Ukraine: Versuch einer wirtschaftliche Erneuerung

Ein Land im Stresszustand
Matthias Benz berichtet: In der Ukraine wird am Sonntag gewählt. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind sowohl kurz- als auch langfristig enorm. Jedoch gilt auch das Potenzial des Landes als riesig – falls die notwendigen Reformen gelingen.

«Jeder sonnige Tag ist ein guter Tag für die Ukraine», sagt ein internationaler Beobachter zur Begrüssung. In der Tat hat das Land in diesen Oktobertagen ungewöhnlich warmes Wetter erlebt. Die Parks in Kiew strahlen in den schönsten Herbstfarben. Aus dem Maidan, im letzten Winter Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen, ist wieder ein normaler Platz geworden: Die Menschen sitzen in der Herbstsonne und geniessen einen Kaffee, an die damaligen Ereignisse erinnern nur Fotos auf Stellwänden und vereinzelt Kerzen und Blumen. Überhaupt zeigt sich Kiew von der besten Seite. Die Stadt wirkt lebendig, weltoffen, sympathisch, streckenweise durchaus modern und reich. In schicken Lokalen tummeln sich junge, westorientierte Menschen. Die Dichte an teuren Autos ist beeindruckend; von einer reichen Kultur und Geschichte zeugen viele Sehenswürdigkeiten.
Riesige Herausforderungen
Ein Land im Stresszustand

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Konjunkturabkühlung in China

In China sind die Wachstumsraten auf den niedrigsten Wert seit 2009 zurückgefallen.
Die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre rücken in immer weitere Ferne. Selbst das Konjunkturziel der Staatsführung wackelt. Aber der Regierungschef gibt sich gelassen.
Das Wirtschaftswachstum in China ist im dritten Quartal 2014 so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Zwischen Juli und September 2014 legte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3% zu, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Analytiker hatten ein noch langsameres Wachstum erwartet. Der Zuwachs der zweitgrössten Volkswirtschaft liegt unter dem von der Staatsführung gesteckten Ziel von 7,5% für dieses Jahr.
Seit dem ersten Quartal im Jahr 2009 hat Chinas Wirtschaft nicht mehr so langsam zugelegt.
China waechst unter Plan

kaltoons.com

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Abwendung einer globalen Krise?

Finanzchefs wollen die globale Krise abwenden
Eurozone steht am Rand einer Rezession. Konjunktursorgen fressen Börsengewinne

Regierungen und Notenbanken aus aller Welt wollen sich mit aller Macht gegen eine erneute globale Wirtschaftskrise stemmen. Reformen und Investitionen sollen verhindern, dass die Weltwirtschaft sechs Jahre nach der verheerenden Finanzkrise abermals abstürzt. Das kündigten die 188 Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Wochenende in Washington an. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte angesichts der Konjunkturdelle allerdings vor übertriebenem Pessimismus und falschen Erwartungen an Deutschland. „Es gibt keinen Grund, die Weltwirtschaft in irgendeine Krise zu reden“, sagte er.
„Einige Länder sehen sich einem niedrigem oder nachlassenden Wachstum ausgesetzt, mit einer inakzeptabel hohen Arbeitslosigkeit“, hieß es vonseiten des IWF-Lenkungsausschusses (IMFC) zum Ende der Jahrestagung des Währungsfonds und der Weltbank in der US-Hauptstadt. Es sollten „kühne“ Maßnahmen ergriffen werden, um die Nachfrage zu steigern und Engpässe zu beheben. Wachstum habe „höchste Priorität“. Der IWF hatte seine Prognose des globalen Wachstums für 2014 zum dritten Mal in Folge gesenkt und rechnet nun mit 3,3 Prozent, für 2015 sei mit 3,8 Prozent zu rechnen.
Finanzchefs wollen die globale Krise abwenden
Finanzkrise

„Frauenbilder“ auf Banknoten

Bargeld:  Warum das US-Militär Frauen-Banknoten druckte

Zwischen 1946 und 1973 bezahlte die US-Armee Soldaten im Ausland mit speziellen Banknoten. Darauf waren fast nur Frauen zu sehen. Eine ähnelte dabei verdächtig einer weltberühmten Schauspielerin.

Angeblich nicht Marilyn Monroe: Frauendarstellungen auf Dollarnoten des US-Militärs
Foto: www.banknote.ws Angeblich nicht Marilyn Monroe: Frauendarstellungen auf Dollarnoten des US-Militärs

Frauen kommen auf amerikanischen Dollar-Noten nicht vor. Das ist heute so, und das war in früheren Zeiten nicht anders. Nur Martha Washington, die Frau des ersten Präsidenten, schaffte es Ende des 19. Jahrhunderts mal auf die Vorderseite eines so genannten „Silver Certificate“, eines Scheins, der gegen eine entsprechende Menge Silber eingewechselt werden konnte.
Warum das US-Militaer Frauen-Banknoten druckte
Frau auf Dollarschein

Sollen Frauen beim Gehalt nur kleine Brötchen backen?

