Wird der zu erwartende Zinsanstieg Aktien das Genick brechen?

Folgen einer Geldverteuerung. Dass die Leitzinsen
in den USA bald erhöht werden, gilt Bricht Zinsanstieg Aktien das Genickunter Experten als ausgemachte Sache. Laut Lehrbuchmeinung sollte dies negativ für Aktien sein. Die Realität sieht jedoch meist anders aus.

Zyklische Aktien wie die von Autoherstellern sollten bei einem Zinsanstieg zusätzlichen Schwung erhalten.  Michael Schäfer berichtet: Dieses Mal scheint es ernst zu werden. Nach mehreren Jahren, in denen die Mitglieder der US-Notenbank (Fed) davon sprachen, die Zinsen in absehbarer Zeit zu erhöhen, haben sich in den letzten Wochen die Signale verdichtet , dass es nun tatsächlich bald so weit sein wird. Kaum noch Dissens herrscht bei den Experten über das Ob, lediglich das Wann gibt noch Anlass zu Diskussionen. Während ein Lager den ersten Zinsschritt nicht vor Dezember erwartet, ist die Gruppe derer, die mit einem solchen bereits im September rechnen, nach jüngst positiv ausgefallenen US-Arbeitslosenzahlen nochmals gewachsen. Damit ist absehbar, dass an den Finanzmärkten bald eine grosse Weiche neu gestellt wird.

Wenn in den USA erstmals seit Sommer 2006 wieder die Leitzinsen erhöht werden, liegt es nahe, dass dies direkte Auswirkungen auf die Preise von Obligationen haben wird, denn steigende Zinsen bedeuten für diese grundsätzlich fallende Kurse. Unbestritten ist auch, dass der «Preis des Geldes» die Aktienkurse in vielfacher Weise massgeblich beeinflusst. Die UBS etwa vermutet in einer wenige Wochen alten Studie, dass die Anhebung der Leitzinsen durch das Fed in den kommenden Monaten einer der grössten Treiber an den Finanzmärkten sein werde.
Allerdings ist nicht immer ganz klar, wie sich steigende Zinsen auf Aktienkurse auswirken…
Bricht der erwartete Zinsanstieg Aktien das Genick
Freude machen

Yuan wichtiger auf der Weltbühne?

Der IMF hat sich am Freitag sehr zuversichtlich gezeigt was die jüngsten Entwicklungen in China angeht. Sie würden den Yuan besser positionieren als Kandidat für den Währungskorb der Sonderziehungsrechte.

Christiane Hanna Henkel berichtet: Der Yuan könnte im finanzpolitischen Weltsystem an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklungen in China treiben derzeit Unternehmern, Konzernlenkern und Investoren die Sorgenfalten auf die Stirn. Droht Chinas Wirtschaftswachstum ein abruptes Ende und damit einer wichtigen Lokomotive der weltweiten Konjunktur der Stillstand? Was hat der starke Kurszerfall am chinesischen Aktienmarkt zu bedeuten? Und schliesslich: Deutet der im Zuge der jüngst eingeleiteten Reform der Wechselkursfixierung auf einen von China beabsichtigten Währungskrieg hin?
Die Sorgenfalten ein bisschen zu glätten, das vermochte zum Wochenende hin der Internationale Währungsfonds (IMF): In einem am Freitagabend veröffentlichten Länderbericht stellte die Washingtoner Institution die jüngsten Vorkommnisse im Wesentlichen als Normalisierung dar.

Entwicklung hin zur Normalität
So sei die Abschwächung des Wirtschaftswachstums lediglich eine Entwicklung in Richtung einer neuen Normalität mit einer herangereiften Volkswirtschaft. Ähnlich verhalte es sich mit dem Kurseinbruch am chinesischen Aktienmarkt. Das sei lediglich eine Korrektur, erklärte der für China zuständige IMF-Vize-Präsident Markus Rodlauer an einer anlässlich der Veröffentlichung des Länderberichtes durchgeführten Pressekonferenz. Er sehe vom Aktienmarkt weder systemische Risiken ausgehen noch habe die Kurskorrektur Einfluss auf das Wirtschaftswachstum des Landes.

