Industrie 4.0

Industrie 4.0 soll die Verzahnung der industriellen Produktion „mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik“ bezeichnen. Mit Anwendung der Internettechnologien zur Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Produkten.

„Made in Germany“ zählt als wichtiges Qualitätssiegel in der Pharma-, Automobil-, Elektro-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Deutschland ist führend in der Ausrüsterindustrie, aber auch in den USA und Asien gibt es bereits wichtige Initiativen. Damit das auch in Zukunft gilt, ist es von zentraler Bedeutung, die Möglichkeiten der Industrie 4.0 frühzeitig zu erkennen und zu erschließen. Denn der Wandel wird kommen und sollte von uns mitgestaltet werden. Nur so kann sich Deutschland die Chancen, die Industrie 4.0 mit sich bringt, sichern und damit auch dauerhaft eine Spitzenposition im internationalen Wettbewerb.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie muss in der Strategie des Unternehmens fest verankert sein und diese unterstützen.

Erste Anwendungen die „vernetzten Fabrik“ gibt es bereits, wie einige Beispiele aus Österreich zeigen. In der Fabrik der Zukunft lernen die Maschinen aus Fehlern, definieren die Produktion „just in time“ neu und geben Neuentwicklungen ein gänzlich anderes Gesicht, nämlich ein digitales.

So etwa beim steirischen Antriebshersteller AVL List, bei dem Prototypen für neue Motoren nicht aus Aluminium, sondern aus Bits und Bytes sind und der Auftraggeber statt einer Kiste mit Motor ein Datenpaket bekommt. Digitale Versorgungskette beim Wiener Waschmitterhersteller Henkel wiederum sorgt eine volldigitalisierte Versorgungskette dafür, dass die Produktherstellung innerhalb von 24 Stunden umgestellt werden kann, wobei die Etiketten für die neuen Waren erst eine Stunde vor Auslieferung ins Werk kommen. Bis 2030 soll die Effizienz der Produktion dank Industrie 4.0 verdreifacht werden.

Beim Chiphersteller Infineon in Villach arbeiten bereits Menschen und Roboter Hand in Hand. Ende Oktober des Vorjahres wurde der „Pilotraum Industrie 4.0“ in Betrieb genommen, in dem die Ionenimplantation selbststeuernd stattfindet. Alle Produkte sind mit RFID-Chips ausgerüstet, sodass sie jederzeit in der Halle lokalisiert werden können und die Maschine weiß, welcher Fertigungsschritt bei welchem Produkt gerade an der Reihe ist. Der Hörgerätehersteller Neuroth setzt auf 3D-Druck statt Handfertigung. Als Vorlage dient der zuvor von einem Hörgeräteakustiker angefertigte digitale Ohrabdruck des Kunden, der per Laser eingescannt, digital nachbearbeitet, ausgedruckt und manuell nachbearbeitet wird. Durch die dann vorhandenen Daten lassen sich weitere Ohrstücke einfach reproduzieren. Personalisierte Medizin Im Bioprozesslabor von Siemens in Wien werden sämtliche Abläufe einer Prozessanlage simuliert um personalisiere Medizin herzustellen. Dadurch sollen die Nebenwirkungen von Medikamenten minimiert werden.

Der IT-Spezialist Tieto und die TU Wien haben das Projekt „kognitive Intelligenz und Social Networks“ gestartet, das zum Beispiel Meldungen nach ihrer Wichtigkeit reihen soll, was bei der zu erwarteten Datenflut in der „vernetzten Fabrik“ eine große Herausforderung ist. Befürchtungen, wonach Industrie 4.0 Arbeitsplätze zerstört, hatte unlängst der Geschäftsführer des deutschen Maschinen- und Anlagenbauerverbandes zerstreut. „Wir sehen, dass die Zahl der Arbeitsplätze steigt“, sagte er. Deutschland hat die dritthöchste Roboterdichte nach Korea und Japan und einen Beschäftigungsrekord mit 43 Millionen Beschäftigten“, rechnete er vor. In der deutschen Autoindustrie sei der Roboterbestand seit 2010 um 17 Prozent gestiegen und die Zahl der Beschäftigten um 13 Prozent. „Mit der digitalisierten Produktion entstehen bis zu 40.000 neue Jobs“, rechnet wiederum Lothar Roitner, Obmann des FH-Technikum Wien und Geschäftsführer des österreichischen Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), vor. Nun gelte es die Chance zu nützen…
derstandard.at
Industrie 4.0 DIGITALISIERUNG & INDUSTRIE 4.0
So individuell wie der Bedarf – Produktivitätszuwachs durch InformationenRoboter 4.0

Nach dem Schock – Aktienfonds, Aktien oder Gold?