Satya Nadella: Microsoft-Chef blamiert sich mit Gehaltstipp für Frauen

Was rät Microsoft-Chef Nadella Frauen, wenn es ums Geld geht? Sie sollten nicht nach einer Gehaltserhöhung fragen – sondern ans System und ihr gutes Karma glauben. Nach heftigen Reaktionen nimmt der Manager die Aussage zurück.

New York/Hamburg – Wie soll man bloß auf Satya Nadellas Aussage reagieren? Der Microsoft-Chef hat am Donnerstag auf einer Konferenz gesagt, Frauen bräuchten sich nicht um höhere Gehälter zu bemühen. Nadella war in einem Podiumsinterview gefragt worden, welchen Rat er für Frauen habe, die sich nicht trauten, in ihrer Firma mehr Geld zu verlangen. „Es geht nicht darum, nach einer Erhöhung zu fragen, aber zu wissen und daran zu glauben, dass das System einem die richtige Gehaltserhöhung geben wird“, sagte Nadella. Frauen, die nicht nach mehr Geld verlangten, würden von „gutem Karma“ profitieren.
Wo soll man anfangen, wenn ein Mann, der inklusive Boni ein zweistelliges Millionengehalt verdient, so etwas sagt? In einer Diskussionsrunde wohlgemerkt, die überwiegend von Frauen besucht war. In einem Land, in dem eine weibliche Angestellte für jeden Dollar, den ein männlicher Kollege verdient, im Schnitt nur 77 Cent bekommt. Ausgerechnet ein Mann, der aus einer Branche kommt, die händeringend nach mehr weiblichem Personal sucht, rät Frauen also, auf das „gute Karma“ zu vertrauen. Auch bei Microsoft liegt der Anteil von Frauen eigenen Angaben zufolge bei nur 29 Prozent.
Ob die männlich dominierte Tech-Branche durch solche Aussagen ihrer Spitzenmanager attraktiver wird? Wohl kaum.
Satya Nadella- Microsoft-Chef
Sollen Frauen Frauen beim Gehalt nur kleine Brötchen zu backen

Rohwarenmärkte mit deutlichen Verluste auf breiter Front

Die internationalen Rohwarenmärkte im September
Deutliche Verluste auf breiter Front

Der September war für die globalen Rohwarenmärkte unerfreulich. Fast querbeet mussten tiefere Preise akzeptiert werden. Viele Positionen sind auf Mehrjahres-Tiefständen angelangt.
Vancouver Nach einem trendlosen August kam es im September und bis in die ersten Oktobertage hinein zu einem Rohwarenmonat mit einer ganz klaren Linie: nach unten nämlich, und dabei nicht zu knapp. Erst am Montag kam es zu einer Gegenbewegung, die aber möglicherweise nicht dauerhaft ist. Alle einschlägigen Preisindizes verbuchten Verluste. Nicht nur gingen damit die bisher in diesem Jahr erzielten Avancen bachab, viele Preise haben Tiefstände erreicht, die man in einzelnen Fällen seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Kein Wunder, dass einmal mehr die Rede davon ist, der bisher vorab von China genährte Superzyklus sei definitiv zu Ende. So hat der Bloomberg Total Return Index bis am letzten Wochenende 5,2% verloren; der energielastige Index von Goldman Sachs büsste 5,5% ein, und die Kennzahl des Commodity Research Bureaus (CRB/Jefferies) gab 3,7% preis. Schliesslich gab die Kennzahl für die London Metal Exchange (LME) um 4,6% nach. Geht man das Börsen-Tableau im Einzelnen durch, so stellt man auf der beiliegenden Tabelle fest, dass nur gerade ein knappes halbes Dutzend aller Positionen entweder zugelegt haben oder zumindest das Niveau zu halten vermochten.
Deutliche Verluste auf breiter Front

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Frauenanteil in deutschen Vorständen sinkt

Trotz Quotendebatte: Frauenanteil in deutschen Vorständen sinkt
Frauen erobern langsam die Macht? Von wegen: Trotz aller Gleichstellungsbemühungen sinkt ihr Anteil in deutschen Vorstandsetagen – auf nur noch 5,8 Prozent.