Wie bereits zur Wochenmitte begrüsste der IMF am Fretiagabend abermals die Reform der Wechselkursfixierung. Die People’s Bank of China (PBoC) hatte zu Wochenbeginn bekanntgegeben, dass sie bei der Festlegung des Wechselkurses künftig auch den Schlusskurs des Vortages berücksichtigen würde; damit ist der Yuan nun den Marktkräften stärker ausgesetzt und der Kurs hat ein grösseres Schwankungspotenzial. Das sei ein wichtiger Schritt in Richtung eines flexibles Wechselkurssystems. Ein solches könnte China in zwei bis drei Jahren erreichen, erklärte Rodlauer. Das sei für das Land von enormer Wichtigkeit: China sei aufgrund seiner Öffnung immer stärker auf eine unabhängige Geldpolitik angewiesen, diese sei aber bei fixierten Wechselkursen und Kapitalkontrollen nicht möglich. Stärkere Bedeutung im Weltsystem….
Yuan könnte auf der Weltbühne wichtiger werden
PEOPLES REPUBLIC OF CHINA / Report

China’s Transition to Slower But Better Growth

China’s Transition to Slower But Better Growth

Finanzbildung: Auf die Eltern kommt es an

Finanzielle Bildung und Finanzverhalten

Auf die Eltern kommt es anGeld zaehlen. Eine Studie des DIW belegt, was viele schon ahnten: Um die finanzielle Bildung zu fördern, ist nicht nur die Schule gefragt. Wichtig ist auch, dass die Eltern ihren Kindern zeigen, wie Sparen funktioniert.

Geld zählen. Katharina Schneider berichtet: Früh übt sich, wer später mal ein Finanzprofi werden will.  Wer nichts weiß, muss alles glauben. Das gilt bei der Geldanlage ganz besonders. Wer sich nicht auskennt, dem droht ein Vermögensverlust. Die typischen Extreme: Der Finanzlaie lässt sein Geld entweder auf dem Sparbuch versauern, wo es von der Inflation aufgefressen wird. Oder er gerät an den falschen Berater und steigt in hochriskante Finanzprodukte ein – die sein Geld häufig ebenfalls vernichten. Um das zu vermeiden hilft nur eins: finanzielle Bildung.

Die wird immer wichtiger, denn spätestens seitdem die staatliche Rente zur Finanzierung des Lebensabends nicht mehr ausreicht, gehört erfolgreiche Geldanlage zur fundamentalen Aufgabe für jeden Einzelnen. Zugleich ist diese Aufgabe angesichts der Niedrigzinsen bedeutend schwieriger geworden – das Geld einfach auf’s Sparbuch legen bringt schließlich keine Rendite mehr. Doch Finanzwissen hilft nicht nur bei der Geldanlage, es hilft auch die Folgen von Verschuldung zu verstehen, Verträge zu durchblicken und eine finanzielle Schieflage zu vermeiden.

Taschengeldtabelle der Jugendämter
Die deutschen Jugendämter empfehlen für vier- bis fünfjährige Kinder ein wöchentliches Taschengeld von 0,50 Euro.Der Zusammenhang ist wissenschaftlich bestätigt: Je besser die Finanzbildung, desto besser auch die Finanzentscheidungen. Häufig wird deshalb das Schulfach Wirtschaft gefordert. Doch das alleine reicht nicht. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt: Die finanzielle Erziehung durch die Eltern sowie Kindheitserfahrungen mit Geld haben einen größeren Einfluss auf die finanzielle Bildung als die Schule.

„Finanzielle Sozialisierung spielt eine wichtige Rolle für das Finanzverhalten“, sagt Antonia Grohmann, DIW-Ökonomin und Mitautorin der Studie. Dabei gehe es nicht allein um Wissen, sondern auch darum, Normen und Verhaltensweisen zu lernen. „Diese wiederum beeinflussen dann das finanzielle Verhalten“, so die Wissenschaftlerin. „Wenn ein Kind ein Bankkonto führt, trainiert dies ein Verhalten, das sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen kann. Kinder zum Sparen und Budgetieren anzuhalten, kann also viel bewirken.“
Wirtschaftsunterricht in der Schule und die allgemeine Qualität der Bildung wirken sich nur indirekt auf die Finanzbildung aus – indem sie die Rechenfertigkeiten fördern. In der Studie wurde der Grad der finanziellen Bildung daran gemessen, ob eine Person ein Verständnis für Zinsen, für Inflation und für die Bedeutung von Diversifikation hat. Eine Frage lautete etwa: „Es ist sicherer, nur eine Aktie zu kaufen als einen Fonds – wahr oder falsch?“

