Schatten, aber auch viel Licht

Börse New York
Chinas Konjunktur beflügelt Wall Street

Die US-Bilanzsaison ist in vollem Gange. An der Zahlenfront gibt es viel Schatten, aber auch viel Licht. Für eine positive Überraschung sorgt Yahoo. Konjunkturdaten aus China brachten die Anleger zudem in Kauflaune.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 2405 Werte legten zu, 624 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1868 im Plus, 752 im Minus und 101 unverändert.
Chinas Konjunktur befluegelt Wall Street

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Bitcoin Pleite: Sanierung unrealistisch

Bitcoin-Börse Mt. Gox gibt auf
Keine realistischen Sanierungspläne für die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox: Die einstmals wichtigste Handelsplattform für die Digitalwährung hat ihre Abwicklung beantragt. Noch wollen die Gläubiger die Hoffnung auf einen Käufer aber nicht ganz aufgeben.

Die ehemals größte Plattform für den Handel mit der digitalen Währung Bitcoin ist am Ende. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Mt. Gox bei einem Gericht in Tokio, dort hat die Firma ihren Sitz, die Auflösung ihres Geschäfts beantragt. Der Zeitung zufolge fehlen realistische Sanierungspläne und ein Treffen mit den Gläubigern sei schwer zu realisieren, da diese weltweit verstreut leben.

Mt. Gox war lange Zeit die wichtigste Handelsplattform für die Digitalwährung. Ende Februar verschwand sie aber über Nacht aus dem Netz. Zwar teilte Mt. Gox später mit, 200 000 der Bitcoins wiedergefunden zu haben (die Mitteilung als PDF)
Bitcoin

Rutschpartie der Renditen

Der schweizerische Geld- und Kapitalmarkt

Der Aufschwung in Europa bleibt wenig dynamisch, die Preise steigen so langsam wie seit Jahren nicht mehr. Beides beeinflusst die Zinsprognosen und lastet auf den Renditen sicherer Staatstitel.

Die internationale Anlegerschaft begnügt sich bei Investments in Anleihen von staatlichen Schuldnern hoher Bonität mit immer geringeren Verzinsungen. Am Dienstagnachmittag rentierten zehnjährige Schweizer Staatsanleihen – das Paradebeispiel eines «sicheren Hafens» – nur noch mit 0,87%. Zuletzt waren solch tiefe Sätze vor mehr als einem Dreivierteljahr zu beobachten. Anfang 2014 rentierten zehnjährige «Eidgenossen» noch mit bis zu 1,25%. Auch die Verzinsung deutscher Staatstitel derselben Laufzeit erreichte mit 1,52% ein Neun-Monate-Tief.
Rutschpartie der Renditen

Rutschpartie der Renditen

Wenns um Geld geht, versagt die Aufsicht!

Unsere Korrespondentin Dr. Caroline Bono lenkt unser Aufmerksamkeit auf das Thema,   Aufsichtsbehörden schauen weg. «Unwirksame Medis bleiben auf dem Markt»

Vier Jahre lang kämpften die Forscher darum, die vollständigen Daten zu Tamiflu zu erhalten. Ein Pharma-Experte erklärt, warum die Firmen den Zugang zu Studien oft verweigern.

Herr Volante, der Schweizer Pharma-Riese Roche hat sich vier Jahre lang geweigert, die Studiendaten zum Medikament Tamiflu herauszugeben. Nun kamen Forscher zum Schluss, dass das Medikament praktisch wirkungslos ist. Wie ist es möglich, dass Roche die Herausgabe dieser Daten verweigerte?

Salvatore Volante: In der Schweiz und in Europa waren Pharma-Firmen bisher nicht verpflichtet, diese Daten zu veröffentlichen. In den USA ist das hingegen der Fall, und auch in der EU hat sich diese Praxis kürzlich geändert. Die Schweiz hinkt da noch hinterher.

Wer kontrolliert, ob die Ergebnisse dieser klinischen Studien auch stimmen?

Will ein Unternehmen oder eine Institution eine Studie durchführen, muss sich diese bei einem ethischen Komitee anmelden. Diese kantonalen Komitees bestehen aus unabhängigen Ärzten und Experten, die meist auch einer Universität oder einem Institut angeschlossen sind. Das Gremium beurteilt aber nur das Studienkonzept. Nach Abschluss der Studie prüft die nationale Zulassungsbehörde das von der Firma vorgelegte Resultat. Auf dieser Grundlage und dem Nutzen-Risiko-Profil wird dann eine Marktzulassung erteilt.

Kommt es vor, dass unabhängige Forscher eine Studie wiederholen?

Nein. Obwohl das theoretisch möglich wäre, scheitert es meist am Geld: Studien mit tausenden von Patienten kosten schnell mehrstellige Millionenbeträge.

Die Konsumenten sind also auf die Ehrlichkeit der Pharma-Firmen angewiesen, was die Studienergebnisse betrifft?