Eine Frau unter vielen Männern: Keine Seltenheit in Vorständen
Berlin – Aller Debatten um Quote und Gleichstellung zum Trotz sind Frauen in deutschen Vorständen seltener vertreten. Das ergab eine Untersuchung des Vereins „Frauen in die Aufsichtsräte“ (Fidar). Danach sind aktuell nur 5,8 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch deutlich über sechs Prozent gelegen.
Laut dem aktuellen „women-on-board-Index“ haben 31 der untersuchten 160 börsennotierten Unternehmen weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat eine Frau. Zu diesen „schwarzen Schafen“ gehören unter anderem Puma , Hochtief und Sixt .
Allein bei den 30 größten Unternehmen haben seit Jahresbeginn drei Frauen ihr Amt im Vorstand niedergelegt: Elke Strathmann beim Autozulieferer Continental, Marion Schick bei der Deutschen Telekom und Angela Titzrath bei der Deutschen Post . Neu hinzugekommen in einen Dax-Vorstand ist nur eine Frau: Doris Höpke bei der Münchener Rück.
„Bei einigen Unternehmen scheint die Botschaft noch nicht angekommen zu sein, dass ihre Reputation auf dem Spiel steht, wenn sie jetzt nicht für messbare Veränderungen sorgen“, erklärte die Fidar-Präsidentin, Monika Schulz-Strelow.
Trotz Quotendebatte- Frauenanteil in deutschen Vorstaenden sinkt

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann
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Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gekappt

Schwaches Wachstum: IWF warnt vor neuer Weltwirtschaftskrise
Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gekappt – und warnt vor einer neuen globalen Krise. Auch für Deutschland sieht der Fonds die Zukunft trüber und rät zum Geldausgeben.

IWF rät Deutschland zu Investitionen
Washington – Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor der Gefahr einer neuen globalen Wirtschaftskrise. Die Risiken für die Weltkonjunktur seien in den vergangenen Monaten wieder größer geworden, teilte der IWF am Dienstag mit. Die Wachstumsprognose für dieses Jahr korrigierte der Fonds im neuen

Weltwirtschaftsausblick erneut nach unten.
Statt wie im April mit 3,7 Prozent rechnet er für dieses Jahr nun nur noch mit 3,3 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft. Im Jahr 2015 soll sie mit 3,8 Prozent wieder etwas stärker wachsen, allerdings liegt auch dieser Wert unter der Prognose aus dem April. Damit musste der Fonds zum wiederholten Male in Folge seine Erwartungen reduzieren.
Schwaches Wachstum- IWF warnt vor neuer Weltwirtschaftskrise
Aus Papier mach Geld

Nichts für optimistische Seelen mit schwachen Nerven

Ein Gespräch mit Jim Rickards ist nichts für optimistische Seelen mit schwachen Nerven. Der amerikanische Rechtsanwalt, Banker, Risiko- und Portfoliomanager sagt die nächste grosse Krise in drei bis fünf Jahren voraus. Es wäre nicht der erste Kollaps der letzten 100 Jahre.
Das Finanzsystem wird in wenigenJahren kollabieren
Währungskrieg: Ein Zusammenbruch des Dollar kann Inflation, Krieg und Chaos auslösen

Der Ökonom und Investmentbanker James Rickards sieht deutliche Anzeichen für den Zusammenbruch des Dollars. Als Folge wird es zu Kriegen und Chaos kommen, weil das ganze Weltwährungs-System über den Haufen werfen können. Seine nüchterne Prognose sieht finanzielle Kriegsführung, Deflation, Hyperinflation und den Zusammenbruch der Märkte als Möglichkeiten. Noch sieht er die Chance, dass sich Nationen und Einzelpersonen auf die Entwicklung einstellen können.
Der Zusammenbruch des Dollar kann Inflation, Krieg und Chaos ausloesen
Die Gefahren einer Cyber-Attacke auf die Finanzmärkte und eines finanziellen Weltkriegs unterschätzen wir extrem.
Currency Wars

Verschwendet der Staat Millionen?

Bund der Steuerzahler: Der Bund der Steuerzahler prangert in seinem Schwarzbuch überflüssige Ausgaben der Verwaltung an. Das Land Schleswig-Holstein hat es mit acht Fällen ins Schwarzbuch 2014 geschafft.

Ackerbau in der Ukraine: Die Stadtwerke Uelzen wollten damit viel Geld verdienen und erlitten Millionen-Verluste

Kiel/Hamburg/Hannover. Man gönnt sich ja sonst nichts: Dieses Motto ist auch Behörden und Verwaltungen in Deutschland nicht fremd. Immer mal wieder geben sie Geld für Dinge aus, die zwar angenehm sein mögen, aber eben auch überflüssig sind. Der Bund der Steuerzahler macht sich einmal im Jahr die Mühe, Beispiele für öffentliche Geldverschwendung in einem Buch zu sammeln. „Schwarzbuch“ heißt es. Der Steuerzahlerbund will damit niemanden anschwärzen. Andererseits sind in der am Dienstag vorgestellten Ausgabe des Buchs durchaus Fälle versammelt, über die man sich schwarzärgern könnte. 106 solcher Fälle aus ganz Deutschland werden beschrieben. Auch die norddeutschen Bundesländer spielen dabei eine unrühmliche Rolle.
Vier Fälle aus Hamburg sind in dem Schwarzbuch vertreten.
Hier verschwendet der Staat Millionen
Steuerverschwendung-