Die philippinische Umweltministerin Gina Lopez ist aus dem Amt gekippt worden. Ihre Entlassung gilt auch als ein Sieg der Rohstoff-Lobby. Philippinen setzen aktivistische Umweltministerin ab. Ein Lobby-Sieg der Rohstoffbranche.
Da gab es einmal etwas Erfreuliches aus dem Duterte-Land. Konzerne, die Umweltgesetze nicht einhalten und Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerungen zerstören, bekammen es in den Philippinen mit Umweltministerin Gina Lopez zu tun. Sie wurde dabei von Präsident Rodrigo Duterte unterstützt.
Lopez nutzte auch die Social Media, um Schäden an der Natur aufzuzeigen. Seit sie im Amt ist, sind auf den Philippinen bereits 28 Minen geschlossen und 75 Ausbeutungs-Konzessionen sistiert worden.
Auch Glencore war davon betroffen. Die an Glencore vergebene Konzession zum Erschliessen und Ausbeuten grosser Gold- und Kupferlager auf Mindanao, das sogenannte Tampakan-Projekt, wurde vorläufig ausser Kraft gesetzt. Die Umweltministerin verlangt von Glencore eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie das Errichten eines Spezialfonds zur Beseitigung von Umweltschäden.
Die Rohstoffbranche auf den Philippinen hat es geschafft. Gina López, die umstrittene Umweltministerin, ist aus dem Amt gekippt worden. Die 63-jährige Industriellentochter und Aktivistin hat diese Woche die Bestätigung in einem Parlamentsausschuss nicht erreicht, sondern fiel mit 16 gegen 8 Stimmen durch….Lobby Sieg der Rohstoffbranche
Christiane Pfohlmann www.pfohlmann.de
W-T-W Women and Finance hat immer wieder über Glencore berichtet.
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Wer ist der Deutsche-Bank-Aktionär aus China?
Milliardär Nr. 1. Sein Vater kämpfte an der Seite Maos. Er selbst träumt von einem Imperium wie Disney. Wang Jianlins Aufstieg zum reichsten Mann seines Landes schreibt eine Geschichte, wie es sie nur in China gibt…faz.2015
Der Mischkonzern HNA stockt seinen Anteil bei der Deutschen Bank auf 9,9 Prozent auf. Damit ist er künftig auch im Aufsichtsrat des Geldhauses vertreten. Größter Anteilseigner der Deutschen Bank. Auch die HSH Nordbank will er kaufen. Der Flughafen Hahn gehört ihm bereits. Zur HNA-Gruppe gehört auch Hainan Airlines, die größte private Fluggesellschaft in China. Ein Herz für deutsche Krisenfirmen haben die Chinesen wohl nicht – sie verfolgen einen anderen Plan.
In einer Zeit, in der der chinesische Staat seine Kapitalkontrollen verschärft und sich anschickt, die Mauer um sein Finanzwesen wieder höher zu ziehen, dürfte es expansions- und kauffreudigen Unternehmen wie HNA gelegen kommen, eine eigene Bank in Deutschland zu besitzen, mit der man nicht nur innerhalb der Grenzen des wichtigsten Handelspartners in Europa Akquisitionen finanzieren kann, ohne sehr hohe Sicherheiten hinterlegen zu müssen.
Kein chinesischer Konzern kauft derzeit stärker im Ausland ein als HNA. 5,5 Milliarden Dollar hat das Unternehmen in diesem Jahr bereits in Übernahmen und Beteiligungen außerhalb Chinas gesteckt. Das macht 13 Prozent des Werts der Auslandsinvestitionen sämtlicher chinesischer Unternehmen aus. Weil der Wert der Währung Yuan aber im vergangenen Jahr bedrohlich schnell gesunken ist und immer mehr Investoren ihr Kapital aus China abgezogen haben, genehmigen Pekings Devisenwächter längst nicht mehr jede Akquisition im Ausland, für die ein chinesisches Unternehmen seine Yuan eintauschen muss.
Wanda-Gründer Wang Jianlin verdankt seinen zwei Learjets sowie die Finanzierung von rauschenden Partys mit langbeinigen Models das Geschäft in China. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es heute so viele Milliardäre. 596 Festland-Chinesen mit mindestens eine Milliarde Dollar Vermögen zählt der Reichenreport, was einer Steigerung um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist. Erstmals leben in China mehr Milliardäre als in Amerika.
