„Metel“-Viren schwächen Rubel

„Metel“-Gruppe hinterlässt keine Spuren. Probe für Giga-Attacke? Hacker schießen Rubel ab – und keiner hat es gemerkt

Cyberkriminelle haben die Systeme einer kasachischen Bank geknackt. Im Namen des Instituts machten sie gigantische Währungsgeschäfte, die sogar den Rubelkurs in die Knie zwangen. Geld haben sie nicht verdient. Experten sagen: Es war der Test für einen viel größeren Angriff.

Der Eingriff dauerte nur 14 Minuten. Doch er ließ den Rubelkurs so stark schwanken, dass die russische Zentralbank erschrak: Hacker sollen das Computersystem einer Regionalbank in Kasachstan gekapert und mithilfe eines Trojaners namens „Corkow“ Währungs-Transaktionen im Wert von mehr als 400 Millionen Dollar ausgeführt haben.

Als die Moskauer Börse bekräftigte, dass es keinen Fehler in ihren Systemen gegeben habe, leitete die Zentralbank Ermittlungen wegen möglicher Kursmanipulationen ein. Die Ermittler konnten jedoch keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Kein Wunder: Die Hacker hatten Corkow befohlen, die eigenen Spuren zu verwischen, ehe sich das Virus selbst zerstörte.Infiziert andere Rechner – auch ohne Internet
Metel-Gruppe hinterlaesst keine Spuren
Hacker

Alles Banane oder was?

Sie gehören zu den beliebtesten Früchten und sind in jedem Supermarkt zu finden. Das könnte sich ändern – wenn es nicht gelingt, eine Pilzkrankheit zu stoppen.

Stephanie Kusma berichtet:  Etwa 400 Millionen Menschen weltweit hingen von der Banane ab, was die Ernährung oder den Lebensunterhalt anbelange, heisst es. Denn nicht nur die Cavendish-Banane ist bedroht. Auch andere Dessert- und selbst Kochbananen, die in Afrika eine wichtige Lebensgrundlage für Millionen Menschen sind, können empfindlich auf TR4 reagieren……
Alles Banane

BananeKommentar:
Es gibt hunderte von bananen sorten und viele schmecken einiges besser als diese mono massenware.

Rückblick 2015

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Sobald die revidierten Daten zur Verfügung stehen, machen wir jeweils einen Renditerückblick auf das letzte Jahr. Wie haben die Renditen von Aktien und Obligationen ausgesehen und wie präsentieren sie sich im historischen…
Rückspiegel zum "Rückspiegeln"Videos Kategorie Finanzkompetenz

Frauen-Finanzberaterin

Svea Kuschel: Der kleine Unterschied zwischen Mann und FrauSvea Kuschel

Svea Kuschel hat in den 80er Jahren die erste Finanzberatung speziell für Frauen eröffnet. Für ihr Lebenswerk hat sie das Bundesverdienstkreuz erhalten. Im Interview mit boerse.ARD.de spricht sie über den „kleinen Unterschied“ zwischen den Geschlechtern.

boerse.ARD.de: Frau Kuschel, Sie haben 1986 die erste Finanzberatung für Frauen gegründet. Muss man Frauen denn überhaupt anders beraten als Männer?

Svea Kuschel: Man kann nicht sagen, dass sich grundsätzlich jede Frau lieber von einer anderen Frau beraten lassen will. Aber es gibt viele, die feststellen, dass man von Frau zu Frau freier reden kann. Sie öffnen sich beim Thema Finanzen dann leichter. Und weibliche Beraterinnen leben ja auch das Leben einer Frau und kennen die Bedürfnisse.

boerse.ARD.de: Was sind das denn für Bedürfnisse?
Kuschel: Als ich als Beraterin angefangen habe, war es mein Anliegen, Hausfrauen abzusichern. Mit der Zeit sind die Ansprüche allerdings wesentlich höher geworden. Es geht nicht mehr um den Hunderter in die Rentenversicherung, sondern um vollständige Finanzkonzepte. Und die müssen auf die individuelle Lebenssituation ausgerichtet sein. Frauen machen sich immer viele Gedanken: Was ist wenn?

boerse.ARD.de: Haben Sie ab und an auch Männer beraten?
Kuschel: Aber gerne doch, die sind ja viel einfacher (lacht). Bei denen ist die erste Frage: Wie hoch ist die Rendite? Frauen wollen es dagegen immer ganz genau wissen. Und fragen sich: Was passiert eigentlich mit meinem Geld? Sie sind oft zögerlicher – aber wenn sie sich entschieden haben, dann bleiben sie dabei. Wer Frauen beraten kann, kann Männer allemal beraten.

boerse.ARD.de: Wie sind Sie damals auf die Idee gekommen, eine Frauenfinanzberatung aufzubauen?

