Körper und Hirn Kapital meiner Ich-Firma

Gene Simmons, der ­Bassist der Rockband Kiss über Wege zum Erfolg, die Magie des Geldes, das ­ Musikgeschäft und warum er mit seiner Band nicht an die Börse will.

Was nützt das schon, wenn ein 20-jähriges Mädchen einen 25-jährigen Kerl heiratet? Da kommt plötzlich jede Menge Stress auf. Er versteht nicht, wie eine Hypothek funktioniert, sie hat keine Ahnung, wie ein Autokredit abgewickelt wird. All diese essenziellen Fragen – wie teuer kommt mich ein Kind, was wird mich die Scheidung kosten, wie viel Geld knöpft mir das Steueramt ab, was genau ist ein Offener Investmentfonds -, das alles lernt man nicht in der Schule. In meinem Buch geht es genau darum. Es ist einfach gehalten, es gibt keine Tabellen und Grafiken, ich rede nicht über den Dow Jones Index oder Anleihen, obwohl darüber jeder Bescheid wissen sollte. Ich beschreibe einfach meinen Weg.

Mehr Geld macht glücklicher.
Haben Sie dafür ein Rezept?
Die Leute wollen das Geheimnis meines Erfolgs herausfinden, sie wollen die zehn Regeln erfahren, wie auch sie reich werden können. Das ist natürlich Unsinn.

Aber so lautet der Untertitel Ihres aktuellen Buches: „Mein Erfolgs­rezept“.
Yes, that’s auf Deutsch. Im Englischen ist es treffender formuliert: „Die Ich-Firma – Wie du den Rockstar in dir selbst freisetzen kannst“. Wobei ich Ihnen natürlich schon sagen kann, wie Sie umgehend Ihr Vermögen verdoppeln.

Wie denn? Das müssen Sie uns erklären.
Du musst einen feindlichen Take-­over auf dich selbst starten.

Wie bitte?
Das Erste, was eine Firma bei einer feindlichen Übernahme macht, ist doch, Leute zu feuern. Man beginnt mit dem üblichen Downsizing-Programm und schneidet das Fett ab. So verdient man ganz bestimmt mehr Geld.

Man soll eine Sparübung an sich selbst durchexerzieren?
Jetzt haben Sie es kapiert. Man kann die Unfriendly-Takeover-Sache ganz einfach auf sein Leben übertragen. Streiche all die Ausgaben, die nicht nötig sind. Kauf weniger Kleider. Gib weniger Drinks aus. Heirate nicht zu früh – du kannst als Mann locker bis 40 warten. So kommst du schnell zu mehr Geld. Es ist nun mal so: Ein Penny, den du nicht ausgegeben hast, ist ein gesparter Penny. Das Leben ist ein großes Business…..
Kiss-Rocker Simmons- Geld ist alles

Kiss

Seid umschlungen, Millionen!

US–Datendiebstahl übertrifft alle Befürchtungen

Hacker haben aus der Bundesverwaltung der USA die Unterlagen von mehr als 21 Millionen Menschen gestohlen. Und zwar von solchen, die sich für sicherheitsrelevante Stellen bewarben.

Auf 18 Millionen bezifferten die einen angeblichen Insider die Zahl von Personaldossiers, die in einem zweiten Hackerangriff auf die amerikanische Personalverwaltung (Office of Personnel Management, OPM) gestohlen worden seien. Es waren noch viel mehr. Mehr als 21 Millionen. Mindestens.

Lange Erntezeit
Ab Mai 2014 sollen Hacker ein Jahr lang Zugang zu jenen Informationen gehabt haben, die man der Bundesverwaltung liefern muss, wenn man sich um eine Stelle mit erhöhtem Sicherheitsrisiko bewirbt. Es geht um frühere und gegenwärtige Angestellte der Verwaltung sowie um Kandidaten, die das werden wollten. Und zwar mehr als 19 Millionen von ihnen. Und um zwei Millionen Verwandte, die irgendwo in den rund 100 Seiten starken Fragebogen namentlich aufgeführt worden waren.

