Mängelreport der Bafin zur Deutschen Bank

Die Finanzaufsicht Bafin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorstand der Deutsche Bank. Der Mängelreport der Behörde umfasst 37 Seiten. Ackermanns Erbe wiegt schwer.

Der Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze hält die Deutsche Bank auch nach dem Abschied von Co-Chef Anshu Jain und Milliarden-Strafen weiter in Atem. Vier amtierende Vorstände und zwei weitere Top-Manager des Instituts sehen sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Anshu Jain, umstrittener Ex-Co-Chef der Deutschen Bank, wird in dem vertraulichen Bericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (Bafin) mehrfach erwähnt.

Den hatte das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Freitag im Internet veröffentlicht. Jain hat demnach im Skandal um die Manipulation des für viele Finanzgeschäfte wichtigen Interbank-Zinses Libor eine zumindest zweifelhafte Rolle gespielt und muss seit 2008 gewusst haben, dass es zumindest Unregelmäßigkeiten gegeben hat.

Besonders schwere Vorwürfe erhebt Bankenaufseherin Frauke Menke gegen vier noch amtierende Vorstände der Bank und zwei weitere Top-Manager. Ihnen hält sie schwere Versäumnisse vor. Die Hauptpunkte: Vernachlässigung von Kontrollpflichten und unvollständige und unzureichende Information der Bankenaufseher bei der Aufarbeitung des Skandals.

Die Deutsche Bank betonte, es sei zu früh hinsichtlich des Verhaltens der Bank und oder einzelner Personen Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Deutsche Bank hat den Bericht bereits am 11. Mai erhalten. Die geforderte Stellungnahme hat die Bank mittlerweile an die Bafin übermittelt. Sie werde aber nicht veröffentlicht.

Die Deutsche Bank hat in Europa und in den USA wegen des Libor-Skandals Strafen in Höhe von mehr als 3 Mrd. EUR bezahlt.

Die vier von Bankenaufseherin Menke scharf kritisierten aktuellen Vorstandsmitglieder der Bank sind Stephan Leitner, derzeit unter anderem für Personal zuständig, IT-Vorstand Henry Richotte, der ehemalige Finanzvorstand Stefan Krause, aktuell für Zahlungsverkehr und die Postbank verantwortlich, und Risiko-Vorstand Stewart Lewis.
Jahresbericht_2014 Bafin
Bafin

Google steigert Börsenwert um 65 Milliarden

Aktie auf Rekordhoch:  Das schaffte bislang erst ein Unternehmen an der Tech-Börse GoogleNasdaq: Google hat 65 Milliarden Dollar an Börsenwert dazugewonnen. Zum Vergleich: Das ist mehr als das komplette Aktienkapital des Computerkonzerns Hewlett-Packard, übersteigt den Wert von Twitter um mehr als das Doppelte, und entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung Luxemburgs. Nur dem Netzwerk-Riesen Cisco gelang dem Analysehaus Factset zufolge jemals ein höherer Wertzuwachs an einem einzigen Nasdaq-Handelstag.

Managementteam

Google wurde im September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Seitdem ist das Unternehmen auf über 40.000 Mitarbeiter weltweit angewachsen. Zum Management-Team gehören einige der erfahrensten Experten der Branche.
Company/facts/managementBoersenmaerkte

Ukraine- Notenbank-Chefin Gontarewa und Finanzministerin Jaresko warnen

Die ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko war am Donnerstag in Washington, um mit den internationalen Gläubigern Verhandlungen zu führen. Danach warnte sie vor einer Staatspleite. Der europäische Steuerzahler stützt das System mit Krediten in Millionenhöhe.

Parlament in Ukraine billigt Reformen: Die Donbass-Krise macht der Ukraine finanziell zu schaffen. Der IWF hat seine Unterstützung zugesagt, im Austausch für Reformen. Nun hat das ukrainische Parlament die Sparmaßnahmen bewilligt – für drei Milliarden Dollar.

Das ukrainische Parlament hat den Weg für weitere Finanzhilfen frei gemacht. Die Abgeordneten billigten am Donnerstag Reformen unter anderem des Bankensystems und Energiesektors. Dies war Bedingung der Gläubiger für die Auszahlung einer weiteren Tranche von über drei Milliarden Dollar. Die Ukraine ist wegen Misswirtschaft und des Konfliktes mit Separatisten im Osten des Landes der Staatspleite nahe. Ein 40 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket soll dem Land bei der Überwindung der Finanzprobleme helfen. 15 Milliarden soll die Ukraine über eine Umschuldung selbst dazu beisteuern.
Wie ein Vertreter des Finanzministeriums erläuterte, kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 1,7 Milliarden Dollar der Teilauszahlung. Eine Milliarde Dollar gibt die Weltbank, 300 Millionen Japan und 200 Millionen Euro Deutschland.
Die ukrainischen Parteien und ihre Köpfe