Kuschel: Eigentlich aus eigener Betroffenheit. Im Alter von 30 Jahren wollte ich mich um meine Altersvorsorge kümmern. Ich war zwölf Jahre Hausfrau – von der Rente hätte ich später nicht einmal die halbe Miete bezahlen können. Da habe ich gedacht: Gott, ich bin ein Einzelfall. Doch es stellte sich schnell heraus, dass viele Bekannte sagten: Mit meiner Altersvorsorge habe ich mich noch nie befasst. Oder: Das macht mein Mann. Das war der Anstoß für meine Selbstständigkeit.

boerse.ARD.de: Es gibt Studien, die behaupten, dass Frauen ein geringeres Finanzwissen haben als Männer. Hatten Sie in Ihrem Berufsalltag den gleichen Eindruck?

Kuschel: Männer tun oft so, als ob sie ein größeres Wissen haben. Frauen geben eher zu, dass sie etwas nicht verstehen. Früher war es allerdings oft so, dass Frauen das Thema gerne an ihre Männer abgegeben haben. Das ändert sich aber mit dem eigenen Einkommen – und das finde ich toll.

boerse.ARD.de: Was ist Ihrer Meinung nach das größte Problem für Frauen bei der Vorsorge?

Kuschel: Eins, das die Frauen wunderbar lösen können. Wenn sie in Elternzeit gehen oder später vielleicht in Teilzeit arbeiten, sagen viele: Ich kann nicht vorsorgen, ich verdiene doch zu wenig. Aber der Mann bringt nicht sein Einkommen nach Hause – sondern ein Familieneinkommen. Wenn da eine andere Denkweise einsetzen würde, würde das viele Probleme lösen.

boerse.ARD.de: Gibt es auch ein spezielles Problem in der Frauen-Finanzberatung?
Kuschel: Es gibt einige spezielle Finanzprodukte für Frauen auf dem Markt. Das ist schlichtweg ein Marketinggag. Man kann nicht alle Frauen über einen Kamm scheren und ein Produkt auf den Markt bringen, das sich über alle Frauen stülpt. Es wird ja im umkehrten Fall auch nie ein Finanzprodukt für alle Männer geben. Stattdessen ist eine individuelle Beratung nötig.

boerse. ARD.de: 2009 haben sie die Bayerische Staatsmedaille erhalten, 2012 das Bundesverdienstkreuz für Ihr Lebenswerk. Mittlerweile sind sie in Rente. Fällt Ihnen das schwer?

Kuschel: Ich bin als Mentorin tätig für die Frauenakademie in München. Und ich reise viel, ich vermisse nichts.

boerse.ARD.de: Verraten Sie, wie Sie selbst damals für Ihre Rente vorgesorgt haben?
Kuschel: Das ist kein Geheimnis. Ich habe mein Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt. Auf Fonds, da habe ich hauptsächlich Mischfonds. Dann habe ich noch Einnahmen aus einer privaten Rentenversicherung. Und ein Tagesgeldkonto – das bringt zwar nichts, aber davon finanziere ich meine Reisen. Das sind meine drei Standbeine.

boerse.ARD.de: Beschäftigen Sie sich heute noch mit dem Thema Finanzberatung und versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben?

Kuschel: Ich gehe nicht mehr so in die Tiefe. Was mich heute am Thema Finanzen interessiert, lese ich im Wirtschaftsteil der Zeitung.
Das Gespräch führte Claudia Wiggenbröker.
Finanzberatung mit Lilah

Grossartiger, fälschungssicherer Wein

Es kommt durchaus vor, dass Weine gefälscht werden. Im Visier der Betrüger stehen vor allem teure und gesuchte Preziosen. Die anerkannte Tenuta San Leonardo aus dem Trentino hat sich jetzt dagegen gewappnet.

Peter Keller berichtet: Es kommt durchaus vor, dass Weine gefälscht werden. Im Visier der Betrüger stehen vor allem teure und gesuchte Preziosen. Die anerkannte Tenuta San Leonardo aus dem Trentino hat sich jetzt dagegen gewappnet. Das Gut lancierte kürzlich den neuesten Jahrgang seines Flaggschiffes, das den gleichen Namen trägt wie die Tenuta. Der grossartige 2010er vereint alle Eigenschaften, die den Wein seit Jahren auszeichnen: intensives Bouquet mit Anklängen von schwarzen Beeren, Zedernholz und dezenten Röstnoten, im Gaumen dicht, raffiniert, elegant, komplex, mit dicht gewobenen Tanninen, reifer Säure und langem Abgang. Sicher ein Langstreckenläufer, der erst in vier, fünf Jahren seine ganze Schönheit zeigen wird. Der klassische Bordeaux-Blend aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot sowie Carmenère ist neuerdings fälschungssicher. Dank dem auf der Flasche angebrachten QR-Code werden mit einem Smartphone alle relevanten Informationen übermittelt. Dazu gehören das Profil des Weinguts, die Charakteristiken des Weines sowie die Rückverfolgbarkeit des Produkts und Herkunftsgarantie.
Suesser Wein