Bis auf die Unterhosen.
Zu den Daten, die den Hackern in die Hände fielen – informell werden die Chinesen beschuldigt, die natürlich von allem nichts wissen wollen –, gehören neben den Nummern der Sozialversicherung die berufliche Laufbahn, Adressen der Betroffenen und von Verwandten, frühere Kontakte mit Drogen und vereinzelt selbst medizinische und psychiatrische Probleme in der Vergangenheit. Von mehr als einer Million Betroffener wurden auch die Fingerabdrücke im aufgebrochenen Daten-Safe des OPM gespeichert. Nicht routinemässig, aber fallweise, waren auch der Leumund oder die finanzielle

Vorgeschichte der Betroffenen gespeichert.
Die Betroffenen selber erhalten vom OPM zwar Hilfe, um sich vor einem allenfalls existenzbedrohenden Identitätsdiebstahl zu schützen. Doch sie sind selber dafür verantwortlich, jene Personen zu warnen, die sie in ihren Formularen zur Sicherheitsüberprüfung als Angehörige, Berufskollegen oder Referenzen genannt hatten.
Kompromittierendes Material

Dieser zweite Datendiebstahl kommt im Windschatten eines anderen, bei dem bereits mehr als vier Millionen Sozialversicherungsnummern im OPM gestohlen worden waren. Das einzige Trostpflaster, das die Personalverwaltung am Donnerstag verteilen konnte, war die Aussage, es gebe gegenwärtig keine Anzeichen dafür, dass die gestohlenen Daten zu kriminellen Zwecken missbraucht oder auf dem Schwarzmarkt angeboten würden.

Das wiederum lässt die Befürchtung der Sicherheitsdienste in den USA wachsen, dass die Daten von einer feindlichen Macht für nachrichtendienstliche Zwecke missbraucht werden sollen. Offensichtlich gibt es in den gestohlenen Dossiers vieles, das trefflich zur Erpressung dienen könnte: von dunklen Seiten in der persönlichen Biografie bis zu Namen und Adressen von Verwandten im Ausland – ob in China oder anderswo.
Datenschutz

Reformliste aus Athen

Griechenland hat bei Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem eine 13-seitige Reformliste eingereicht. Im Gegenzug hofft die Regierung in Athen auf ein neues, dreijähriges Rettungsprogramm im Umfang von 53,5 Milliarden Euro.

Nach dem Eingang der neuen Reformliste aus Athen müssen jetzt die EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationalen Währungsfonds (IWF) die Vorschläge prüfen. Die Brüsseler EU-Kommission hatte eine knappe Stunde nach der Sprecher von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem den Eingang des Dokuments aus Athen bestätigt. Der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, erklärte kurz nach 23 Uhr per Twitter: „Nun erhalten. Unterschrieben. Drei Institutionen werden nun prüfen.“ Zuvor hatte er dort betont, es werde ein Schreiben mit Unterschrift benötigt.

Was auffällt: Viele Vorschläge sollen erst Ende 2016 oder gar 2019 wirksam werden. In ersten Kommentaren heißt es, der Vorschlag Athens, Ausgaben fürs Militär zu senken, bleibe deutlich hinter den Forderungen der Geldgeber zurück: Dieses Jahr 100 Millionen Euro, nächstes Jahr 200 Millionen Euro. Die Gläubiger wollten Einsparungen im Volumen von 400 Millionen Euro.
Reformliste aus Athen
Griechenland Reformliste

Zünglein an der Waage für Griechenland

EZB verliert bei Notkrediten die Geduld. Bank of Greece auf dem Weg zur Bankbesitzerin

Ohne Notkredite funktionieren die griechischen Banken nicht, ohne Banken funktioniert das ganze Land nicht. Die Europäische Zentralbank ist zum Zünglein an der Waage geworden.

Claudia Aebersold Szalay berichtet: In die Verhandlungen zur Lösung der Griechenland-Krise ist Tempo gekommen, seitdem die europäischen Spitzenpolitiker Athen unverblümt eine Frist gesetzt haben. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist womöglich nicht ganz unschuldig daran, dass es nun zu einer Art Ultimatum gekommen ist. Die Tatsache, dass EZB-Präsident Mario Draghi ohne eine baldige politische Lösung des Konflikts zwischen Athen und seinen Gläubigern die Notkredite der griechischen Zentralbank an das griechische Bankensystem nicht mehr weiter zulassen will, stellt eine glaubwürdige Drohkulisse dar.
Druck aus Frankfurt.