Nach dem Brexit-Schock sind die Briten sehr glimpflich davongekommen.
Die britischen Aktienfonds-Investoren haben am vergangenen Freitag mehrheitlich Kursgewinne verbucht. Die kontinentaleuropäischen Fondssparer erlitten hingegen grösstenteils Verluste. Kuwait feiert mit Kursfeuerwerken, den Aktien aus Nahost blieben auch in Euro gerechnet vom Brexit unberührt.

Wenn sich die eigene Währung abschwächt, hat das Vorteile: Die Briten mit Investments in Aktienfonds haben den vergangenen Freitag relativ gut überstanden. Die grössten Kursverluste (-3,8%) erlitten sie, wenn sie in Fonds für kleine und mittelgrosse britische Unternehmen investiert hatten. Lediglich neun Aktienfonds-Kategorien beendeten den schwarzen Tag aus der Sicht von britischen Sparern, die in Pfund investieren, überhaupt im Minus. Britische Aktien dagegen votierten schwach. Goldminen und Schwellenländer bilden eher ein Lichtblick. Die Aktienfonds, die in Kontinentaleuropa vertrieben werden, standen in Euro gerechnet hingegen deutlich schlechter da. Die grössten Verluste erlitten die kontinentaleuropäischen Aktienfonds-Anleger mit Fonds für britische, griechische und spanische Dividendentitel.

Goldminenwerte für Enthusiasten, Glücksritter und Falschspieler. Zweifel am Welt-Währungssystem verursachen derzeit Goldkäufe durch die Anleger. Doch mehr als der Goldpreis selber haben die Goldminenaktien profitiert.

Kursfeuerwerk in Kuwait

Draghi mahnt EU-Regierungen zu Reformen

Draghi rechnet mit weniger Wachstum wegen Brexit

Das Wachstum in der Eurozone könnte in den nächsten drei Jahren um insgesamt 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte geringer ausfallen als bisher angenommen, warnt EZB-Chef Mario Draghi am Dienstag beim Brüsseler EU-Gipfel. Weltweit gibt es womöglich die Wahrnehmung , dass die EU unregierbar werde. Ähnliche Warnungen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon am Montag geäußert. Draghi weist darauf hin, dass die Anfälligkeiten im Bankensektor angegangen werden müssen. Die Haushalte der EU-Staaten sollten stärker auf Wachstum ausgerichtet werden. Draghi versichert, dass die EZB bereit stehe, für Preisstabilität zu sorgen und sich darin bei Bedarf mit anderen Notenbanken zu koordinieren.
Wachstum

Twilio trifft den Zeitgeist

Twilio ein Softwareunternehmen aus San Francisco findet, dass alles sofort und mobil verfügbar sein muss, und dürfte laut Analytikern auch weiter sehr solide auf der Mobilwelle reiten.

Twilio ist ein sogenanntes Plattformunternehmen. Gründer Jeff Lawson hat sich zwei Dinge zum Ziel gesetzt. Zum einen will er mit Twilio eine Plattform schaffen, bei der Applikationen im Mobilfunk verbessert werden können. Zum anderen will er auch eine einfache und billige Form des Entdeckens und Ausprobierens ermöglichen. Darunter versteht Twilio die Möglichkeit, schnell und vor allem kostengünstig neue Applikationen zu lancieren. Einen halbstündigen Anruf auf zwanzig Sekunden reduzieren… In Deutschland

Kunden von Twilio sind führende Namen im Mobilbereich wie beispielsweise Uber, Salesforce oder Airbnb, wo Mobilität und Kommunikation in Echtzeit im Zentrum stehen. Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht oder ein Appartement buchen will, muss das schnell, effizient und ohne grosse Bürokratie erledigen können. Twilio ist die Plattform, die im Hintergrund solche Applikationen ermöglicht. Dazu bietet das Unternehmen Dienstleistungen im Bereich von Stimmerkennung, Kurznachrichten und Video an. Wer in diesen Bereichen neue Wege gehen und mit eigenen Applikationen bessere Kundenerlebnisse bieten will, dürfte ein potenzieller Kunde von Twilio werden. Wie andere vielversprechende Startups, so ist auch Twilio weit davon entfernt, Geld zu verdienen.

