Gute Gründe für Bargeld

Bargeld ist geprägte Freiheit, heisst es. Michael Rasch berichtet: Doch Münzen und Geldscheine haben neben Zahlungs- und Recheneinheits-Funktion viele weitere Vorteile. Es gibt 6 wichtige Gründe, die für Bargeld sprechen.

  • Schutz der finanziellen Privatsphäre
  • Schutz vor Exzessen der Geldpolitik
  • Schutz vor Risiken der Geschäftsbanken
  • Schutz von Minderheiten
  • Schutz vor übermässigem Konsum
  • Schutz vor Betrug

Dazu kommen noch zahlreiche weitere Gründe, die für Bargeld sprechen. So können Kinder mit Taschengeld beispielsweise spielerisch den Umgang mit Geld erlernen, was beim Einsatz von elektronischem Geld sehr viel weniger anschaulich wäre.
Bargeld

Weltbank positiv erwartet mehr Wachstum in Eurozone

Die Weltbank glaubt, dass sich der schwache Euro positiv auf die Exportwirtschaft
auswirkt

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern läuft in diesem Jahr besser als erwartet. Die Weltbank sieht die Eurozone in ihrer Konjunkturprognose auf Wachstumskurs. Riskant könnte es hingegen für manche Schwellen- und Entwicklungsländer werden.

Sinkende Ölpreise und eine wahrscheinliche Zinserhöhung in den USA setzen nach Einschätzung der Weltbank viele Entwicklungsländer unter Druck. Die bisherigen Garanten für das Wachstum der globalen Konjunktur müssten sich mit Reformen und Investitionen auf schwierige Zeiten vorbereiten, warnt die Weltbank in ihrer neuen Konjunkturprognose.
Die Entwicklungsländer seien ein Motor des globalen Wachstums nach der Finanzkrise gewesen, aber jetzt müssten sie mit einem schwierigeren Umfeld zurechtkommen, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in einer Mitteilung. Ihr Wachstum falle dieses Jahr mit 4,4 Prozent um 0,4 Prozentpunkte niedriger als zuletzt geschätzt.
Für das von einem Korruptionsskandal erschütterte Brasilien korrigierte sie ihre Prognose um 2,3 Prozentpunkte nach unten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde dort um 1,3 Prozent sinken. Deutlich schlechter sehe es auch in Mexiko, Algerien und der Türkei aus. Für die kommenden beiden Jahre hält das Institut an seiner Prognose für die Entwicklungsländer von 5,2 und 5,4 Prozent Wachstum nahezu fest.

Die erwartete Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve „könnte den Kapitalfluss einschränken und die Kreditkosten erhöhen“, sagte der Weltbank-Chefökonom Kaushik Basu. Insgesamt könnte gemessen am BIP rund 1,8 Prozent weniger Investitionen in betroffene Staaten fließen. Vor allem Länder, die als Exporteure bereits unter den Niedrigpreisen für Rohstoffe wie Öl und Kohle litten, könnten weiter in Mitleidenschaft gezogen werden.

Niedriger Ölpreis begünstigt Wachstum
Besser gehe es hingegen rund sechs Jahre nach dem Ende der Krise wieder den großen Volkswirtschaften. Die Wirtschaft in der Eurozone etwa erholt sich nach Einschätzung der Weltbank schneller als erwartet. Das Wachstum werde in diesem Jahr 1,5 Prozent betragen, errechnete die UN-Organisation. Der schwache Euro helfe der Exportwirtschaft. Positiv wirke sich auch der sinkende Ölpreis aus, der zu mehr Konsumausgaben führe. Niedrige Leitzinsen und eine bessere Kreditvergabe durch Banken trügen ebenfalls zum Plus bei.

Zuletzt waren die Weltbank-Ökonomen noch von 1,1 Prozent Wachstum in diesem Jahr in der Eurozone ausgegangen. Im Vorjahr lag es bei 0,9 Prozent. Für 2016 rechnet die Weltbank mit einem Plus von 1,8 Prozent. 2017 soll es bei 1,6 Prozent liegen. Die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr insgesamt um 2,8 Prozent zulegen, erklärte das Finanzinstitut weiter. Damit revidierte es seine letzte Schätzung vom Januar um 0,2 Prozentpunkte nach unten. Für 2016 und 2017 rechne es mit einem Plus von 3,3 sowie 3,2 Prozent.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Über Geld spricht man jetzt

