Google steigert Börsenwert um 65 Milliarden

Aktie auf Rekordhoch:  Das schaffte bislang erst ein Unternehmen an der Tech-Börse GoogleNasdaq: Google hat 65 Milliarden Dollar an Börsenwert dazugewonnen. Zum Vergleich: Das ist mehr als das komplette Aktienkapital des Computerkonzerns Hewlett-Packard, übersteigt den Wert von Twitter um mehr als das Doppelte, und entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung Luxemburgs. Nur dem Netzwerk-Riesen Cisco gelang dem Analysehaus Factset zufolge jemals ein höherer Wertzuwachs an einem einzigen Nasdaq-Handelstag.

Managementteam

Google wurde im September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Seitdem ist das Unternehmen auf über 40.000 Mitarbeiter weltweit angewachsen. Zum Management-Team gehören einige der erfahrensten Experten der Branche.
Company/facts/managementBoersenmaerkte

Ukraine- Notenbank-Chefin Gontarewa und Finanzministerin Jaresko warnen

Die ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko war am Donnerstag in Washington, um mit den internationalen Gläubigern Verhandlungen zu führen. Danach warnte sie vor einer Staatspleite. Der europäische Steuerzahler stützt das System mit Krediten in Millionenhöhe.

Parlament in Ukraine billigt Reformen: Die Donbass-Krise macht der Ukraine finanziell zu schaffen. Der IWF hat seine Unterstützung zugesagt, im Austausch für Reformen. Nun hat das ukrainische Parlament die Sparmaßnahmen bewilligt – für drei Milliarden Dollar.

Das ukrainische Parlament hat den Weg für weitere Finanzhilfen frei gemacht. Die Abgeordneten billigten am Donnerstag Reformen unter anderem des Bankensystems und Energiesektors. Dies war Bedingung der Gläubiger für die Auszahlung einer weiteren Tranche von über drei Milliarden Dollar. Die Ukraine ist wegen Misswirtschaft und des Konfliktes mit Separatisten im Osten des Landes der Staatspleite nahe. Ein 40 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket soll dem Land bei der Überwindung der Finanzprobleme helfen. 15 Milliarden soll die Ukraine über eine Umschuldung selbst dazu beisteuern.
Wie ein Vertreter des Finanzministeriums erläuterte, kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 1,7 Milliarden Dollar der Teilauszahlung. Eine Milliarde Dollar gibt die Weltbank, 300 Millionen Japan und 200 Millionen Euro Deutschland.
Die ukrainischen Parteien und ihre Köpfe

Die Parlamentswahl soll der krisengeschüttelten Ukraine an diesem Sonntag eine stabile Regierung bringen. Wegen der Gefechte im Osten werden aber vorerst nur 424 der 450 Sitze in der Obersten Rada in Kiew vergeben, es gilt die Fünfprozenthürde. Um 225 Sitze bewerben sich 29 Parteien mit mehr als 3000 Kandidaten, die restlichen 199 Mandate werden per Direktwahl bestimmt. Stimmberechtigt sind gut 36 Millionen Bürger. Die aussichtsreichsten Parteien im Überblick.
Parlament in Ukraine billigt Reformen

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und Finanzministerin Natalia Jaresko

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und Finanzministerin Natalia Jaresko

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa:
www.rtdeutsch.com/tag/gontarewa/
www.bloomberg.com/research/stocks/private/person

Finanzministerin Natalia Jaresko
www.de.wikipedia.org/wiki/Natalija_Jaresko

Griechische Banken könnten am Montag öffnen

Staatsradio: Griechische Banken könnten schon Montag wieder öffnen

Die angesichts der Finanzkrise geschlossenen Banken in Griechenland könnten schon am kommenden Montag wieder öffnen. Allerdings dürften weiter viele Kapitalverkehrskontrollen in Kraft bleiben, berichtete das griechische Staatsradio. Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich.

Die Griechen haben die erste Bedingung für neue Milliarden-Hilfen erfüllt. Merkel und Schäuble warben für Zustimmung, der IWF bleibt an Bord und die griechischen Banken sollen Montag wieder öffnen.