Ja. Und auf die sorgfältige Prüfung der Daten durch die zuständige Behörde. In der Schweiz ist es das Bundesamt für Gesundheit, das für die Prüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit zuständig ist.

Wie oft kommt es vor, dass ein Medikament vom Markt genommen wird, weil es nicht wirksam ist?

Das ist meines Wissens noch nie passiert. Wenn ein Medikament zurückgezogen wird, dann, weil erst nach der Marktzulassung schwere Nebenwirkungen bekannt wurden. Oder wenn ein Mittel – in Kombination mit anderen Medikamenten – zu Todesfällen geführt hat.

Bei der Debatte um die Wirksamkeit von Tamiflu steht nicht nur Roche in der Kritik, sondern auch die Heilmittel-Zulassungsstelle Swissmedic. Zu Recht?

Falls sich die Ergebnisse der Cochrane-Studie bestätigen, muss sich Swissmedic die Frage gefallen lassen, warum sie Tamiflu für den Markt zugelassen hat. Und warum sie das Medikament für wirksam gehalten hat.

Was muss sich in Zukunft ändern, damit sich der Fall Tamiflu nicht wiederholt?

Zwei Änderungen sind nötig. Erstens sollen die Daten aller klinischen Studien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und zweitens soll die Marktzulassungsbehörde von den Firmen auch nach der Zulassung weitere Studien zur Wirksamkeit verlangen können.
Medikament unwirksam? Was ist hier falsch?

Tamiflu

Bitcoin Werbung versucht Frauen zu erobern

Immer mehr Frauen in den USA wollen teilhaben an der von Männern dominierten Welt des digitalen Geldes.
Dafür wählen sie allerdings einen recht unemanzipierten Ansatz: In Blogs wie The Bitcoin Wife oder TheBitMom tauschen sie sich aus, was es Neues aus der Welt der digitalen Währung gibt.

Nichts da, Drogen und Waffen! Von wegen Bitcoin ist vor allem die Währung für illegale Geschäfte im Internet, meint die US-Bloggerin Pua Pyland. «Bitcoins auszugeben ist so einfach. Man kann einige berauschende Dinge damit kaufen – und ich rede hier nicht über Silk Road», sagt die Gründerin von The Bitcoin Wife mit Bezug auf den längst geschlossenen Online-Schwarzmarkt, auch «Drogen-Amazon» genannt. Bitcoins seien vielseitig einsetzbar, vor allem auch für Frauen, proklamiert die 33-Jährige aus Utah. „Dies sind aufregende Zeiten, und nicht nur die Jungs sollten Spass daran haben.“
Die Bitcoin-Welt wird von Frauen erobert
Bitcoins not accepted

Obama möchte gleichen Lohn für Frauen

US-Präsident Barack Obama hat eine Initiative für gleiche Bezahlung für Frauen  gestartet. Nach wie vor verdienten Frauen bei gleicher Arbeit deutlich weniger als Männer. Für jeden Dollar, den ihre männlichen Kollegen verdienten, bekämen Frauen im Durchschnitt lediglich 77 Cent: „Für Afroamerikanerinnen und Latinas sind es sogar weniger. Das ist im Jahr 2014 eine Peinlichkeit, das ist falsch“, sagte Obama im Weissen Haus. Obama rief den „National Equal Pay Day“ aus – den Tag für gleiche Bezahlung.

„Eine Frau muss etwa drei Monate mehr arbeiten, um das zu kriegen, was ein Mann (im Jahr) verdient. Das ist nicht fair. Das ist wie sechs extra Meilen an einen Marathon hängen“, sagte Obama. Er rief den Kongress zum Handeln auf. Obama hatte den Kampf für gleiche Löhen bereits kurz nach Amtsantritt 2009 zur Chefsache gemacht.

Zugleich unterzeichnete er zwei präsidiale Verordnungen, die Frauen helfen sollen. Zum einem wird es Firmen, die für den Staat arbeiten, künftig untersagt, gegen Arbeitnehmer vorzugehen, die offen über ihre Löhne und Gehälter diskutieren. Zudem sollten solche Unternehmen der Regierung konkrete Informationen über ihre Löhne für Männer und Frauen liefern.

Obama

Konjunktur im Aufschwung?

Deutsche Konjunktur zieht 2014 und 2015 kräftig an

Deutschland steht nach Ansicht der führenden Wirtschaftsforscher vor einem kräftigen und längeren Aufschwung.

