Der lange Horizont – und Japan

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Der japanische Aktienmarkt wird oft verwendet, um die Aussage zu karikieren, bei langem Horizont würde man mit Aktien vernünftige Renditen erwirtschaften. Auch hier lohnt es sich, die Historie zu konsultieren.
Manga JapanVideos Kategorie Finanzkompetenz

Uralte Seidenstrasse wird wiederbelebt

Die Seidenstraße verband China einst mit der restlichen Welt. Chinas Staatschef Xi will die Länder entlang neuer Routen zu einer modernen Wirtschaftsregion verknüpfen. Die asiatische Grossmacht investiert Milliarden um ihre wirtschaftliche Präsenz auf dem Westbalkan kontinuierlich auszubauen. Mit der neuen Seidenstraße strebt China endgültig zur Weltmacht.

Denn auch wenn die Konjunktur in China derzeit weniger boomt als noch vor wenigen Jahren, ist das Reich der Mitte für viele Länder entlang der ehemaligen Seidenstrasse heute schon der Handelspartner Nummer eins. Auf jeden Fall bieten Projekte wie One Belt, One Road (China) und Nurly Zhol (Kasachstan) auch für ­europäische Firmen grosse Chancen. Wenn diese nicht ergriffen werden, dann könnte es für Europa mittelfristig sicherlich zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber China kommen.  Von dem Ausbau der „SilkRoad“ Handelswege profitiert nicht nur die Volksrepublik…
Chinesische Interessen auf dem Westbalkan
China erweckt die Seidenstrasse zum Leben

Chinas neue Seidenstrasse

Frauen kämpfen gegen Korruption

 

W-T-W Women and Finance empfiehlt die UNODC  Lern-Videos
Die Organisation der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung ist eine weltweite Organisation im Kampf gegen illegale Drogen und der internationalen Kriminalität.

UNODCSchauen Sie die UNODC e-learning tools an und erhalten Sie ein Zertifikat. Die Videos gibt es mit Untertiteln in vielen Sprachen.
Deutsch-Untertitel klick auf (German)

Wie können Frauen gegen die Korruption arbeiten? Informieren Sie sich!*
G20 OECD-Grundsätze der CorporateGovernance
Whitepaper Compliance Korruption verhindern
Korruptionsprävention ein Leitfaden für Unternehmen
Internationale Initiativen zur Korruptionsbekämpfung / BMZ
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

www.w-t-w.org/en/anti-corruption-2/

www.w-t-w.org/en/anti-corruption-2/

Erfahren Sie mehr über Anti-Corruption
Korruption News

Frauen und Kinder sind von Korruption betroffen

„Alone we are invisible – together we are invincible.
*Allein sind wir unsichtbar – gemeinsam sind wir unbesiegbar.“

Machtvolle Familienunternehmen

1,5 Billionen Euro erwirtschafteten Deutschlands Familienunternehmen im vergangenen Jahr – das entspricht der Wirtschaftskraft von Spanien und Schweden. „Familienunternehmen prägen die deutsche Wirtschaft“, sagt Peter Englisch, Partner und Leiter Familienunternehmen bei EY. „Sie haben entscheidenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand Deutschlands und der guten Arbeitsmarktlage.“
Kompetenzzentrum für Familienunternehmen 
Studie_Stiftung_FamilienunternehmenFrauen-in-Familienunternehmen

Schweiz jagt wieder Whistleblower

Eigentlich sollte die Schweiz Whistleblower ehren. Der mangelnden Schutz von Whistleblowern ist nicht nur in Deutschland zu kritisieren. Whistleblower sind juristisch und sozial nicht abgesichert und müssen mit harten Strafen rechnen. Wer es in der Schweiz wagt, auf Straftaten hinzuweisen, sieht sich oft den koordinierten Aktionen der  Aufsichtsbehörden, der Schweizer Staatsanwaltschaften und Gerichte ausgeliefert. Es ist anscheinend die Aufgabe der Öffentlichkeit, Gesetze gegen Whistleblower und investigativen Journalisten kritisch zu hinterfragen. Whistleblower sind von der Gesellschaft zu schützen und zu ehren.

Laut Medienberichten wurde ein Informatiker der Genfer Filiale der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca verhaftet. Die Genfer Staatsanwaltschaft bestätigt die Aufnahme von Ermittlungen. Befindet sich das Leck in Genf?

Gut zwei Monate nach den Enthüllungen rund um die «Panama-Papers» ist immer noch unklar, wer hinter dem Datenleck steckt. Eine heisse Spur führt nun aber nach Genf: Wie die Zeitung Le Temps am Mittwoch berichtet, hat die Genfer Staatsanwaltschaft einen Informatiker der Genfer Filiale der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt.

