Beschleunigter Zerfall des Goldpreises

Einbruch auf Fünf-Jahre-Tief.

Der Goldpreis ist am Montag auf ein Fünf-Jahre-Tief gefallen. Auch die Preise der anderen Edelmetalle haben sich in dessen Sog weiter verbilligt. Für eine Trendwende spricht derzeit wenig.

Michael Schäfer berichtet: Der Goldpreis ist am Montag auf ein Fünfjahretief gefallen.
In einem von geringer Liquidität geprägten Handel an den asiatischen Finanzplätzen, verlor das Edelmetall temporär fast 4%. Zeitweise kostete es gerade noch 1088 $/Unze und erreichte somit ein Fünf-Jahre-Tief. Einen grossen Verkaufsdruck habe es insbesondere an der Börse in Schanghai gegeben, wo die Umsätze ein Vielfaches des Üblichen betragen hatten.
Beschleunigter Zerfall des Goldpreises
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Varoufakis, die Spieltheorie

Griechische Verhandlungsführung Sofia Mamalinga www.w-t-w.org/en/sofia-mamalinga www.mamalinga.wordpress.com

Die Spieltheorie und erfolgversprechende Fähigkeiten.
Der Spieltheoretiker und Ex-Finanzminister Varoufakis ist bei den Verhandlungen mit Brüssel gescheitert. Das lag nicht an der Spieltheorie, sondern wohl primär an Fehlern in drei zentralen Punkten.

Michael Rasch berichtet: Durch den Spieltheorie-Experten und nun ehemaligen griechischen Finanzminister Janis Varoufakis hat diese Disziplin der Wirtschaftswissenschaften jüngst viel Aufmerksamkeit bekommen. In der Spieltheorie geht es um ganz verschiedene Entscheidungssituationen (Spiele), in denen sich die Beteiligten gegenseitig beeinflussen und der Erfolg nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen des Gegenspielers abhängt. Welches Spiel Varoufakis gespielt hat, lässt sich aufgrund des zum Teil chaotischen und erratischen Verhaltens schwer sagen. Doch unabhängig von der Art des Spiels ist Kooperation sehr wichtig, sogar bei sogenannt unkooperativen Spielen.

Das Königsspiel hierbei ist das Gefangenendilemma, bei dem zwei Gegenspieler die Wahl haben, kooperativ (K) zu sein oder defektierend (D) zu spielen. Daraus ergeben sich vier mögliche Ergebnisse: KK, KD, DK, DD. Interessant wird das Verhalten vor allem dann, wenn das Spiel vielfach nacheinander gespielt wird. Der US-Wissenschafter Robert Axelrod forderte bereits in den 1980er Jahren Kollegen verschiedener Disziplinen, von der Ökonomie über die Psychologie und Politikwissenschaften bis hin zur Evolutionsbiologie, dazu auf, Computerprogramme mit Strategien für dieses Spiel einzureichen, und liess alle gegeneinander spielen. Die Ergebnisse veröffentlichte er im Buch «Die Evolution der Kooperation». In der ersten Runde gewann die Strategie «tit for tat», bei welcher der erste Zug kooperativ ist und dann jeweils das Verhalten des Gegenübers in der Vorrunde wiederholt wird. Man könnte die Strategie auch «Wie du mir, so ich dir» nennen. In einer zweiten Runde konnten die Experten im Wissen um die Ergebnisse der ersten Runde neue Strategien für das Spiel einreichen. Wiederum siegte die einfachste Strategie: «tit for tat». Man startet also freundlich, lässt sich aber nicht ausbeuten, da man sofort zurückschlägt, wenn das Gegenüber defektierend spielt. Man ist aber auch nicht nachtragend, sondern kooperiert sofort wieder, wenn der andere einlenkt.
Varoufakis, die Spieltheorie und erfolgversprechende Fähigkeiten

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
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Null Ahnung von Finanzen

Nichts bringt Martin Armstrong so sehr in Rage wie die Zunft der Politiker. Diese hätten nämlich Martin Armstrong Economcs„null Ahnung von Finanzen“. Doch er hat eine Idee, wie man das ändern könnte – man schafft sie einfach ab!