Transparente Gehälter
Reden wir drüber. Der Kampf um transparente Gehälter geht in die zweite Runde. Noch in diesem Monat will die Familienministerin einen Referentenentwurf vorlegen, der die Gehaltstransparenz in deutschen Unternehmen verankern soll…

Transparenz total:
Was in Deutschland heiß diskutiert wird, ist in Schweden schon längst Wirklichkeit. Dort können sich die Bürger nicht nur über Gehaltsstufen in Ihrem Unternehmen informieren, sondern auch über die Einkünfte ihrer Nachbarn. Ein Anruf beim Finanzamt genügt, um Auskunft über die Finanzen der Mitbürger zu erhalten. Camilla Norström, Redaktionschefin des „Aftonbladet“ findet, „dass es einen investigativen und aufklärerischen Aspekt gibt“ und „dass die vielen Vergleiche zwischen Einkünften von Männern und Frauen auch der Gleichberechtigung dienen.

Über Geld spricht man jetzt
Gehalt

Was macht der Schweizer Franken?

Schweizer Banken zur SNB (Schweizerische Nationalbank) http-_www.w-Schweizerische-Nationalbank
Das Instrument der Franken-Untergrenze ist verbrannt.
Führende Schweizer Banken rechnen nicht mit einer neuerlichen Bindung des Frankens an den Euro oder an einen Währungskorb. Dies würde aus ihrer Sicht auch die Glaubwürdigkeit der SNB beschädigen.Michael Rasch berichtet: Fünf Monate nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) diskutieren erste Protagonisten des Finanzplatzes über die Einführung einer neuen Bindung an den Euro, an das Duo Euro/Dollar oder einen breiten Währungskorb. Laut Bruno Gisler, Chefökonom der Aquila Group, sollte die SNB vor der nächsten Krise den Franken an einen Währungskorb binden. Trotz ruhigem Umfeld habe die SNB seit Januar Milliardenbeträge für Interventionen am Devisenmarkt aufwenden müssen, um eine Aufwertung des Frankens im Rahmen zu halten. Was erwarten führende Banken in Sachen neue Frankenbindung?
Schweizerische Nationalbank
SNB

Voodoo-Deflation

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Mit dem Begriff „Deflation“ wird in letzter Zeit ziemlich viel Schindluderei getrieben. Sinkende Preise sind nicht halb so schlimm wie immer wieder erzählt wird. Die Wirtschaftsgeschichte ist voll Phasen mit sinkenden Preisen und nur in den allerwenigsten Fällen war dies ein Problem.
Deflation

Finanzchefin im IS-Terrornetzwerk

Frauen der Führung überbringen Nachrichten. Einblicke in Finanzstruktur und Sicherheitsmaßnahmen der Miliz.

Es gibt Aufschluss darüber , wie wichtig die Rolle der Frauen der IS-Kämpfer, besonders der Führungsriege, sei. Informationen würden vermehrt unter den Frauen ausgetauscht, wenn sie ihre Männer zu Besprechungen begleiteten, schreibt die „New York Times“.

Besonders über die Ehefrau von Abu Sayyaf, Umm Sayyaf, habe man viele vorliegende Informationen bekommen. Sie war verhaftet worden, nachdem ihr Mann bei einer Kommandoaktion im Osten Syriens im Mai getötet worden.
Abu Sayyafs Rolle als Finanzchef ist wichtig gewesen, denn er managte eine große Summe Geld, erklärte einer der Spezialisten, die mit der Auswertung der Daten beauftragt wurden.
Frauen im IS-Terrornetzwerk
Wichtige Rolle der Frauen im IS-Terrornetzwerk

HSBC streicht bis zu 50’000 Stellen

Neue Sparrunde bei Europas größte Bank HSBC

Europas größte Bank HSBC läutet die nächste Sparrunde ein. Bis Ende 2017 sollen die jährlichen Kosten um weitere 4,5 bis 5 Milliarden Dollar gesenkt werden, wie die Bank in einer Mitteilung an die Börse in Hongkong mitteilte. Das wären mehr als zehn Prozent der Kosten. Die HSBC will zudem ihr Geschäft deutlich zurückfahren sowie sich aus der Türkei und größtenteils auch aus Brasilien zurückziehen. Über mögliche Stellenstreichungen wurde noch nichts mitgeteilt. Konzernchef
Stuart Gulliver kündigte damit die Stuart Gulliverzweiten grösseren Einschnitte für die Bank seit 2011 an. Im Vorfeld war spekuliert worden, ob auch die Operationen in Mexiko verkauft werden sollen. Gulliver sagte, dass Mexiko und auch das Geschäft in den USA behalten wird. Es soll aber neu geordnet werden.