Handelt es sich beim verhafteten Mitarbeiter um den Whistleblower mit Decknamen «John Doe», der sich Anfang Mai via «Süddeutsche Zeitung» zu Wort meldete? Die Genfer Staatsanwalt bestätigte auf Anfrage, sie habe aufgrund einer Anzeige von Mossack Fonseca Ermittlungen aufgenommen.

www.ben-jennings.com

www.ben-jennings.com

Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Alarm Ndrangheta im Tessin

„Wenn wir nicht etwas unternehmen, kauft die ‚Ndrangheta im Tessin alles auf“
So äußert sich Dimitri Bossalini, Präsident der Tessiner Polizei, gegenüber Journalisten der italienischen Tageszeitung „Il Fatto Quotidiano“. Die kalabrische Mafia sei dabei, buchstäblich die gesamte Wirtschaft des Tessin auszuhöhlen.

Ungewöhnlich deutliche Worte für Schweizer Verhältnisse, wo man sich, vor allem von offizieller Seite, bisher nur ungern mit dem Thema Mafia beschäftigt hat.

Besonders interessant für die ‚Ndrangheta-Clans seien das Immobiliengeschäft, das Gaststättengewerbe, aber auch das Geschäft mit den Maschinen für das Baugewerbe und der gesamte Bausektor. „Sie haben unsere niedrigen Hypothekenzinsen genützt, um Gebäude zu erwerben mit denen sie ihre Gelder waschen können, in einigen Orten ist das ganz klar zu sehen“, so Bossalini, „und wir gewöhnen uns allmählich daran, mit diesen Leuten zusammenzuleben und Geschäfte zu machen. Leider sind uns in der Schweiz bei den Ermittlungen oft die Hände gebunden. Wir haben nicht die Mittel italienischer Ermittler, z.B. die Abhörmaßnahmen und die Möglichkeit der Beschattung. Bei uns sind die Gesetze viel restriktiver.“

Tatsächlich sind es bis heute vor allem italienische Ermittler, die sich zur Situation in der Schweiz äußern. Seit 2010 wurden 14 Ermittlungen von Italien aus durchgeführt, die die Schweiz betrafen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 41 Personen wegen Beziehungen zur ‚Ndrangheta angeklagt oder verurteilt.

Doch es scheint sich etwas zu ändern in der Schweiz: Im Mai diesen Jahres fand in Lugano an der Universität der Italienischen Schweiz eine Konferenz statt, während der sich schweizer und italienische Ermittler und Journalisten des Investigativ-Netzwerks Investigativ.ch trafen, um sich über das Problem der Mafia-Infiltration in der Schweiz auszutauschen.

Konkretes Beispiel? Das Projekt „Alptransit“ – Erst Anfang Juni wurde der längste Eisenbahntunnel der Welt im Tessin eingeweiht und schon wird eine Anklage gegen drei Projektleiter vorbereitet, die für den Tod eines Bauarbeiters aus Kalabrien verantwortlich sein sollen. Während der Konferenz in Lugano berichtete John Noseda, der die Ermittlungen leitende Oberstaatsanwalt im Kanton Tessin, dass „bei der Ankunft der Polizei der Tatort schon völlig verändert worden war, dazu erwies sich, dass keine Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden waren. Keiner der 30 Arbeiter wollte reden, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz und ihre Familien hatten. Das ist Omertà, wie man sie bei der Mafia praktiziert. Die Bauarbeiter werden in die Schweiz transportiert, ausgebeutet und bedroht, so wie es eben klassische Praxis bei der Mafia ist.“

Klare Worte fand auch der Anwalt Bernasconi: „Bei uns in der Schweiz fehlen die Antikörper, nicht nur, was die öffentlichen Bauaufträge betrifft. Je mehr sich im Finanzsektor sozusagen im Unterholz abspielt, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass hier die Mafia mitspielt.“
Ilfattoquotidiano.it
Il Portale del Ticino

Derek Easterby www.w-t-w.org/en/cartoon/derek-easterby www.twitter.com/Ybretsae

Derek Easterby
www.w-t-w.org/en/cartoon/derek-easterby
www.twitter.com/Ybretsae

Sorgen um asymmetrische Wirtschaftsbeziehungen

Eine Debatte über asymmetrischer Wettbewerb, Technologietransfer und Investments  findet in vielen industrialisierten Ländern statt – nicht zuletzt in den USA, die den achten „US-China Strategic and Economic Dialogue“ leiteten.

China muss Gegenleistungen in der Wirtschaft bringen. Der deutsche Botschafter in China fordert, dass China in einen fairen Wettbewerb mit dem Rest der Welt eintritt: Hohe Kaufsummen , die verschuldete Unternehmen für deutsche Unternehmen aufbringen, seien nicht akzeptabel. Auch die Forderung nach Offenlegung der Technologie als Bedingung für einen Markteintritt in China lehnt Deutschland demnach ab.

Es geht zum Beispiel um das unaufgeforderte Übernahmeangebot für Kuka, einer deutschen Firma mit einem Multi-Milliarden-Dollar-Umsatz, die erfolgreich industrielle Roboter und andere Hightech-Automatisierungslösungen in der ganzen Welt herstellt, hat eine kontroverse Debatte in Deutschland und Europa angestoßen.
Diesmal muss Merkel in Peking Klartext reden

Michael Clauss ist deutscher Botschafter in der Volksrepublik China.

nicholsoncartoons.com.au

nicholsoncartoons.com.au

EU-Einlagensicherung

EU-Einlagensicherung wird trotz deutscher Kritik wahrscheinlicher. Der Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem treibt die geplante EU-Einlagensicherung weiter voran – trotz vehementer Kritik aus Deutschland. Sparkassen und Volksbanken wehren sich vehement.

