Ist der nächste Crash nur eine Frage der Zeit?

Die Party ist noch zu schön. Die Börsen boomen. Nichts scheint derzeit den Aufschwung gefährden zu können. Dabei gehen die Anleger hohe Risiken ein, und das Finanzsystem ist fragiler, als es erscheint….

Genau so fühlt es sich derzeit an den Finanzmärkten an. Dort steigen die Kurse an den Aktienmärkten schon länger im allgemeinen Trend, während die Renditen an den Bondmärkten erstaunlich tief sind. In letzter Zeit scheint der Aufschwung nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer sogar wieder frische Dynamik gewonnen zu haben.

Insgesamt mögen die gewaltigen Eingriffe der Zentralbanken in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, die Weltwirtschaft kurzfristig zu stabilisieren. Allerdings geschah das nicht gratis. Der Preis zeigt sich in Form hoher Risiken, welche die Investoren auf der Suche nach Rendite eingehen mussten. Diese machen das Finanzsystem nun in Verbindung mit zunehmenden Verbindlichkeiten anfällig für externe Schocks, auch wenn im Moment wenig darauf hindeuten mag. Früher oder später wird einer davon zu einer Korrektur führen…..NZZ.ch

Marian Kamensky
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Japanische Aktienkurse im Höhenflug?

Die japanischen Aktienkurse steigen rasant.

Der weltweite Konjunkturboom erreicht auch Japan. Wenige Tage vor den vorgezogenen Neuwahlen in Japan hat der Nikkei 225 den höchsten Wert seit 21 Jahren erreicht. Die bevorstehende Unterhauswahl beunruhigt die Anleger nicht. Sie sehen etliche Gründe für eine Fortsetzung des Rallys. Übertreibt es die Bank of Japan mit ihren Aktienkäufen? Die japanische Notenbank kauft Aktien in atemberaubenden Tempo. Das kann so nicht weitergehen, sagt inzwischen auch der Chef der Tokioter Börse.

In der Partei der Hoffnung der Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, ist dem Konservativen eine formidable Opposition erwachsen. Manche Kommentatoren spekulieren darauf, dass Abe die Mehrheit im Unterhaus verliere. Am Aktienmarkt, der in den vergangenen Jahren erheblich von der lockeren Geldpolitik und der Wirtschaftspolitik der «Abenomics» profitiert hat, scheint diese Sorge nicht weit verbreitet zu sein….Bank of Japan mit ihren Aktienkäufen

Geld anlegen

Der Spiegel Young-Money-Blog berichtet:
10.000 Euro auf einmal anlegen – eine Anleitung in sechs Schritten.

„Mit einem Portfolio aus Aktienfonds und Tagesgeld können junge Menschen für jeden Zweck sparen.
„Die globalen Aktienmärkte sind derzeit auf einem Rekordhoch und steigen nun schon seit acht Jahren an. Meine Freunde sorgen sich zunehmend, dass die Aktienmärkte abstürzen könnten. Zu lange geht es schon aufwärts.

Ja, das kann bald passieren.

Doch gerade wir jungen Menschen haben einen großen Vorteil: Wir haben genug Zeit, solche Krisen auszusitzen. Wir investieren Geld, dass wir vielleicht erst in fünf, zehn oder 15 Jahren benötigen werden. Bei so viel Zeit ist in der Vergangenheit regelmäßig eine schöne Rendite rausgekommen – auch wenn es zwischendurch zum Crash kam. Und wenn die dicke Krise kommt, warten wir einfach, bis sie vorüber ist, und schauen am besten erst gar nichts ins Depot.

Und wem immer noch nicht wohl bei dem Gedanken ist, sein Geld in Aktien anzulegen, der kann seine Anlagesumme häppchenweise investieren“…. – zum Beispiel

Dieter Huthmacher
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Kriminelle Schattenwirtschaft

Kriminelle Schattenwirtschaft: Hochburgen im Rheinland und im Ruhrgebiet, Flüchtlinge werden als „Rohstoff“ ausgebeutet

Arno Kleinebeckel berichtet: Eines ist hier wieder einmal klar geworden: Köln ist nicht nur Römerstadt, Rheinmetropole und beliebtes Touristenziel, sondern auch Tummelplatz für Gauner mit ganz besonderen Verbindungen. Die Rede ist vom „Rinzivillo“-Clan der berühmt-berüchtigten sizilianischen Cosa Nostra. Nach jetzt in Köln gefassten mutmaßlichen Mafiosi hatten die italienischen Behörden mit europäischen Haftbefehlen gefahndet, so eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft. La Mafia in Germania

Karikatur Greser und Lenz

Dax zwischen Rekord und Atempause

DAX stieg auf höchsten Wert der Geschichte.