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Finanzierung Entwicklungshilfe

Ein neues Image für die Entwicklungshilfe. Finanzierung für neue Uno-Ziele. Ban Ki Moon und Nkosazana-dlamini-zuma
An der Uno-Konferenz in Addis Abeba wird über die neuen Anforderungen an die Finanzierung der Entwicklungshilfe diskutiert. Ein zentrales Thema ist die Besteuerung von Unternehmensgewinnen.

Elisabeth Wallimann berichtet:  Die dritte Uno-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung, die noch bis Donnerstagabend dauert, steht im Zeichen einer Neuausrichtung. An dem dreitägigen Treffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wollen die teilnehmenden Länder die Entwicklungspolitik auf eine neue Grundlage stellen. Dabei geht es nicht mehr um eine reine Finanzhilfe von reichen an arme Länder. Es stehen vielmehr neue Finanzmodelle im Mittelpunkt, die allen Ländern ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglichen sollen. Die Verhandlungen bilden eine wichtige Grundlage für die «Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Uno, die im September die sogenannten Millenniumsziele ablösen sollen. An der Konferenz nehmen rund 30 Staats- und Regierungschefs, etwa 110 Minister und über tausend Teilnehmer aus der Privatwirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen teil…
Ein neues Image fuer die Entwicklungshilfe
Ärzte ohne Grenzen

IWF veröffentlicht Griechenland-Analyse

Schuldenkrise
Der IWF hat eine negative Analyse zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands veröffentlicht. Der Fonds fordert Transferzahlungen oder eine große Erleichterung der Schulden.

Der Internationale Währungsfonds hat eine Analyse veröffentlicht, nach der die Eurozone ihre Schuldenerleichterungen für Griechenland deutlich ausweiten muss. „Griechenlands Schulden können nur mit Maßnahmen zur Schuldenerleichterung tragfähig sein, die viel weiter gehen, als Europa bislang vorgesehen hat“, heißt in dem Bericht, der am Samstag den Regierungen der Euroländer vorgelegt worden sei.

Schon jetzt liege die Schuldenquote Griechenlands bei 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), heißt es in dem IWF-Papier. Sie werde sich in den kommenden beiden Jahren 200 Prozent nähern. Passagen des Berichts waren bereits am Dienstag bekannt geworden.

Der IWF schlägt daher drei Möglichkeiten vor: Die Verlängerung der Zeit, in der das Land keine Schulden an die europäischen Partner zurückzahlen muss, von zehn auf 30 Jahre; zweitens jährliche Transferleistungen an Griechenland; und drittens schlicht einen Schuldenerlass. Die Entscheidung zwischen den genannten Optionen liege „bei Griechenland und seinen europäischen Partnern“.
IWF veroeffentlicht pessimistische Griechenland-Analyse
No Deal

Fälschung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung

Bukarest – Rumäniens Justiz verstärkt Druck auf Premier PontaRumäniens Ministerpräsident Victor Ponta

Der rumänische Regierungschef Victor Ponta soll Geld gewaschen und falsch ausgesagt haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage und beschlagnahmte sein Privatvermögen.

Die rumänische Staatsanwaltsschaft hat Ministerpräsident Victor Ponta in einem weitreichenden Korruptionsfall der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Falschaussagen beschuldigt. Zudem sei sein persönliches Vermögen vorübergehend eingefroren worden, teilte sie am Montag nach einer Befragung des 42-Jährigen mit.

Die Delikte soll der Regierungschef in den Jahren 2007 und 2008 begangen haben, als er Abgeordneter war und als Anwalt arbeitete. Den Anklägern zufolge soll Ponta, damals noch als Rechtsanwalt, über fiktive Verträge Geld für nicht geleistete Arbeit von dem mit ihm befreundeten Rechtsanwalt Dan Sova kassiert haben. Medien werten dies als versteckte Bestechung, denn später beförderte Ponta seinen Freund Sova zum Minister.
Vermögen beschlagnahmt

Ponta ist der erste Regierungschef des EU-Landes, der beschuldigt wird und sein Vermögen beschlagnahmt sieht. Er selbst bestreitet jegliches Fehlverhalten. Eine Rücktrittsforderung von Präsident Klaus Iohannis wegen der Korruptionsvorwürfe wies Ponta bisher zurück. Formelle Ermittlungen waren bisher nicht möglich, weil sich die Parlamentsmehrheit weigerte, Pontas Immunität aufzuheben. Allerdings gilt diese den Angaben zufolge nur für den Vorwurf des Interessenskonfliktes, nicht aber für Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Auch ein Misstrauensvotum überstand er.