Bank-Runs verhindern:
Die Euro-Gruppe bereitet trotz des massiven Widerstands aus Deutschland die Einführung einer gemeinsamen Einlagensicherung vor. Bis zum Jahresende soll eine grundsätzliche Einigung erreicht sein. Bundesfinanzminister Schäuble arbeitet offenkundig an einer Lösung mit, um Bank-Runs im Falle einer Banken-Krise zu verhindern.

Finanzexperten halten eine gemeinsame Einlagensicherung in Europa im Prinzip für richtig. Damit könnten Bank-Runs, wie sie während des vergangenen Jahres aufgrund von Unsicherheit über die Qualität der nationalen Sicherung in Griechenland auftraten, vermieden und eine höhere Stabilität des Gesamtsystems gewährleistet werden.

Der Fall Griechenland zeigt aber auch, wieviel noch zu tun ist, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Dort habe der Staat alleine für die vier Großbanken 25 Milliarden Euro, finanziert durch die Eurozone, durch Verluste aus Rekapitalisierungen und damit faktisch für Einlagensicherung angehäuft. Das Geld dürfte auch für die europäischen Steuerzahler verloren sein, egal, wie lange man die entsprechenden Schulden des griechischen Staates streckt. Eine Einlagensicherung existiere damit bereits zwar de-facto in der Eurozone, aber die zu sichernden Einlagen wiesen ein viel zu hohes Risikoprofil auf, um versicherbar zu sein.

Die EU-Kommission hatte im November angekündigt, in Brüssel schrittweise einen Fonds einzurichten, der bei Bankenschieflagen europaweit Einlagen bis zu 100.000 Euro absichert. Die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen fürchten, dass sie am Ende für Pleiten von Banken in Griechenland und anderen kriselnden Euro-Staaten geradestehen müssen. Daher hatte die EU bereits erklärt, die Pläne zu überdenken.
Lesen Sie hier alle wichtigen Fragen und Antworten zur Einlagensicherung:
Wegweiser Einlagensicherung

Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer

Die Familienministerin Manuela Schwesig lehnt eine Studie und die Interpretation der arbeitgebernahen Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln IW ab. Die Studie beschäftigte sich mit der Frage: Werden Frauen mit dem Gehaltszettel diskriminiert? Das Institut hat jetzt ausgerechnet, warum sie weniger Lohn bekommen.

Frau Schwesig mag die Studie nicht. Sie fordert mehr Transparenz und erhöhten Druck auf die Arbeitgeber, der dann zu einer Annäherung bei der Bezahlung führen soll. Schwesig dringt darauf, dass Beschäftigte ein Auskunftsrecht zu den Gehaltsstrukturen in ihren Betrieben bekommen. Ein Gesetzentwurf liegt aber seit Monaten im Kanzleramt auf Eis, da sich SPD und Union um Details streiten…. Der Lohnunterschied von Frauen und Männern

Studie: Die gesamtwirtschaftliche Perspektive.
Welche Ursachen hat der Gender Pay Gap
?
Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern im internationalen Vergleich
Befunde auf Basis des EU-SILC

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann
www.pfohlmann.de

Bedenken gegen Bargeldobergrenzen

Ex-Verfassungsrichter Papier hat große Bedenken gegen Bargeldobergrenzen.

Das Aus für den 500-Euro-Schein ist beschlossen, über Obergrenzen für Barzahlungen denkt der Staat nach. Befürworter wollen so kriminelle Machenschaften eindämmen. Doch die Reihe namhafter Kritiker wächst. Ex-Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier hat erhebliche rechtliche Bedenken gegen die von der Bundesregierung erwogene Obergrenze für Zahlungen mit Bargeld. „Es geht um nicht unwesentliche Beschränkungen mehrerer Grundrechte“, sagte der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts auf der Bundesbanktagung.

Das im Grundgesetz verbürgte Recht auf Eigentum und dessen freie Nutzung würde ebenso beschnitten wie die Vertragsfreiheit, weil Bürgern vorgeschrieben würde, Zahlungen ab einer bestimmten Höhe elektronisch abzuwickeln. Auch in Bezug auf das Europarecht habe er „erhebliche Bedenken“, sagte Papier, denn der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr würde beschränkt.

‘Auf jeden Fall gilt, dass der Gesetzgeber für seine Grundrechtseinschränkungen legitime Gründe des Gemeinwohls anführen muss’, betonte Papier. Befürworter versprechen sich von Obergrenzen für Zahlungen mit Schein und Münze eine Eindämmung von Terrorfinanzierung, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Deutschland hatte eine 5000-Euro-Grenze ins Spiel gebracht. In vielen europäischen Ländern gibt es solche Beschränkungen bereits.

Bargeldsymposium 2016
Eröffnungsrede von Dr. Jens Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank/ Bundesbanktagung.
Rede von Hans-Jürgen Papier: Aktuelle Bargeldentwicklungen

Prof Dr Hans-Juergen Papier

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos