Ein «grosser Fisch» im Netz der Prager Polizei

Korruptionsbekämpfung in Tschechien
Die tschechische Polizei hat vergangene Woche einen einflussreichen Akteur an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik in Haft genommen, dem Geldwäscherei vorgeworfen wird. Die Korruptionsbekämpfung bekommt damit klarere Umrisse.

Ein grosser Fisch im Netz der Prager Polizei
Dem bekannten Lobbyisten Rittig wird vorgeworfen, grosse Mengen von Geld aus den Prager Verkehrsbetrieben ins Ausland geleitet zu haben

Argentinien: Peso auf Zickzackkurs

Schwacher Peso
Zickzackkurs in Argentinien

2011 hatte die Regierung Kirchner den Devisenkauf in Argentinien limitiert und begonnen, Restriktionen für den Import einzuführen. Noch vor wenigen Tagen wurde eine neue Steuer erlassen, um Einkäufe im Ausland über das Internet einzuschränken. Nun vollzieht die Regierung eine Kehrtwende und lockert die Regeln für den Devisenkauf wieder. Am Montag teilte sie mit, dass der Kauf von Fremdwährungen wieder erlaubt sei – allerdings weiterhin unter der Kontrolle des Staates. Die Käufe beschränken sich auf Privatpersonen und Kleinunternehmer und dürfen 2000 $ pro Monat nicht übersteigen. Die Steuer von 20% bleibt bestehen, es sei denn, die Devisen werden mindestens ein Jahr lang in Argentinien angelegt.

Aus Unsicherheit über die Preisentwicklung blieben am Samstag zahlreiche Geschäfte ganz oder teilweise geschlossen. In einigen Läden soll es zu willkürlichen Preiserhöhungen von bis zu 10% gekommen sein. Die Regierung kündigte an, mit Härte gegen Missbräuche vorzugehen und die Preiskontrollen zu verschärfen.
Zickzackkurs in Argentinien

Argentinien Peso auf Zickzackkurs

Minijobber

Zahl der Minijobber wächst Millionen Deutsche verdienen sich etwas hinzu

Sie haben neben ihrem Hauptberuf noch einen Zweitjob: Im vergangenen Jahr gingen mehr als 2,6 Millionen Deutsche einem zusätzlichen Minijob nach. Das sind etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren.
Zahl der Minijobber waechst Millionen Deutsche verdienen sich etwas hinzu

Mini Jobber

Mini Jobber

Unternehmerin Susanne Klatten spricht über Zukunftstechnologien

Wenn Susanne Klatten spricht, horchen Unternehmer auf

Die BMW-Erbin und Unternehmerin Susanne Klatten tritt nur selten öffentlich auf. Nun gab sie Einblicke in ihre Sicht der Welt – und verriet, was sie für die wichtigste Technik der Zukunft hält.

Über das Auto spricht die BMW-Erbin nur am Rande. Ein „Datenträger auf vier Rädern“ könnte das Auto der Zukunft werden, eines das vernetzt und autonom fährt.
3-D-Druck stellt die Weichen für die Industrie

Als wichtige Zukunftstechnologie hebt Klatten den sogenannten 3-D-Druck hervor, der die Weichen in Richtung einer „Industrie 4.0“ stelle. Diese Maschinen können inzwischen dreidimensionale Werkstücke aus Kunststoffen oder Metallen herstellen.
Ein weiteres Kernthema für Klatten ist „das gesellschaftliche Bedürfnis nach umweltgerechtem Wachstum“.
Wenn Susanne Klatten spricht, horchen Unternehmer auf
Susanne Klatten

 

Die Erholung im Euro-Raum fasst Tritt

Quartalswachstum übertrifft Erwartungen

Mit einem BIP-Wachstum um 0,3% im vierten Quartal hat der Euro-Raum die Erwartungen leicht übertroffen. Für einen raschen Abbau der Arbeitslosigkeit wäre aber mehr nötig.

Die zögerliche wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum hat im vierten Quartal 2013 etwas an Dynamik und Breite gewonnen. Laut einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat ist das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3% gestiegen (vgl. Grafik). Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem dritten Quartal, und es lag leicht über den Erwartungen vieler Auguren. Im Vergleich zur selben Vorjahresperiode legte das BIP um 0,5% zu.
Die Erholung im Euro-Raum fasst TrittDie Erholung im Euro-Raum fasst Tritt

 

Bankdaten von 7500 Kunden entwendet

Swisscom-DatenleckDie entwendeten Bänder enthalten Millionen von Angaben zu Telefonnummern und Adressen

In den Datensätzen, die auf den entwendeten Swisscom-Bändern gespeichert sind, finden sich auch Angaben zu Bankkonten und Millionen automatischer Log-ins von Bluewin-Kunden.

Im Nachgang zum Diebstahl von Datenträgern in zwei ihrer Rechenzentren hat die Swisscom stets betont, es seien keine hochsensiblen Informationen abhandengekommen. Entsprechend hat das Unternehmen Anfang Dezember auch seine Grosskunden informiert und besänftigt. Nachdem die NZZ im letzten Dezember die Existenz einer Prominenten-Liste mit Angaben zu Handy- und Festnetznummern sowie Wohn- und Mail-Adressen publik gemacht hatte, erhielt die Swisscom deshalb Zuschriften von verunsicherten Geschäftspartnern.

Daten will ich haben

Kommt die Wirtschaft der Euro-Länder in Schwung?

Konjunkturdaten
Wirtschaft der Euro-Länder kommt in Schwung

 

Der Winter war mild und die Stimmung besser: Die Euro-Länder arbeiten sich aus der Krise heraus. Zum Jahresende ist die Wirtschaft überraschend stark gewachsen. Auch Sorgenkinder wie Italien oder Spanien trugen dazu bei.
Wirtschaft der Euro-Länder kommt in Schwung

Wirtschaft der Euro-Laender kommt in Schwung

Frankreich vor wirtschaftlichem Abgrund

Europas nächster Patient:

Frankreich steht vor schwerwiegenden Problemen: geringes Wachstum, steigendes Haushalts-Defizit, Rekord-Arbeitslosigkeit. Der französische Industrie-Minister hat nun als Ausweg eine Abwertung des Euro vorgeschlagen. Dies zahlen die Bürger mit Einschnitten bei Löhnen und Ersparnissen.

Frankreichs Wirtschaft kommt nicht auf die Beine. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im ersten Quartal lediglich um 0,2 Prozent zulegen, sagte die französische Notenbank am Montag in Paris voraus. Im dritten Quartal 2013 war die Wirtschaft in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft sogar leicht geschrumpft.

Der Industrie-Produktion von Deutschlands wichtigstem Handelspartner ging zuletzt ebenfalls zurück. Im Dezember stellten die französischen Unternehmen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Besonders Hersteller von Lebensmitteln und Raffinerien traten auf die Bremse. Bereits Anfang des Jahres sorgte zudem ein schwacher Einkaufsmanager-Index (PMI) in Frankreich für Beunruhigung. Dieser lag weit hinter den Werten der wirtschaftlich vergleichbaren Länder Deutschland, Italien und Spanien zurück. Mit 47 Punkten befand er sich auf dem niedrigsten Stand seit sieben Monaten und 5,7 Punkte unter dem Durchschnitt der Euro-Staaten.
Frankreich will Euro abwerten – Oekonomen warnen vor Inflation in Deutschland

Frankreich