Die Gutachterrepublik – Wenn Rechtsprechung privatisiert wird

Die Story im Ersten: Die Gutachterrepublik – Wenn Rechtsprechung privatisiert wird

Gutachter haben eine große Macht. Ihre „Urteile“ über Sachverhalte und Menschen haben weitreichende Folgen für das Leben der Begutachteten. Die Dokumentation „Die Gutachterrepublik“ geht in einer akribischen Recherche Fällen nach, spricht mit Betroffenen, Experten und Insidern. Sie beleuchtet ein offenbar gut eingespieltes System: Häufig werden Gutachter eingesetzt, um Interessen zu verfolgen – oft von Institutionen, meist gegen den Einzelnen. Und wer den Gutachter auf seiner Seite hat, hat gute Chancen, seine Interessen durchzusetzen – ob vor Gericht oder in staatlichen Institutionen. Experten sprechen von sogenannten „Gefälligkeitsgutachten“. Wer den Gutachter bezahlt, bekommt Recht?
ARD-Doku ueber Gutachter- Der Richter und sein Lenker
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2016 Asien die reichste Region der Welt

Lange war der Trend absehbar, doch jetzt hat Asien Europa endgültig abgehängt. Erstmals in der Geschichte der Neuzeit haben die Asiaten mehr Geld als die Europäer. Im Wettbewerb um die Region mit den meisten Reichen und Superreichen verliert das alte Europa damit weiter an Bedeutung.

Tina Kaiser berichtet:  Mit einem akkumulierten Privatvermögen von 42,5 Billionen Dollar (37,8 Billionen Euro) lag Europa im vergangenen Jahr nur noch auf Platz drei der reichsten Gegenden der Erde. Der asiatische Raum (ohne Japan) landete mit 47,4 Billionen Dollar auf Platz zwei. Platz eins verteidigt weiterhin Nordamerika mit 50,8 Billionen Dollar.

Das ergab die Studie „Wealth-Report-2015„, in der das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) alljährlich die Welt der Reichen und Superreichen untersucht. Dafür befragen die Berater Vermögensverwalter nach dem Vermögen ihrer Kunden. Es werden jedoch nur Finanzvermögen vom Tagesgeldkonto bis zum Investmentfonds berücksichtigt, nicht aber etwa Immobilien, Firmenvermögen oder Kunst. Die Untersuchung gibt deshalb nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Vermögensverhältnisse der Haushalte weltweit wieder.

Glaubt man den Berechnungen der BCG-Analysten, wird Asien schon im kommenden Jahr auch Nordamerika abhängen – und damit endgültig zur reichsten Region des Erdballs aufsteigen. Für das Jahr 2016 prognostiziert die Beratungsfirma ein Privatvermögen von 57 Billionen Dollar für Asien und 56 Billionen Dollar für Nordamerika. 2019 könnten asiatische Haushalte schon ein Drittel des globalen Reichtums besitzen.
Asien wird 2016 die reichste Region der Welt sein
Global Wealth Report 2015

Eine emanzipierte Frau auf bulgarischen Geldschein?

Bulgarien präsentiert auf seinen Banknoten auschließlich Männer – mit einer Ausnahme. Kirche von BojanaAuf einem Schein von 1991 war das Porträt einer Frau zu sehen. Doch heute ist sie verschwunden.

Frank Stocker berichtet:  Die Emanzipation hat in den meisten Ländern der Welt längst auch auf Banknoten Einzug gehalten. Wenn darauf Persönlichkeiten abgebildet werden, so sind es längst nicht mehr nur Männer, sondern meist ebenso oft Frauen.
Ausnahmen sind einerseits viele muslimische Länder, andererseits die USA. Und Bulgarien. Das Land präsentiert auf seinen aktuellen Geldscheinen ausschließlich Männer. Und auch in früheren, kommunistischen Zeiten fanden Frauen nur in Form von Symbolgestalten den Weg auf einen Lew-Schein, als fleißige Bäuerinnen bei der Wein-, Tabak- oder Blumenernte.

Bekannte Bulgarinnen kamen und kommen nicht vor – mit einer einzigen Ausnahme. Doch diese umgibt gleichsam etwas Mysteriöses. Zu sehen war das Porträt auf dem 20-Lewa-Schein, der 1991, nach der Wende, herausgegeben wurde.
Wann lebte die Frau auf dem Schein?

