Brasiliens Börse überrascht mit Aufschwung

Ausländische Investoren kehren an die brasilianische Börse zurück.

Obwohl Brasiliens Wirtschaft jüngst oft für negative Schlagzeilen gesorgt hat, steigen die Kurse an der Börse in São Paulo rasant. Dafür gibt es gute und weniger gute Gründe.

Obwohl sich in den vergangenen Wochen die schlechten Nachrichten über Brasiliens Wirtschaft gehäuft haben, erlebt die brasilianische Börse Kursanstiege wie seit langem nicht mehr. Um 13% ist der Index seit dem Jahrestief vor zwei Wochen gestiegen. Damit hat der Index 2014 die starken Verluste zum Jahresbeginn wieder ausgeglichen. Auch der Real legte gegenüber dem Dollar um deutliche 6% zu.

Das überrascht die Investoren. Denn Brasiliens Wirtschaft hat jüngst für negative Schlagzeilen gesorgt: Erst stufte die Rating-Agentur Standard & Poor’s die Bonität des Landes vor allem wegen der mangelhaften Fiskalpolitik der Regierung und der schwachen Konjunkturaussichten herab, und zwar auf BBB–, das niedrigste Rating für ein Investment-Grade. Dann reduzierte die Zentralbank ihre Inflations- und Wachstumsprognosen für dieses Jahr. Unterdessen hat sich das Wachstum auf nur noch 2% verlangsamt.
Brasiliens Börse überrascht mit Aufschwung

Brasiliens Boerse

Dutzende Ermittlungsverfahren gegen Banken und Fonds

Dubiose Aktiendeals

Der Blick vom Gebäude der Europäischen Zentralbank auf die Banken-Skyline in Frankfurt. Allein in Hessen laufen momentan 30 Verfahren gegen Kreditinstitute wegen Steuerhinterziehung.

Sie sollen den Staat mit trickreichen Aktienkäufen und -verkäufen um mehr als eine Milliarde geprellt haben: Deutsche Finanzbehörden ermitteln gegen Dutzende Kreditinstitute und Fonds wegen Steuerhinterziehung. Allein in Hessen schätzen Ermittler das Betrugsvolumen auf 979 Millionen Euro.
Dutzende Ermittlungsverfahren gegen Banken und Fonds
Ermittlungsverfahren gegen Banken und Fonds

US-Justiz verhängt höchste Geldstrafe aller Zeiten

Umweltverschmutzung

Das stellt sogar die Katastrophe um die Ölplattform Deepwater Horizon in den Schatten: Der US-Ölkonzern Anadarko muss 5,15 Milliarden Dollar zahlen – wegen jahrzehntelanger Umweltverschmutzung.

Mit der Rekordzahlung von 5,15 Milliarden Dollar (3,75 Milliarden Euro) hat der US-Ölkonzern Anadarko einen Rechtsstreit mit der Regierung über jahrzehntelange Umweltverschmutzung beendet. Es handele sich um die größte Summe, die in den USA jemals in Zusammenhang mit Umweltschäden ausgehandelt worden sei, teilte das Justizministerium mit.

4,4 Milliarden Dollar der vereinbarten Zahlung sollten für die Dekontaminierung von verseuchten Böden ausgegeben werden. Bislang war BP der Rekordhalter bei den höchsten Strafen wegen Umweltverschmutzung.

Die Regierung wirft einer Tochterfirma von Anadarko, Kerr-McGee, vor, über einen Zeitraum von 85 Jahren dutzende Betriebsgelände überall in den USA verseucht zu haben. Zum Teil seien radioaktive Substanzen wie Uran in die Umwelt gelangt, zum anderen giftige Stoffe in Böden und Grundwasser eingedrungen.
US-Justiz verhaengt hoechste Geldstrafe aller Zeiten

www.karicartoons.de

www.karicartoons.de

 

Saudi-Arabien: Erste weibliche Bankchefin

Mit Sarah al-Suhaimi steht in Saudi-Arabien erstmals eine Frau an der Spitze einer Bank. Suhaimi übernehme die Leitung der Investitionsbank NCB Capital, die eine Summe von rund zwölf Milliarden Dollar (8,7 Mrd. Euro) verwalte, teilte das Finanzinstitut gestern mit.

Erst im Februar hatte die Medienbranche des Landes mit einer Premiere aufgewartet: Mit Sumaija Dschabarti wurde erstmals eine Frau Chefredakteurin einer Tageszeitung – der „Saudi Gazette“.

Im Königreich Saudi-Arabien wird das islamische Recht besonders streng ausgelegt, ohne Zustimmung eines männlichen Vormunds dürfen Frauen weder arbeiten noch reisen noch einen Ausweis beantragen. Der ölreiche Golfstaat ist auch das weltweit einzige Land, in dem der weiblichen Bevölkerung das Autofahren kategorisch untersagt ist.
Frauen in Saudi-Arabien:  Spektakuläre Personalie im Bankensektor

Dubai: Aktienmärkte des ersten Quartals

Die besten Aktienmärkte des ersten Quartals
Dubai auf dem Siegertreppchen

Kurz vor Quartalsende haben Schwellenländer-Indizes zu einer Aufholjagd angesetzt. Die Leitbarometer der westlichen Welt präsentieren sich anämisch.
Janet Yellen ist ihrem Ruf als geldpolitische «Taube» einmal mehr gerecht geworden. Die US-Wirtschaft werde trotz der jüngsten Erholung noch einige Zeit aussergewöhnliche monetäre Unterstützung benötigen, sagte die US-Notenbankchefin zu Wochenbeginn in Chicago. Die Aktienmärkte quittierten die – als Hinweis auf entgegen vorherigen Mutmassungen noch länger niedrige Leitzinsen interpretierte – Aussage mit steigenden Notierungen, vor allem bei Valoren aus Schwellenländern.
Dubai auf dem Siegertreppchen
Macht die Menschheit Fortschritte?

Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen

Nach der Rally sind Aktien nicht mehr billig, meint Tilmann Galler. Der Anlageexperte erklärt, wo Anleger jetzt noch Schnäppchen machen können und warum es gefährlich ist, nur auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu schauen.

Wie geht es weiter an den Märkten? Tilmann Galler, Portfolio-Manager und Stratege bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt, ist optimistisch, auch wenn seine Euphorie nachgelassen hat. S&P 500 und auch Dax notieren nahe ihrer Allzeithochs. Wie geht es weiter? Ich erwarte eine Aufholjagd. Eine Aufholjagd?
2013 war ein exzellentes Jahr für Aktie. Die Märkte haben allerdings viele Vorschusslorbeeren verteilt. 2014 müssen die Unternehmen liefern. Und die Konjunktur muss weiter anziehen, denn auch das haben die Märkte bereits vorweggenommen. Jetzt müssen Unternehmen liefern und die Konjunktur sollte Tritt fassen.
Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen
Gewisse Bescheidenheit sollten Anleger mitbringen

Schleichender Abstieg eines einstigen Musterknaben

Brasiliens Wirtschaft

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat das Vertrauen der Wirtschaft verspielt. Wird sie nach ihrer wahrscheinlichen Wiederwahl die dringend notwendigen Reformen vornehmen?

Dilma Rousseff mag es nicht, wenn sie auf Flügen in Turbulenzen gerät. Die brasilianische Präsidentin kontrolliert deshalb vor jedem Flug mit der Präsidentenmaschine persönlich die Wetterprognose auf der Route. Drohen Gewitter, verlangt die Volkswirtin Kursänderungen. Kommt es dennoch zu Turbulenzen, zitiert sie den diensthabenden Brigade-General aus der Kabine des Piloten zu sich und liest ihm die Leviten.
Der schleichende Abstieg eines einstigen MusterknabenSchleichender Abstieg eines einstigen Musterknaben

Schuldenrückzahlungen

Staatliche Kreditaufnahme
Anschlussfinanzierung als grösstes Risiko

In den nächsten drei Jahren komme auf viele Staaten eine Welle von Schuldenrückzahlungen zu, meldet die OECD. Steigende langfristige Zinsen und ein schwaches Weltwirtschaftswachstum setzen staatlichen Bond-Emittenten schon jetzt zu.
Die Verschuldungsquoten zahlreicher Länder dürften 2014 weiter steigen und in den nächsten Jahren auf einem hohen Niveau verharren. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jüngsten Bericht zur staatlichen Kreditaufnahme («Sovereign Borrowing Outlook 2014»). Demnach dürfte der Anteil der Schulden am Bruttoinlandprodukt (BIP) für einige Staaten stark zunehmen und gar auf einen historischen Höchststand von mehr als 116% klettern. Damit läge die Verschuldungsquote über der während des Zweiten Weltkriegs erreichten.
Anschlussfinanzierung als groesstes Risiko
Outlook 2014. Summary in German

Dr. Jan Tomaschoff  / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

 

Sloweniens dramatischer Anstieg fauler Kredite

Euro-Krise :
In Slowenien braut sich die nächste Banken-Krise zusammen. Die Zahl der faulen Kredite ist gewaltig gestiegen. Die Regierung sagt, dass nur ein Wunder eine Wende herbeiführen könne.

Die Risiken in Sloweniens marodem Finanzsektor nehmen zu: Die Banken sitzen nun bereits auf faulen Krediten von rund elf Milliarden Euro, wie Zentralbank-Chef Bostjan Jazbec in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung Delo sagte. Das Volumen könnte sogar noch steigen. “Wenn wir nicht bald ein stärkeres Wirtschaftswachstum erzielen und die Schulden in Unternehmen umstrukturieren, wird sich die Zahl erhöhen”, warnte Jazbec. Im November hatten sich die faulen Kredite auf fast acht Milliarden Euro und damit auf mehr als ein Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Zwei-Millionen-Volkes belaufen.
Slowenien meldet dramatischen Anstieg der faulen Kredite

Faule Kredite

Ist das Glas halb voll ?

Schweiz:

Der Optimismus über die wirtschaftliche Entwicklung in China und den USA haben zusammen mit den kleiner werdenden Ängsten der Anleger über die Auswirkungen der Krim-Krise für eine gute Börsenwoche gesorgt. Dabei haben die Andeutungen der Europäischen Zentralbank über weitere geldpolitische Lockerung den Risikoappetit noch grösser gemacht.
Das Glas ist halb voll

Halbvoll