Die Bank war in der vergangenen Zeit in die Kritik der Investoren gekommen. Die Eigenkapitalrendite betrug im vergangenen Jahr 4 7,3%, was Gulliver als «inakzeptabel» bezeichnete. Die Bank strebt eine Eigenkapitalrendite von mehr als 10% an. Der Konzernchef verteidigte das weite internationale Netzwerk der Bank, sie ist derzeit in 73 Ländern vertreten. Handelsfinanzierung ist ein wichtiges Standbein von HSBC.

Zudem will HSBC das Investment-Banking verkleinern. Der Bestand risikogewichtiger Anlagen wird um 290 Mrd. $ reduziert. HSBC hatte bereits in den vergangenen Jahren Zehntausende Stellen gekürzt. Derzeit beschäftigt Europas grösste Bank 266’000 Mitarbeiter, davon 48’000 in Grossbritannien.

Die Tochtergesellschaft HSBC Private Bank (Suisse) hatte Ende April angekündigt, in Genf bis 2017 rund 260 Arbeitsplätze abzubauen. Davon betroffen ist vor allem der Back-Office-Bereich.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Gut gemischt… (in CHF)

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Risiko und Ertrag allein genügen nicht zur Beurteilung einer einzelnen Anlageklasse. Wir zeigen, was risiko-/ertragsmässig möglich ist, wenn man bereit ist, unterschiedliche Anlageklassen vernünftig zu mischen (Portfolio-Optimierung in CHF).
Spass mit Aktien

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Japanische Wirtschaft zu Jahresbeginn gewachsen

Die japanische Wirtschaft ist zu Jahresbeginn deutlich stärker gewachsen als bislang erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im ersten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent zugelegt, teilte die Regierung in Tokio am Montag mit. Eine erste Schätzung von Mitte Mai hatte lediglich plus 2,4 Prozent in Aussicht gestellt.

Vor allem die Investitionen von Firmen hätten stärker zugelegt als zunächst berechnet, hieß es. Die neuen Zahlen untermauern die Sicht der japanischen Notenbank, dass die Wirtschaft nach der Rezession im vergangenen Jahr an Fahrt gewinnt.

Japan litt jahrelang unter fallenden Preisen auf breiter Front, was Umsätze und Löhne drückte. Um diese Deflation zu beenden, pumpt die Zentralbank viel billiges Geld in den Markt. Das schwächt auch die heimische Währung, wodurch japanische Produkte auf wichtigen Exportmärkten billiger werden.
Japan

Wer ist John Cryan?

Warum gerade dieser Brite Deutsche-Bank-Chef wird
John Cryan kommt dem Aufsichtsrat als Nachfolger
für Anshu Jain wie gerufen. Er hat sich John Cryanals Sanierer einen Namen gemacht. Und er ermöglicht jetzt einen Neuanfang ohne riskante Totalrevolution.

Sebastian Jost berichtet: Statt des bisherigen Führungsduos soll es in Zukunft ein Mann richten: John Cryan kommt von der Schweizer Großbank UBS. Zuletzt gab es zu wenig Rückhalt für Anshu Jain und Jürgen Fitschen.

John Cryan – der Name war bis Sonntagnachmittag weitgehend unbekannt in Deutschland. Nur einmal fand der Brite hierzulande größere mediale Beachtung. Das war im Frühjahr 2014, als darüber spekuliert wurde, Cryan sei so etwas wie der logische Ziegelsteinkandidat für die Spitze der Deutschen Bank. Darunter versteht man im Manager-Jargon einen schnell verfügbaren Nachfolger für eine wichtige Führungsperson, einen, den man auf dessen Posten setzen könnte, wenn dem Amtsinhaber ein Ziegelstein auf den Kopf fallen sollte – tatsächlich oder im übertragenen Sinne.

Der zweite Fall ist nun bei der Deutschen Bank eingetreten. Co-Chef Anshu Jain ist zwar nichts zugestoßen, aber etwas abhandengekommen. Der 52-Jährige hatte das Vertrauen in der Öffentlichkeit und auch bei den Investoren des Hauses in einem solchen Maße verloren, dass er zum Schluss kommen musste, nicht mehr der Richtige für die Spitze der Bank zu sein. Und sein Nachfolger wird nun tatsächlich der angebliche Ziegelsteinkandidat: John Cryan.
Warum gerade dieser Brite Deutsche-Bank-Chef wird
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