Varoufakis, der allen und ganz besonders Schäuble auf der Nase herumtanzt. Merkel, die ihre Euro-Schäfchen nicht zusammenhalten kann, weil Tsipras mal mit Putin, mal mit Juncker flirtet. Dazu Lagarde, die Juncker zwischenzeitlich nicht mehr lieb hat, dann aber doch wieder. Und schließlich noch Draghi, der dafür sorgen muss, dass dem Sandkasten, in dem sich die anderen austoben, nicht der Sand ausgeht – Kommt Ihnen der Poker um Griechenland auch manchmal vor wie eine dieser mittelmäßigen Telenovelas?

Für Martin Armstrong sind diese Machtspielchen, persönlichen Eitelkeiten und Hahnenkämpfe aber nicht nur Teil, sondern vielmehr Kern des Problems. Im Gespräch mit wallstreet:online lässt er seinem Unmut über die Zunft der Politiker freien Lauf. Schnell wird klar – er würde sie am liebsten loswerden.

„Das Problem in Europa besteht darin, dass Politiker die Funktionsweise von Währungen nicht verstehen. Warum? Überall in der Welt besteht die Mehrzahl der Politiker aus Anwälten. Diese haben null Ahnung von Finanzen. Sie sehen die Welt nur aus ihrer Perspektive. Aus dieser verfassen sie Gesetze, die dann jeder zu befolgen hat.“ Ein Fehler, findet Armstrong, denn: „Mit der realen Welt hat das nichts zu tun. Sie versuchen ständig, die Wirtschaft zu manipulieren, um ihre eigen Macht zu sichern.“

„Politiker streben immer nach Macht“

Der eigene Machterhalt ist laut Armstrong das Einzige, was Politiker wirklich interessiere. Deshalb versuchten sie erst gar nicht, die Märkte zu verstehen. „Sie betrachten die Dinge nur aus ihrer eigenen Perspektive, denn es geht immer darum, an der Macht zu bleiben.“ Er erzählt uns von einer Begegnung mit einem US-Senatoren, der sich über Diktatoren echauffierte, weil sie 35 Jahre und länger an der Macht blieben, und wie er, Armstrong, ihn daraufhin fragte: „Ach ja, und wie lange bist du schon im Senat?“ Anekdoten wie diese seien symptomatisch: Sobald sie von den Wählern ins Amt gehievt wurden, handelten Politiker nur noch in ihrem eigenen Interesse, so Armstrong, der sich immer weiter in Rage redet. „Oder haben sie schon einmal erlebt, dass Politiker ihre eigenen Bezüge kürzen? Nein, natürlich nicht. Sie sagen immer, das Problem sei, dass wir nicht genug Steuern zahlen.“ Selbst Politiker, die anfangs mit guten Absichten in die Politik gingen, tappten früher oder später in die Machtfalle.

Weg mit den Karriere-Politikern!

Dabei gebe es einen ganz einfachen Weg, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, erklärt er: „Ehrlich gesagt, wenn wir wirklich etwas bewirken wollen, müssen wir die Karriere-Politiker abschaffen.“

Konkret fordert Armstrong die Amtszeit von Politikern zu begrenzen. Maximal zwei Wahlperioden, danach soll Schluss sein. Der Vorteil? „Wenn man die Amtszeit auf zwei Perioden beschränkt, würde man Leute mit Qualifikationen bekommen.“ Also endlich keine Anwälte mehr, sondern qualifizierte Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsrichtungen. Zum Beispiel er selbst. „Ich würde etwas für zwei Jahre machen, aber ich will nicht mein ganzes Leben lang für die Regierung arbeiten. So könnte ich sagen ‚Ok, ich habe meinen Teil dazu beigetragen, ich habe meine zwei Jahre in den Dienst der Regierung gestellt‘.“ Auch auf dem eigenen Lebenslauf würde sich eine solche Station sicher nicht schlecht machen. Ein netter Nebeneffekt, meint Armstrong. Und alle wären glücklich.

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
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Sigmar Gabriel: Deutschland Rückzugsraum für asoziale griechische Superreiche?