Unklar blieb zunächst, wie es nun weitergehen soll und ob Ponta verhaftet werden kann. Am Sonntag war Ponta als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei zurückgetreten. Er wolle mit diesem Schritt seine Unschuld unter Beweis stellen, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. Die Vorwürfe gegen den Regierungschef hatte die Staatsanwalt-­ schaft am 5. Juni erhoben.

Der 42-Jährige erholt sich derzeit von einer Knieoperation, der er sich am 15. Juni in Istanbul unterzogen hatte. Nach einer viel kritisierten Abwesenheit von drei Wochen hatte er am 9. Juli seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Am Montag ging er mit Hilfe von Krücken die Stufen zu dem Gebäude der Staatsanwaltschaft hoch.

Siehe hiezu auch:
Ist „Crime Enabling“ ein behördlich geschütztes Schweizer Geschäftsmodell?

„Crime Enablers“ geben sich den Anschein von seriösen Geschäftsleuten, welche jedermann ihre Dienstleistungen anbieten, auch das Verschleiern von Vermögenswerten.

Gewinnerzielung ist das Hauptmotiv für Straftaten weltweit. Enabling“ heißt ermöglichen – und genau das tun Schweizer Finanzinstitute und ihre Helfer: sie ermöglichen Verbrechen.
„Crime Enabling“ bedeutet das Verschleiern der wirtschaftlich Berechtigten

Siehe hierzu auch:
OCCRP Investigative Journalisten-Netzwerk (The Organized Crime and Corruption Reporting Project) @OCCRP

Pavel
Pavel

Malaysia Korruptionsvorwürfe belasten die Börse

Ramponiertes Image Malaysias:  Die gegen den Regierungschef Razak Najib erhobenen Korruptionsvorwürfe belasten die Börse. Weitet sich der Finanzskandal aus, dürften vor allem Infrastrukturtitel und Bankenaktien leiden.

Manfred Rist,Singapur berichtet: Ein schlechter Führer, so heisst es mitunter in Malaysia, sei immer noch besser all gar keiner. Mit Blick auf jüngste Ereignisse in Kuala Lumpur wirken solche Phrasen derzeit eher peinlich. Der Regierungschef Razak Najib wird des Missmanagements eines Staatsfonds (1MDB), der Korruption, der Bereicherung und des Wahlbetrugs verdächtigt. Er hat bisher wenig unternommen, um diese Anschuldigungen zu entkräften. Najib belastet die Märkte, und auch die Reputation der Nation steht auf dem Spiel.

Dass die meisten Aktien in Kuala Lumpur in der vergangenen Woche an Terrain eingebüsst haben, erstaunt nicht: Die lokale Krise wurde von den Börseneinbrüchen in China und dem Griechenland-Debakel überlagert. Erstaunlich ist eher, dass der KLCI nur 1,1% verloren hat. Dies hängt damit zusammen, dass die Luft in Kuala Lumpur seit geraumer Zeit draussen ist: Innert Jahresfrist ist der Index um 9% gefallen. Die Landeswährung Ringgit, die zum Kreis der anfälligen Rohstoff-Währungen zählt, ist am Freitag zwar wieder knapp über die Marke von $ 3.80 geklettert, bleibt in diesem Jahr mit einem Minus von 8% gegenüber dem Dollar aber die schwächste Valuta in Südostasien.
Nicht alles ist schwarz in Malaysia. Das 30 Mio. Einwohner zählende Land verfügt über einen soliden Mittelstand und über eine breit diversifizierte Wirtschaft. Der Industrieproduktionsindex stieg in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 5,6%, was ungefähr dem BIP-Wachstum entsprach. Der Staat kann sich zudem weiterhin relativ günstig finanzieren, verlangen die Märkte für Zehn-Jahre-Papiere doch bloss 4,03%.

