Frauen haben ein geringes Finanzwissen

So gering ist das Finanzwissen auf dieser Welt

Frauen haben ein geringeres Finanzwissen als Männer. Die Deutschen wurden mal wieder abgehängt. Und überhaupt verfügt nur jeder dritte Weltbürger über Grundwissen zu Finanzen. All das sind Ergebnisse einer Studie, welche die Weltbank vorlegte.
Vier Fragen stellten die Weltbank, Standard & Poor’s und die George Washington University. Vier Fragen, die zeigen sollten, wie es um das Basiswissen zum Thema Finanzen auf der ganzen Welt bestellt ist. Lag ein Befragter drei Mal richtig, zählt er bereits zur Riege der Gebildeten. Und das sind die Ergebnisse:..

Frauen schneiden schlechter ab als Männer
Ein auffälliges Ergebnis der Studie ist, dass Frauen demnach weniger Ahnung von Finanzen haben als Männer. Während 35 Prozent der Männer weltweit als gebildet auf dem Gebiet gelten, sind es bei den Frauen nur 30 Prozent. Der Unterschied sei sowohl bei Industrienationen als auch bei Entwicklungsländern vorzufinden.

Die Autoren der Studie geben allerdings zu bedenken: Frauen neigen eher dazu, eine Frage mit „Ich weiß nicht“ zu beantworten, wenn sie sich nicht sicher sind. Das sei auch bei dieser Erhebung der Fall gewesen.

Das Wissen steigt mit dem Einkommen
Je mehr ein Mensch verdient, desto eher hat er Ahnung von Finanzen. Durchschnittlich seien in reicheren Haushalten etwa 30 Prozent finaziell gebildet, während es in den ärmeren nur 23 Prozent sind.

Das Basiswissen ist auch in den Altersgruppen unterschiedlich verteilt. Über 55 Prozent der unter 35-Jährigen gelten als gebildet, bei den 35 bis 50-Jährigen sind es noch einmal sieben Prozentpunkte mehr.

Allerdings: Die Rate der Wissenden nimmt bei den über 50-Jährigen dann wieder ab. Und für die Menschen, die älter als 65 sind, wird sie sogar noch einmal geringer.
So gering ist das Finanzwissen auf dieser Welt
Financial Literacy Around the World: Study
WOMEN TRAIL MEN IN FINANCIAL LITERACY

Geld verdienen mit krebsgefährdend eingestuftem Pflanzengift Glyphosat

EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Für Monsanto deutet sich ein Erfolg in Europa an: Die EU-Kommission will das von der WHO als krebsgefährdend eingestufte Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre zulassen. Die Grünen warnen vor der Entscheidung. Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen.

Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Darauf wies der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Mittwoch in Brüssel laut AFP hin. Aus Kreisen der Kommission verlautete, die Entscheidung werde am 7. und 8. März in einem Ausschuss zusammen mit Experten und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten fallen.

Mit der Verlängerung der Zulassung bis 2031 verstoße die EU-Kommission gegen das Vorsorge-Prinzip und werfe „alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord“, kritisierte Häusling. „Die EU-Kommission hat offenbar nicht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie wie die des Herstellers des Pestizids, Monsanto“, bemängelte Häusling. Seinen Angaben zufolge soll die Wiederzulassung „weitgehend ohne Mengen- und Anwendungsbeschränkung“ erfolgen…
EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlaengern
Glyphosat harmlos

Armutsbericht

Das sind Deutschlands größte Problemregionen. Der Anteil der Armen in Deutschland ist zuletzt leicht auf 15,4 Prozent der Bevölkerung gesunken. Darauf machte der Paritätische Wohlfahrtsverband bei der Vorstellung seines Armutsberichts 2016 in Berlin aufmerksam. Allerdings betrug der Rückgang nur 0,1 Prozentpunkte.

Der Verband nannte somit einen Wert des Statistischen Bundesamts für 2014 als zentrale Zahl. Gezählt werden dabei Menschen, die in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben.

Rechnerisch sind dies 12,5 Millionen Menschen, davon rund 3,4 Millionen Rentner, wie der Geschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider, sagte. Von einer Trendwende wollte er trotz des leichten Rückgangs nicht sprechen.