Jay Clayton hat es geschafft: Der US-Senat bestimmt den
Rechtsanwalt zum Chef der Börsenaufsicht SEC. Clayton hat während der Finanzkrise wichtige Bankgeschäfte begleitet. Er folgt der resoluten Mary Jo White.
US-Präsident Donald Trump hat seinen Wunschkandidaten für die Börsenaufsicht SEC durchgesetzt. Der von Trumps Republikanern dominierte US-Senat billigte den Topanwalt Jay Clayton als neuen Chef der Behörde. Der Experte für Finanzmarktregeln wurde mit 61 zu 37 Stimmen bestätigt. Die SEC ist für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten zuständig.
Clayton ist Partner der Kanzlei Sullivan & Cromwell, die sich auf Fusionen und Börsengänge spezialisiert hat. Er war unter anderem am milliardenschweren Börsengang des chinesischen Onlinehändlers Alibaba beteiligt.
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise arbeitete er nach Angaben seiner Kanzlei beim Verkauf von Bear Stearns an JPMorgan Chase mit. Zudem war er daran beteiligt, dass Barclays Teile der Pleitebank Lehman Brothers kaufte und die US-Regierung Geld in die Investmentbank Goldman Sachs steckte.
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Wer die SEC führt, ist vor allem für Investoren und die wichtigsten US-Konzerne von Bedeutung. Unter der früheren Chefin Mary Jo White – einer ehemaligen Staatsanwältin – hatte die Behörde die Zügel angezogen und auch vergleichsweise kleine Verstöße verfolgt. Damit hoffte die SEC auf eine abschreckende Wirkung. Chefin der US Börsenaufsicht tritt zurück
Dank boomender Cloud-Services haben Amazon und Microsoft zu Jahresbeginn besser als erwartet verdient. Im rasant wachsenden Geschäft mit IT-Diensten und Rechenleistung aus dem Netz liefern sich die US-Tech-Riesen einen harten Wettkampf. Der Google-Mutterkonzern Alphabet ist in diesem Rennen bislang zwar relativ abgeschlagen, sprudelnde Werbeeinnahmen brachten ihm aber dennoch den höchsten Quartalsgewinn ein.
Trotz Problemen mit großen Werbekunden bei Youtube wächst Google ungehindert weiter. Bei der Google-Mutter klingeln die Kassen. Dank dem boomenden Werbegeschäft hat Alphabet im ersten Quartal über 5 Milliarden Dollar verdient. Die anderen Bereiche der Firma sind dagegen hoch defizitär. Die Suchmaschine ist das Zugpferd des Konzerns. Das boomende Werbegeschäft von Google treibt die Milliardengewinne der Konzernmutter Alphabet in die Höhe. Im vergangenen Quartal verdiente Alphabet knapp 5,43 Milliarden Dollar – 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um 22 Prozent auf 24,75 Milliarden Dollar.
Googles Werbeerlöse machen weiterhin den Löwenanteil des Geschäfts aus. Sie stiegen binnen eines Jahres von 18 auf 21,4 Milliarden Dollar. Doch es gab auch hohe Verluste bei anderen Aktivitäten.
In den Vereinigten Staaten steht 2017 eine umfangreiche Steuerreform ganz oben auf der Tagesordnung. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus hat die Vorbereitungen dafür bereits vor Jahren eingeleitet und detaillierte Pläne zur Überarbeitung des Besteuerungssystems für Einkünfte von Unternehmen und Einzelpersonen vorgelegt. Angesichts einer republikanischen Mehrheit im Senat und eines republikanischen Präsidenten im Weissen Haus können diese Pläne nun als Grundlage für legislative Massnahmen dienen.
Cisco-Chef Chuck Robbins «Wir wollen eine Steuerreform, nicht nur Steuerferien».
Der Chef des IT-Konzerns Cisco Systems gehört zu den Unternehmern, die direkten Zugang zu Präsident Trump haben. Eine Reform des amerikanischen Steuersystems ist ihm ein grosses Anliegen. Wenn wir zu einem territorialen Steuersystem wechseln, bei dem Steuern dort bezahlt werden, wo das Geld auch verdient wird, gäbe es die Frage der Repatriierung gar nicht mehr. Auf so ein System hoffen wir.
