Parteigrössen nicht vor Verfolgung schützt und dass auch Ling Jihua von den Umständen seiner Versetzung doch noch eingeholt werden könnte. Die Unberechenbarkeit und wohl auch Willkür, welche die Kampagne auszeichnet, spiegelt sich in diesen Fällen. Im Unterschied zum Vorgehen gegen die Seilschaften des ehemaligen obersten Sicherheitschefs und Mitglieds im Ständigen Ausschuss des Politbüros der KP, Zhou Yongkang , vor allem in der Provinz Sichuan und in der Erdölindustrie scheint Su, Liu und Ling wenig zu verbinden. Aber die Frage bleibt, weshalb es wen zu welchem Zeitpunkt trifft, wenn davon auszugehen ist, dass das gesamte System von Korruption durchzogen ist und kaum ein Parteifunktionär seine Hände in Unschuld waschen kann.
Erschütterungen im Machtgefüge
china

Rohstoffhandelsgrossmacht Schweiz ein intransparentes schwarzes Loch

Regeln gegen Korruption
Vorerst halbe Transparenz im Rohstoffbereich

Davide Scruzzi berichtet: Offenlegungspflicht im Bereich Rohstoffe: Die Wirkung der Transparenz und die tatsächlichen Interventionsmöglichkeiten von Politik, Behörden und Organisationen müssen sich erst noch zeigen. Der Bundesrat will Firmen im Rohstoffabbau verpflichten, Zahlungen an Staaten zu deklarieren. Kritiker bemängeln, diese Regelung werde kaum Auswirkungen haben.

In der Debatte um die Schattenseiten von Aktivitäten der Rohstoffbranche in Entwicklungsstaaten geht es oft um Korruption wie auch um das undurchsichtige Versickern von Abgaben und Steuern, die in diesen Ländern von Firmen geleistet werden. Dieses Problem will nun der Bundesrat angehen, wenn in die auf Ende Jahr hin angekündigte Vorlage zur Aktienrechtsrevision auch neue Transparenzbestimmungen integriert werden sollen.

Neu sollen Zahlungen an staatliche Stellen im Zusammenhang mit der Förderung von Mineralien, Öl, Gas und Holz jährlich offengelegt werden. Die Regelung soll dabei für börsenkotierte sowie «grosse in der Rohstoffförderung tätige Unternehmen» gelten, wie der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Durch eine gezielte Angleichung der Schweizer Regulierung an jene der USA und der EU soll vermieden werden, dass der Schweiz Standortnachteile erwachsen – ein konstantes Anliegen des Bundesrates. Rohstoffhändler werden in diesem Sinne explizit von der Regelung ausgenommen, der Bundesrat würde aber die gesetzliche Kompetenz erhalten, die Regelungen bei einer Erweiterung der internationalen Standards auch auf Handelsfirmen auszudehnen.

Weil die neue Regelung also – zumindest vorerst – auf Unternehmen beschränkt sein soll, die Rohstoffe direkt abbauen, dürften die Auswirkungen auf die Schweiz sehr limitiert sein. Die meisten hierzulande ansässigen Firmen der Rohstoffbranche sind nämlich im Handel tätig. Ein hier ansässiges Förderunternehmen wie Glencore Xstrata wird indes ohnehin von solchen Transparenzrichtlinien erfasst, weil es im EU-Raum an der Börse kotiert ist. Nicholas Turin vom Bundesamt für Justiz gibt aber zu bedenken, dass zunehmend Handelsunternehmen in Förderaktivitäten einsteigen, so dass der Kreis der betroffenen Firmen auch in der Schweiz anwachsen könnte.
Die Nichtregierungsorganisationen «Erklärung von Bern» und Swissaid bezeichnen den bundesrätlichen Bericht und das Vorgehen als «schizophren». Einerseits werde richtigerweise festgestellt, dass aufgrund undurchsichtiger Finanzflüsse in den Förderstaaten deren Bevölkerung oft nicht aus der Armut herauskomme, andererseits bleibe mit der Beschränkung auf Förderfirmen die «Rohstoffhandelsgrossmacht Schweiz» ein «intransparentes schwarzes Loch».
Die Wirkung der Transparenz und die tatsächlichen Interventionsmöglichkeiten von Politik, Behörden und Organisationen müssen sich erst noch zeigen; derzeit haben weder die EU noch die USA die Regelungen umgesetzt.