In neun Bundesländern nahm Armutsquote ab

In neun Bundesländern nahm die Armutsquote ab. In Bayern stieg sie von 11,3 auf 11,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen sogar von 17,1 auf 17,5 Prozent. Das Ruhrgebiet sei dabei die „Problemregion Nummer Eins“, sagte Schneider. „Jeder fünfte Einwohner dieses größten Ballungsraums Deutschlands muss mittlerweile zu den Armen gezählt werden.“

Im Gesamtranking liegt Baden-Württemberg mit 11,4 Prozent auf Platz 1. Hinter Bayern rangiert Hessen (13,8) auf Rang drei. Signifikant zurückgegangen ist die Armutsquote in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern…
Armutsbericht 2016
Familien in Armut

Spekulanten wetten auf Zerfall des Britisches Pfund

Brexit wäre ein harter Schlag für das Pfund Analysten. In vier Monaten wird über den Brexit abgestimmt. Das Pfund ist bereits jetzt auf Abwärtskurs – und es könnte noch schlimmer kommen. Experten rechnen mit Abstürzen im zweistelligen Bereich. Spekulanten haben sich das britische Pfund vorgenommen: Sie wetten auf einen Zerfall der EU. Unabhängig vom Ergebnis des Referendums steht eines schon fest: In den kommenden Monaten werden die Hedge Fonds mit zahllosen Wetten und Gegenwetten massive Profite machen. Die City of London gehört ebenfalls zu den Gewinnern der Brexit-Debatte…
Britisches Pfund stuerzt ab
Cameron EU

Der Bär ist los

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Die Stimmung an den Märkten im Januar/Februar 2015 ist katastrophal. Wieder einmal wird alles Negative ins Scheinwerferlicht geschoben und alles Positive ausgeblendet. Alles schon da gewesen. Wir versuchen, die Sachen in ein…

Baer ist los
Videos Kategorie Finanzkompetenz

Alles Banane oder was?

Sie gehören zu den beliebtesten Früchten und sind in jedem Supermarkt zu finden. Das könnte sich ändern – wenn es nicht gelingt, eine Pilzkrankheit zu stoppen.

Stephanie Kusma berichtet:  Etwa 400 Millionen Menschen weltweit hingen von der Banane ab, was die Ernährung oder den Lebensunterhalt anbelange, heisst es. Denn nicht nur die Cavendish-Banane ist bedroht. Auch andere Dessert- und selbst Kochbananen, die in Afrika eine wichtige Lebensgrundlage für Millionen Menschen sind, können empfindlich auf TR4 reagieren……
Alles Banane

BananeKommentar:
Es gibt hunderte von bananen sorten und viele schmecken einiges besser als diese mono massenware.

Rückblick 2015

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Sobald die revidierten Daten zur Verfügung stehen, machen wir jeweils einen Renditerückblick auf das letzte Jahr. Wie haben die Renditen von Aktien und Obligationen ausgesehen und wie präsentieren sie sich im historischen…
Rückspiegel zum "Rückspiegeln"Videos Kategorie Finanzkompetenz

Frauen-Finanzberaterin

Svea Kuschel: Der kleine Unterschied zwischen Mann und FrauSvea Kuschel

Svea Kuschel hat in den 80er Jahren die erste Finanzberatung speziell für Frauen eröffnet. Für ihr Lebenswerk hat sie das Bundesverdienstkreuz erhalten. Im Interview mit boerse.ARD.de spricht sie über den „kleinen Unterschied“ zwischen den Geschlechtern.

boerse.ARD.de: Frau Kuschel, Sie haben 1986 die erste Finanzberatung für Frauen gegründet. Muss man Frauen denn überhaupt anders beraten als Männer?

Svea Kuschel: Man kann nicht sagen, dass sich grundsätzlich jede Frau lieber von einer anderen Frau beraten lassen will. Aber es gibt viele, die feststellen, dass man von Frau zu Frau freier reden kann. Sie öffnen sich beim Thema Finanzen dann leichter. Und weibliche Beraterinnen leben ja auch das Leben einer Frau und kennen die Bedürfnisse.

boerse.ARD.de: Was sind das denn für Bedürfnisse?
Kuschel: Als ich als Beraterin angefangen habe, war es mein Anliegen, Hausfrauen abzusichern. Mit der Zeit sind die Ansprüche allerdings wesentlich höher geworden. Es geht nicht mehr um den Hunderter in die Rentenversicherung, sondern um vollständige Finanzkonzepte. Und die müssen auf die individuelle Lebenssituation ausgerichtet sein. Frauen machen sich immer viele Gedanken: Was ist wenn?

boerse.ARD.de: Haben Sie ab und an auch Männer beraten?
Kuschel: Aber gerne doch, die sind ja viel einfacher (lacht). Bei denen ist die erste Frage: Wie hoch ist die Rendite? Frauen wollen es dagegen immer ganz genau wissen. Und fragen sich: Was passiert eigentlich mit meinem Geld? Sie sind oft zögerlicher – aber wenn sie sich entschieden haben, dann bleiben sie dabei. Wer Frauen beraten kann, kann Männer allemal beraten.

boerse.ARD.de: Wie sind Sie damals auf die Idee gekommen, eine Frauenfinanzberatung aufzubauen?