Mit dem Geld in den USA würden wir mehr ins laufende Geschäft investieren, nach allfälligen Akquisitionen Ausschau halten, vielleicht die Anzahl ausstehender Aktien mit Rückkäufen reduzieren oder Dividendenzahlungen in Erwägung ziehen…. Cisco Chef Chuck Robbins im Gespräch, wir wollen eine Steuerreform
Niedrigerer Steuersatz auf Unternehmensgewinne. Der aktuelle Steuersatz von 35% ist der höchste unter allen Industrieländern. Die Republikaner im Repräsentantenhaus und die Trump-Regierung planen, diesen Steuersatz zu halbieren, wodurch man eine Verlagerung des Kapitals aus den Bereichen Immobilien, nicht eingetragene Unternehmen und ausländische Beteiligungen in Richtung Unternehmensinvestitionen erreichen könnte.
Gewinne rückführen
Wünschenswert wäre ein territoriales Steuersystem für die ausländischen Tochtergesellschaften amerikanischer Unternehmen. Nirgendwo sonst in den Industrieländern ausser in den USA unterliegen die rückgeführten Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften dem vollen einheimischen Steuersatz (unter Berücksichtigung der im Ausland entrichteten Steuern). So bezahlt eine US-Gesellschaft, die in Irland einen Gewinn erwirtschaftet, 12% Steuern an den Staat Irland, und sie müsste in den USA zusätzlich 23% auf sämtliche rückgeführten Gewinne bezahlen. Wenig überraschend entscheiden sich US-Unternehmen, ihre Gewinne im Ausland zu horten.
Die Einführung eines territorialen Steuersystems würde die Investitionen in den USA steigen lassen und damit Produktivität und Wachstum ankurbeln. Der Vorschlag sieht vor, dass sämtliche von US-Unternehmen im Ausland erwirtschafteten künftigen Gewinne ohne zusätzliche Steuern rückgeführt werden könnten. Die zuvor im Ausland angehäuften Gewinne im Ausmass von 2,1 Bio. $ würden einer einmaligen Steuer von etwa 10% unterliegen, die über mehrere Jahre bezahlt werden kann.
Wann ist ein Kredit ein neuer Kredit?
Cashflow-Unternehmenssteuer. Dies bedeutet zweierlei: Sie erlaubt Unternehmen, sämtliche Investitionen in Anlagen und Ausrüstung sofort geltend zu machen, statt die Kosten über Jahre verteilt abzuschreiben, und sie bedeutet die Beseitigung der Abzugsfähigkeit der Zinskosten für neu aufgenommene Schulden. Damit würde man die Gefahr aufgrund hoher Schuldenquoten senken sowie Schulden und Eigenkapital auf eine gleichwertige Basis stellen.
Neues Regime an der Grenze
Steuerlicher Grenzausgleich. Anders als in den meisten anderen Ländern gibt es in den USA keine Mehrwertsteuer. Der steuerliche Grenzausgleich würde den USA den internationalen Vorteil einer Mehrwertsteuer bieten, ohne dass diese Steuer auf nationale Transaktionen erhoben werden müsste.
Aufwertung des Dollars
Konkreter heisst das: Wird der steuerliche Grenzausgleich eingeführt, wird der Dollar im Vergleich zu anderen Währungen 25% steigen. Ein Anstieg des Dollars von 25% verringert die Importkosten 20% (gerade genug, um den Anstieg der Importkosten aufgrund der 20%igen Steuer auszugleichen) und erhöht die Preise der US-Exporte für ausländische Käufer (gerade genug, um die implizite 20%ige Subvention auszugleichen). Damit würden die Steuereinnahmen erheblich steigen.
Widerstand der Importeure
Gegen diesen steuerlichen Grenzausgleich besteht erheblicher Widerstand aufseiten der Importeure, weil sie nicht davon überzeugt sind, dass sich der Dollar in ausreichendem Masse aufwerten wird, um ihre höhere implizite Einfuhrsteuer auszugleichen. Doch die Aussicht, über 100 Mrd. $ jährlich einzunehmen, ohne die amerikanischen Verbraucher oder Hersteller zu belasten, wird den Kongress motivieren, diesen Aspekt des Gesamtplans voranzutreiben.
Die diesjährige Gesetzgebung bringt die erste grössere Reform des amerikanischen Steuersystems seit drei Jahrzehnten mit sich. Mit ihrer Umsetzung wird ein günstigeres und stärker wettbewerbsorientiertes steuerliches Rahmenwerk für amerikanische Unternehmen geschaffen. Project Syndicate…Martin Feldstein, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Harvard…Die Konturen der US Steuerreform
Musterschüler Schweiz im Dienste der Korrupten dieser Welt.
