Draghi mahnt EU-Regierungen zu Reformen

Draghi rechnet mit weniger Wachstum wegen Brexit

Das Wachstum in der Eurozone könnte in den nächsten drei Jahren um insgesamt 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte geringer ausfallen als bisher angenommen, warnt EZB-Chef Mario Draghi am Dienstag beim Brüsseler EU-Gipfel. Weltweit gibt es womöglich die Wahrnehmung , dass die EU unregierbar werde. Ähnliche Warnungen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon am Montag geäußert. Draghi weist darauf hin, dass die Anfälligkeiten im Bankensektor angegangen werden müssen. Die Haushalte der EU-Staaten sollten stärker auf Wachstum ausgerichtet werden. Draghi versichert, dass die EZB bereit stehe, für Preisstabilität zu sorgen und sich darin bei Bedarf mit anderen Notenbanken zu koordinieren.
Wachstum

Umgang mit Whistleblower skandalös und beschämend

Die LuxLeaks-Informanten„Deltour und Halet werden verurteilt und die Steuerdiebe genießen Freiheit. Das ist skandalös und beschämend“, kommentiert der Europaabgeordnete und Zeuge der Verteidigung von Antoine Deltour, Fabio De Masi (DIE LINKE.) Die Urteilsverkündung im Prozess gegen Edouard Perrin und Raphaël Halet. Der ehemaligen Unternehmensberater Deltour wurde  verurteilt. Unterstützer sagen: Er müsste eigentlich Orden bekommen.

De Masi weiter: „Trotz symbolischer Geldstrafe ist dies ein hartes Urteil. Es ist ein Skandal, dass Steueroasen-Architekt Jean-Claude Juncker die EU-Kommission leitet und die LuxLeaks immer noch nicht aufgeklärt sind, aber nun die Hinweisgeber verknackt werden. Die Linksfraktion im Europäischen Parlament hat bereits eine Aussprache zum Schutz von Hinweisgebern für die Plenarsitzung in der kommenden Woche beantragt.“
Strafe für „aufklärerische Verdienste“
Warum werden Geldwäsche Richtlinien nicht umgesetzt?
Luxleaks Cartoons  ICIJ International Consortium of Investigative Journalists (International
Konsortium Enthüllungs Journalisten)

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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Search leaked secret documents of more than 350 companies with links to Luxembourg:
Suche Dokumente von mehr als 350 Unternehmen mit Verbindungen zu Luxemburg

Twilio trifft den Zeitgeist

Twilio ein Softwareunternehmen aus San Francisco findet, dass alles sofort und mobil verfügbar sein muss, und dürfte laut Analytikern auch weiter sehr solide auf der Mobilwelle reiten.

Twilio ist ein sogenanntes Plattformunternehmen. Gründer Jeff Lawson hat sich zwei Dinge zum Ziel gesetzt. Zum einen will er mit Twilio eine Plattform schaffen, bei der Applikationen im Mobilfunk verbessert werden können. Zum anderen will er auch eine einfache und billige Form des Entdeckens und Ausprobierens ermöglichen. Darunter versteht Twilio die Möglichkeit, schnell und vor allem kostengünstig neue Applikationen zu lancieren. Einen halbstündigen Anruf auf zwanzig Sekunden reduzieren… In Deutschland

Kunden von Twilio sind führende Namen im Mobilbereich wie beispielsweise Uber, Salesforce oder Airbnb, wo Mobilität und Kommunikation in Echtzeit im Zentrum stehen. Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht oder ein Appartement buchen will, muss das schnell, effizient und ohne grosse Bürokratie erledigen können. Twilio ist die Plattform, die im Hintergrund solche Applikationen ermöglicht. Dazu bietet das Unternehmen Dienstleistungen im Bereich von Stimmerkennung, Kurznachrichten und Video an. Wer in diesen Bereichen neue Wege gehen und mit eigenen Applikationen bessere Kundenerlebnisse bieten will, dürfte ein potenzieller Kunde von Twilio werden. Wie andere vielversprechende Startups, so ist auch Twilio weit davon entfernt, Geld zu verdienen.