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel trifft den Nagel auf den Kopf – illegale Vermögensabflüsse von superreichen Steuerflüchtlingen können zum wirtschaftlichen und finanziellen Ruin ganzer Staaten führen. Alle Staaten der Eurozone dürfen hierbei nicht zum „Mithelfer“ von asozialen Superreichen werden, die sich in ihrem Herkunftsland der Verantwortung entziehen. (Ermöglichen von Verbrechen).

„Uns fehlt im verhandelten Programm auch die gemeinsame Verpflichtung aller Eurozonen-Staaten, auf Antrag der griechischen Regierung die Vermögenswerte griechischer Steuerflüchtlinge einzufrieren, die in den letzten Monaten und Jahren ihr Geld aus dem Land gebracht haben.

Denn die haben doch in Berlin, London, Paris und Amsterdam ihre Häuser gekauft. Und wir dürfen nicht der Rückzugsraum für asoziale griechische Superreiche sein, die sich zu Hause ihrer Verantwortung entziehen.“

Sigmar Gabriel zur Stabilitätshilfe zugunsten Griechenlands am 17.07.2015
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel begründet in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag die Aufnahme von erneuten Verhandlungen mit Griechenland über ein weiteres Hilfspaket: „Das ist die einzig richtige Entscheidung: für die Menschen in Griechenland, für die Menschen in Deutschland und in Europa insgesamt.“ Hier die Rede im Wortlaut.
Lage in Europa und Finanzhilfen fuer Griechenland

kriki.cartooncommerz.de

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Mehr zum Thema „Ermöglichen von Verbrechen“ und die Folgen

Geldfälscher aktiv wie nie

Wer Geld fälschen will, findet zunehmend im Internet Hilfe. Ein paar gezielte Klicks reichen, Euro Falschgeldund ein unechtes Hologramm landet im Warenkorb – das ist ein Sicherheitsmerkmal, das Euro-Banknoten neben Wasserzeichen & Co vor Fälschungen schützen soll.

Zwar dominieren vor allem kriminelle Profi-Banden aus Südeuropa das Geschäft mit den Blüten, aber inzwischen mischen chinesische Händler über das Netz kräftig mit – sie bieten etwa die Hologramme an, die man zur Falschgeldherstellung braucht.

Das macht sich auch in Deutschland bemerkbar: Noch nie seit der Euro-Einführung 2002 wurden so viele Blüten sichergestellt wie im ersten Halbjahr 2015.

50 500 falsche Banknoten wurden in diesem Zeitraum von der Bundesbank entlarvt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. „Fast jeder zehnte falsche Fünfziger ist mit diesem imitierten Hologramm versehen, das über das Internet vertrieben wird”, sagt Rainer Elm, Leiter des Nationalen Analysezentrums der Bundesbank. Geldhüter stellt das vor Herausforderungen: „Früher war das Fälschen quasi ein Handwerk, heute kann potenziell fast jeder fälschen.”

Dass Geldnoten künftig vor allem von Kleinkriminellen zu Hause im stillen Kämmerchen nachgedruckt werden, ist aber unwahrscheinlich. Denn nach wie vor werden Blüten Elm zufolge insbesondere in Werkstätten organisierter Fälscherbanden in Süd-Italien im großen Stil produziert.
Internethandel floriert Geldfälscher in Deutschland aktiv wie nie
Chinageld

Durchbruch für den Freihandel

Wichtiger Durchbruch für den FreihandelInformationstechnologie
Die Schweiz und 53 andere Staaten haben sich in Genf auf die Grundzüge eines neuen Freihandel-Abkommens geeinigt. Die Einfuhrzölle auf Güter der Informationstechnologie sollen fallen.

