Mit Krieg Geld an der Börse verdienen?

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ – so lautet eine alte Börsenweisheit. Tatsächlich können sich in Zeiten von Krieg und Krisen gute Gelegenheiten ergeben. Gilt das auch für die Ukraine?

m Oktober 1962 stand die Welt am Rande eines Atomkriegs. Die Sowjets waren dabei, auf Kuba, dem „Hinterhof der USA“, Raketen zu stationieren. Nun drohten die Amerikaner mit einer Invasion der Insel. Wäre das geschehen, hätte es leicht zu einer nuklearen Katastrophe kommen können.

Doch trotz der brandgefährlichen Lage reagierten die Börsen damals nur wenig. Während viele Amerikaner in den Supermärkten eilig Hamsterkäufe machten und teilweise aus den großen Städte an der Ostküste flüchteten, gab der Leitindex Dow Jones nur etwas über fünf Prozent nach.
Laesst sich im Krieg Geld an der Boerse verdienen

www.w-t-w.org/en/harm-bengen

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Sachverständigenrat: Isabel Schnabel wird Wirtschaftsweise

Erneut zieht eine Frau in den Kreis der Wirtschaftsweisen ein. Isabel Schnabel tritt die Nachfolge von Claudia Buch im renommierten Sachverständigenrat an.

Berlin – Die Ökonomin Isabel Schnabel wird Mitglied der fünf Wirtschaftsweisen. Das Kabinett schlug die 42-Jährige als Nachfolgerin von Claudia Buch in dem renommierten Sachverständigenrat vor. Die Wirtschaftsweisen beraten die Regierung und veröffentlichen jedes Jahr im November ein Jahresgutachten zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Die bisherige Wirtschaftsweise Buch wechselt als Vizepräsidentin zur Bundesbank und gehört dem Sachverständigenrat ab Mai nicht mehr an.
CV Schnabel

Prof. Dr. Isabel Schnabel

Prof. Dr. Isabel Schnabel

Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer

Die Deutsche Bank kämpft mit strengeren Regeln und schwachen Märkten. Hohe Gewinne werden schwierig. Da ist die Versuchung groß, den eingeläuteten Kulturwandel wieder über Bord zu werfen.

Anshu Jain (l.) and Jürgen Fitschen müssen den Kulturwandel schaffen, ohne dass die Gewinne weiter einbrechen.  Dem Investmentbanking droht jetzt eine Durststrecke E&Y-Umfrage: Besonders in Deutschland haben Bankchefs es schwer
EZB-Bericht: Euro-Panik der Banken ist vorbei, die Sorge bleibt Streitgespräch: „Viele Banken können nur durchs Zocken überleben“

Die Deutsche-Bank-Führung hat einen neuen Lieblingsausdruck für sich entdeckt: „regulatorischer Gegenwind“. Dieses Lüftchen ist so etwas wie die Universalentschuldigung für alles, was gerade nicht ganz so läuft, wie es sich der Branchenprimus einmal vorgestellt hat. Unter anderem dafür, dass sich die Eigenkapitalpolster des Konzerns einmal mehr als zu dünn erweisen dürften.

In der Tat hat dies teilweise damit zu tun, dass die Aufsichtsbehörden die Latten höher gelegt haben und etwa bei bankinternen Risikomodellen kritischer hinschauen als bisher. Allerdings auch damit, dass die Altlasten der Bank von der Libor-Affäre bis zum Vergleich mit den Kirch-Erben allein im vergangenen Jahr Milliardensummen verschlungen haben.

So zeichnet sich nun immer deutlicher ab, dass die drei Milliarden schwere Kapitalerhöhung aus dem vergangenen Jahr nicht reichen wird, um die Bank so zukunftsfest zu machen wie gewünscht.
Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer
Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer

 

Schottische Seniorin verdient Vermögen mit Aktien

Glückliches Händchen

Margaret Dickson führte nach außen ein bescheidenes, einfaches Leben als
Grundschullehrerin und Polizistin – doch in ihrer Freizeit zockte sie mit Aktien. Nach ihrem Tod erfuhr ihre Familie davon.

Sie lebte ein einfaches, bescheidenes Leben. Margaret Dickson war Grundschullehrerin in Glasgow, später Polizistin in London.