Die Parlamentswahl soll der krisengeschüttelten Ukraine an diesem Sonntag eine stabile Regierung bringen. Wegen der Gefechte im Osten werden aber vorerst nur 424 der 450 Sitze in der Obersten Rada in Kiew vergeben, es gilt die Fünfprozenthürde. Um 225 Sitze bewerben sich 29 Parteien mit mehr als 3000 Kandidaten, die restlichen 199 Mandate werden per Direktwahl bestimmt. Stimmberechtigt sind gut 36 Millionen Bürger. Die aussichtsreichsten Parteien im Überblick.
Parlament in Ukraine billigt Reformen

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und Finanzministerin Natalia Jaresko

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) und Finanzministerin Natalia Jaresko

Ukraine- Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa:
www.rtdeutsch.com/tag/gontarewa/
www.bloomberg.com/research/stocks/private/person

Finanzministerin Natalia Jaresko
www.de.wikipedia.org/wiki/Natalija_Jaresko

Angst vor der Weltrezession „made in China“

Fast 40 Prozent des globalen Wachstums geht auf das Konto Chinas. Der derzeitige Abschwung in der Volksrepublik könnte also schwere Folgen für die ganze Welt haben. Und besonders für die Deutschen.

Tobias Kaiser und Ye Xie, Gavin Serkin berichten:  Nach all den Schuhen, Spielzeug und anderen Exportwaren könnte bald etwas ganz anderes aus China über die Welt kommen: eine Rezession. „Die nächste globale Rezession ist Made in China“, sagt Ruchir Sharma. Er arbeitet als Schwellenländer-Chef bei Morgan Stanley Investment Management und macht auf eine folgenschwere Entwicklung aufmerksam.

Während sich das chinesische Wachstum abkühle, habe der Einfluss des Landes, das inzwischen zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, zugenommen. China trug laut Morgan Stanley im letzten Jahr 38 Prozent zum weltweiten Wachstum bei; 2010 waren es nur 23 Prozent gewesen. Das Land ist weltgrößter Importeur von Kupfer, Aluminium und Baumwolle und wichtigster Handelspartner für Brasilien, Südafrika und andere Staaten.

IWF attestiert Deutschland hohes Exportrisiko

„In den nächsten Jahren werden die wunden Punkte für die Weltwirtschaft wohl vor allem in China liegen“, meint Sharma. Seiner Meinung nach wird eine anhaltende Abkühlung in China in den nächsten Jahren das Weltwirtschaftswachstum wahrscheinlich unter die Marke von zwei Prozent drücken, was einer weltweiten Rezession entspreche. Das wäre der erste globale Abschwung seit 50 Jahren ohne eine gleichzeitige Schrumpfung in den USA…..
Die deutsche Angst vor der Weltrezession made in China

tjeerdroyaards.com

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Griechische Banken könnten am Montag öffnen

Staatsradio: Griechische Banken könnten schon Montag wieder öffnen

Die angesichts der Finanzkrise geschlossenen Banken in Griechenland könnten schon am kommenden Montag wieder öffnen. Allerdings dürften weiter viele Kapitalverkehrskontrollen in Kraft bleiben, berichtete das griechische Staatsradio. Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich.

Die Griechen haben die erste Bedingung für neue Milliarden-Hilfen erfüllt. Merkel und Schäuble warben für Zustimmung, der IWF bleibt an Bord und die griechischen Banken sollen Montag wieder öffnen.

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Eurozone einigt sich Brückenfinanzierung für Griechenland

Die Länder der Eurozone haben offenbar eine Einigung auf eine 7 Milliarden Euro schwere Brückenfinanzierung für Griechenland erzielen können.

Offen bleibt bislang die Frage, wie die Brückenfinanzierung durchgeführt werden kann, ohne dass diejenigen EU-Länder, die nicht zur Eurozone gehören, mit weiteren Risiken belastet werden. Dies hatte insbesondere Großbritannien zur Bedingung für eine Zustimmung gemacht.

EU plant 7 Milliarden Euro schwere Brückenfinanzierung für Griechenland
EU-Kommission und Athen streben EFSM als Brückenfinanzierung an

janson-karikatur.de

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Finanzierung Entwicklungshilfe

Ein neues Image für die Entwicklungshilfe. Finanzierung für neue Uno-Ziele. Ban Ki Moon und Nkosazana-dlamini-zuma
An der Uno-Konferenz in Addis Abeba wird über die neuen Anforderungen an die Finanzierung der Entwicklungshilfe diskutiert. Ein zentrales Thema ist die Besteuerung von Unternehmensgewinnen.

Elisabeth Wallimann berichtet:  Die dritte Uno-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung, die noch bis Donnerstagabend dauert, steht im Zeichen einer Neuausrichtung. An dem dreitägigen Treffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wollen die teilnehmenden Länder die Entwicklungspolitik auf eine neue Grundlage stellen. Dabei geht es nicht mehr um eine reine Finanzhilfe von reichen an arme Länder. Es stehen vielmehr neue Finanzmodelle im Mittelpunkt, die allen Ländern ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglichen sollen. Die Verhandlungen bilden eine wichtige Grundlage für die «Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Uno, die im September die sogenannten Millenniumsziele ablösen sollen. An der Konferenz nehmen rund 30 Staats- und Regierungschefs, etwa 110 Minister und über tausend Teilnehmer aus der Privatwirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen teil…
Ein neues Image fuer die Entwicklungshilfe
Ärzte ohne Grenzen

Wem gehört eigentlich der Euro?