Heute verzeichnet Twilio eine Milliardenbewertung, weltweit sind bereits 700.000 Programmierer Kunden des Unternehmens. Wahrscheinlich ist fast jeder Smartphone-Nutzer mit Twilios Produkten schon in Kontakt gekommen. Eine Push-Nachricht von Drive Now, Authentifizierungscodes per SMS – diese Kommunikationen wickelt das Unternehmen ab.Twilio Cloud Communication

Jetzt gehts ans Geld

Boris Johnson, Boris Johnsondas Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel – weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.

Der Brexit-Kater kostete den Dax nicht nur weitere 300 Punkte auch die Umlaufrendite stürzt auf neues Rekordtief ab. Nach dem bis zu zehnprozentigen Einbruch des Dax am vergangenen Freitag sorgte der Brexit-Schock auch zum Beginn der neuen Handelswoche für heftige Turbulenzen am deutschen Aktienmarkt. Nach einem kurzzeitigen Stabilisierungsversuch sackte der deutsche Leitindex bis auf 9214 Zähler ab und notierte zum Schluss mit 9268 Punkten 3,0 Prozent unter seinem Freitagsschluss. Noch größer waren die Verluste bei den übrigen Indizes der Dax-Familie. So rauschte der MDax der mittelgroßen Werte um 4,6 Prozent auf 18.920 Zähler nach unten. Für den TecDax stand zuletzt ein Verlust von 4,2 Prozent auf 1520 Punkte zu Buche.

Die großen US-Ratingagenturen stufen Großbritannien herab. Die Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor’s bewerten die Bonität des Vereinigten Königreichs schlechter. Für die Regierung in London hat das ganz konkrete Folgen.

Standard & Poor’s (S&P) erkannte dem Land die Top-Kreditwürdigkeit ab; die Bonität des Landes sei von der besten Bewertung „AAA“ um zwei Stufen nach unten auf „AA“ herabgestuft worden, teilte die Agentur am Montag mit. Fitch nahm die Bonitätseinstufung von „AA+“ auf „AA“ zurück. Bei beiden Ratingagenturen ist der Ausblick negativ.

Das Brexit-Votum kann die Vorhersehbarkeit, die Stabilität und die Effektivität der politischen Prozesse in Großbritannien schwächen. Es sind Auswirkungen auf die britische Wirtschaft und die Staatsfinanzen zu erwarten.

Die Entscheidung für einen Austritt aus der Europäischen Union habe einen negativen Effekt auf die britische Wirtschaft, die öffentlichen Finanzen sowie die politische Kontinuität, erkläre die Agentur am Montagabend. Fitch kürzte angesichts der erwarteten Unsicherheit die Wachstumsprognosen für dieses und die kommenden beiden Jahre.

Ein schlechteres Rating kann letzten Endes dazu führen, dass ein Land höhere Zinsen am Kapitalmarkt zahlen muss oder allgemein schlechter an frisches Geld gelangt. Großbritannien gehörte zu den wenigen Ländern mit der Top-Note „AAA“, dem sogenannten Triple-A. Deutschland wird weiterhin mit der Bestnote bewertet.
Nach Brexit-Votum

Fängt mit 66 Jahren das Investieren an?

Armut im Alter ist vor allem ein Problem für Frauen. Sie unterbrechen ihre Berufstätigkeit für die Familie. Finanzberaterinnen bieten hier einen speziellen Service an. Bei der Geldanlage im Alter stellen sich einige Fragen: Welcher Teil des Vermögens sollte angelegt werden? Eignen sich Leibrenten? Und sollte man die Hypothekarschulden auf der Immobilie abbezahlen? Der Eintritt in die «dritte Lebensphase» hat auch Auswirkungen auf die Vermögensanlage.

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, lautet der Text eines berühmten Lieds des Schlagersängers Udo Jürgens. Gilt das auch für die Geldanlage nach der Pensionierung? Jedenfalls bringt diese «dritte Lebensphase» einige Änderungen mit sich….Geldanlage im-Alter.

Dein Mann ist nicht deine Rente. Diesen Satz müssen Finanzberaterinnen immer wieder predigen.

Original: Dieter Huthmacher www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher www.dieter-huthmacher.de

Original:
Dieter Huthmacher
www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher
www.dieter-huthmacher.de

Was ist mit ZURN los?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

ZURN ist die Namenaktie der Zürich Versicherung, die – wie viele andere Aktien auch – jeweils im Frühjahr komische Sprünge vollzieht. Die Begründungen für diese Eskapaden sind aber sehr einfach. Wir zeigen sie Ihnen im heutigen Video.
Am Rechner
Videos Kategorie Finanzkompetenz

Wo leben die meisten Millionäre und die reichsten Frauen?

