Brexit und was nun?

Die Würfel sind gefallen: Grossbritannien stimmt für den Austritt aus der Europäischen Union. Nach Auszählung von über 30 Millionen Stimmen führen die EU-Gegner mit einer Differenz von über 1 Million.

Britisches Pfund fällt auf 31-Jahres-Tief. Die britische Währung verliert gegenüber dem US-Dollar mehr als 16 Cent an Wert – so viel wie nie zuvor an einem Tag. Ein Vorgeschmack auf das, was der Wirtschaft nach einem Brexit droht.

Der Dollar könnte dauerhaft an Wert gewinnen, was den ohnehin fragilen Wirtschaftsaufschwung in den USA weiter belasten würde. Bank von England müsste vermutlich Leitzinsen senken. Anleger flüchten in Schweizer Franken. Britische Banken brechen an Börse in Hong Kong ein.

Wie geht es jetzt weiter? Die Verhandlungen über das künftige Verhältnis zwischen der EU und Großbritannien dürften sich jahrelang hinziehen. Ein Blick auf den Zeitplan…
Spiegel.de

Brexit und Flucht

Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern

Gender Pay Gap: Kein Grund, sich zurückzulehnen – für niemanden

Derzeit erhitzt ein Thema die Gemüter, wie es zuletzt höchstens TTIP geschafft hat –
das Thema „Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland“. Kein
Wunder: der Verdienst ist in Deutschland ein Tabu-Thema, und mit „Ungleichheit“
führt manch einer allzu schnell das Wort „Ungerechtigkeit“ im Munde. Es lohnt sich
aber, mehr noch: die Wichtigkeit des Anliegens erfordert es, einen kühlen Kopf zu behalten und genau hinzusehen… Beim Gehalt von Frauen sieht Deutschland schlecht aus
HWWI
Gender Pay
Lohnungleichheit

Altersvorsorge Frauen verzichten oft auf private Absicherung

Altersvorsorge: Damit die Sorglosigkeit auch im Alter anhält, sollte die Vorsorge bereits in der Jugend ein Thema sein.

Frauen verzichten oft auf private Absicherung. Nicht nur viele Frauen in der Schweiz sorgen entweder überhaupt nicht vor.  Oder ohne die dritten Säule des Altersvorsorgesystems nicht genügend für das Alter vor und verlassen sich auf AHV und Pensionskassen.

Zwei Drittel der Männer, aber nur 56% der Frauen in der Schweiz sorgen in der dritten Säule des Altersvorsorgesystems für das Alter vor. Vor allem Frauen, Geringverdiener und Schichten mit tieferer Bildung seien von einer drohenden Vorsorgelücke betroffen, teilte der Finanzdienstleister Moneypark am Montag mit. Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage der Gesellschaft GfK unter rund 1000 Personen im Februar in der Deutsch- und der Westschweiz. Als Grund geben die Personen, die nicht in der dritten Säule vorsorgen, am häufigsten an, sie verfügten über zu wenig Wissen. Andere halten AHV und Pensionskasse für ausreichend, wiederum andere hingegen sehen ihre Immobilie als Vorsorge für das Alter.
Schweizer riskieren Vorsorgelücke

Ist Donald Trump bald pleite?

Trump hat kein Geld mehr. Die jüngsten Finanzberichte der Wahlkampagnen sind niederschmetternd für Donald Trump. Offenbar gelingt es ihm nicht einmal ansatzweise, genügend Spenden einzusammeln. Was, wenn Donald Trump pleite ist? Die Republikanische Partei steht unter Schock. Die Trump-Kampagne liefert nichts: keine Organisation, keine Strategie, keine Werbung, kein Geld.

Die höchsten Ausgaben der Trump-Kampagne (für die der Partei später Rechnung gestellt wird) gehen an Trump selbst: 350’000 Dollar für den Trump-Privatjet, 500’000 Dollar an Trump-Hotels. Die nächstwichtigste Investition: 200’000 Dollar für Hüte. Das Netz witzelt, die Trump-Kampagne sei ein Huthandelsunternehmen.

Dagegen hat Hillary Clinton 700 Leute an Bord, betreibt ein Trump-feindliches Dauerfeuer von TV-Spots in Swing-Staaten, baut Wahlhelferzentren auf und hat 42 Millionen in der Kriegskasse.

Zwar gibt es ein paar Erklärungen. Trump verlangte, man solle ihn für die «schlanke Organisation» loben. Und dass Grossspender nichts geben, erklärte Trump, dass er seine Kollegen doch nicht anrufe, um um Geld zu betteln.