Heute verzeichnet Twilio eine Milliardenbewertung, weltweit sind bereits 700.000 Programmierer Kunden des Unternehmens. Wahrscheinlich ist fast jeder Smartphone-Nutzer mit Twilios Produkten schon in Kontakt gekommen. Eine Push-Nachricht von Drive Now, Authentifizierungscodes per SMS – diese Kommunikationen wickelt das Unternehmen ab.Twilio Cloud Communication

Fängt mit 66 Jahren das Investieren an?

Armut im Alter ist vor allem ein Problem für Frauen. Sie unterbrechen ihre Berufstätigkeit für die Familie. Finanzberaterinnen bieten hier einen speziellen Service an. Bei der Geldanlage im Alter stellen sich einige Fragen: Welcher Teil des Vermögens sollte angelegt werden? Eignen sich Leibrenten? Und sollte man die Hypothekarschulden auf der Immobilie abbezahlen? Der Eintritt in die «dritte Lebensphase» hat auch Auswirkungen auf die Vermögensanlage.

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, lautet der Text eines berühmten Lieds des Schlagersängers Udo Jürgens. Gilt das auch für die Geldanlage nach der Pensionierung? Jedenfalls bringt diese «dritte Lebensphase» einige Änderungen mit sich….Geldanlage im-Alter.

Dein Mann ist nicht deine Rente. Diesen Satz müssen Finanzberaterinnen immer wieder predigen.

Original: Dieter Huthmacher www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher www.dieter-huthmacher.de

Original:
Dieter Huthmacher
www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher
www.dieter-huthmacher.de

Wo leben die meisten Millionäre und die reichsten Frauen?

Deutschland hat 1,2 Millionen Millionäre. Und es werden immer mehr: 2011 zählten die Experten noch 951 000 Dollar-Millionäre in Deutschland. Ein Plus von 6,7 Prozent! Doch China könnte schon in diesem Jahr vorbeiziehen. Doch auch bei den Reichen gibt es Klassenunterschiede – superreich ist nur ein kleiner Teil.

Noch stärker gestiegen ist die Zahl der Reichen allerdings in China (plus 14,3 Prozent), Australien (plus 15 Prozent) und Südkorea (plus 10,9 Prozent). Eine klare Entwicklung: Der asiatisch-pazifische Raum holt auf. Aus diesen Ländern kommen immer mehr erfolgreiche Geschäftsleute.

Wenn die Zahl der Millionäre etwas über den Zustand einer Volkswirtschaft aussagt, muss sich Deutschland im globalen Wettstreit auf einen weiteren Rückschlag gefasst machen. Denn schon bald wird China die Position hinter den Vereinigten Staaten und Japan einnehmen und damit Deutschland vom Siegerpodest verdrängen.

Nirgendwo wächst die Zahl der Superreichen schneller als in der Volksrepublik. Laut des jährlichen „World Wealth Report“ der Unternehmensberatung Capgemini gibt es in China erstmals mehr als eine Million Millionäre. Es ist das vierte Land, das diese Schwelle übersteigt. Deutschland hatte sie im Jahr 2012 genommen.
Worldwealthreport
Die weltweit 15 reichsten Frauen mit einem selbstverdienten Vermögen von $53 Milliarden. WealthXhttp:/Wealthiest self made Women

Was tun, wenn die Währung rasant an Wert verliert?

Pfund crasht, Aktien brechen ein. Das war ein „Schwarzer Freitag“ an den Finanzmärkten. Vertrauensschock für die Märkte. Die Anleger sind durch das Ergebnis des britischen Volksentscheids verunsichert und tendieren zu erratischem Verhalten. Zurecht, denn der Volksentscheid gleicht einem Misstrauensvotum in die Wirtschafts-, Finanz- und auch Geldpolitik der vergangenen Jahrzehnte.

Was tun, wenn die eigene Währung rasant an Wert verlieren könnte? Man sollte sie möglichst in eine sichere Fremdwährung umtauschen.

Das britische Pfund hat in den vergangenen Wochen schon stark an Wert verloren. Die Sparer sorgen sich offenbar und laufen in die Postfilialen, um ihr Geld in Euro oder Dollar umzutauschen. Der Geldwechsel in Großbritannien ist teilweise eingeschränkt.

Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook hat am Freitag seinen Geldwechsel im Internet geschlossen, wie Financial Times schreibt. Das Unternehmen reagierte damit nach eigener Darstellung auf eine ungewohnt hohe Nachfrage nach ausländischer Währung – insbesondere Euro.

Für die öffentlichen Wechselstuben von Thomas Cook gilt ein Umtausch-Limit von 1000 Pfund Sterling. Dies kommt faktisch einer Kapitalverkehrs-Kontrolle gleich. Bereits gestern bildeten sich lange Schlangen vor den Wechselstuben, weil Bürger Pfund in Euro umtauschen wollten. Sie dürften ein besseres Geschäft gemacht haben, als jene, die am Freitag wechselten, als der Wechselkurs des Pfund auf ein 30-Jahre-Tief absackte.

HOWARD McWILLIAM www.howardmcwilliam.com

HOWARD McWILLIAM
www.howardmcwilliam.com

Brexit und was nun?

Die Würfel sind gefallen: Grossbritannien stimmt für den Austritt aus der Europäischen Union. Nach Auszählung von über 30 Millionen Stimmen führen die EU-Gegner mit einer Differenz von über 1 Million.

Britisches Pfund fällt auf 31-Jahres-Tief. Die britische Währung verliert gegenüber dem US-Dollar mehr als 16 Cent an Wert – so viel wie nie zuvor an einem Tag. Ein Vorgeschmack auf das, was der Wirtschaft nach einem Brexit droht.

Der Dollar könnte dauerhaft an Wert gewinnen, was den ohnehin fragilen Wirtschaftsaufschwung in den USA weiter belasten würde. Bank von England müsste vermutlich Leitzinsen senken. Anleger flüchten in Schweizer Franken. Britische Banken brechen an Börse in Hong Kong ein.

Wie geht es jetzt weiter? Die Verhandlungen über das künftige Verhältnis zwischen der EU und Großbritannien dürften sich jahrelang hinziehen. Ein Blick auf den Zeitplan…
Spiegel.de

Brexit und Flucht

Altersvorsorge Frauen verzichten oft auf private Absicherung

Altersvorsorge: Damit die Sorglosigkeit auch im Alter anhält, sollte die Vorsorge bereits in der Jugend ein Thema sein.

Frauen verzichten oft auf private Absicherung. Nicht nur viele Frauen in der Schweiz sorgen entweder überhaupt nicht vor.  Oder ohne die dritten Säule des Altersvorsorgesystems nicht genügend für das Alter vor und verlassen sich auf AHV und Pensionskassen.

Zwei Drittel der Männer, aber nur 56% der Frauen in der Schweiz sorgen in der dritten Säule des Altersvorsorgesystems für das Alter vor. Vor allem Frauen, Geringverdiener und Schichten mit tieferer Bildung seien von einer drohenden Vorsorgelücke betroffen, teilte der Finanzdienstleister Moneypark am Montag mit. Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage der Gesellschaft GfK unter rund 1000 Personen im Februar in der Deutsch- und der Westschweiz. Als Grund geben die Personen, die nicht in der dritten Säule vorsorgen, am häufigsten an, sie verfügten über zu wenig Wissen. Andere halten AHV und Pensionskasse für ausreichend, wiederum andere hingegen sehen ihre Immobilie als Vorsorge für das Alter.
Schweizer riskieren Vorsorgelücke

Bundesverfassungsgericht billigt Draghis Euro-Rettung

  • Die Verfassungsrichter in Karlsruhe weisen Klagen gegen ein Anleihenkaufprogramm der EZB zurück.
  • Die in Frankfurt angesiedelte Zentralbank hatte 2012 angekündigt, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenstaaten zu kaufen, um den Euro zu retten.
  • Die Richter entschieden nun, dass sie damit nicht ihr Mandat überschritten hat, nannten aber Bedingungen für ein solches Vorgehen.

Das Bundesverfassungsgericht hat mehrere Klagen gegen das sogenannte Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank EZB abgewiesen, seine Durchführung aber unter Bedingungen gestellt. Die EZB darf also im Ernstfall mit deutscher Beteiligung Euro-Krisenstaaten durch Staatsanleihenkäufe stützen.
Verfassungsbeschwerden und Organstreitverfahren gegen das OMT-Programm der Europaeischen Zentralbank erfolglos

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
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