Aufnahme: Verschmutzung durch Kupferabbau, Geamana, Rumänien / NZZ
Rohstoffe

Spuren der Finanzkrise

Resultate aus der EZB-Forschung
Der Finanzkrise auf der Spur

In einem grossangelegten Forschungsprojekt haben die Ökonomen des Euro-Systems Europäische Zentralbank EZB und nationale Notenbanken der Währungsunion) die Ursachen der jüngsten Finanzkrise analysiert sowie nach neuen Ansätzen für die makroprudenzielle Aufsicht gesucht. Die Resultate der vierjährigen Forschungsarbeit, die über 160 wissenschaftliche Aufsätze umfasst, wurden am Montag von der EZB veröffentlicht. Im Begleittext zur Studie äusserte die Notenbank die Hoffnung, das Werk der europäischen Notenbank-Ökonomen möge helfen, Krisen in Zukunft frühzeitig zu erkennen.  Key dates of the financial crisis
Der Finanzkrise auf der Spur
Press release ECB publishes final results of Macro-prudential Research Network
Report on the macro-prudential research network
Report on the macro-prudential research network

 

Lässt Europa seine arbeitslose Jugend im Stich?

Vor einem Jahr beschlossen die EU-Staaten, jedem arbeitslosen Jugendlichen eine Beschäftigung anzubieten. Doch die Milliarden dafür bleiben ungenutzt. Nur ein Land hat bisher ein Programm vorgelegt

Die vor einem Jahr groß angekündigte Jugendgarantie, die Millionen jugendlichen Arbeitslosen zu einer Perspektive verhelfen sollte, ist bis heute nur ein leeres Versprechen geblieben. Seit September stehen die insgesamt sechs Milliarden Euro bereit, doch nur Frankreich hat der Europäischen Kommission einen konkreten Plan vorgelegt, den die Behörde Anfang Juni genehmigt hat. So kann das Land die ihm zustehenden 432 Millionen Euro abrufen.

Der für den 11. Juli geplante Jobgipfel in Turin, auf dem die Staatschefs die Umsetzung der Garantie besprechen wollten, ist von der italienischen Ratspräsidentschaft kurzfristig auf das Ende des Jahres verschoben worden.
Europa laesst seine arbeitslose Jugend im Stich
Jugendarbeitslosigkeit

Aber ist dann alles nur Zufall?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Zufallsprozesse – natürlich nicht der Zufall an sich – spielen eine wichtige Rolle bei der Analyse von Finanzmärkten. Ein häufig unverstandenes Phänomen, das sich aus einer effizienten Verarbeitung von Information ergibt. Wir fassen heute die Theorie effizienter Märkte noch einmal zusammen und diskutieren die Konsequenzen für die Anleger.
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Die Reichsten der Welt horten Bargeld

Vermögen: Cash ist sicher:
Super-Reiche horten riesige Bargeld-Vermögen zu Hause

Die Reichsten der Welt halten bis zu 40 Prozent ihres Vermögens in bar. Nach der Finanzkrise haben viele ihr Geld vor den Märkten in Sicherheit gebracht. Sie wissen nicht, wo sie investieren sollen und trauen den Banken offenkundig nicht.

Private Geldspeicher sind bei den Superreichen derzeit sehr beliebt.
Die Aktienkurse klettern auf immer neue Höchststände, doch die mit dem meisten Geld in der Tasche gucken nur zu. Die Superreichen haben die Rally von Dax, Dow & Co. verpasst. Sie sitzen auf hohen Bargeldbeständen – und die verlieren ständig an Wert, weil die Mini-Zinsen auf Sparguthaben unter der Inflationsrate liegen. Einer Studie von CapGemini und RBC Wealth Management zufolge halten die zwölf Millionen Reichsten der Welt 28 Prozent ihres Vermögens in bar, nur 26 Prozent in Aktien und 20 Prozent in Immobilien.

Vor allem seit dem Ausbruch der Finanzkrise horten sie ihr Geld, statt in volatile Märkte zu investieren: Vor 2008 lag die Barquote nur etwa halb so hoch wie heute.
Zum Vergleich: Profi-Investoren und Fondsmanager halten etwas mehr als der Hälfte ihres verwalteten Vermögens in Aktien, 36 Prozent in Anleihen und nur rund sechs Prozent in bar. Die Reichen hätten den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg verpasst, erklärt Anlagestratege Brian Jacobsen von Wells Fargo Asset Management. Die US-Bank schätzt, dass ihre reichsten Kunden sogar 40 Prozent ihres Vermögens in Cash vorhalten.
Super-Reiche horten riesige Bargeld-Vermoegen zu Hause
Die Reichsten der Welt horten Bargeld