*Crime Enabling – Verbrechen ermöglichen.
Früher hatten wir das Bankgeheimnis. Es schützte die Bankkunden vor der Verletzung ihrer Privatsphäre durch die Bank. Das war auch nützlich für die Banken, vor allem im Geschäft mit ausländischen Kunden, denn diese nutzten das Bankgeheimnis auch zur Umgehung ihrer Steuerpflicht, gelegentlich mit Wissen der Bankangestellten.
Hans Geiger berichtet: Die Banken und die schweizerische Politik sehen sich als verlängerter Arm aller ausländischen Steuerbehörden gegen ihre eigenen Kunden. Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung zwischen den amerikanischen Steuerbehörden und der UBS fiel 2009 der Mythos des Kundenschutzes in sich zusammen. Die Bank, die Finma und der Bundesrat setzten die Interessen der Bank und das angebliche öffentliche Interesse der Schweiz vor die Interessen der Kunden, denen man Schutz versprochen hatte.
Den nächsten Schritt machte die US-Regierung 2010 mit dem FATCA-Gesetz, einer unilateralen US-Regelung. FATCA verlangt von ausländischen Finanzinstituten, dass sie den US-Steuerbehörden Informationen über US-Kunden weitergeben. 2013 unterzog sich die Schweiz diesem Regime durch ein Abkommen, ohne dafür Gegenrecht zu verlangen.
Dann ging alles schnell. Die G20-Länder beauftragten 2013 die OECD, einen Standard für den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) zu entwerfen, den diese im Sommer 2014 veröffentlichte. Die zu übermittelnden, umfangreichen Informationen orientieren sich an FATCA und umfassen nicht nur Kontonummern sowie Namen, Adresse und Geburtsdatum von Steuerpflichtigen, sondern auch alle Einkommen sowie Salden von Konten und Depots…. Alles gute Ansätze allerdings die Umsetzung fehlt.
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Frauen und Kinder leiden unter Korruption/ Verbrechen ermöglichen
Präsident Donald Trump (70) hat seinen Handelspartner mehrfach mit Strafzöllen gedroht. Jetzt warnt der IWF die US-Regierung vor diesem Kurs.
Der Internationale Währungsfonds IWF hat seinen jährlichen Bericht zur Weltwirtschaft festgelegt. Fazit: Weltweit gute Aussichten – wären da nicht die US-Regierung mit ihren Abschottungsplänen und die Gefahr eines Handelskrieges!
Eigentlich zeigt die Wachstumskurve weltweit nach oben. Der Währungsfonds rechnet für dieses Jahr mit weltweit 3,5 Prozent Wachstum, fürs nächste Jahr mit 3,6 Prozent. Auch für Deutschland (1,6 Prozent/1,5 Prozent) und die komplette EU (1,7 Prozent/1,6 Prozent) gibt’s positive Aussichten.
Doch hinter die weitere wirtschaftliche Entwicklung setzt der Währungsfonds ein dickes Fragezeichen: wegen Trump! Ein politischer Schwenk zu mehr Abschottung sei eine „besonders ausgeprägte Bedrohung für Wachstum“, schreibt der IWF und warnt ganz offen vor einem Handelskrieg.
Der Weltwirtschaftsbericht des Währungsfonds ist jedes Jahr der Auftakt zu dessen Frühjahrstagung in Washington. Dort kommt es am Samstag zum direkten Aufeinandertreffen von Christine Lagarde und Trumps Finanzminister Steven Mnuchin….World Economic and Financial Surveys
World Economic Outlook, April 2017
In its April 2017 World Economic Outlook, the IMF says the World Economy is gaining speed. Growth rates however remain modest in many countries, with too many risks on the horizon. The right policies should „do no harm“ to secure efficient recovery.
*Als Protektionismus (lat. protectio ‚Schutz‘) bezeichnet man in Bezug auf ökonomische Sachverhalte alle Maßnahmen in Form von Handelshemmnissen, mit denen ein Staat versucht, ausländische Anbieter auf dem Inlandsmarkt zu benachteiligen, um den inländischen Markt zu schützen. Mittel dafür ist die strategische Handelspolitik.
