Großbanken mogeln massiv bei Boni-Zahlungen

BaFin fällt ernüchterndes Urteil

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mehrere deutsche Großbanken in ihrem Umgang mit Boni-Zahlungen bewertet. Das Urteil ist ernüchternd. Laut BaFin-Chef Röseler habe keine Bank gut abgeschnitten.

Die Finanzaufsicht BaFin gibt vielen deutschen Großbanken schlechte Noten für den Umgang mit ihren Boni. Viele Institute nähmen die Beschränkungen für ihre Top-Mitarbeiter offenbar nicht richtig ernst, sagte der oberste Bankenaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Raimund Röseler, am Montag in Bonn.
Großbanken mogeln massiv bei Boni-Zahlungen

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen

Kunden der israelischen Bank Leumi sind ins Visier …

Neue Daten-CD:

Ermittler spüren Dutzende mutmaßliche Steuersünder auf.
Deutsche Ermittler haben nach SPIEGEL-Informationen erneut eine CD mit Daten mutmaßlicher Steuersünder erhalten. Dutzende Wohnungen von Kunden der Leumi-Bank wurden durchsucht. Darunter sind offenbar mehrere Prominente, zudem sind die Beträge auf den Schweizer Konten teils sehr hoch.
Ermittler spüren Dutzende mutmaßliche Steuersünder auf 

Kunden der israelischen Bank Leumi sind ins Visier

Geldgier und ihr Lohn

Groteske oder Glorifizierung?

Ist Martin Scorseses Film «The Wolf of Wall Street», ein Porträt des Finanzjongleurs Jordan Belfort, eine Verherrlichung der Geldgier und Korruption? Darüber ist in den USA eine erhitzte Debatte entbrannt.

Der Hochstapler Jordan Belfort , der in den neunziger Jahren mit seiner vornehm Stratton Oakmont getauften Wall-Street-Firma naive Kleinanleger um ihre mühsam zusammengekratzten Ersparnisse bringt. Doch ist sich die amerikanische Öffentlichkeit nicht einig über die Botschaft des Films. Handelt es sich bei Scorseses jüngstem Regie-Ausflug ins kriminelle Milieu um eine Verdammung oder eine Glorifizierung der Geldgier und Korruption? Auf der Website des «New Yorker» ist über diese Frage eine regelrechte Debatte entbrannt, in der Roger Brody in «der tobenden Turbulenz eine kontemplative Distanz und tragische Note» entdeckt haben will, derweil David Denby bloss einen hohlen, obszönen «Fake» gesehen hat. «Ist der Film dazu angetan, Abscheu hervorzurufen, oder darauf aus, unseren Neid zu erwecken?»
Geldgier und ihr Lohn
Geldgier

EZB-Rat zu erster Zinsentscheidung 2014 zusammengekommen.

Frankfurt (Reuters) – Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Donnerstagvormittag zum ersten Mal im neuen Jahr Beratungen über seinen geldpolitischen Kurs aufgenommen. Volkswirte rechnen mehrheitlich nicht damit, dass die Währungshüter den Leitzins weiter senken werden. Er liegt seit November mit 0,25 Prozent bereits so niedrig wie nie zuvor. Einige Ökonomen fordern allerdings weitere Maßnahmen der Notenbanker gegen die Kreditklemme in einigen südeuropäischen Euro-Ländern und die aus Sicht der EZB zu niedrige Teuerung.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass die Verbraucherpreise in der Euro-Zone im Dezember im Jahresvergleich lediglich um 0,8 Prozent gestiegen waren. Schon im November hatte das Plus nur 0,9 Prozent betragen und lag damit deutlich unter dem Zielwert der EZB, die bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen spricht. Bei deutlich niedrigerem Preisdruck fürchten die Notenbanker die Gefahr einer Deflationsspirale, in der fallende Preise auf Investitionstätigkeit und Nachfrage drücken.
EZB-Rat zu erster Zinsentscheidung 2014 zusammengekommen

Pleite Bekämpfung EZB

Neue Ermittlungen in Finanzbranche – Deutsche Bank dabei

Frankfurt (Reuters) – Banken geraten nun zum ersten Mal auch wegen fragwürdiger Handelsgeschäfte nach dem Höhepunkt der Finanzkrise ins Visier der Ermittler.