Finanzkompetenz für Kinder:  Wenn der Goldesel streikt
Woher kommt eigentlich das Geld? Und was kann man damit machen? Schon Kleinkinder verstehen, dass Spielsachen Geld kosten und die Eltern dafür arbeiten müssen. Wie aus dem Nachwuchs kleine Finanzexperten werden. mehr…

Zugleich zeigte sich in der Studie aber auch ein direkter Zusammenhang zwischen Schule und Finanzverhalten. „Es gibt also zwei Kanäle, durch die Finanzverhalten beeinflusst wird: die elterliche Erziehung, die die Finanzbildung erhöht, und die Schule“, sagt Grohmann. Die Effekte von Finanzbildung und Schule sind dabei etwa gleich stark.
Ob jemand ein gutes Finanzverhalten an den Tag legt, wurde daran gemessen, wie stark er sein Geldvermögen über mehrere Anlageformen streut. Die Studienautorin gibt jedoch zu: „Dies ist nur ein sehr grobes Maß, da auch das konkrete Portfolio der Anleger und die persönlichen Präferenzen eine wichtige Rolle spielen.“
Kinder früh in Finanzentscheidungen einbeziehen

Staatliche Finanzspritzen für Eltern
Unabhängig von ihrem Einkommen haben Eltern Anspruch auf ein monatliches Kindergeld oder einen jährlichen Kinderfreibetrag. Der Freibetrag wird von dem zu versteuernden Einkommen abgezogen und senkt dadurch die Steuerlast. Ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 33.000 Euro lohnt sich dies mehr als der monatliche Zuschuss. Das Finanzamt prüft automatisch, was für die Eltern günstiger ist. Aktuell bekommen Eltern für ein Kind jährlich 2.208 Euro Kindergeld.
Finanzbildung Auf die Eltern kommt es an
DIW / Studie

Finanzkompetenz für Kinder Wenn der Goldesel streikt Woher kommt eigentlich das Geld? Und was kann man damit machen? Schon Kleinkinder verstehen, dass Spielsachen Geld kosten und die Eltern dafür arbeiten müssen. Wie aus dem Nachwuchs kleine Finanzexperten werden.

 

Verblasst der Glanz der Brics?

Yuan-Abwertung bringt weiteres Ungemach.Brics
Mit einer Schwächung der eigenen Währung will China Exporte und Konjunktur in Schwung bringen. Den Schwellenländern als Einheit dürfte dies aber weitere Probleme bereiten.

Werner Grundlehner berichtet: Auch Russland ist in eine Rezession gerutscht. Die Lage hat sich geändert. Bis zur Finanzkrise ruhte die Hoffnung für die Weltkonjunktur auf den Bric-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China). Die dynamischen Volkswirtschaften galten als Gegenmodell zu den tendenziell stagnierenden Industriestaaten. Diese litten in der Folge zwar stärker unter der Finanzkrise und der anschliessenden Rezession, erholten sich aber dank Liquiditätsspritzen der Zentralbank schneller als die Schwellenländer. Die globale Erholung verläuft dabei gesamthaft zögerlicher als ursprünglich erwartet. Gemäss Henderson Global Investors revidierten die führenden Ökonomen ihre Schätzungen zum Wirtschaftswachstum seit 2011 «mehr oder weniger durchgängig nach unten».  Kapitalfluss hat gekehrt..
Der Glanz der Brics verblasstbric

OECD rügt Steuerbehörden

Reiche sollten besser geprüft werden. Viele Industrie- und Schwellenländer tun einer Einschätzung der OECD zufolge nicht genug, um die Steuererklärungen von Reichen zu prüfen

Wirtschaftspsychologen wissen es: Bürger und Bürgerinnen fällt das Steuerzahlen viel leichter, wenn die Steuerbehörde kompetent ist. Haben er und sie das Gefühl, das System ist fair und die Behörde modern und effizient, entrichten sie ihren Obolus bereitwilliger. Eine effiziente Steuerbehörde und eine faire Verteilung der Steuerlast sind also wichtig, ganz besonders in Zeiten der strapazierten Staatshaushalte.