Nach dem Sprung auf ein Rekordhoch im Dax haben die Anleger am Donnerstagmorgen erst einmal Luft geholt. Mit knapp 13 000 Punkten hatte der DAX den höchsten Stand seit seiner Gründung Mitte 1988 erreicht.

Die gute Konjunktur gibt den Konzernen viel Rückenwind. Die beste Jahresperformance bei den Einzelwerten verzeichnet eine Fluggesellschaft.

Marian Kamensky

Blockchain: Zukunftsvision oder ungerechtfertigter Hype?

Momentan ist Blockchain vor allem in der Finanzbranche in aller Munde. Die Technologie, die aus der Entwicklung der kryptografischen Währung Bitcoin stammt, wird auf alle möglichen Zusammenhänge übertragen. Es gibt Vorschläge für das Finanzsystem, Versicherungen, Energiewirtschaft bis hin zum Urheberrecht. Vor allem Finanzinstitutionen und Zentralbanken forschen sehr aktiv an der Technologie. Hierfür wurden teilweise spezielle Banken-Konsortien und Forschungseinrichtungen gegründet. Laut einer Hochrechnung in einer Studie des Weltwirtschaftsforums wird im Jahr 2027 über 18 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes mit der Blockchain abgewickelt werden. Gleichzeitig stellt die große Aufmerksamkeit für Blockchain für viele mittlerweile einen ungerechtfertigten Hype dar.

Finanz- und Geldwäsche- Experten warnen vor dem Missbrauch der Kryptowährungen durch die organisierte Kriminalität. Es besteht grosse Skepsis gegenüber Kryptowährungen wie dem blockchain-basierten Bitcoin durch die Fachwelt.

Blockchain – eine Technologie revolutioniert unser ganzes Denken
Eine neue Riege an Vordenkern, Programmierern und Unternehmern schickt sich an, die Welt zu verändern. Darin liegt auch eine grosse Chance zur Selbstemanzipation für die Generationen Y und Z. NZZ
Wir leben in einem Überwachungsstaat. Von jedem von uns existiert eine digitale Akte…“. 

Internationaler Austausch von Steuerdaten beginnt

Kampf gegen Steuerbetrug
An diesem Samstag beginnt der weltweite Informationsaustausch von Steuer- und Finanzdaten. Aber es bleiben noch Tricks, Steuern zu umgehen. Der Skandal um Briefkastenfirmen in Panama hat gewirkt: Panama will sich am automatischen Informationsaustausch von Finanzdaten beteiligen.

Gefahr der Umgehung durch „Wohnsitz-Zertifikate“

Aus Sicht von Markus Meinzer vom Netzwerk Steuergerechtigkeit wurde zwar einiges getan. Es gebe aber trotz der Reformen Schlupflöcher. So werde der automatische Informationsaustausch umgangen durch „Wohnsitz-Zertifikate“, mit denen Schattenfinanzplätze Vermögende locken. Die könnten sich dort als ansässig melden und so den Datenaustausch aushebeln – Informationen zu Konten und Geldströmen würden an Schattenfinanzzentren gesendet statt an den richtigen Wohnsitz, sagt Meinzer: „Die ‚fake residencies‘ sind eine weit verbreitete Masche.“ Und wer es sich leisten könne, werde immer wieder verschachtelte und komplexe Firmenkonstrukte einfädeln. Geht es nach Meinzer, sollten über Transparenzregister mehr Investoren und Hintermänner erfasst und diese auch öffentlich gemacht werden.

So schnell können die Finanzämter nicht loslegen

Bis die deutschen Finanzämter die Daten einsehen können, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Das Bundesfinanzministerium betonte, dass das Verfahren jetzt erst anlaufe. Die ausländischen Steuerbehörden liefern die Daten zunächst an das Bundeszentralamt für Steuern, das die Informationen auswertet und an die Finanzämter schickt.