Anfang Juni hatte Trumps Kampagne nur 1,3 Millionen Dollar an Reserven – lächerlich wenig für einen Hauptwahlkampf um das wichtigste Amt der Welt. Hillary Clinton hatte stattdessen stattliche 42 Millionen auf der hohen Kante. Deshalb kann sie sich auch einen fast zehnmal so großen Mitarbeiterstab leisten. Trumps Wahlkampfausgaben sind wegen Finanzknappheit im Mai sogar geringer ausgefallen als im April. Statt Gas zu geben, musste er also aufs Bremspedal drücken. Kurios ist, dass mehr als eine Million seiner Ausgaben im Mai zurückfloss an Unternehmen, die Trump selbst gehören, Ausgaben für sein Flugzeug oder die Anmietung von Räumlichkeiten in seinen Golfklubs und Hotels zum Beispiel. Am Dienstag deutete Tump an, dass er seinen Wahlkampf zur Not weiter größtenteils aus der eigenen Tasche finanzieren könnte. „Wenn es nötig ist, könnte ich unbegrenzte Mittel zur Hand haben, weil ich mein eigenes Geld einsetzen würde, wie ich es schon während der Vorwahlen getan habe, als ich über 50 Millionen ausgegeben habe“, sagte Trump. Experten sind der Meinung, dass Trump mindestens 500 Millionen Dollar brauchen wird, um zumindest eine rudimentäre Wahlkampforganisation auf die Beine zu stellen…
Tagesanzeiger.ch
Lücken in Wahlkampf Finanzierung

Analyse von Trumps Vorschlägen zur Steuerpolitik, zur Handelspolitik, zur Einwanderung und Ausgabenpolitik.
Studie von Moody’s Analytics: June 2016 The Macroeconomic Consequences of Mr. Trump’s Economic Policies

Donald Trump

Bundesverfassungsgericht billigt Draghis Euro-Rettung

  • Die Verfassungsrichter in Karlsruhe weisen Klagen gegen ein Anleihenkaufprogramm der EZB zurück.
  • Die in Frankfurt angesiedelte Zentralbank hatte 2012 angekündigt, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenstaaten zu kaufen, um den Euro zu retten.
  • Die Richter entschieden nun, dass sie damit nicht ihr Mandat überschritten hat, nannten aber Bedingungen für ein solches Vorgehen.

Das Bundesverfassungsgericht hat mehrere Klagen gegen das sogenannte Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank EZB abgewiesen, seine Durchführung aber unter Bedingungen gestellt. Die EZB darf also im Ernstfall mit deutscher Beteiligung Euro-Krisenstaaten durch Staatsanleihenkäufe stützen.
Verfassungsbeschwerden und Organstreitverfahren gegen das OMT-Programm der Europaeischen Zentralbank erfolglos

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
www.harmbengen.de

Mehr Licht ins Dunkel der Pharmaindustrie?

Finanzielle Zuwendungen der Pharma-Branche nähren den Verdacht auf Korruption.. Pharmaunternehmen haben im vergangenen Jahr fast 600 Millionen Euro an Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken gezahlt. Der Großteil davon entfiel auf klinische Studien, gefolgt von Honoraren, Fortbildungen und Sponsoring. Es ist unklar, inwieweit bei den Studien Rücksicht auf die Interessen der Industrie genommen wurde.
Korruption im Gesundheitswesen
Angebliche Selbstkontrolle der Pharmaindustrie ist Augenwischerei
Die Krebs-Mafia – Korruption und mit falscher Diagnose

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Indiens Zentralbankchef Raghuram Rajan tritt zurück

Am Devisenmarkt in Mumbai bringt der angekündigte Rücktritt des indischen Notenbankpräsidenten Raghuram Rajan die Rupie unter Druck. Er werde nach dem Ablauf seiner dreijährigen Amtszeit im September zurücktreten, sagte Rajan am Wochenende. Der scheidende Notenbankchef setzt sich für eine stabile Rupie zum US-Dollar ein und kämpft für eine sinkende Inflation. Dagegen zeigt sich der indische Aktienmarkt von der Ankündigung Rajans unbeeindruckt, der BSE legt um 0,2 Prozent zu.

Zu Prime Minister Modi wurde Rajan eine gutes Arbeitsverhältnis nachgesagt. Finanzminister Arun Jaitley attestierte dem noch von der Vorgängerregierung eingesetzten Notenbankgouverneur, „gute Arbeit“ geleistet zu haben. Auch unter Investoren genoss der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) hohe Wertschätzung. Viel Lob erntete er etwa für seinen als souverän gewürdigten Umgang mit der schwersten Währungskrise des Landes seit zwei Jahrzehnten. Ferner trug er maßgeblich dazu bei, dass die Teuerung durch ein offizielles Inflationsziel in Schach gehalten werden soll. Unvollendet bleiben allerdings zwei weitere Projekte: die Sanierung des hoch verschuldeten Bankensektors und die Schaffung eines geldpolitischen Ausschusses, der innerhalb der Zentralbank die Höhe der Zinsen bestimmt. Schon bei seinem Amtsantritt 2013 war Rajan von heimischen Medien als „Rockstar“ und „James Bond“ gefeiert worden.

Für scharfe Kritik im Regierungslager sorgte allerdings, dass die Zinsen in Indien deutlich höher sind als in anderen Teilen der Welt. Zudem wurde Rajan Einmischung in die Politik vorgeworfen. Analysten gingen davon aus, dass sein Weggang am Montag für Unruhe an den indischen Finanzmärkten sorgen wird.