Mehr Aufmerksamkeit den Wohlhabenden
Die Industrieländerorganisation OECD hat sich nun in einem diese Woche in Paris veröffentlichten Bericht (Tax Administration 2015) angeschaut, wie die Industrieländer in Sachen Steuereintreiben aufgestellt sind. Einen Punkt streicht die Organisation dabei besonders hervor: Die Superreichen brauchen mehr Aufmerksamkeit – zumindest was die Steuerbehörden angeht. Und: Die diesbezüglichen Bemühungen reichen nicht.

Viele Industrie- und Schwellenländer tun laut dem Bericht nicht genug, um die Steuererklärungen von Reichen zu prüfen. Demnach hätten 85 Prozent der untersuchten 56 Länder zwar eigene Abteilungen in den Behörden, die großen Unternehmen auf die Steuer-Finger schauen. Bei den sogenannten High Net Worth Individuals, also jenen, die über ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügen, scheinen die Länder nachsichtiger zu sein.

Nur ein Drittel der Steuerverwaltungen hätten spezielle Abteilungen für wohlhabende Steuerzahler geschaffen. Ein Umstand, auf den die OECD bereits in der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2009 hingewiesen hat.
Reichere Superreiche

Überraschend sei dies insbesondere deswegen, weil das Vermögen dieser Gruppe weltweit deutlich gewachsen sei, heißt es in dem Bericht. Für Österreich hätte es keine entsprechende Empfehlung gegeben, heißt es dazu auf STANDARD-Anfrage aus dem Finanzministerium. Mit einer Begründung tut man sich im heimischen Ministerium leicht: „Das mag vor allem daran liegen, dass sowohl die Steuerbelastung als auch die Steuerehrlichkeit in Österreich bereits sehr hoch ist. Die österreichische Steuerverwaltung arbeitet international vorbildlich.“ Darüber hinaus seien Wohlhabende per se keine komplizierten Steuerfälle, denn viele Erträge seien endbesteuert, und die Banken liefern die Steuern ab.

Tatsächlich zählt Österreich auch zu jenen Ländern, wo die Steuerehrlichkeit mit 85 Prozent recht hoch ist. Aber auch hierzulande wuchs zuletzt die Zahl der Dollar-Millionäre um 5,7 Prozent auf 114.200 Personen. Und Österreich ist auch traditionell eines der Länder, die in OECD-Vergleichen wie ein Eldorado für Reiche dargestellt werden.
Griechenland gerüstet

Auch Deutschland – ähnlich wie Österreich gehört es zu jenen Ländern, in denen die Ungleichheit bei Vermögen und Einkommen besonders ausgeprägt ist – hat keine eigene „Reichensteuerbehörde“. Glaubt man der OECD, sind überhaupt nur Australien, Indonesien, Großbritannien und die USA gut gerüstet – und ausgerechnet Griechenland. Das Krisenland habe demzufolge im Laufe des Jahres 2013 eine entsprechende Abteilung eingerichtet.  Hier geht es zum OECD-Bericht

Tax the Rich: An animated fairy tale

Was bewegt Elizabeth Warren?

Schrecken der GroßbankenElisabeth Warren.  Sie brachte der Wall Street die größte Niederlage seit Jahrzehnten bei. Nun ist Elizabeth Warren eine gefürchtete Senatorin.

Heike Buchter berichtet: Die Mitglieder der Berkshire-Brigade sind bereit. Sie tragen Baseballkappen mit der Aufschrift „Run Elizabeth“ und „Elizabeth for President“- Anstecker. Hier in Pittsfield, im Nordwesten des Bundesstaates Massachusetts, warten sie auf Elizabeth Warren, Senatorin und Heldin des linken Flügels der Demokraten. „Wir sind ihre Leute, wir haben sie nach Washington geschickt“, sagt Brigaden-Mitglied Marietta Rapetti. Schon als sich Warren um den Senatorenposten bewarb, war sie nach Pittsfield gekommen und hatte die Vertreter der kleinen Ortspartei zu Fußsoldaten ihres Wahlkampfs gemacht.