Jean-Pierre Kapp berichtet: Bei den plurilateralen Verhandlungen zur Vereinbarung eines neuen Abkommens zur Liberalisierung des Handels mit Gütern der Informationstechnologie (Information Technology Agreement, ITA) hat es am Samstag in Genf einen relativ überraschenden Durchbruch gegeben. Die 54 beteiligten Staaten (darunter die Schweiz und alle EU-Länder) einigten sich auf die Listen der Güter, die künftig von Einfuhrzöllen befreit werden sollen. Eine Einigung war vorher erst nach der Sommerpause erwartet worden.
Wichtiger Durchbruch fuer den Freihandel

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
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2,7 Milliarden Euro für Straßen und marode Brücken

Dobrindt stellt Milliardenprogramm für Straßen und Brücken vor

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will am Montag ein milliardenschweres Programm für den Aus- und Neubau von Autobahnen, Bundesstraßen und Brücken vorstellen. Es hat einen Umfang von 2,7 Milliarden Euro, berichtet die „Bild am Sonntag“. Davon stünden 1,5 Milliarden Euro für Lückenschlüsse bei Autobahnen und Bundesstraßen, 700 Millionen Euro für Neubauprojekte und 500 Millionen Euro für Modernisierungen bereit. Zusätzlich werde das bestehende Brückenprogramm auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt.
Brücken

Fifa: Zehn Millionen Kaution für Vizepräsident Webb

Fifa : Früherer Blatter-Stellvertreter kommt gegen Kaution frei

Jeffrey Webb: Der Ex-Vizepräsident der Fifa muss sich in New York wegen des Vorwurfs der Korruption verantworten.

Jeffrey Webb: Der Ex-Vizepräsident der Fifa muss sich in New York wegen des Vorwurfs der Korruption verantworten.

Der ehemalige Vizepräsident der Fifa, Jeffrey Webb, hat nach seiner Auslieferung alle Korruptionsvorwürfe bestritten. Mit einer Zahlung von zehn Millionen Dollar vermeidet er das Gefängnis.

Im Fifa-Korruptionsskandal hat der ehemalige Vizepräsident des Weltfußballverbandes, Jeffrey Webb, nach seiner Auslieferung in die Vereinigten Staaten die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Bei einer ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in New York plädierte der 50 Jahre alte Sportfunktionär am Samstag auf nicht schuldig. Gegen eine Kaution von zehn Millionen Dollar wurde er unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Er wurde unter anderem unter Hausarrest gestellt und musste seine drei Pässe abgeben.

Dem Ex-Präsidenten des Fifa-Kontinentalverbandes Concacaf für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik wird Betrug, Geldwäsche und Beteiligung an einer Verschwörung vorgeworfen. Webb ist einer von sieben ranghohen Funktionären des Weltfußballverbandes, die auf Ersuchen der amerikanischen Justiz Ende Mai am Rande des Fifa-Jahreskongresses in der Schweiz wegen des Verdachts auf Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar in Auslieferungshaft genommen wurden. Der Bürger der Kaimaninseln wurde am Donnerstag als erster überstellt. Er soll seiner Auslieferung zugestimmt haben. Inzwischen ermitteln Behörden weltweit rund um die Vergabe von Fußballweltmeisterschaften.

Korruptionsskandal: Coca-Cola und McDonald’s fordern von Fifa-Reformen Webb war von vielen als Hoffnungsträger angesehen worden. Er galt als enger Vertrauter von Noch-Fifa-Chef Joseph Blatter. Der Mann könnte ein wichtiger Zeuge für die Staatsanwaltschaft in Brooklyn werden. Amerikanische Medien spekulieren, dass er mit der Anklage kooperieren könnte. Insgesamt werden 14 Personen aus mehreren Ländern in dem jüngsten Fußball-Skandal vom amerikanischen Justizministerium beschuldigt. Einer von ihnen ist der Marketingverantwortliche Aaron Davidson, der am Freitag vernommen worden war. Nach Angaben der „New York Times“ verhandelt er mit der Staatsanwaltschaft wegen einer Strafminderung.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
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Goldman macht seinen Chef zum Milliardär

Für Goldman Sachs zu arbeiten, lohnt sich, vor allem wenn man Chef ist. Lloyd Blankfein ist seit kurzem Milliardär. Er ist allerdings nicht der einzige angestellte Banker, der es so weit gebracht hat. New YorkIn den USA leben 537 Milliardäre, mehr als in jedem anderen Land der Welt, davon allein 91 in New York, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. So steht es jedenfalls in der Hurun Global Rich List 2015, die freilich wie alle solche Aufstellungen auf recht groben Schätzungen beruht.