Es zeigt eine junge Frau mit Krone, die jedoch selbst den meisten Bulgaren völlig unbekannt ist. Als Bezeichnung steht daneben: „Desislava Sevastokratoritsa Ktitoritsa“. Desislava ist ein alter bulgarischer Name, der wohl auf die altbulgairschen Wörter „desiti“ (erreichen) und „slava“ (Ruhm) zurückgeht.

Die „Ruhmreiche“ wurde als Ergänzung mit zwei Titeln bedacht. Ein Sevastokrator entsprach etwa einem Herzog, ein Ktitor ist ein Stifter. Desislava war offenbar eine Herzogin und Stifterin. Doch wann lebte sie, und was war ihr Verdienst? Die Rückseite des Scheins gibt darüber Aufschluss, denn dort ist die Kirche von Bojana zu sehen, die im gleichnamigen Sofioter Stadtteil steht. Sie wurde ab dem zehnten Jahrhundert erbaut und gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe, vor allem wegen der im 13. Jahrhundert entstandenen Fresken.

Auf einem dieser Fresken ist der Herzog von Sofia, der Sevastokrator Kalojan zu sehen, der die Kirche gestiftet haben soll. Und neben ihm steht seine Frau Desislava.
Kunsthistorisch gilt das Fresko vor allem deshalb als interessant, weil die Gesichter besonders lebendig und realistisch gemalt sind, was zur damaligen Zeit den Traditionen widersprach. Diese Darstellung Desislavas fand sich schließlich auch auf dem 20-Lewa-Schein wieder.
Die mysterioese Frau auf dem bulgarischen GeldscheinDesislava Sevastokratoritsa Ktitoritsa

Auf Pleite Athens eingestellt?

Der Druck auf Griechenland steigt: Der IWF bricht Gespräche vorzeitig ab, in Deutschland denkt man offenbar über Kapitalsverkehrskontrollen für den Fall eines Grexit nach.

Die deutsche Bundesregierung bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf einen Staatsbankrott Griechenlands vor. Es gebe konkrete Beratungen, was im Fall einer Pleite Athens zu tun sei, berichtete die „Bild“-Zeitung vom Freitag unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Danach sei unter anderem im Gespräch, bei einer Staatspleite Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen. Außerdem werde ein Schuldenschnitt für das Land diskutiert. Regierungsbeamte stünden darüber in einem engen Austausch auch mit Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank (EZB). Einen konkreten Plan, wie im Fall einer griechischen Staatspleite zu reagieren sei, habe Deutschland allerdings nicht. Vieles müsse ad hoc entschieden werden.

Tusk: Griechen sollen „Spielchen“ beenden
Am Donnerstag hatten die internationalen Geldgeber den Druck auf Athen erhöht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) zog überraschend sein Verhandlungsteam aus Brüssel ab und begründete das mit „großen Differenzen“ bei den Gesprächen. Der Fonds betonte aber, er bleibe „voll engagiert“. Ein IWF-Sprecher sagte, die griechische Regierung suche offenbar auf politischer Ebene nach einer Lösung mit den EU-Partnern. Zuvor hatten sich EU-Spitzenvertreter noch zuversichtlich gezeigt, dass eine Einigung erzielt werden kann. Ratspräsident Donald Tusk mahnte die griechische Regierung, ihre „Spielchen“ zu beenden.
Berlin stellt sich auf Pleite Athens ein

ww.marcus-gottfried.com

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Gut gemischt… (in EURO)

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Risiko und Ertrag allein genügen nicht zur Beurteilung einer einzelnen Anlageklasse. Wir zeigen, was risiko-/ertragsmässig möglich ist, wenn man bereit ist, unterschiedliche Anlageklassen vernünftig zu mischen (Portfolio-Optimierung in EURO).

Rudolf Schuppler  www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

Rudolf Schuppler
www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

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Gute Gründe für Bargeld

Bargeld ist geprägte Freiheit, heisst es. Michael Rasch berichtet: Doch Münzen und Geldscheine haben neben Zahlungs- und Recheneinheits-Funktion viele weitere Vorteile. Es gibt 6 wichtige Gründe, die für Bargeld sprechen.