Kuschel: Eigentlich aus eigener Betroffenheit. Im Alter von 30 Jahren wollte ich mich um meine Altersvorsorge kümmern. Ich war zwölf Jahre Hausfrau – von der Rente hätte ich später nicht einmal die halbe Miete bezahlen können. Da habe ich gedacht: Gott, ich bin ein Einzelfall. Doch es stellte sich schnell heraus, dass viele Bekannte sagten: Mit meiner Altersvorsorge habe ich mich noch nie befasst. Oder: Das macht mein Mann. Das war der Anstoß für meine Selbstständigkeit.

boerse.ARD.de: Es gibt Studien, die behaupten, dass Frauen ein geringeres Finanzwissen haben als Männer. Hatten Sie in Ihrem Berufsalltag den gleichen Eindruck?

Kuschel: Männer tun oft so, als ob sie ein größeres Wissen haben. Frauen geben eher zu, dass sie etwas nicht verstehen. Früher war es allerdings oft so, dass Frauen das Thema gerne an ihre Männer abgegeben haben. Das ändert sich aber mit dem eigenen Einkommen – und das finde ich toll.

boerse.ARD.de: Was ist Ihrer Meinung nach das größte Problem für Frauen bei der Vorsorge?

Kuschel: Eins, das die Frauen wunderbar lösen können. Wenn sie in Elternzeit gehen oder später vielleicht in Teilzeit arbeiten, sagen viele: Ich kann nicht vorsorgen, ich verdiene doch zu wenig. Aber der Mann bringt nicht sein Einkommen nach Hause – sondern ein Familieneinkommen. Wenn da eine andere Denkweise einsetzen würde, würde das viele Probleme lösen.

boerse.ARD.de: Gibt es auch ein spezielles Problem in der Frauen-Finanzberatung?
Kuschel: Es gibt einige spezielle Finanzprodukte für Frauen auf dem Markt. Das ist schlichtweg ein Marketinggag. Man kann nicht alle Frauen über einen Kamm scheren und ein Produkt auf den Markt bringen, das sich über alle Frauen stülpt. Es wird ja im umkehrten Fall auch nie ein Finanzprodukt für alle Männer geben. Stattdessen ist eine individuelle Beratung nötig.

boerse. ARD.de: 2009 haben sie die Bayerische Staatsmedaille erhalten, 2012 das Bundesverdienstkreuz für Ihr Lebenswerk. Mittlerweile sind sie in Rente. Fällt Ihnen das schwer?

Kuschel: Ich bin als Mentorin tätig für die Frauenakademie in München. Und ich reise viel, ich vermisse nichts.

boerse.ARD.de: Verraten Sie, wie Sie selbst damals für Ihre Rente vorgesorgt haben?
Kuschel: Das ist kein Geheimnis. Ich habe mein Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt. Auf Fonds, da habe ich hauptsächlich Mischfonds. Dann habe ich noch Einnahmen aus einer privaten Rentenversicherung. Und ein Tagesgeldkonto – das bringt zwar nichts, aber davon finanziere ich meine Reisen. Das sind meine drei Standbeine.

boerse.ARD.de: Beschäftigen Sie sich heute noch mit dem Thema Finanzberatung und versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben?

Kuschel: Ich gehe nicht mehr so in die Tiefe. Was mich heute am Thema Finanzen interessiert, lese ich im Wirtschaftsteil der Zeitung.
Das Gespräch führte Claudia Wiggenbröker.
Finanzberatung mit Lilah

Chinesische Masche erbeutet Millionen

Mit gefälschten E-Mails und verblüffend simplen Tricks bringen Betrüger aus China internationale Konzerne um Millionensummen. Dabei helfen ihnen leichtgläubige Mitarbeiter. So funktioniert die Masche.

Johnny Erling berichtet: Heiligabend 2015 klingelte beim Shanghaier Rechtsanwalt Rainer Burkardt das Handy. Der Anruf kam aus Österreich, war aber keine frohe Botschaft zum Fest. Der Finanzchef eines mittelständischen Unternehmens klagte: Internet-Schwindler hätten seine Firma am Vortag ganz unchristlich über den Tisch gezogen.
Mit imitierten E-Mails hätten sie sich gegenüber seiner Buchhalterin als Vorgesetzte ausgegeben und sie angewiesen, sehr viel Geld auf ein Konto der Shanghai Pudong Entwicklungsbank zu transferieren. Angeblich, um rasch einen noch geheimen Unternehmenskauf in China zu finanzieren. Die Mitarbeiterin folgte den Anordnungen, schöpfte dann aber am Nachmittag des 23. Dezember Verdacht.

Österreichs Polizei wurde eingeschaltet, die chinesische Bank per Überweisungssystem Swift informiert. Doch der Transfer war nicht mehr zu stoppen. Ob Burkardt etwas tun könne, fragte der Manager am Telefon aufgeregt. Es gehe um fast vier Millionen Euro….
Mit dieser Masche erbeuten Chinesen Millionen
China Crime