Zwischen Goldstandard und EZB

Die Finanzkrise nach 2007 hat den Charakter der europäischen Währung geändert. So hat der Euro den Nationalstaaten neue Grenzen ihrer Souveränität aufgezeigt – eine wirtschaftshistorische Einordnung.

Albrecht Ritschl berichtet: Es war einmal ein Land, das von einer schweren Schuldenkrise geschüttelt wurde. Unerbittlich bestand eine Troika von Auslandsgläubigern auf der Bedienung sämtlicher Schulden, prangerte schonungslos Misswirtschaft, Verschwendung und die mangelnde Bereitschaft des Schuldnerlands zur Zusammenarbeit mit seinen Gläubigern an und wurde nicht müde, ihren neuesten Zahlungsplan als Erleichterung anzupreisen. Tief zerrissen zwischen dem Wunsch, die verhasste Schuldenlast abzuschütteln, und der Notwendigkeit, den Gläubigern entgegenzukommen, rief die Regierung ein Referendum aus…
Wem gehoert der Euro?
Euro

IWF veröffentlicht Griechenland-Analyse

Schuldenkrise
Der IWF hat eine negative Analyse zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands veröffentlicht. Der Fonds fordert Transferzahlungen oder eine große Erleichterung der Schulden.

Der Internationale Währungsfonds hat eine Analyse veröffentlicht, nach der die Eurozone ihre Schuldenerleichterungen für Griechenland deutlich ausweiten muss. „Griechenlands Schulden können nur mit Maßnahmen zur Schuldenerleichterung tragfähig sein, die viel weiter gehen, als Europa bislang vorgesehen hat“, heißt in dem Bericht, der am Samstag den Regierungen der Euroländer vorgelegt worden sei.

Schon jetzt liege die Schuldenquote Griechenlands bei 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), heißt es in dem IWF-Papier. Sie werde sich in den kommenden beiden Jahren 200 Prozent nähern. Passagen des Berichts waren bereits am Dienstag bekannt geworden.

Der IWF schlägt daher drei Möglichkeiten vor: Die Verlängerung der Zeit, in der das Land keine Schulden an die europäischen Partner zurückzahlen muss, von zehn auf 30 Jahre; zweitens jährliche Transferleistungen an Griechenland; und drittens schlicht einen Schuldenerlass. Die Entscheidung zwischen den genannten Optionen liege „bei Griechenland und seinen europäischen Partnern“.
IWF veroeffentlicht pessimistische Griechenland-Analyse
No Deal

Sperrt endlich die Oberkorruptis weg!

Lauten die Leserkommentare um den frisch wiedergewählte Fifa-Präsident Sepp Blatter (79). Er wird im Rahmen des Verfahrens um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 von der Schweizer Polizei vernommen werden. Eine Gruppe von Staatsanwälten in Bern untersucht unter dem Codenamen „Operation Darwin“ die Vergabe der beiden Turniere an Russland und Katar. Sie ermittelt wegen Korruption und Geldwäsche. Die Straftaten können den Tätern bis zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis einbringen, berichtet die englische Sunday Times.

Auf Anweisung der Ermittler-Gruppe waren am vergangenen Mittwoch das Fifa-Hauptquartier in Zürich durchsucht und Dokumente sichergestellt worden. Außerdem wurden Bankkonten bislang unbekannter Fifa-Mitglieder eingefroren. Nun bereiten sich die Schweizer auf die Verhöre von Blatter und den anderen neun Fifa-Exko (Exekutiv-Komitee)-Mitgliedern vor.

Unter den Exko-Männern sind Franz Beckenbauer und Uefa-Boss Michel Platini. Sie werden nicht als Verdächtige betrachtet, sondern einen Status zwischen Zeuge und Verdächtiger einnehmen. Blatter und Platini sollen als letzte der 10 befragt werden, da sie in der Schweiz leben und von den Ermittlern jederzeit kontaktiert werden können.

Das Schweizer Verfahren läuft unabhängig vom US-Verfahren, das am Mittwoch in der Anklage von insgesamt 14 Personen und der Festnahme von 7 Fifa-Topleuten in Zürich gipfelte.

In diesem Zusammenhang haben die britische Banken HSBC, Barclays und Standard Chartered interne Untersuchungen angekündigt. Laut Sunday Times ein Zeichen dafür, dass sie sich darauf vorbereiten, ins Visier der FBI-Ermittlungen zu geraten.
Sollte auch Franz Beckenbauer ins Gefängnis?  /Der Abendkurier Satire
Beckenbauerknast