US-Behörden untersuchen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge, ob internationale Geldhäuser wie die Deutsche Bank Kunden im Handel mit Hypothekenpapieren übervorteilt haben. Sie sollen die Wertpapiere von 2009 bis 2011 zu künstlich überhöhten oder niedrig gehaltenen Preisen verkauft oder gekauft haben. Damals war der Markt hierfür weitgehend eingefroren, weshalb es kaum transparente Bewertungen gab. Das Blatt berief sich auf Personen, die mit der Untersuchung vertraut seien. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht. Im Umfeld einiger Institute wurden die Ermittlungen am Mittwoch bestätigt.

Ob die Prüfungen zu greifbaren Ergebnissen führen, ist völlig offen. Sie hätten vor weniger als einem Jahr begonnen und stünden ganz am Anfang, hieß es in dem Zeitungsbericht. Bisher hätten die US-Börsenaufsicht SEC und der Sonderermittler für das Banken-Hilfsprogramm der US-Regierung (Sigtarp) nur Anfragen an eine Reihe von Banken gestellt. Sigtarp sei mit von der Partie, weil die Institute die Hypothekenpapiere an Häuser verkauft hätten, die Geld vom Staat erhalten hatten. Die teilweise mehrfach in Wertpapiere gebündelten Hypothekenkredite hatten die Krise geschürt, weil sie rapide an Wert verloren, als die Immobilienblase in den USA platzte.
Neue Ermittlungen in Finanzbranche – Deutsche Bank dabei

Deutsche Bank

 

Österreich: Konkurrenten sollen Bad Bank für Hypo finanzieren

Der Hypo-Aufsichtsratschef fordert eine Bad Bank für die Krisenbank. Gesündere
österreichische Banken sollen sich daran mit 18 Milliarden Euro beteiligen. Diese zeigen
daran kein Interesse. Eine rein staatliche Lösung würde die Staatsverschuldung um
mindestens 5 Prozentpunkte erhöhen.
Konkurrenten sollen Bad Bank für Hypo finanzieren

Bad Bank

Selbstständige sind die neuen Niedriglöhner

Bald sollen alle Arbeitnehmer mindestens 8,50 Euro pro Stunde verdienen. Ob Friseure oder Kioskbetreiber, Anwälte oder IT-Gründer: Hunderttausende Unternehmer müssen mit weniger auskommen.
Unternehmertum wird oft mit Reichtum gleichgesetzt – ein Irrtum  

Seit 22 Jahren steht Amara Messaoudi in seinem Kiosk am Rande der Düsseldorfer UnternehmerInnenstadt. Immer werktags von 6 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 20 Uhr wartet er hinter seiner winzigen Verkaufstheke auf Kunden, eingekeilt zwischen Kaugummi, Zigaretten und Zeitungsständern. Gerade kommt einer herein und kauft eine Packung Zigaretten, für sechs Euro.

Messaoudis Mini-Laden liegt an der Graf-Adolf-Straße, einer stark befahrenen Magistrale mit wenig Laufkundschaft. Angestellte habe er „natürlich nicht“, sagt Messaoudi belustigt, seine persönliche Arbeitszeit sei mit den Öffnungszeiten des Büdchens identisch. Beim Thema Gewinn wird der gebürtige Tunesier wieder ernst: „Es geht fast alles für Miete, Strom und Steuer drauf“, sagt der 63-Jährige.
Selbstständige sind die neuen Niedriglöhner

Unternehmertum wird oft mit Reichtum gleichgesetzt – ein Irrtum

Steuern: „Das wurde immer so gemacht“

Wenn es darum geht, persönlich Steuern zu sparen, werden manche Herren der Finanzwelt kreativ.