„Treibende Kraft ist die Binnennachfrage“, erklärten die Institute am Donnerstag in ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung. Für 2014 erwarten sie ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent, das sich im nächsten Jahr auf 2,0 Prozent beschleunigen soll. Die Zahl der Beschäftigten werde in beiden Jahren jeweils auf einen Rekordwert steigen. „Die Konjunktur erhält allerdings Gegenwind von der Wirtschaftspolitik“, betonten die Forscher und kritisierten zentrale Pläne der Regierung heftig: „So ist die abschlagsfreie Rente ab 63 ein Schritt in die falsche Richtung.“

Zudem befürchten die Experten, dass die Einführung des flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro den Aufbau der Beschäftigung dämpfen werde. Bereits 2015 würden rund 200.000 Arbeitsplätze wegfallen, bis 2018 weitere 150.000. Ansonsten zeichnen die Forscher für die Konjunktur ein positives Bild. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2014 im Aufschwung.“ Die Firmen führen ihre Produktion seit einem Jahr auch dank steigender Aufträge nach oben, die Beschäftigung lege zu, und die Stimmung unter Firmen sowie Verbrauchern habe sich deutlich verbessert. Zwar ziehe die Nachfrage aus den Schwellenländern mittlerweile weniger dynamisch an. „Dafür erholt sich aber die Konjunktur im übrigen Euroraum, dem wichtigsten Absatzmarkt Deutschlands.“
Deutsche Konjunktur zieht 2014 und 2015 kraeftig an

Konjunktur im Aufschwung

Steuern sparen durch Heirat und Kindern

Steuererklärung

So holen sich Familien ihre Steuern zurückHeirat
Mit Heiraten und Kinderkriegen lassen sich oft Steuern sparen. In diesem Jahr müssen Familien die richtigen Weichen allerdings deutlich früher stellen – dann gibt es ordentlich Geld zurück

„Schatz, lass uns heiraten – und Steuern sparen!“ Nichts kommt wohl schlechter an, als beim Heiratsantrag völlig unromantisch das Finanzamt mit ins Spiel zu bringen.

Dabei sollte sich jedes Brautpaar auf Wolke sieben ruhig schon vor der Eheschließung einmal ganz praktisch mit der steuerlichen Auswirkung des Jaworts beschäftigten, rät Christina Georgiadis von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe VLH.

Schließen zwei Menschen am Standesamt den Bund fürs Leben, verschmelzen sie – rein steuerlich betrachtet – in der Regel auch vor dem Fiskus zu einer Einheit. Und das bringt häufig klare finanzielle Vorteile. „Davon kann sich so manches Paar eine größere Hochzeitsfeier leisten“, betont Fachfrau Georgiadis.
So holen sich Familien ihre Steuern zurueckSo holen sich Familien ihre Steuern zurueck

IWF senkt Prognose für Weltwirtschaft

Washington

Der Internationale Währungsfond  IWF blickt pessimistischer auf die Entwicklung der cri- chinaWeltwirtschaft und hat die globale Wachstumsprognose gesenkt. Demnach sei die globale Wirtschaft zwar auf dem Weg der Wiedergenesung, gleichzeitig aber weiterhin einigen Risiken ausgesetzt.

Laut des am Dienstag veröffentlichten Berichts rechnet die IWF mit einem Plus von 3,6 Prozent im laufenden und 3,9 Prozent im kommenden Jahr – jeweils 0,1 Prozent weniger als in bisherigen Prognosen.

Die Wirtschaft in Schwellenländern und Entwicklungsländern wird dem IWF-Bericht zufolge in diesem Jahr um 4,9 Prozent wachsen – 0,2 Prozent weniger als vorhergesagt.

China könne nach der aktuellen Prognose des Internationalen Währungsfonds für 2014 und 2015 mit einem Wachstum von 7,5 Prozent beziehungsweise 7,3 Prozent rechnen.
IWF

Bundesregierung rechnet mit Dauer-Boom bis 2018

Wirtschaftsprognose bmwi.de

Die Bundesregierung zeichnet in einem Bericht an die EU ein äußerst positives Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung bis 2018. Allein im kommenden Jahr soll das BIP um zwei Prozent zulegen.

Deutsche Konjunktur: Die Bundesregierung ist zuversichtlich wie lange nicht.

Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland wird sich nach Erwartung der Bundesregierung im kommenden Jahr weiter beschleunigen. „Für das Jahr 2015 erwartet die Bundesregierung eine reale Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 2,0 Prozent und damit erneut ein kräftiges Wachstumsplus“, heißt es im neuen Stabilitätsprogramm der Bundesregierung für die EU-Kommission.

In dem Bericht rechnet die Regierung von 2016 bis 2018 mit einem durchschnittlichen realen BIP-Plus von etwa eineinhalb Prozent im Jahr. „In diesem Zeitraum wird sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt weiter fortsetzen“, heißt es in dem Stabilitätsprogramm, das das Bundeskabinett am Vormittag verabschieden will.
Für dieses Jahr erwartet die Bundesregierung ein reales Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. „Die Frühindikatoren zeichnen für das Jahr 2014 ein positives Bild“, heißt es in dem 46-seitigen Bericht, den die Mitgliedsstaaten der Euro-Zone jährlich in Brüssel vorlegen. Insbesondere die Stimmung der Unternehmen und Verbraucher habe sich mehrmals verbessert.
Bundesregierung rechnet mit Dauer-Boom bis 2018
Handelsblatt Konjunktur

Dauer-Boom bis 2018