Deutschland hat 1,2 Millionen Millionäre. Und es werden immer mehr: 2011 zählten die Experten noch 951 000 Dollar-Millionäre in Deutschland. Ein Plus von 6,7 Prozent! Doch China könnte schon in diesem Jahr vorbeiziehen. Doch auch bei den Reichen gibt es Klassenunterschiede – superreich ist nur ein kleiner Teil.

Noch stärker gestiegen ist die Zahl der Reichen allerdings in China (plus 14,3 Prozent), Australien (plus 15 Prozent) und Südkorea (plus 10,9 Prozent). Eine klare Entwicklung: Der asiatisch-pazifische Raum holt auf. Aus diesen Ländern kommen immer mehr erfolgreiche Geschäftsleute.

Wenn die Zahl der Millionäre etwas über den Zustand einer Volkswirtschaft aussagt, muss sich Deutschland im globalen Wettstreit auf einen weiteren Rückschlag gefasst machen. Denn schon bald wird China die Position hinter den Vereinigten Staaten und Japan einnehmen und damit Deutschland vom Siegerpodest verdrängen.

Nirgendwo wächst die Zahl der Superreichen schneller als in der Volksrepublik. Laut des jährlichen „World Wealth Report“ der Unternehmensberatung Capgemini gibt es in China erstmals mehr als eine Million Millionäre. Es ist das vierte Land, das diese Schwelle übersteigt. Deutschland hatte sie im Jahr 2012 genommen.
Worldwealthreport
Die weltweit 15 reichsten Frauen mit einem selbstverdienten Vermögen von $53 Milliarden. WealthXhttp:/Wealthiest self made Women

Geldwäsche wird nicht konsequent bekämpft

Was geht uns Frauen die Geldwäsche an? Ganz einfach wir und unsere Kinder sind betroffen. Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Kampf gegen Geldwäsche: Österreich landete fast auf Watchlist

Eine Großdelegation aus Wien hat die Antigeldwäscheeinheit FATF überzeugt, ihren Bericht zu Österreich zu entschärfen. Knapp entkam man der „grauen Liste“. So richtig paradiesisch war die Stimmung am Donnerstag nicht, im Paradise Hotel in der südkoreanischen Stadt Busan. Dort fand von Mittwoch bis Freitag die jährliche Plenarsitzung der bei der OECD angesiedelten Anti-Geldwäscheeinheit FATF statt (Financial Action Task Force on Money Laundering). Auf der Tagesordnung im Plenum: Die Debatte über den Berichtsentwurf der Geldwäschereibekämpfer, aus der nach der Einarbeitung der österreichischen Stellungnahme der Endbericht wird. Und: Österreich kam im Hotel Paradise gerade noch mit einem dunkelblauen Auge davon, hüpfte nur knapp von der Watchlist der FATF.
Watchlist angedroht berichtet Renate Graber:
Der Standard

BMF April 2016 Monatsbericht/ Seite 6  Steuerbetrug, trickreiche Steuervermeidung und Geldwäsche konsequent bekämpfen

Corruption Reports: W-T-W Women and Finance Corruption
Money Value Transfer Services FATF: Guidance for Risk- Based Approach

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
www.harmbengen.de

Weitere umfassende Informationen zum Thema Geldwäsche finden Sie bei
W-T-W Women and Finance mit dem Suchbegriff:
Suchen: Geldwäsche

Was tun, wenn die Währung rasant an Wert verliert?

Pfund crasht, Aktien brechen ein. Das war ein „Schwarzer Freitag“ an den Finanzmärkten. Vertrauensschock für die Märkte. Die Anleger sind durch das Ergebnis des britischen Volksentscheids verunsichert und tendieren zu erratischem Verhalten. Zurecht, denn der Volksentscheid gleicht einem Misstrauensvotum in die Wirtschafts-, Finanz- und auch Geldpolitik der vergangenen Jahrzehnte.

Was tun, wenn die eigene Währung rasant an Wert verlieren könnte? Man sollte sie möglichst in eine sichere Fremdwährung umtauschen.