Lloyd Blankfein, der Chef von Goldman Sachs, gehört nach Kalkulation der Nachrichtenagentur Bloomberg seit kurzem auch zu diesem Club, mit einem Vermögen von etwa 1,1 Milliarden Dollar. Rund die Hälfte davon sind Anteile an der eigenen Firma, der Rest angesparte Boni, hinzu kommen Immobilienbeteiligungen. Über ganz ähnliche Summen hatte Bloomberg vor einigen Monaten für Jamie Dimon, den Chef von JP Morgan, berichtet. Das Jahresgehalt von Blankfein liegt bei 24 Millionen, das von Dimon bei rund 20 Millionen Dollar.

Blankfein stammt aus einfachen Verhältnissen. Er wuchs in einer jüdischen Familie in der Bronx auf, sein Vater war Postbeamter. Er führt die Bank seit 2006. Dimon, ebenfalls ein gebürtiger New Yorker, stammt aus einer Familie griechischer Immigranten, sein Vater und sein Großvater arbeiteten beide schon im Bankgeschäft. Er führt das Institut seit 2004, hat also ebenso wie Blankfein die große Finanzkrise in seinem Amt überlebt. Beide sind in der Öffentlichkeit von Kritikern der Wall Street schon häufig angefeindet worden.
Goldman macht seinen Chef zum Milliardaer
Für Goldman Sachs zu arbeiten, lohnt sich

Kakaobohnen im Wert von etwa 12 Mrd. $

Wandel in der Branche. Knapper Kakao in Brasilien

Wegen Schleckmäulern und Hexenbesen muss Brasilien heute den einst reichlich vorhandenen Kakao einführen. In Südbahia, einer der weltweit ältesten Anbauregionen, könnte die Produktion bald deutlich wachsen.

Alexander Busch berichtet: Brasilien Kakao  Die von weissem Fruchtfleisch umhüllten Kakaobohnen werden weltweit immer begehrter.

Wenn João Tavares in der jetzigen Regenzeit seine Kakao-Fazenda besucht, muss er die kleinste Übersetzung seines vierrad-getriebenen Pick-ups einlegen. Im Schritttempo fährt Tavares mitten im atlantischen Regenwald über die steilen, durch Regen und Feuchte glitschigen Kopfsteinpflasterwege seiner Plantage. Im Schatten gewaltiger Tropenbäume hängen rechts und links gelbe, grüne, rote und orange Kakaofrüchte dicht an den Stämmen der Bäume. Arbeiter schlagen sie mit Macheten ab und werfen sie in Körbe, vernäht aus dem Gummi von Lkw-Reifen. Maultiere tragen diese zum Hauptsitz der Fazenda. Die kilometerlangen gepflasterten Wege rund 50 km nordwestlich von Ilhéus hatte sein Vater in den fünfziger Jahren anlegen lassen, damit die Transporter der Kakaohändler das ganze Jahr die Kakaosäcke von der Fazenda abholen konnten, ohne im Lehm stecken zu bleiben. Das war zu den goldenen Zeiten der Kakaokultur hier in Bahia, im Nordosten Brasiliens.

Vom Ex- zum Importeur

In den dreissiger Jahren, als die Kakaobarone um die Provinzstadt Ilhéus sagenhaften Reichtum anhäuften und der brasilianische Schriftsteller Jorge Amado seine ersten Romane über die extremen Einkommensunterschiede in der Region schrieb, war Brasilien schon fast ein halbes Jahrhundert der weltweit wichtigste Kakaoproduzent. In den besten Jahren exportierten die Händler mehr als 400 000 t Kakaobohnen über den Hafen von Ilhéus nach Europa und in die USA. Heute ist davon nicht mehr viel übrig: Brasilien produziert nur noch etwa halb so viel Kakao wie damals. Im heruntergekommenen Hafen von Ilhéus wird kein Kakao mehr exportiert, sondern dieser wird aus Westafrika oder Indonesien importiert. Das liegt unter anderem an einem Pilz, dem sogenannten Hexenbesen, der 1989 aus dem Amazonasgebiet kommend die Plantagen in Südbahia attackierte und deren Produktion zeitweise auf ein Zehntel reduzierte.
Knapper Kakao in Brasilien

Chocolate

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