Im Londoner Viertel Knightsbridge, nahe der großen Kreuzung, hinter der das ausladende Areal des Hyde Park beginnt, ist es oft überraschend dunkel. Seit ein paar Jahren steht dort ein moderner Wohnkomplex, One Hyde Park genannt und laut Eigenwerbung die „exklusivste Wohnadresse der Welt“. Doch so schick die Gegend, so edel die Häuser auch sind: One Hyde Park wirkt regelmäßig wie ausgestorben. Kaum ein Mensch tritt aus dem Marmorfoyer auf die Straße hinaus.

Die rund 80 Wohnungen sind allesamt verkauft worden – die teuerste für 125 Millionen Pfund, die günstigste offenbar für 3,6 Millionen Pfund. Für diese Preise gibt es den Hausservice vom benachbarten Luxushotel Mandarin Oriental dazu, und unten im Haus könnte man die Straßenversion eines Formel-1-Wagens von McLaren kaufen. Aber selbst der Gipfel des Luxus scheint für viele der Besitzer kein Grund zu sein, tatsächlich in der Anlage zu leben. Sie weilen nur sehr selten in London.

Auf der Suche nach den Gründen dafür hat Nicholas Shaxson, ein Kenner globaler Geldströme, vor Monaten herausgefunden, dass rund 60 der Wohnungen gar keinen Menschen gehören, sondern Gesellschaften. Diese wiederum seien meist nicht in Großbritannien registriert, sondern in Steueroasen wie den Britischen Jungferninseln oder den Kaimaninseln. Die Besitzer der Gesellschaften seien „extrem reich“, schrieb Shaxson in Vanity Fair, „die meisten von ihnen wollen nicht, dass man weiß, wer sie sind“. Offenbar handelt es sich um internationale Finanzgrößen, Industrielle, Erben. Sie nutzen gern auch die Steuervorteile, die ein Kauf über den Umweg einer Steueroase ermöglicht. So fielen in derlei Fällen in London lange Zeit keine Steuern beim späteren Verkaufen oder Vererben des Besitzes an.

Auch Alexander Dibelius, der Deutschlandchef von Goldman Sachs, hat sich vor Jahren eine Wohnung in London zugelegt, nicht in One Hyde Park, aber doch mithilfe von Gesellschaften auf den Britischen Jungferninseln. Als dies jüngst bekannt wurde, war die Empörung groß. Einer der reichsten Banker Deutschlands nutze Briefkastenfirmen in der Karibik, um Steuern zu sparen!
Steuern Das wurde immer so gemacht

Geld im Urlaub

 

Bernankes Abschiedsgruss zeigt Wirkung

Schweizerischer Geld- und Kapitalmarkt

Kurz vor der Stabübergabe von Ben Bernanke an Janet Yellen hat die US-Notenbank Fed am 18. Dezember bekanntgegeben, das langerwartete Tapering zu beginnen und ihre Anleihenkäufe zurückzufahren. An den Rentenmärkten hat der «Abschiedsgruss» des scheidenden Fed-Präsidenten in den vergangenen Wochen Wirkung gezeigt. Zwar fällt die erste Reduktion von 85 Mrd. auf 75 Mrd. $ Kaufvolumen im Monat ab Januar moderat aus. Die Langfristzinsen haben aber angezogen. Jüngst rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen mit gut 3,0% so hoch wie seit Mitte 2011 nicht mehr. Auch «Eidgenossen» derselben Laufzeit warfen mit 1,1% deutlich mehr ab als noch Ende November (0,9%).

Die US-Wirtschaft wächst

Das Fed, das derzeit gut 70% der neu emittierten US-Treasuries kauft, könnte die monatlichen Anleihenkäufe bis Ende 2014 auf null zurückfahren, so sich die wirtschaftliche Erholung in den USA fortsetzt. Dass sich die Grossmacht jenseits des Atlantiks derzeit auf einem vielversprechenden Pfad befindet, belegten jüngst die finalen Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Das Bruttoinlandprodukt wuchs annualisiert um 4,1% – weit mehr als die ursprünglich erwarteten 2,8%. Viele Experten erwarten weiter steigende Langfristzinsen. Die meisten Banken gehen für 2014 von Zehn-Jahre-Renditen zwischen 3% und 3,5% in den USA aus.
Bernankes Abschiedsgruss zeigt Wirkung

"Don’t Worry Ben, I Got This!"