  • Schutz der finanziellen Privatsphäre
  • Schutz vor Exzessen der Geldpolitik
  • Schutz vor Risiken der Geschäftsbanken
  • Schutz von Minderheiten
  • Schutz vor übermässigem Konsum
  • Schutz vor Betrug

Dazu kommen noch zahlreiche weitere Gründe, die für Bargeld sprechen. So können Kinder mit Taschengeld beispielsweise spielerisch den Umgang mit Geld erlernen, was beim Einsatz von elektronischem Geld sehr viel weniger anschaulich wäre.
Bargeld

Über Geld spricht man jetzt

Transparente Gehälter
Reden wir drüber. Der Kampf um transparente Gehälter geht in die zweite Runde. Noch in diesem Monat will die Familienministerin einen Referentenentwurf vorlegen, der die Gehaltstransparenz in deutschen Unternehmen verankern soll…

Transparenz total:
Was in Deutschland heiß diskutiert wird, ist in Schweden schon längst Wirklichkeit. Dort können sich die Bürger nicht nur über Gehaltsstufen in Ihrem Unternehmen informieren, sondern auch über die Einkünfte ihrer Nachbarn. Ein Anruf beim Finanzamt genügt, um Auskunft über die Finanzen der Mitbürger zu erhalten. Camilla Norström, Redaktionschefin des „Aftonbladet“ findet, „dass es einen investigativen und aufklärerischen Aspekt gibt“ und „dass die vielen Vergleiche zwischen Einkünften von Männern und Frauen auch der Gleichberechtigung dienen.

Über Geld spricht man jetzt
Gehalt

Voodoo-Deflation

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Mit dem Begriff „Deflation“ wird in letzter Zeit ziemlich viel Schindluderei getrieben. Sinkende Preise sind nicht halb so schlimm wie immer wieder erzählt wird. Die Wirtschaftsgeschichte ist voll Phasen mit sinkenden Preisen und nur in den allerwenigsten Fällen war dies ein Problem.
Deflation

HSBC streicht bis zu 50’000 Stellen

Neue Sparrunde bei Europas größte Bank HSBC

Europas größte Bank HSBC läutet die nächste Sparrunde ein. Bis Ende 2017 sollen die jährlichen Kosten um weitere 4,5 bis 5 Milliarden Dollar gesenkt werden, wie die Bank in einer Mitteilung an die Börse in Hongkong mitteilte. Das wären mehr als zehn Prozent der Kosten. Die HSBC will zudem ihr Geschäft deutlich zurückfahren sowie sich aus der Türkei und größtenteils auch aus Brasilien zurückziehen. Über mögliche Stellenstreichungen wurde noch nichts mitgeteilt. Konzernchef
Stuart Gulliver kündigte damit die Stuart Gulliverzweiten grösseren Einschnitte für die Bank seit 2011 an. Im Vorfeld war spekuliert worden, ob auch die Operationen in Mexiko verkauft werden sollen. Gulliver sagte, dass Mexiko und auch das Geschäft in den USA behalten wird. Es soll aber neu geordnet werden.

Die Bank war in der vergangenen Zeit in die Kritik der Investoren gekommen. Die Eigenkapitalrendite betrug im vergangenen Jahr 4 7,3%, was Gulliver als «inakzeptabel» bezeichnete. Die Bank strebt eine Eigenkapitalrendite von mehr als 10% an. Der Konzernchef verteidigte das weite internationale Netzwerk der Bank, sie ist derzeit in 73 Ländern vertreten. Handelsfinanzierung ist ein wichtiges Standbein von HSBC.

Zudem will HSBC das Investment-Banking verkleinern. Der Bestand risikogewichtiger Anlagen wird um 290 Mrd. $ reduziert. HSBC hatte bereits in den vergangenen Jahren Zehntausende Stellen gekürzt. Derzeit beschäftigt Europas grösste Bank 266’000 Mitarbeiter, davon 48’000 in Grossbritannien.

Die Tochtergesellschaft HSBC Private Bank (Suisse) hatte Ende April angekündigt, in Genf bis 2017 rund 260 Arbeitsplätze abzubauen. Davon betroffen ist vor allem der Back-Office-Bereich.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Gut gemischt… (in CHF)

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Risiko und Ertrag allein genügen nicht zur Beurteilung einer einzelnen Anlageklasse. Wir zeigen, was risiko-/ertragsmässig möglich ist, wenn man bereit ist, unterschiedliche Anlageklassen vernünftig zu mischen (Portfolio-Optimierung in CHF).
Spass mit Aktien

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