Da ist sie! Zwischen ihren Bodyguards wirkt die 66-Jährige mit der blonden Bob-Frisur zierlich und schmal. „So schön, euch wiederzusehen“, ruft Warren. Ihre blauen Augen strahlen hinter der randlosen Brille, so wie man es im Fernsehen immer sieht, wenn sie sich mit Bankern jene Wortgefechte liefert, für die sie berühmt ist. Sie umarmt ihre Fans, posiert für Fotos. „Kämpfe für uns, Lizzie!“, ruft jemand.

Zum Kämpfen muss man Warren gar nicht erst auffordern. Fünfzehn Mal kommt das Wort in der 14-minütigen Rede vor, die sie gleich am College von Pittsfield halten wird. Den meisten Applaus bekommt sie, als sie vom Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) erzählt, einer neuen Finanzaufsichtsbehörde, die sie gegen den Widerstand der Banken in Washington durchgeboxt hat.
Was bewegt Elizabeth WarrenElizabethWarren

Was sind eigentlich «Social Impact Bonds»

Soziale Geldanlage:  Investoren nehmen Behörden die Arbeit ab
Mit «Social Impact Bonds» finanzieren private Geldgeber öffentliche Projekte vor. Erzielen die Programme ihre vereinbarte Wirkung, zahlt der Staat das Geld samt Rendite zurück.

Asylbewerber aus Eritrea in Lumino, TessinNur jeder sechste Asylsuchende in der Schweiz war Mitte 2014 erwerbstätig. «Social Impact Bonds» finanzieren staatliche Projekte für mehr Integration in den Schweizer Arbeitsmarkt (Asylbewerber aus Eritrea in Lumino, Tessin).

Staatliche Sozialprogramme und die Profitorientierung in der Privatwirtschaft werden oft als Gegensätze wahrgenommen. Eine innovative Finanzierungsform, der «Social Impact Bond» (SIB), holt jedoch private Investoren zur effizienteren Lösung sozialer Probleme mit ins Boot. Wie das funktioniert, zeigt zum Beispiel der erste SIB der Schweiz, der diesen Juni im Kanton Bern lanciert wurde.  Wettbewerb im Sozialbereich….
Investoren nehmen Behoerden die Arbeit weg

Social Impact Bonds

Social Impact Bonds

Whistleblowerinnen gehören geehrt!

W-T-W Women and Finance fordert Frauennetwerke dazu auf weltweit Whistelblower verstärkt zu ehren.

Wie wird mit Whistleblower umgegangen?

Whistleblower, Presse und die Öffentlichkeit sind das A und O bei der Aufklärung.  Ohne Whistleblower ist eine Aufklärung oft überhaupt nicht möglich.

Um Korruption bekämpfen zu können, sind die Strafverfolgungsbehörden auf Informanten angewiesen, die das korrupte Verhalten überhaupt erst aus dem Dunkeln zerren. Solche Informanten werden auch als „Whistleblower“ bezeichnet. Ohne Whistleblower könnte Korruption nicht aufgedeckt werden, da es sich um ein Heimlichkeitsdelikt handelt, von dem nur die Beteiligten und Menschen in ihrer unmittelbaren Nähe etwas wissen. Indem ein Whistleblower Missstände in seiner Organisation, Partei oder Firma meldet, geht er oft erhebliche persönliche Risiken ein. Er kann wegen Verletzung seiner Schweigepflicht über Betriebsgeheimnisse bestraft werden, muss als „Nestbeschmutzer“ und „Denunziant“ mit Mobbing oder gar dem Verlust seines Arbeitsplatzes rechnen.