Die Notkredite, für die allein Griechenland haftet und nicht die anderen Euro-Staaten, sind zum Schlüsselfaktor in der Krise geworden, denn ohne sie überleben die griechischen Banken nicht. Da sich die EZB, die die Nothilfe der griechischen Notenbank bewilligen muss, seit gut zehn Tagen weigert, das bisherige Volumen von knapp 90 Mrd. € weiter zu erhöhen, können die griechischen Banken ihre Schalter nicht eröffnen. Um funktionstüchtig zu sein, wären deutlich höhere Liquiditätshilfen nötig. Die Währungshüter in Frankfurt hatten die Notkredite bisher aber lediglich gutgeheissen, weil sie eine politischen Lösung zwischen Athen und seinen internationalen Geldgebern nicht verunmöglichen wollten.
Das Referendums-Nein der griechischen Bevölkerung hat die Wahrscheinlichkeit einer Einigung verringert, weshalb die EZB nun nicht mehr länger stillhalten will. Am Montag hatte sie bereits die Sicherheitsanforderungen für die Kredite erhöht, was zwar keine unmittelbaren Folgen für das griechische Bankensystem hatte, aber ein deutliches Signal war, dass sie eine härtere Gangart einschlagen würde. Nun mahnt sie auch in Brüssel zur Eile, denn die Liquiditätslage griechischer Banken ist mittlerweile so miserabel, dass die Barbestände trotz geschlossenen Schaltern bald aufgebraucht sein dürften.
Achillesferse Banken

Was aber, wenn die Forderung Draghis nach einer Lösung ungehört bleibt? Sollte sich bis Sonntag keine gemeinsame Linie zwischen Athen und seinen Gläubigern andeuten, die eine Einigung in absehbarer Zeit realistisch erscheinen lässt, würde die EZB wohl die Notkredite (Emergency Liquidity Assistance, ELA) untersagen. Das Szenario eines Stopps der Nothilfe ist für das griechische Finanzsystem und letztlich für die gesamte griechische Wirtschaft verheerend…..

Die griechischen Banken sind im Fall eines ELA-Stopps nicht mehr in der Lage, ihren Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen. Das nicht funktionierende Finanzsystem Griechenlands ist zur Achillesferse des Landes geworden. Ohne Einigung mit den Geldgebern wären wohl die Banken das schwächste Glied in der Kette, das einen Grexit erzwingen würde, auch wenn er politisch nicht gewollt wäre.
EZB verliert bei Notkrediten die Geduld
Ancient Greece Bank

Lieben Fondsanbieter unerfahrene Sparer?

Welweites FondvermoegenWeltweit verwaltet die Fondsindustrie 74 Billionen Dollar – nie war es mehr. Teure Fonds werden vor allem an Kleinsparer verkauft. Mit Profis verdient die Branche dagegen weniger.

Karsten Seibel berichtet: Abgesehen von einer Delle zur Lehman-Krise 2008 steigt das weltweite Fondsvermögen seit 2002 – und hat nun einen Rekordwert erreicht .

Christian Sewing will in den rund 700 Filialen der Deutschen Bank in Zukunft vor allem mehr Fonds verkaufen. „Bereits in den vergangenen zwölf Monaten sahen wir einen enormen Anstieg bei den Investmentprodukten“, sagte der 45-Jährige vergangene Woche auf einer Branchenkonferenz.

Sewing ist der neue Vorstand für das Privatkundengeschäft des größten deutschen Bankhauses. Von höheren Verkaufszahlen würde nicht nur sein Bereich profitieren, sondern auch die hauseigene Fondsfabrik der Deutschen Bank. Wie wichtig Kleinsparer für die Fondsindustrie sind, zeigt eine nun vorgestellte Studie der Boston Consulting Group (BCG). Demnach verdient die Branche an jedem weiteren Privatkunden, der ein paar Tausend Euro in Fonds investiert, mehr Geld, der Gewinn für die Anbieter steigt.
Bei großen Pensionskassen und Versicherungen, die Millionen verwalten lassen, ist das nicht sicher. Die Profis achten stark auf die Kosten und entscheiden sich mehr denn je für Produkte mit niedrigeren Gebühren.