Beim automatischen Informationsaustausch handelt es sich um eine Initiative der großen Industrie- und Schwellenländer (G 20), die eine stärkere Offenlegung im Jahr 2014 beschlossen haben. Die gesammelten Daten sollen in jedem Jahr in einem automatisierten Verfahren übermittelt werden. Damit wollen die Staaten verhindern, dass Gelder in kurzer Zeit auf andere Kontinente verschoben und vor den nationalen Steuerbehörden verborgen werden. Unter dem Druck der Politik verändern Steueroasen ihre Geschäftsmodelle.

Die korrekte Einhaltung der Verträge sollte vom Global Forum der OEC überwacht werden, argumentiert Longchamp. Das Global Forum untersucht bereits heute, ob in den Ländern die nötigen Rechtsgrundlagen für den Informationsaustausch nach dem internationalen Standard vorhanden sind.

Zum Jahresende spürbare Einbrüche an den Finanzmärkten?

Geldanlage: Kredit-Zyklus geht zu Ende: Saxo Bank rät zu Cash als Sicherheit

Der Chef-Anlagestratege der dänische Saxo Bank erwartet zum Jahresende spürbare Einbrüche an den Finanzmärkten. Man kennt das Prinzip aus angelsächsischen Ländern, das vor allem in Australien extremst praktiziert wird. Ein Eigenheimbesitzer, der das Haus ganz normal mit monatlichen Kreditraten abbezahlt, lässt sich auf das Haus noch einen zusätzlichen Kredit geben mit einer Cash-Auszahlung. Für Konsum, Urlaub, oder um damit noch eine weitere Immobilie zu erwerben, für die man einen gewissen Eigenkapital-Anteil vorweisen muss.

So wird die Kredit-Pyramide immer größer und wackliger. Alles hängt an den Hauspreisen und den Zinsen. Fallen die Preise, und steigen die Zinsen, ist die Katastrophe absehbar, so wie es 2007 geschah. Laut der Kreditrating-Agentur Equifax (Datenskandal) hatten sich die US-Amerikaner im Jahr 2007 mit dem Spitzenwert von 110 Milliarden Dollar in nur einem Quartal Cash-Kredite auszahlen lassen, mit dem bestehenden Haus als Sicherheit.

Schulden-Alarm auch bei Amerikas Studenten: 44 Millionen junge Menschen müssen einen Studienkredit abbezahlen. Das zeigen Daten des Consumer Financial Protection Bureau. In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Summe. ..Neue Finanzkrise. In den USA platzen reihenweise Kredite.

Die letzte Finanzkrise ist kaum überwunden, da droht auch schon die nächste. Vor zehn Jahren platzte die Immobilienblase in den USA, das löste eine weltweite Abwärtsspirale auf den Finanzmärkten aus. Experten sind sich einig, dass damals billige Kredite die Krise verursachten.

Isabel Schnabel ist eine der sogenannten fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland, das heißt, sie sitzt im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Schnabel sieht bereits das nächste Unheil aufziehen: „Die Situation der Automobilkredite in den Vereinigten Staaten ist bedenklich und erinnert auf vielfache Weise an die Subprime-Immobilienkrise“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“).

Nicht zu vernachlässigen ist es in der Kreditblase Chinas ein Risiko zu sehen. Volatile Zinsen im Reich der Mitte deuten auf latente Finanzprobleme innerhalb des Landes hin. Experten fürchten, dass die China-Nervosität zurückkehren wird.

Harm Bengen
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Kapitalgeschützte Produkte wieder auf dem Vormarsch

Die heissbegehrten kapitalgeschützten (capital protected products) Produkte wieder auf dem Vormarsch. Lange Zeit waren kapitalgeschützte Produkte fast ausgestorben. Nun hat sich das Umfeld für sie verbessert. Aufgrund der hohen Nachfrage haben sich die Umsätze in kurzer Zeit vervierfacht.

Die Angst vor einem Börsencrash ist wieder da. Ob drohender Staatsbankrott oder hohe Inflation, Amerikas schwächelnder Konjunkturaufschwung oder Chinas anfällige Wirtschaft – Anleger bekommen langsam kalte Füße und wollen ihre Gewinne absichern.