Das britische Pfund hat in den vergangenen Wochen schon stark an Wert verloren. Die Sparer sorgen sich offenbar und laufen in die Postfilialen, um ihr Geld in Euro oder Dollar umzutauschen. Der Geldwechsel in Großbritannien ist teilweise eingeschränkt.

Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook hat am Freitag seinen Geldwechsel im Internet geschlossen, wie Financial Times schreibt. Das Unternehmen reagierte damit nach eigener Darstellung auf eine ungewohnt hohe Nachfrage nach ausländischer Währung – insbesondere Euro.

Für die öffentlichen Wechselstuben von Thomas Cook gilt ein Umtausch-Limit von 1000 Pfund Sterling. Dies kommt faktisch einer Kapitalverkehrs-Kontrolle gleich. Bereits gestern bildeten sich lange Schlangen vor den Wechselstuben, weil Bürger Pfund in Euro umtauschen wollten. Sie dürften ein besseres Geschäft gemacht haben, als jene, die am Freitag wechselten, als der Wechselkurs des Pfund auf ein 30-Jahre-Tief absackte.

HOWARD McWILLIAM www.howardmcwilliam.com

HOWARD McWILLIAM
www.howardmcwilliam.com

Kommentar zum Brexit

Ein gelungener Kommentar von Elmar Theveßen, stellvertr. ZDFChefredakteurElmar Theveßen, stellvertr. ZDFChefredakteur

Ein schlechter Tag – tönten heute einige Spitzenpolitiker. Das – mit Verlaub – ist Blödsinn. Wäre es ein knapper Sieg der Brexit-Gegner, dann würde wohl alles so weiterlaufen wie bisher. Ein paar Extrawürste für die Briten. Abgehakt. Nein, es ist eine Riesenchance, wir müssen handeln, uns darauf besinnen, wer wir in Europa sind und sein wollen.

Viele tun so, als würden Frieden, Freiheit, Stabilität und Wohlstand vom Himmel fallen, wenn Nationalismus wieder das Sagen hat. Dabei hat gerade die Absage an den Nationalismus Europa freier, friedlicher, erfolgreicher gemacht. Die Solidar- und Wertegemeinschaft ist dafür die Voraussetzung, aber wir – allen voran unsere Politiker – haben sie zu einem schönen Etikett verkommen lassen. Jeder durfte es sich aufkleben, ohne ihm gerecht zu werden.

Wir brauchen einen Reset
Stabilitätsregeln aufweichen – kein Problem. Bilanzen frisieren, um in die Währungsunion zu kommen – kein Problem. Länder mit der Flüchtlingsproblematik allein lassen – kein Problem. Und wenn in Ungarn, Polen, Tschechien teils rassistische Parolen von Staats- und Regierungschefs verbreitet werden – wo sind dann die Werte? Das Fundament der Europäischen Union ist zugemüllt – wir brauchen einen Reset:

Solidarität und Werte müssen gemeinsam mit den Bürgern definiert, akzeptiert und für alle dann verbindlich sein. Nicht nur bei schönem Wetter, sondern immer. Für die Menschen muss eine EU erfahrbar sein, die dazu beiträgt, ihr Leben zu verbessern.

Vergessen wir nicht, wer wir sind
Das hat die Kanzlerin heute gesagt und hinzugefügt, dass wir in einer globalisierten Welt nur bestehen können, wenn wir sie gemeinsam mitgestalten. Das bedeutet Solidarität und Werte auch im Umgang mit den Flüchtlingen und den Menschen in aller Welt. Wir brauchen keine „Wir sind wieder wer“-Arroganz, wie sie Rechtsausleger von Ukip bis zur AfD fordern, sondern die Klarheit, „wer wir sind“.

„Vergessen Sie nicht, wer Sie sind!“, so hat US-Präsident Obama in seiner Rede bei der Hannover-Messe im April die Europäer beschworen. „Sie sind die Erben des Ringens um Freiheit! Sie sind Europa – geeint in der Vielfalt, geleitet von den Idealen, die die Welt erleuchten, und stärker, wenn Sie geeint zusammenstehen.“ Dem ist nichts hinzufügen.
Heute.de

Nel Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

Nel Ioan Cozacu
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