Stabschefin des Investmentbank-Bosses fälschte jahrelang Spesen – als sie aufflog, entliess die Bank Whistleblowerin.
UBS-Chefs schuetzen hochrangige Betruegerin

Doaa Eladl www.w-t-w.org/en/doaa-eladl @doaaeladl

Kein Einzelfall siehe hierzu auch:
Operation weisse Weste -/
Superreicher lebt auf der Strasse
Von Korruption betroffen

http://www.w-t-w.org/en/anti-corruption-2/

Bernie, wettert über gierige Milliardäre und kriminelle Banken

Er scheint all jene Amerikaner zu erreichen, die Hillary Clinton aufgrund ihrer Nähe zu mächtigen Wirtschaftsbossen angeblich meiden. Zu seinen Auftritten kommen mehr Zuschauer als zu den grell orchestrierten Events aller anderen Präsidentschaftskandidaten. Im Juli sprach er vor 10.000 Menschen in Madison im Bundesstaat Wisconsin, 15.000 waren es wenige Wochen später in Seattle. Mit 28.000 Zuhörern in Portland legte Sanders am Sonntag seinen bislang größten Auftritt hin. Hillary Clinton brachte es in der Eröffnungs-Veranstaltung in New York nur auf 5.500 Zuschauer.

„Bernie“-Sprechchöre schallen über den Parkplatz der Arena.

Sie alle sind gekommen, um ihn zu sehen: Bernie Sanders. Der 73 Jahre alte Politiker steht im Innern der Arena auf dem Podium und winkt in das Meer aus Schildern mit seinem Namen. „Immer wieder fragen mich Journalisten, warum so viele von euch zu unseren Veranstaltungen kommen“, sagt Sanders und setzt an, um die Antwort zu geben. Da schreit ein Zuhörer: „Weil du recht hast, Bernie!“ Donnernder Applaus. Sanders lacht. In seiner Rede wettert er gegen die wachsende Ungleichheit in den USA, über gierige Milliardäre und kriminelle Banken und fordert einen flächendeckenden Mindestlohn für alle US-Bürger.

Der Politiker, dem am vergangenen Wochenende in Portland die Massen zujubelten, ist Sozialist. Und er bewirbt sich für das höchste politische Amt der Welt: die Präsidentschaft der USA, seit jeher Bollwerk gegen den Kommunismus. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt. Denn Sanders zielt mit seiner Politik ins Herz der amerikanischen Gesellschaft. Er richtet sich an die Arbeiterklasse, die seit den neunziger Jahren unter der schwächelnden Wirtschaft und hoher Arbeitslosigkeit leidet.

Obama „mag Bernie“
Sanders fordert Beschäftigungsprogramme und kostenlose Hochschulbildung – bezahlt mit hohen Steuern auf die Einkommen der Superreichen. Für amerikanische Verhältnisse sind seine Positionen krass….
Ein Sozialist fuers Weiße Haus

Taylor Jones

Taylor Jones

Jugend spart nicht nur für Führerschein, Auto und Elektronik

Das ist jungen Menschen das Sparen wert
Bei der Geldanlage scheuen junge Menschen das Risiko – und sie legen mehr zurück als manch Erwachsener. Gespart wird für Führerschein, Auto und Elektronik. Manche denken aber bereits weit voraus.

Norbert Schwaldt berichtet: Beim Sparen sind die jungen Deutschen meist konservativ und setzen auf sichere Geldanlagen. Junge Menschen sparen im Verhältnis zu ihrem Einkommen deutlich mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung in Deutschland. Von durchschnittlich 464 Euro, die sie nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten monatlich zur Verfügung haben, legen sie im Schnitt 126 Euro zurück, wie aus einer Umfrage der Deutschen Bank hervorgeht.

Die Sparquote in der Altersgruppe der 14- bis 25-Jährigen sei mit 27 Prozent dreimal so hoch wie die der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt. Im vergangenen Jahr hatte die Sparquote aller Deutschen im bundesweiten Schnitt rund neun Prozent betragen.
Zwei Drittel der jungen Sparer (63 Prozent) legen ihr Geld vor allem sehr konventionell an – auf ein Sparbuch oder als Sparplan, ergab die Umfrage. Mit deutlichem Abstand folgen dann das Tagesgeldkonto (32 Prozent) und das Bausparen (20 Prozent).
Das ist jungen Menschen das Sparen wert
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