Schweiz: Prozess gegen Raoul Weil dürfte sich verzögern

Prozess gegen Raoul Weil dürfte sich verzögern
Raoul Weil (links) und sein Anwalt David MandelUS-Staatsanwaltschaft legt Beweismaterial vor

Die Gerichtsverhandlung im Fall des ehemaligen UBS-Konzernleitungs-Mitglieds, Raoul Weil könnte
sich verzögern. Am Mittwoch haben Anklage und Verteidigung das Bundesbezirksgericht in Fort Lauderdale, Florida, um einen Aufschub ersucht.
Weil war nicht präsent. Ihm wird vorgeworfen, 17 000 Amerikanern geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Er hatte beim Termin vor zwei Wochen auf «nicht schuldig» plädiert.

Vier Millionen Seiten Beweismaterial

Staatsanwalt Mark Daly legte Beweismaterial von insgesamt über 4 Millionen Seiten an Daten und Dokumenten vor. Diese enthalten Informationen von US-Steuerzahlern mit Konten bei der Schweizer Grossbank UBS, Informationen der Steuerbehörde IRS über transatlantische UBS-Geschäfte und zu einer Untersuchung durch den US-Kongress über Offshore-Steueroasen.

Weil ist in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt. Vor dem US-Bundesgericht in Fort Lauderdale plädierte er am 7. Januar auf nicht schuldig.

Prozess gegen Raoul Weil dürfte sich verzögern

Neuste US Drohne

 

Studie: Weltweite Protest-Welle wegen wachsender Armut

Bürger-Proteste und Unruhen weiten sich aus, sagt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Grund dafür sei die wachsende Armut der Bürger durch Misswirtschaft und Korruption. Die Euro-Krise und der derzeitige Zustand der EU verstärken die Entwicklung.

Ob in der Türkei, Brasilien, dem arabischen Raum, Asien oder Europa: Nach Einschätzung der Bertelsmann-Stiftung wird die Welle von Bürgerprotesten in der Welt noch lange nicht abebben. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Stiftung hervor.

Nach Einschätzung der Autoren gibt es in vielen Regionen der Welt ungeachtet des Wirtschaftswachstums immer noch ein „hohes Maß an Armut und sozialer Ausgrenzung“. In den meisten Staaten profitierten davon nur kleine Eliten. Vielerorts werde politische Macht missbraucht, und zwar nicht nur in autoritären Ländern. Solange demokratische Entwicklungen trotz höheren Wirtschaftswachstums unterentwickelt blieben, Reformen von den Eliten verweigert würden und die Kluft zwischen Arm und Reich tief bleibe, werde sich kaum etwas an den ständigen Unruhen ändern.

Die Bertelsmann-Stiftung ermittelt seit 2003 einen so genannten Transformationsindex (BTI) 
Briefing zu den Kernergebnissen des BTI 2014

Krisenzeiten

Sabine Lautenschläger offiziell als EZB-Direktorin ernannt

Brüssel/Berlin. Der Wechsel von Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger  (49) ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) ist unter Dach und Fach. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben die Juristin per schriftlichem Verfahren offiziell ernannt, teilte der EU-Ministerrat am Dienstag in Brüssel mit. Ihr achtjähriges Mandat beginne am kommenden Montag.
Bisherige Bundesbank-Vizechefin

Lautenschlaeger EZB-Direktorin

Bundesanwaltschaft auf Mission Hellas

Berner Ermittler fliegen nach Athen, um berühmte Häftlinge aus Rüstungsskandalen zu befragen. Ein wichtiges Thema ist dabei die Rolle von Vertretern des Schweizer Finanzplatzes.

Weitere Spuren, die zu verfolgen wären, gibt es bereits jetzt viele. Mindestens ein halbes Dutzend Banken in der Schweiz hat seit der Verhaftung Tsochatzopoulos’ und seiner Getreuen im Frühjahr 2012 Geldwäschereimeldungen erstattet. Betroffen vom Rüstungsskandal sind neuerdings auch die Grössten der Finanzbranche: UBS, Credit Suisse und Julius Bär (TA vom 4. Januar). Aber bei der Reise der Bundesanwaltschaft nach Athen sind die Grossbanken vorerst nicht das Ziel der Ermittlungen, denn die Vorwürfe an ihre Adresse sind jüngeren Datums.
Die Bundesanwaltschaft auf Mission Hellas

Bundesanwaltschaft auf Mission Hellas

Flut an Börsengängen in China erwartet

Rasantes Handelsdebüt NewaysNeuzugaenge an der Boerse erwartet.

China: Nach einer künstlichen Durststrecke wird eine Flut von Neuzugängen an der Börse erwartet.

Schanghai An der Börse Schanghai wurde das erste Initial Public Offering (IPO) seit fünfzehn Monaten stürmisch gefeiert. Die Börseneinführung der Aktie des chinesischen Maschinenbauers Neway Valve brachte als Erstnotiz zu Yuan 23,3 eine Emissionsprämie von 32% über dem Ausgabepreis der Titel bei Yuan 17,7. Daraufhin musste der Handel mehrfach unterbrochen werden, da die Regularien der Börse Schanghai eine Abkühlpause vorsehen. Neway gingen am Freitag schliesslich mit einem Kursanstieg um 43% aus dem Handel. Die rasante Performance erfolgte bezeichnenderweise vor dem Hintergrund einer miserablen Grundstimmung am chinesischen Aktienmarkt. Der Hauptindex Shanghai Composite büsste weitere 0,8% auf 2005 Punkte ein, und liegt auf einem Fünfmonatstief.
Flut an Börsengängen in China erwartetFlut an Boersengaengen in China erwartet

 

Klage auf 280 Milliarden Dollar

Gerichtsauflagen: US-Tabakriesen entwerfen ihre LügenbeichteTabak

Schon 1999 hatte die US-Regierung die Konzerne verklagt, damals auf eine Zahlung von 280 Milliarden Dollar, Später reduzierte die Regierung ihre Forderung auf 14 Milliarden Dollar. Richterin Kessler lehnte 2006 die Strafzahlungen ab, ordnete 2012 aber die „korrigierenden Aussagen“ an: fünf verschiedene Texte, in denen die Tabakriesen in aller Breite ihre gesammelten Sünden und die Gesundheitsrisiken ihrer Produkte eingestehen sollen.
Gerichtsauflagen: US-Tabakriesen entwerfen ihre Lügenbeichte Luft gehen

EU-Unterhändler einigen sich auf strengere Finanzmarkt-Regeln

Brüssel – Die EU hat sich auf strengere Regeln für den Hochfrequenzhandel und die Rohstoffmärkte geeinigt. Die neuen Finanzmarkt-Vorschriften sollen mehr Transparenz schaffen und Börsenturbulenzen abmildern.

„Börsen Spekulanten soll in Zukunft der Riegel vorgeschoben werden.

Hochfrequenzhandel: Die EU einigte sich in einer Marathon-Sitzung in der Nacht zum Mittwoch auf eine härtere Regulierung, die mehr Transparenz garantiert.
EU verschärft Finanzmarkt-Regeln

EU will mit der strengeren Regulierung Börsenturbulenzen abmildern