Doch die Erfolgsstory wirkt zunehmend beschönigt, und das vordergründig moderne Land hat in Anlegerkreisen kaum je für Begeisterung gesorgt. Ausländische Anleger sind seit einer Woche besonders auf der Hut. Die Schweizer Grossbanken stufen das Land wegen drohender Weiterungen der 1MDB-Affäre gar mit «high risk» ein. An diesem Skandal kristallisieren sich die tiefer liegenden Probleme der Nation: Die Regierungspolitik bleibt intransparent und hat populistisch-islamische Züge angenommen, und die Korruption ist omnipräsent. Es rächt sich, dass die seit 58 Jahren an der Macht sitzende United Malays National Organisation (Umno) nie in die Opposition gedrängt wurde.
Sollte sich die politische Krise hinziehen, dürften vor allem Bauwerte, die traditionell von staatlichen Infrastrukturvorhaben profitiert haben, etwa YTL, sowie Banktitel wie CIMB unter Druck kommen. Als weniger anfällig gelten Minenaktien und Konsumtitel. Ziemlich immun dürften auch Technologieaktien sein, beispielsweise jene von JCY International, einem führenden Anbieter von Festplatten.

Im Fokus steht derzeit die Kursentwicklung des in Asien grössten Billigflugunternehmens Air Asia. Die durchzogene Sicherheitsbilanz des Carriers wird von Fragen zum Rechnungswesen sowie von Berichten über ungenügende Eigenmittel in Indonesien überlagert. Der Titel, der vor drei Jahren noch bei Rin. 3.77 notiert hatte, ging am Freitag mit Rin. 1.34 aus dem Handel.
Razak Najib

Gesundheit ist „IN“ am Aktienmarkt.

Das Gesundheitswesen boomt, hunderte Startups dringen mit ihren Produkten in die StoeckemannSchnittstelle zwischen Digital und Medizin. Im Interview mit Focus-Online erklärt der Investor Klaus Stöckemann, welche Startups es schaffen und warum Vertrauen so wichtig ist.

Gesundheit ist in – auch am Aktienmarkt. Klaus Stöckemann gehört zu Deutschlands führenden Risikokapitalgebern am Gesundheitsmarkt. Im FOCUS-Online-Interview gibt er Tipps, wie Anleger vom Medizin-Trend profitieren.
Darauf kommt es beim Investieren wirklich an
Risikokapital

Royal Bank of Scotland raus aus Griechenland

Verkauf der Schiffsfinanzierung

Die Royal Bank of Scotland (RBS) dampft laut Reuters-Informationen im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung ihr Geschäft in Griechenland ein. Die dortige Sparte für Schifffahrtskredite solle zum Verkauf gestellt werden, verlautete es am Freitag aus Branchenkreisen. Die britische Grossbank ist seit Jahrzehnten einer der grössten Kreditgeber für die internationale Schifffahrt. Die Filiale in Griechenland mit ihren rund 60 Mitarbeitern spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Kreditportfolio der Sparte beläuft sich auf 5 Mrd. $. Für die griechische Regierung kommt die Entscheidung zur Unzeit: Ministerpräsident Alexis Tsipras kämpft derzeit gegen die Staatspleite. Für Griechenland sind Reedereien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die RBS verfolgt die Strategie, sich von Geschäften etwa im Nahen Osten, Afrika, Asien sowie auch in Teilen Europas zu trennen. Stattdessen will sie sich stärker auf dem Heimatmarkt positionieren.
RBS

Verstößt Bargeld-Verbot gegen die Verfassung?

Der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart hält ein Bargeldverbot, wie es derzeit immer wieder in die Diskussion geworfen wird, nicht nur für wenig realistisch, sondern auch für verfassungswidrig. Allerdings sieht er in der Tatsache, dass dies überhaupt gefordert wird, wie auch im Bestreben, jedenfalls den Gebrauch von Bargeld einzuschränken. eine bedenkliche Entwicklung hin zur Totalüberwachung des Bürgers und zur Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.
Degenhart- Bargeld-Verbot verstoeßt gegen die Verfassung
Bargeld