Nach einer Verletzung konnte die Britin jedoch nicht mehr arbeiten, Dickson ging daraufhin 1986 in Rente. Erst jetzt, nach ihrem Tod, wurde bekannt, dass die alte Dame seit ihrer Verrentung aber keinesfalls frei gemacht hatte.

Dickson handelte mit Aktien – und zwar derart erfolgreich, dass sie rund 1,1 Millionen Pfund, etwa 1,3 Millionen Euro, hinterließ. Der Großteil des Millionenerbes geht nun an Wohltätigkeitsorganisationen. Ihren Angehörigen hatte die 72-Jährige vor ihrem Tod nur 20.000 Pfund, rund 24.300 Euro, zugedacht.

Bis zu ihrem Tod waren die Aktiengeschäfte der Rentnerin ein Geheimnis-
Schottische Seniorin erzockt Vermoegen mit Aktien

alte Dame

FMA zufrieden mit Whistleblower-Seite

59 Meldungen verdankt die Österreichische Finanzmarktaufsicht FMA der Whistleblower-Seite

Seit Jänner dieses Jahres ist das Portal aktiv:
Die Whistleblower-Seite, Whistleblower
die die heimische Finanzmarktaufsicht einrichtete, um verstärkt auf die Hilfe von Insidern zurückgreifen zu können, wenn es um Hinweise auf Verstöße in Finanzinstituten geht. Mitarbeiter von Finanzfirmen sollen damit Alarm schlagen können, wenn sie bei ihren Arbeitgebern Unregelmäßigkeiten ausmachen. Die Idee dahinter: Personen, die von Verstößen gegen einschlägige Gesetze Kenntnis haben oder begründeten Verdacht auf Verstöße hegen, können das der Behörde mitteilen – anonym und nicht rückverfolgbar. Protect Whistleblower

Ist die Schuldenkrise in Europa überwunden ?

Die Schuldenkrise in Europa sei entschärft, aber nicht überwunden. Das erklärte Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank  an der Generalversammlung am Freitag in Bern. Die Erholung der Weltwirtschaft sei weiterhin mit bedeutenden Abwärtsrisiken behaftet. «Hauptsächlich verantwortlich dafür bleibt die europäische Schuldenkrise.» Somit sei der Franken-Euro-Mindestkurs das angemessene Instrument, um die Gefahr einer Aufwertung des Frankens zu bannen – eine solche würde Importe verbilligen und damit Deflationsgefahr verursachen.

Europa braucht Reformen

Der Mindestkurs sei keine Anbindung an den Euro, oberhalb der Grenze könne sich der Franken frei bewegen, stellte Jordan klar. Er sei weiterhin notwendig, auch wenn Extremrisiken in Europa gebannt wurden. «Aber bewältigt ist die Krise noch nicht, was eigentlich nicht überraschen sollte. Denn für ihre Bewältigung braucht es auch Strukturreformen.»

Dazu bestehe ein breiter Konsens: Die Reformen müssten das Wachstumspotenzial der betroffenen Länder erhöhen und ihnen ermöglichen, die hohe Arbeitslosigkeit und die Verschuldung dauerhaft und deutlich zu reduzieren. Auch im Bankensektor seien zusätzliche Anstrengungen erforderlich. «Deshalb ist die von der Europäischen Zentralbank durchzuführende Bankenprüfung äusserst wichtig.»

Fed und EZB nicht mehr im Gleichschritt

Zu den Risiken in der Eurozone kämen politische Spannungen in mehreren Regionen sowie strukturelle Schwächen in wichtigen aufstrebenden Volkswirtschaften. Darüber hinaus könne die Divergenz in der geldpolitischen Ausrichtung zunehmen. Während in den USA das Fed den Boden für eine allmähliche Normalisierung vorbereite, überlege sich die EZB, ob sie weitere Lockerungsschritte unternehmen solle. In einigen Schwellenländern hingegen könnten erneut Zinserhöhungen notwendig werden, um eine weitere Abwertung der Währung zu verhindern sowie die hohe Inflation einzudämmen. Jordan resümiert: «Die Risiken für das Wirtschaftswachstum haben leider nicht abgenommen.»
Die europaeische Krise ist noch nicht ueberwunden

www.koufogiorgos.de

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Frauen haben private Konten aus Glas

Gläserner Kunde
Kontoabfragen deutlich gestiegen

Deutschlands Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen 15 Monaten private Konten so oft durchleuchtet wie nie zuvor. Vor allem Finanzämter und Gerichtsvollzieher fragen nach.