Chinesische Masche erbeutet Millionen

Mit gefälschten E-Mails und verblüffend simplen Tricks bringen Betrüger aus China internationale Konzerne um Millionensummen. Dabei helfen ihnen leichtgläubige Mitarbeiter. So funktioniert die Masche.

Johnny Erling berichtet: Heiligabend 2015 klingelte beim Shanghaier Rechtsanwalt Rainer Burkardt das Handy. Der Anruf kam aus Österreich, war aber keine frohe Botschaft zum Fest. Der Finanzchef eines mittelständischen Unternehmens klagte: Internet-Schwindler hätten seine Firma am Vortag ganz unchristlich über den Tisch gezogen.
Mit imitierten E-Mails hätten sie sich gegenüber seiner Buchhalterin als Vorgesetzte ausgegeben und sie angewiesen, sehr viel Geld auf ein Konto der Shanghai Pudong Entwicklungsbank zu transferieren. Angeblich, um rasch einen noch geheimen Unternehmenskauf in China zu finanzieren. Die Mitarbeiterin folgte den Anordnungen, schöpfte dann aber am Nachmittag des 23. Dezember Verdacht.

Österreichs Polizei wurde eingeschaltet, die chinesische Bank per Überweisungssystem Swift informiert. Doch der Transfer war nicht mehr zu stoppen. Ob Burkardt etwas tun könne, fragte der Manager am Telefon aufgeregt. Es gehe um fast vier Millionen Euro….
Mit dieser Masche erbeuten Chinesen Millionen
China Crime

Was sind gerupfte Bankentitel?

Vorsicht vor den launischen Affen. Gerupfte Bankentitel in Singapur. Ein Viertel des Einbruchs an der Börse sei begründet, der Rest sei Panik. So heisst es in Singapur. Aber bei Banktiteln sorgen China, die Zinsen und Ausfallrisiken wegen des Ölpreises für Verluste.

Manfred Rist berichtet: Die grösste Bank, die DBS, muss an der Börse markante Abschläge hinnehmen. Als eine Grossbank kürzlich in Singapur zu einem Neujahrsanlass lud, gab es nur ein Thema: der unberechenbare Affe. Im chinesischen Kalender spielt heuer auch Feuer eine wichtige Rolle. Daraus reimen sich die abergläubischen Asiaten derzeit gerne die tollsten Geschichten. Dabei fehlt es nie an Dramen und Überraschungen. Und da das Kalenderjahr an den Börsen so launisch begonnen hat, sehen sich viele Auguren in ihren Ausblicken bereits jetzt bestätigt.Kein Zinsumfeld für Erträge

Auch im sonst so stabilen Singapur herrscht Aufregung. Zu Jahresbeginn ist der Straits-Times-Index (STI) schlagartig um 10% eingebrochen; seither sind tägliche Fluktuationen von 3% fast an der Tagesordnung. Konservative Investoren sind noch aus einem anderen Grund geschockt: Bankentitel, traditionell fester Bestandteil eines auf Sicherheit angelegten Portfolios, sind in den vergangenen Monaten besonders stark unter die Räder gekommen. Die Monetary Authority of Singapore (MAS) sah sich bereits veranlasst, die Solidität der Banken zu betonen. Die drei grösseren Institute, DBS Group, Oversea-Chinese Banking Corp. (OCBC) und United Overseas Bank (UOB), sind untrennbar mit dem Aufstieg Singapurs zum Finanzzentrum verbunden. Sie gehören in die Kategorie «Too big to fail», und sie profitierten lange vom Wirtschaftswachstum des Stadtstaats, von wohlhabenden Investoren aus Nachbarländern und von der Expansion in China. Doch diese Erfolgsfaktoren lassen sich in letzter Zeit nicht mehr addieren. Im gegenwärtigen tiefen Zinsumfeld, heisst es in Bankkreisen resigniert, liessen sich Erträge immer schwerer erzielen. Eine Wende sei nicht in Sicht, zumal weltweit an Negativzinsen laboriert werde…
Gerupfte Bankentitel in Singapur
Gerupftes Huhn

Gefährliche Preise auf dem Wohnungsmarkt

Immobilienboom: Weil Kaufpreise stärker steigen als das Einkommen, können sich immer weniger Menschen ein Eigenheim leisten. Immobilien in Großstädten werden immer teurer. Experten fürchten, dass sich das bald ändern könnte – und viele Deutsche dann hoch verschuldet sind.