Der Unterschied ist in Deutschland besonders groß. Ein Fondsanbieter verdient hierzulande an Privatkunden durschnittlich Gebühren in Höhe von 0,62 Prozent.
Mehr Gewinn mit Privatkunden Institutionelle Investoren sind dagegen lediglich bereit, 0,15 Prozent zu zahlen – also gerade einmal ein Viertel. In Gesamteuropa ist der Unterschied nicht ganz so eklatant. Hier stehen den 0,15 Prozent der Profis im Durchschnitt 0,51 Prozent der Masse gegenüber.

„Anbieter, die sich auf Privatkunden konzentrieren, haben ein höheres Wachstum bei den Mitteln und dem Gewinn verzeichnet“, heißt es in der BCG-Studie. Insgesamt verwaltete die Branche Ende des vergangenen Jahres 74 Billionen Dollar und damit fünf Billionen Dollar mehr als ein Jahr zuvor, der Gewinn der Fondsindustrie lag bei 102 Milliarden Dollar.
Der entscheidende Punkt ist: Der Wert des Vermögens in Publikumsfonds hat sich um zwölf Prozent erhöht, der Gewinn für die Anbieter um elf Prozent. Fonds für institutionelle Anleger erhöhten ihr Volumen um acht Prozent, der Gewinn aus dieser Quelle schrumpfte allerdings um ein Prozent.

Hier zeigt sich nicht nur die größere Verhandlungsmacht der Profis. Es wirkt sich auch das andere Anlageverhalten aus. ETFs werden nicht offensiv angeboten
Statt bei den teuren aktiv gemanagten Fonds greifen Versicherungen und Pensionskassen längst sehr viel stärker bei den günstigeren passiven Fondsvarianten zu, sprich bei jenen Produkten, die einen Index oder Markt eins zu eins abbilden und damit zwar nie besser als der Durchschnitt sein können, aber auch kaum schlechter. Gemeinhin laufen diese Fonds unter dem Kürzel ETF für Exchange Traded Funds.

Das unterschiedliche Anlageverhalten überrascht nicht. ETFs werden von Filialbanken und anderen Finanzvertrieben nicht offensiv angeboten, da sie nur mit dem Verkauf aktiv gemanagter Fonds hohe Provisionen kassieren können.
Zusätzlich nutzen die Vertriebe aus, dass kaum ein Sparer von sich aus nach den günstigeren und nicht selten auch besseren Produkten fragt. Ausnahmen sind jene Kleinanleger, die ohnehin ihr Depot bei einer Direktbank haben und damit selbst über Kauf und Verkauf der Investmentfonds entscheiden.

Ja, es gibt viele Sterne, Sohn. Nicht so viele wie Aktienfonds, aber trotzdem recht viele.

Ja, es gibt viele Sterne, Sohn. Nicht so viele wie Aktienfonds, aber trotzdem recht viele.

Tsakalotos löst Varoufakis als griechischer Finanzminister ab

Tsakalotos wird griechischer Finanzminister Varoufakis‘ rechte Hand soll es richtenDer Alte und der Neue

Tsakalotos – Spross einer reichen Familie – wurde 1960 in Rotterdam geboren. 1965 zog seine Familie nach England. Tsakalotos besuchte die Universität Oxford. Seitdem spricht er ein feines Oxford-English.

Griechenland bekommt einen neuen Finanzminister: den bisherigen Vize-Außenminister Tsakalotos. Er dürfte einen stressigen Start haben. Denn die Euro-Gruppe und Kanzlerin Merkel machen Druck. Alle wollen nun schnell konkrete Pläne sehen.
„Ich hoffe, es ist Euklid“: Mit dieser Empfehlung für seine Nachfolge verließ der scheidende griechische Finanzminister Yanis Varoufakis am Mittag sein Ministerium. Mit Euklid meinte Varoufakis Euklid Tsakalotos, den bisherigen stellvertretenden Außenminister Griechenlands. Und tatsächlich: Am frühen Abend wurde der Wirtschaftsprofessor zum neuen Finanzminister auserkoren und sollte offenbar noch am gleichen Tag vereidigt werden.