Raghuram Rajan, der ehemalige Chefökonom des IWF und Chef der indischen Zentralbank, ist für eine Abstimmung der Notenbanken untereinander. Von einer „Koordination“ der Zentralbanken hin zur Bildung einer globalen „Super-Zentralbank“ sind es nur wenige Prozesse. Diese „Finanzkrake“, die das weltweite Geldsystem kontrollieren und nur von wenigen – demokratisch nicht legitimierten – Mitgliedern beherrscht würde, wäre eine realistische Möglichkeit, die Neue Weltordnung umzusetzen…..smartinvestor.de
Zentralbank

Sind Aktien gefährlich?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Natürlich sind Aktien gefährlich. Man kann mit ihnen sein ganzes Geld verlieren. Ist ein Brotmesser gefährlich? Natürlich ist ein Brotmesser gefährlich – wenn man nicht weiss, wie man mit ihm umzugehen hat….
Bleeding-finger

Kann Blockchain Rasenmäher vor dem Verrosten retten?

Blockchain eine Geldrevolution oder nur ein Traum? Die sogenannte Blockchain ist das ganz große Ding der Banken- und Börsenwelt. Die neue Technik könnte das globale Finanzsystem völlig verändern. Es ist ein radikales Konzept, das die Finanzwelt verständlicherweise in Aufregung versetzt. Die Finanzbranche arbeitet an einer Geldrevolution. Eine neue Technologie namens Blockchain kann Überweisungen, Kredite und Wertpapierhandel schneller und günstiger machen – und Institute abschaffen.

Wie viele Rasenmäher stehen in Kellern herum? Und wie viele bräuchte man, wenn man sich Rasenmäher einfach in der Nachbarschaft teilen könnte? Ein Rasenmäher in der Nachbarschaft reicht, eine Heckenschere, ein Spaten. Bisher hatte diese Wirtschaft des Teilens immer einen Nachteil: Man musste sich vertrauen können. Oder man brauchte jemanden, der klare Regeln aufstellt und die nachbarliche Rasenmähernutzung organisiert und überwacht. Man braucht einen Mittelsmann, so wie Airbnb oder Uber. Die Blockchain-Technik umgeht dies alles…….Bilanz.de/redaktion/blockchain-revolution
Die sogenannte Blockchain/PDF


Die Digitalwährung Bitcoin könnte scheitern – Blockchain, die dahinter liegende Technologie, bleibt aber sicherlich bestehen. Die Finanzbranche hat das Potential entdeckt. Das Start-up R3 hat mehr als 40 globale Banken vereint, darunter Credit Suisse und UBS. Gemeinsam wollen die Konkurrenten erforschen, wie sie Blockchain für ihre Zwecke nutzen könnten. «Wir glauben, dass die Blockchain-Technologie den Markt für Finanzdienstleistungen so revolutionieren kann, wie das Internet Medien und Unterhaltung revolutioniert hat», sagt R3-Geschäftsführer Charley Cooper.
Blockchain eine Geldrevolution
Mower

Schwankendes Pfund vor der Abstimmung

Die Devise beim Brexit-Risiko lautet, Don’t panic.Achterbahn

Unzuverlässige Meinungsforscher bewegen in Grossbritannien Schwarzmaler und Kurse. Das macht sich vor allem beim Pfund bemerkbar, das zuletzt makabrerweise von einem politischen Attentat profitiert hat. Die Kursentwicklung des Pfunds gleicht seit Monaten einer Achterbahnfahrt. Der Wechselkurs der britischen Währung hängt offensichtlich davon ab, wie Umfragen ausfallen, die darüber Auskunft geben, ob die britischen Wähler in der nächsten Woche für oder gegen einen Verbleib des Landes in der Europäischen Union (EU) stimmen.

Als Sparer, Kreditnehmer, Steuerzahler oder einfach nur als Arbeitnehmer in Deutschland fragt man sich, was angesichts der drohenden Entscheidung kommende Woche zu tun ist. Keiner weiß wirklich die Antwort, daher Ruhe bewahren. Den Verbrauchern in Deutschland passiert  – egal wie die Briten abstimmen – erstmal nicht viel. Denn die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglichen Brexits bekommen vor allem die Briten zu spüren. Unzuverlässige Meinungsforscher bewegen in Grossbritannien Schwarzmaler und Kurse. Das macht sich vor allem beim Pfund bemerkbar, das zuletzt makabrerweise von einem politischen Attentat profitiert hat.

 Die Kursentwicklung des Pfunds gleicht seit Monaten einer Achterbahnfahrt. Der Wechselkurs der britischen Währung hängt offensichtlich davon ab, wie die britischen Wähler in der nächsten Woche für oder gegen einen Verbleib des Landes in der Europäischen Union (EU) stimmen.

Pfund- Schweizer Franken Entwicklung
Pfund- Schweizer Franken