Benedikt Müller und Steffen Uhlmann berichten: Wer im Jahr 2010 eine Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt gekauft hat, der hat – Stand jetzt – eine ziemlich gute Entscheidung getroffen. Denn seitdem sind Immobilien in den größten Städten im Durchschnitt um gut 40 Prozent teurer geworden. Das hat die Deutsche Bundesbank ausgerechnet. Wer dagegen jetzt, im Jahr 2016, über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, der fragt sich, ob die Preise nicht zu stark gestiegen sind. Fachleute drücken ihre Sorgen immer deutlicher aus: „Wem es bei den mittlerweile seit fünf Jahren kräftig steigenden Häuserpreisen langsam mulmig zumute wird, sollte seinem Bauchgefühl ruhig vertrauen“, schreibt Commerzbank-Analyst Marco Wagner. Die Gefahr: Sollten die Kreditzinsen wieder steigen und der Preisanstieg nachlassen, könnten viele Schuldner in Probleme geraten.

Doch noch geht der Boom ungebremst weiter: Im vergangenen Jahr verteuerten sich Eigentumswohnungen in Westdeutschland durchschnittlich um 7,2 Prozent, im Osten um 6,2 Prozent. So steht es im Frühjahrsgutachten, das der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) am Dienstag vorgestellt hat. Demnach stiegen die Wohnungspreise etwa in Stuttgart um 19 Prozent. Schlichtweg „gaga“, sagt Harald Simons, Vorstand des Forschungsinstituts Empirica: „Der Kaufpreis steht in keinem Verhältnis mehr zum Ertrags- oder Nutzwert der Wohnung.“ Es sind vier Aspekte, welche die Experten nun beunruhigen…
Immobilienboom Gefaehrliche Gaga-Preise auf dem Wohnungsmarkt
Immobilienblase

Milliarden für Millionäre

Die Geschichte eines Staatsversagens: Die ARD-Doku „Milliarden für Millionäre – wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt“ zeichnete einen spannenden Wirtschaftskrimi nach. Hat der Staat jahrelang unser Steuergeld an Reiche verschenkt? Bei bestimmten Aktiendeals konnten sich Anleger Ertragssteuern erstatten lassen, ohne sie vorher gezahlt zu haben. Nun ermitteln die Staatsanwaltschaften.

Bafin schliesst Deutsche Maple Bank

Krankenhaus soll Erpressung mit Bitcoin bezahlen

Hacker infiltrieren Krankenhaus und verlangen 9.000 Bitcoin Lösegeld.

Das Hollywood Presbyterian Medical Center in der Mitte von Los Angeles hat ein Problem. Hackern ist es gelungen, das Computersystem des 430-Bett-Krankenhauses außer Betrieb zu setzen. Für die Herausgabe der Schlüssel, die das System wieder aktivieren, verlangen die Cyberkriminellen 9.000 Bitcon, was derzeit rund 3,2 Millionen Euro entspricht.

Das 21. Jahrhundert wird vielleicht als Zeitalter der Kryptoanarchie in die Geschichte eingehen: als eine Zeit, in der IT-Systeme mehr und mehr lebensnotwendige Funktionen ausüben, aber zugleich zu Einfallstoren für Kriminelle aus dem Cyberspace werden. Einen Vorgeschmack, wie das ausgehen kann, erhielten Patienten des Hollywood Presbyterian Medical Centers. Sei einigen Wochen werden Untersuchungsergebnisse per Faxt anstatt per E-Mail verschickt, Aufnahmen mit Stift und Papier anstatt mit Computern dokumentiert und Patienten wegen alltäglicher Behandlungen an andere Kliniken weitergeleitet.

Das Krankenhaus mit seinen 430 Betten fiel einem schweren IT-Angriff zum Opfer. Wie es aussieht, hat ein Virus, der irgendwie ins System eingedrungen ist, die Datenbanken verschlüsselt. Die Folge: Ärzte können nicht mehr zeitnah auf Patientendaten zugreifen, der Datentausch mit Laboren, Röntgengeräten und Computertomographen ist unterbrochen und Strahlungsgeräte sowie die Onkologie sind ausgeschaltet. Softpedia berichtet, dass mehr als 900 Patienten in andere Krankenhäuser geschickt wurden…
Hacker infiltrieren Krankenhaus und verlangen 9.000 Bitcoin Loesegeld
Krankenhaus  gehackt