Oxfam-Studie: US-Konzerne schaffen Billionen Dollar in Steueroasen
US-Unternehmen schleusen immer größere Summen am Fiskus vorbei. Einer Studie zufolge haben die 50 größten Konzerne im Jahr 2015 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen verschoben – und mehr in Lobbyarbeit investiert.
Einer Studie der Organisation Oxfam zufolge haben die 50 größten Unternehmen rund 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen verschoben – und das völlig legal. Die Vorhaben Trumps könnten es ihnen noch einfacher machen.
Die von Präsident Donald Trump und den Republikanern geplante Steuerreform dürfte das System laut Oxfam eher noch ungerechter machen. Statt Großkonzerne in die Pflicht zu nehmen, würden diese zulasten der Unter- und Mittelschicht noch weiter begünstigt. Die Organisation fordert, Unternehmen weltweit zu mehr Steuertransparenz zu verpflichten und mit Sanktionen gegen Steueroasen den „ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuergesetze“ aufzuhalten.
Für die Analyse hat Oxfam gemeinsam mit Wirtschaftsforschern vom Institute for Taxation and Economic Policy Steuererklärungen und andere öffentlich zugängliche Berichte der Unternehmen ausgewertet. Als „Steueroasen“ definiert die Studie sogenannte Offshore-Finanzzentren, die Unternehmen mit niedrigen oder gar keinen Steuern locken und durch mangelnde Kooperation beim internationalen Bemühen gegen Steuervermeidung auffallen. Lobby-Meetings-European-Commission How America’ s dysfuncti onal tax sys tem cos ts billio ns in corporate t ax do dging
Die Dax-Anleger treten nach dem US-Luftangriff in Syrien den Rückzug an.
Wie heißt es so schön: Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes. An den internationalen Finanzmärkten lässt sich dies nach dem US-Luftangriff in Syrien eindrücklich beobachten. Geopolitische Verunsicherungen drücken am Markt auf die Stimmung. Dabei wäre die eingesetzt habende Normalisierung eigentlich höchst willkommen.
Die Stimmung am Aktienmarkt war am Freitag sichtlich getrübt. Nach den Luftangriffen der USA in Syrien hielten sich die Anleger zurück und wichen auf sichere Häfen wie Gold aus. Panik war zwar keine zu verzeichnen, doch der militärische Schlag dämpfte die Kauflaune der Marktteilnehmer. Viele breite Aktienmarktindizes in Europa, so auch der Swiss-Market-Index und der Swiss-Performance-Index, notierten denn tagsüber im Minus.
Die geopolitischen Sorgen gesellten sich zur ohnehin abwartenden Haltung, die sich im Wochenverlauf am Aktienmarkt breitgemacht hatte. Diese war vor allem einer Ernüchterung über die Politik Trumps geschuldet. Angesichts der Widerstände gegen die geplante Redimensionierung von Obamacare oder die erheblichen Schwierigkeiten bei den republikanischen Plänen für eine Unternehmenssteuerreform scheint vielen Anlegern nun bewusst zu werden, dass ihre Erwartungen an die neue US-Regierung womöglich überrissen waren. Eine Adjustierung dieser Erwartungshaltung tut in den Augen vieler Marktexperten dringend not, weshalb die gegenwärtige Ernüchterung wohl als gesunde Entwicklung zu werten ist.
Dass es dabei auch zu Verunsicherungen kommen kann, zeigte sich diese Woche, als das Protokoll des Fed publik wurde. Die Fed-Verantwortlichen hatten darin einerseits ihre Sorgen über die Bewertung des US-Aktienmarkts geäussert; andererseits hatten sie den Abbau der Fed-Bilanz, möglicherweise noch im laufenden Jahr, in Aussicht gestellt. Beides setzte ein Fragezeichen hinter die Attraktivität des US-Aktienmarkts, der in den vergangenen Quartalen auch von der Notenbankpolitik Auftrieb erhalten hatte. Minutes of the Federal Open Market Committee
Die chinesische Währung taucht erstmals in der quartalsweisen Währungsreserve-Statistik des IMF auf. Noch hat der Renminbi wenig Gewicht im globalen Finanzsystem.
Martin Lanz berichtet: Ende 2015 hat der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IMF) entschieden, den chinesischen Renminbi in den Sonderziehungsrechte-Währungskorb aufzunehmen. Damit erhob der IMF den Renminbi zu einer der Währungen mit globalem Reserve-Status. Chinesische Renminbi