Besonders häufig ließen neben Finanzämtern Gerichtsvollzieher prüfen, wer über welche Konten oder Wertpapierdepots verfüge, wird unter unter Berufung auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums berichtet . Demnach verzeichnete das zuständige Bundeszentralamt für Steuern 2013 knapp 142.000 Konto-Abfragen. Das seien doppelt so viele wie 2012. Auch im ersten Quartal des neuen Jahres wuchs die Zahl der Abfragen den Angaben zufolge ähnlich stark – von gut 24.000 auf mehr als 48.000.
Kontoabfragen deutlich gestiegenGläserner Kunde

EU-Institutionen setzen Antikorruptionsregeln nicht konsequent um

Martin Ehrenhauser zur Integritätsstudie der EU-Institutionen von Transparency Transparency stellt EU-Integritaetsstudie vorInternational:

„Die Studie bestätigt mangelhafte Transparenz und Kontrolle“

Heute hat die Antikorruptionsorganisation Transparency International eine neue Studie zur Integrität der Institutionen der
Europäischen Union veröffentlicht. In dem Bericht wurde die
Transparenz der Entscheidungsfindung bei den EU-Institutionen, die
bestehenden Ethikregeln, der gegenwärtige Umgang mit den
Interessenkonflikten, Whistleblowerschutz, die Kontrolle des
EU-Budgets sowie das bestehende System von Kontrollmechanismen auf
EU-Ebene unter die Lupe genommen.

„Die Schlussfolgerungen dieser Studie sind ernüchternd: Sie
bestätigt mangelhafte Transparenz und Kontrolle. Es bestehen zwar
Regeln bezüglich Transparenz und Ethik aber sie bleiben oft auf dem
Papier und werden oft zur einer formellen Pflichtübung. Es mangelt an
einem robusten und funktionierendem System von Kontrollmechanismen.
Die wichtigen Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen. So
werden so gut wie keine Unterlagen von den Trilogsitzungen des Rats,
der Europäischen Kommission und des Parlaments öffentlich gemacht.
Der Whistleblowerschutz ist zu schwach. Das Lobbyregister ist
zahnlos. All dies unterminiert die Integrität der EU-Institutionen
und macht sie anfällig für Korruption. Die EU-Institutionen können
sich mangelhafte Integrität nicht leisten. Sie vertieft das Mistrauen
der Bürger noch mehr und schadet der Europäischen Idee,“ so
Ehrenhauser, Mitglied des Haushaltskontrollausschusses des
Europäischen Parlaments.

„Das bestehende System der Finanzkontrolle ist ebenfalls
mangelhaft. So verwaltet die Europäische Kommission eine zentrale
Ausschlussdatenbank – eine Art schwarze Liste für risikohafte
Unternehmen, die keine Gelder vom EU-Budget erhalten dürfen. Leider
funktioniert diese Liste aber in der Praxis nicht. Außerdem ist sie
geheim, auch für die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Sogar
die Weltbank, die über eine ähnliche Liste verfügt, hat sie
öffentlich gemacht. Die Zentrale Ausschlussdatenbank muss
funktionsfähig und umgehend öffentlich gemacht werden. Mein
Änderungsantrag diesbezüglich wurde vom Plenum des Parlaments im
vergangenen März angenommen. Nun muss die Kommission dieser Forderung
nachkommen,“ so Ehrenhauser abschließend.
EU Integrity System ReportEU-Institutionen setzen Antikorruptionsregeln nicht konsequent um

 

Exporte: Geliehene Stärke

Deutsche Exportgüter sind so gut, auch weil sie besonders viele importierte Teile beinhalten.