Kapitalgeschützte Zertifikate bieten dafür eine gute Möglichkeit. Denn sie schützen vor unerwünschten Kurseinbrüchen. Wer Augen und Ohren offen hat, stellt fest, dass in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt derivative Produkte mit Kapitalschutz begeben worden sind. Das Prinzip ist einfach: Die Rückzahlung des Kapitals, oder eines Teils davon, wird vom Emittenten garantiert. Zugleich ist der Investor an der Entwicklung eines Basiswerts beteiligt – einer Aktie, eines Aktienkorbes oder eines -indizes.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurde mit 8 Mrd. Fr. gut viermal so viel mit kapitalgeschützten Produkten umgesetzt als im Vorjahr. Damit hat diese Kategorie ihren Marktanteil innerhalb der strukturierten Produkte auf 11,3% gesteigert und auch am stärksten zu deren Umsatzplus von immerhin 16,2% in diesem Zeitraum beigetragen. Wie lässt sich die Trendwende erklären?

Dass der Markt für kapitalgeschützte Produkte in den vergangenen Jahren quasi tot war, liegt an den ultratiefen Zinsen. Üblicherweise werden Produkte mit Kapitalschutz so konstruiert, dass derjenige Betrag während der Laufzeit sicher angelegt wird, der nötig ist, um bei Fälligkeit die garantierte Summe auszahlen zu können. Bei einem dreijährigen Papier und Zinsen von 3% sowie einem Kapitalschutz von 100% müssen folglich rund Fr. 91.50 investiert werden, um bei Fälligkeit eine Auszahlung von 100 Fr. zu gewährleisten. Mit den verbleibenden Fr. 8.50 kann eine Kaufoption, etwa auf einen Aktienindex wie den Swiss-Market-Index (SMI), erworben werden. Steigt der Index, legt auch die Option im Wert zu, und der Anleger erzielt einen Gewinn.

Die in der Vergangenheit ultratiefen Zinsen haben Anlegern jedoch einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht…Kapitalgeschützten Produkte

 

Bei kapitalgeschützten Produkten, wie sie hier behandelt werden, verspricht der Emittent, bei Verfall einen Mindestbetrag an den Anleger zurückzubezahlen. Dieser kann über dem Nominalbetrag von zum Beispiel 100 Fr. liegen, darf aber nicht weniger als 90% davon betragen. Der Mindestbetrag steht dem Anleger unabhängig von der Entwicklung des Basiswerts zu. Nicht zu verwechseln sind solche «echte» kapitalgeschützte Produkte mit einigen sogenannten Produkten zur Renditeoptimierung wie Discount-Zertifikaten oder Barrier Reverse Convertibles, die mit einem bedingten Kapitalschutz ausgestattet sein können. Hier erlischt nämlich der Kapitalschutz, sobald der Basiswert eine vorab definierte Kursschwelle (Barriere) erreicht. Unabhängig von einem Kapitalschutz gehen Anleger bei strukturierten Produkten stets das Risiko ein, dass der Emittent zahlungsunfähig wird. Eine zusätzliche Sicherheit ist durch die Unterlegung mit einem Pfand (sogenannte Cosi-Zertifikate) möglich.

Frauen verdienen immer noch weniger Geld als Männer

Lohnungleichheit abzubauen ist eigentlich eines der dringlichsten Ziele im Bereich der Gleichstellung und ein Gebot der Gerechtigkeit.

Trotz gleicher oder sogar besserer Bildung verdienen Frauen in Hessen noch immer weniger Geld als Männer. Vor allem auf dem Land sind die Einkommensunterschiede gravierend, wie aus dem am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten „Hessischen Lohnatlas“ hervorgeht. Danach bekommen Frauen in einer Vollzeitstelle durchschnittlich 14,1 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Trotz gleicher oder sogar besserer Bildung verdienen Frauen in Hessen noch immer weniger Geld als Männer. Vor allem auf dem Land sind die Einkommensunterschiede gravierend, wie aus dem am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten „Hessischen Lohnatlas hervorgeht. Danach bekommen Frauen in einer Vollzeitstelle durchschnittlich 14,1 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Frauen vernachlässigen auch ihre Rentenplanung, Aon Hewitt-Studie zeigt große Unsicherheiten/Presse

Frauen sind bezüglich ihrer Altersversorgung wesentlich unsicherer als Männer. Außerdem beschäftigen sich deutlich weniger Arbeitnehmerinnen mit der Planung ihrer Rente als ihre männlichen Kollegen. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die jetzt vom Beratungsunternehmen Aon Hewitt gemeinsam mit dem Statistikportal Statista durchgeführt wurde. Nur 57 Prozent der Frauen beschäftigen sich mit der Planung ihrer Rente oder haben diese schon abgeschlossen. Bei den Männern sind es immerhin 70 Prozent. Viele Frauen scheinen das Thema zu verdrängen.

Harm Bengen
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