Wenige Stunden zuvor hatte Varoufakis überraschend seinen Rücktritt verkündet. In einer kurzen Stellungnahme teilte er mit, einige Mitglieder der Euro-Gruppe hätten ihm klargemacht, dass sie es vorziehen würden, wenn er nicht mehr an ihren Treffen teilnehmen werde. Sein Abschied sei von Ministerpräsident Alexis Tsipras als „potenziell hilfreich“ betrachtet worden, weshalb er heute das Finanzministerium verlasse.
Tsakalotos wird griechischer Finanzminister
Greek Financial Crisis

Will Bitcoin Wirtschaft und Finanzen erorbern?

Innovationen bei Kryptowährungen. Auf der Suche nach der «Killer-App»
Bitcoin-Enthusiasten wollen mit technologischen Innovationen die Welt von Wirtschaft und Finanzen erobern. Die Realität ist aber noch eher ernüchternd, während attraktivere Konzepte aufkommen.

Christof Leisinger berichtet: Bitcoin sorgt zwar immer wieder für Schlagzeilen, meist allerdings aus dem falschen Grund. Das zeigt sich in diesen Tagen, in welchen kolportiert wird, griechische Anleger versuchten die Kapitalverkehrskontrollen im eigenen Land zu umgehen, indem sie ihre Spargelder in Bitcoins umwandelten. So liessen sich die Ersparnisse vor dem drohenden Wechsel in eine neue Schwach-Währung oder vor einem «Banken-Bail-in» retten, ist die Logik. Solche Berichte sind aber oft stark übertrieben, und die Volumina sind gering.

Zudem behandeln sie primär einen Aspekt des Phänomens: Bitcoin gilt in libertären Kreisen als ideale Parallelwährung zu den etablierten, die unabhängig von einer politisch beeinflussten Notenbank auf Basis energieaufwendiger kryptografischer Verfahren in begrenzter Menge geschaffen, dezentral verwaltet und deswegen wertstabil bleiben werde. Leider ist das begrenzte Geldangebot ein Problem, weil es in einer dynamischen Volkswirtschaft womöglich zu deflationären Effekten und zum Horten der Währungseinheiten führt. Folglich hat Bitcoin als Währung nach Ansicht vieler Ökonomen wegen konzeptioneller Mängel keine Zukunft….
Innovationen bei Kryptowaehrungen

Freie Fahrt haben künftig nur noch jene, die ihre Raten für den Autokredit pünktlich zahlen.
Auto Illustration

Ausgabenfetischismus durch aufgeblähten Verfassung?

Märkte und Meinungen
Ausgabenfetischismus führt in die Überschuldung
In Griechenland fordern viele einen Schuldenschnitt und frische Stimulierungsmassnahmen auf Kredit. Wer sich aber an der aufgeblähten Verfassung des Landes vor der Krise orientiert, irrt.

Christof Leisinger berichtet: «Gute Medizin schmeckt bitter», heisst ein bekanntes Sprichwort. Das gilt nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden, sondern es lässt sich ohne weiteres auf die wirtschaftlichen Belange übertragen. Während sich die Menschen früher alleine schon aufgrund der Gegebenheiten vielseitig ernährten und auch an bitterstoffhaltige Gemüse und Wildpflanzen gewöhnt waren, hat sich der Geschmackssinn des modernen Menschen im Laufe der Zeit von den «Lockstoffen» der Lebensmittelindustrie beeinflussen lassen. Heute wissen viele nicht mehr, welche Aromen die einzelnen Nahrungsmittelbestandteile in ihrer natürlichen Form haben. Die «herzhaft-pikante» Note der in Fertiggerichten verwendeten Geschmacksverstärker hat sie desorientiert. Das Künstliche ist heute für sie das Normale.
Ausgabenfetischismus

arm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Geld wird in der Liebe immer zum Thema

Sie will wirklich nur sein Geld

Nicola Erdmann berichtet: In jeder Beziehung wird die Finanzfrage irgendwann zum Problem. Eine neue Umfrage legt den unromantischen Schluss nahe: Männer wollen Liebe, Frauen nur Geld.
Sarah und Felix sind seit drei Jahren ein Paar. Seit zwei Jahren ist Felix Mitglied in einem Fitnessstudio. Er ist höchstens drei Mal dort gewesen. In den gesamten zwei Jahren. Bei einer Monatsgebühr von zwanzig Euro macht das etwa 160 Euro pro Besuch. Sarah findet das finanziell nicht ganz so sinnvoll. Sie würde sich wünschen, dass er entweder regelmäßig zum Sport geht – oder den Vertrag kündigt.