Der Rückgang des deutschen Anteils am Weltexport von zwölf Prozent im Jahr 1990 auf knapp acht Prozent im Jahr 2012 wird gemeinhin dem Aufkommen exportstarker Entwicklungs- und Schwellenländer zugeschrieben. In der Tat stieg in dieser Zeit der entsprechende Anteil dieser Länder am weltweiten Handel von 23 auf 44 Prozent an. Doch die deutschen Verluste auf dem Weltmarkt fanden nicht erst mit dem Boom der Schwellenländer im vergangenen Jahrzehnt statt. Die relative Exportschwäche trat bereits in den neunziger Jahren auf und lässt sich mit den besonderen Bedingungen nach der Wiedervereinigung erklären: ein größerer Heimatmarkt, eine starke Nachfrage nach nicht gehandelten Gütern (Wohnungs- und Straßenbau), eine beginnende Lohnangleichung zwischen alten und neuen Bundesländern und damit einhergehend eine reale Aufwertung der Einkommen. Kurz: eine Stärkung des Binnenmarkts.

Zu welcher Exportstärke die deutsche Wirtschaft dann aber wieder zurückfand, zeigt sich im Industriegüterbereich. Dort konnte Deutschland zwischen 2000 und 2012 seinen Anteil am Welthandel auf etwas über zehn Prozent steigern, und das, obwohl die Entwicklungs- und Schwellenländer in dieser Zeit von 30 auf 43 Prozent zulegten.
Geliehene Staerke

tjeerdroyaards.typepad.com

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Das Verhalten der Finanzminister ein Armutszeugnis.

Das oberste deutsche Finanzgericht duckt sich weg.

Martin Greive Die Welt, berichtet: Skrupellose Banken nutzten jahrelang Schwächen im Steuerrecht aus, prellten den Fiskus um Milliardenbeträge. Doch der Bundesfinanzhof setzt dem Treiben kein Ende.

Die Erwartungen an den Bundesfinanzhof waren groß. Das oberste Finanzgericht sollte endlich Licht ins rechtliche Dunkel der dubiosen Cum-Ex-Geschäfte bringen. Doch am Ende trauten sich die Steuerrichter kein Grundsatzurteil zu. Damit haben sie niemandem einen Gefallen getan – auch sich selbst nicht.

Das Verfahren vor dem Bundesfinanzhof belegt einmal mehr, wie verworren Cum-Ex-Geschäfte sind. Die Richter verhandelten nur einen kleinen Ausschnitt der hochkomplexen, über viele verschiedene Konstruktionen getätigten Transaktionen. Aus rechtlicher Perspektive mag es da verständlich sein, aus einem dieser Einzelfälle kein Grundsatzurteil ableiten zu wollen.

Allerdings sind inzwischen über 50 Cum-Ex-Verfahren anhängig. Der Fiskus könnte um einen zweistelligen Milliardenbetrag geprellt worden sein. Angesichts dieser Dimension wird der Bundesfinanzhof um ein Grundsatzurteil nicht herumkommen. Es wäre besser gewesen, das Urteil wäre früher als später gekommen.

Banken ließen sich mehrfach Steuern erstatten

Doch unabhängig davon, ob Gerichte die Geschäfte für legal oder illegal erklären werden, lassen sich schon jetzt Lehren aus dem Skandal ziehen. Die Aktiengeschäfte zeigen einmal mehr, wie skrupellos Finanzinstitute jede Schwachstelle im Steuersystem ausnutzen. Selbst wenn die Geschäfte legal gewesen sein sollten – moralisch verwerflich waren sie in jedem Fall. Einem normalen Steuerzahler ist jedenfalls nicht zu erklären, warum ein Finanzinstitut sich mehrfach Steuern erstatten lässt, die nur einmal angefallen sind. Diese Milliarden, die Investoren dem Staat abluchsen, fehlen am Ende für Schulen und Straßen.

Allerdings darf sich die Politik in diesem Fall nicht beschweren. Jahrelang hat sie trotz Warnungen dem Treiben tatenlos zugesehen. Das Verhalten der verantwortlichen Finanzminister, vor allem Hans Eichel und Peer Steinbrück, war ein Armutszeugnis. Ihre Nachfolger sollten sich jetzt wenigstens Gedanken machen, wie solch ein Steuerschlupfloch künftig früher gestopft werden kann.
Das Verhalten der verantwortlichen Finanzminister, vor allem Hans Eichel und Peer Steinbrueck, war ein Armutszeugnis.