Stressige Zeiten für Europas Banken

Frankfurt – Kaum hatte die Europäische Bankenaufsicht EBA am Freitag die Kriterien für ihren Bankenstresstest vorgelegt, knickten an den Finanzmärkten die Aktienkurse der Geldhäuser ein. Offensichtlich glauben die Marktteilnehmer, dass die Aufseher die Banken einem harten Test unterziehen wollen.

Dafür spricht, dass die Banken in diesem Jahr einehöhere Kapitalquote vorweisen müssen, als beim letzten Mal: Es gilt eine Quote von 5,5 Prozent unter Stress, und eine Quote von acht Prozent im regulären Szenario. Können Banken dieses Kapital nicht vorweisen, wird die Aufsicht ihnen aufzwingen, neues Kapital aufzunehmen – wenn möglich, über den Markt; wenn sie keine Geldgeber finden, müssen sie Staatshilfe beantragen.
Stressige Zeiten für Europas Banken

Stresstest

Zwangsabgabe: Sparguthaben über 100.000 Euro werden betroffen sein

Die von der Bundesbank vorgeschlagene Zwangsabgabe zum Schuldenabbau dürfte nach Ansicht des Ökonomen Daniel Stelter alle Vermögen über 100.000 Euro betreffen. In vielen südeuropäischen Staaten sind auch die privaten Haushalte so überschuldet, dass die Last für die deutschen Vermögen am Ende höher ausfallen könnten – um die völlig aus dem Ruder gelaufenen Schulden zu tilgen.
Sparguthaben über 100.000 Euro werden betroffen sein

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Kann man mit Fairness Geld verdienen?

New York:  An der Wall Street sind die Meinungen darüber gemischt, ob man mit Fairness Geld verdienen kann oder nicht. Wenn Manager Wörter wie «fair» oder «gerecht» häufig verwenden, sehen die einen darin bloss eine Marketingkampagne. Andere nehmen diese Aussagen jedoch ernst und schliessen daraus sogar einen Wettbewerbsvorteil. In den vergangenen Wochen haben gleich zwei Unternehmen mit ihrem Drang nach Fairness von sich reden gemacht.
Kann man mit Fairness Geld verdienen

Fairness

 

Unruhe in der Finanzmarktaufsicht

Schweiz:  Die Spannungen in der Finma

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) steht oft in der Kritik der Finanzbranche und der Politik. Auch intern gibt es häufig Spannungen, wie Gespräche mit Kennern der Behörde deutlich machen.

Der Rücktritt von Direktor Patrick Raaflaub rückt die Finanzmarktaufsicht erneut ins Zentrum des Interesses. Er war seit der Geburt der Finma nach der Fusion von drei Behörden Anfang 2009 im Amt. In der Ära Raaflaub war die Finma politisch stark exponiert. Nach dem Ausbruch der Finanz- und der UBS-Krise schien dies unvermeidlich. Auch die Spannungen zwischen dem Finanzsektor und der Behörde waren bis zu einem gewissen Grad natürlich. Doch Mängel in der Dialogkultur der Finma-Spitze spielten laut Beobachtern ebenfalls eine Rolle.
Unruhe in der Finanzmarktaufsicht

Patrick Raaflaub Rücktritt als Finma-Direktor

Euro-Wirtschaft erwischt überraschend guten Jahresstart

Berlin (Reuters) – Die Euro-Zone wird vom Bremsklotz zum Hoffnungsträger für die Weltwirtschaft: Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern legten im Januar zusammen so stark zu wie seit gut zweieinhalb Jahren nicht mehr.

EZB-Präsident Mario Draghi sprach von ermutigenden Signalen – warnte aber gleichzeitig auch vor Gefahren für die Konjunktur.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte im Januar um 1,1 auf 53,2 Punkte, teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 5000 Unternehmen mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 52,4 Zählern gerechnet. Damit hielt sich das Barometer klar über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. „Der Aufschwung hat im Januar weiter an Dynamik gewonnen“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Der Internationale Währungsfonds traut der Euro-Zone – die auf eine Wirtschaftsleistung von 9,5 Billionen Euro kommt – in diesem Jahr ein Wachstum von 1,0 Prozent zu. 2013 war sie noch um 0,4 Prozent geschrumpft.

Trotz der Wachstumsbeschleunigung steht der Aufschwung weiter auf wackligen Beinen
Euro-Wirtschaft erwischt ueberraschend guten Jahresstart
Euro-Wirtschaft erwischt ueberraschend guten Jahresstart