Zwanzig Euro im Monat wären aber doch nicht viel, findet Felix. Und wenn er vielleicht mal wieder hingehen möchte, dann könne er das auch. Man könnte das Geld auch für den Tierschutz spenden, statt an ein Fitnessstudio, findet Sarah.

Geld wird in der Liebe immer irgendwann und irgendwie zum Thema – sei es schon beim ersten Date, wenn es um die Frage geht, wer was bezahlt, sei es erst, wenn man zusammenzieht und es um die unglaublich schwierige Frage vom gemeinsamen Konto geht (übrigens: bloß nicht!). Die Online-Partnervermittlung eDarling hat sich nun auch mal dieses ewigen Problems angenommen – und in einer großen Umfrage bestätigt, was man leider so schon vermutet hatte.

Er muss mehr verdienen als sie

Frauen geht es ums Geld, und zwar um seines, Emanzipation und allem zum Trotz. 70 Prozent der befragten Single-Damen gaben nämlich an, das Einkommen eines potenziellen Partners sei ihnen wichtig, es müsse „gleich oder höher sein“. Bei den Männern hingegen sagen 80 Prozent, es sei ihnen „nicht wichtig“. Interessant: 19 Prozent wünschen sich sogar, dass sie weniger verdiene.

Auch sagen 56 Prozent der Frauen knallhart, dass sie durchaus Bedingungen daran knüpfen würden, wenn sie ihrem Partner finanziell aushelfen. 81 Prozent der Männer verneinen das. Und als attraktivste Aussage zum Umgang des Partners mit Geld nennt sie: „Lässt mich niemals zahlen.“

eDarling fasst das ganz unromantisch so zusammen: „Männer suchen die Liebe, Frauen nur das Geld.“ Klingt zwar ziemlich hart, ist aber vielleicht in der Beziehung gar kein so großes Problem. Denn: Für Männer ist „Sie ist sehr sparsam im Umgang mit Geld“ die attraktivste Aussage im Geld-Liebe-Kontext. Dann kann sie also ihr eigenes Geld sparen und stattdessen seines ausgeben. Und Felix sich über Sarah freuen, die sogar Sorge um sein Geld hat – und bald heimlich seinen Vertrag kündigen wird. Er will es doch auch.
Liebe

Verbraucherschützer warnen vor Risiken

Wie Anleger an Bürotürmen verdienen könnenDas Kapital der geschlossenen Fonds fließt zu einem Großteil in die Immobilienbranche

Richard Haimann berichtet: Etliche Skandale haben die Fonds für Immobilien, Flugzeuge und Schiffe in Verruf gebracht. Seit der Staat die Finanzprodukte stärker kontrolliert, steigt der Verkauf wieder. Was man beachten muss…

WealthCap hat nun in einer Studie ergründet, was Vertriebe wie Banken von den neuen geschlossenen Fonds erwarten. Das Resultat: Sicherheit! 95 Prozent der Befragten sagten, entscheidend für die Zeichnung eines Investmentfonds seien die Qualität des Objekts und des Standorts.

Anlegerschützer sehen diese Finanzprodukte trotz der Regulierung weiterhin skeptisch. „Geschlossene Fonds eignen sich nicht für Privatanleger“, sagt der Münchner Fachanwalt für Kapitalmarktrecht, Peter Mattil. „Mit der Zeichnung gehen Sparer eine unternehmerische Beteiligung ein, die immer das Risiko des Totalverlusts beinhaltet.“

Zudem binden sie ihr Kapital für viele Jahre. Denn erst nach dem Verkauf der Immobilien wird das eingezahlte Geld komplett zurückerstattet – wenn der Fonds unterdessen jedoch nicht in eine Schieflage gerät.
Wie Anleger an Bürotürmen verdienen könnenImmobilienfond