Renminbi-Hub Frankfurt nimmt Form an

Abwicklung geklärt

Frankfurt kommt auf dem Weg zur Reminbi-Drehscheibe voran. Für die Abwicklung der Geschäfte soll die Bank of China zuständig sein.

NZZ berichtet:  Die geplante Drehscheibe für den Handel mit der Währung Chinas in Frankfurt nimmt allmählich Gestalt an. Die entsprechenden Geschäfte mit dem Renminbi sollen über die Bank of China abgewickelt werden, wie die Notenbank der Volksrepublik am Donnerstag in Peking mitteilte. Deutschland und China haben Ende März vereinbart, die hessische Finanzmetropole zu einem wichtigen Handelsplatz für Geschäfte mit Chinas Währung zu machen. Staatspräsident Xi Jinping hatte den Aufbau der Clearing-Bank in Deutschland als «wichtigen Schritt auf dem Weg zur Internationalisierung» des Renminbi bezeichnet.

Der Bundesbank zufolge wird durch die Pläne die Abwicklung von Zahlungen in der chinesischen Währung für die deutsche Wirtschaft einfacher. Asiatische Anleger bekommen zugleich direkten Zugang zu den europäischen Kapitalmärkten.
Renminbi-Hub Frankfurt nimmt Form an

Die grossen Börsen-Gurus – Teil 2

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri


An den Finanzmärkten gibt es keinen „free lunch“ – Aussagen grosser Börsen-Gurus haben daher vor allem anekdotischen Charakter. Zwei Beispiele sollen dies aufzeigen – Teil 2.
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Warum verkaufen Frauen Frauen?

Zwangsprostitution
Wenn Frauen Frauen verkaufen
Susanne Kaiser reports:  Sie suchen eine bessere Zukunft, doch für viele Frauen aus Nigeria endet der Traum von Europa auf dem Straßenstrich. Organisiert wird der Menschenhandel oft von Frauen.

Nicht einmal 16 Jahre alt ist das Mädchen, das in einem Friseursalon im nigerianischen Benin City arbeitet, als es von einer ihrer Kundinnen angesprochen wird. Eine charismatische, gut gekleidete Nigerianerin erzählt von den glänzenden Zukunftsperspektiven in Italien und beeindruckt die junge Angestellte mit hohen Trinkgeldern. Berühmte Schauspielerinnen könnte sie dort frisieren oder, wer weiß, sogar selbst eine berühmte Schauspielerin werden.
Eines Tages fragt die Frau M. M., ob sie auch nach Italien gehen wolle. Die illegale Überfahrt könne mit einigem Aufwand organisiert werden. Um das Geld für die Reise, rund 40.000 Euro, brauche sie sich erst mal keine Sorgen zu machen, das könne sie zurückzahlen, sobald sie einen Job in Europa hätte. Mit den guten Gehältern dort könne sie auch ihre Familie besser finanziell unterstützen. Das Mädchen willigt ein.
Wenn Frauen Frauen verkaufen
„Frauen spielen in dem bösen Spiel eine zentrale Rolle. Gut und Böse ist eben nicht eine Frage des Geschlechts“.  Mehr Leser Kommentare Zeit-Online
Prostitutes

Austro-Banken werden weiter geschrumpft

Europas Banken haben die Krise noch längst nicht überwunden. Zwar stabilisieren sie sich schrittweise, die Gewinnmargen im Privatkundengeschäft liegen aber nach wie vor unter dem Vorkrisenniveau, wie der aktuelle „Retail Banking Radar“ von A. T. Kearney zeigt.

Heimische Privatkundenbanken machen mit ihren Kunden trotz kräftigen Stellenabbaus und Filialschließungen wenig Profit

Dass die Bankenwelt seit der Krise kräftig im Umbruch ist, ist nicht zu übersehen. Mitarbeiterabbau, Filialschließungen, Ertragseinbrüche, hohe Risikovorsorgen: Die Nachrichten, die die Institute nicht nur hierzulande zu vermelden hatten, waren durchwegs wenig positiv. Geht es nach einer Studie von A. T. Kearny, bleibt die Wetterlage für Europas Retailbanken, jene Institute, die sich im Gegensatz zu den Privatbanken um den Durchschnittskunden kümmern, weiterhin durchwachsen.
Austro-Banken werden weiter geschrumpft
Amazing Shrinking House

330’000 Millionäre in der Schweiz

Vermögen der Wohlhabenden weltweit auf Rekordhoch

Die Zahl der privaten Anleger, die frei über mehr als eine Million Dollar verfügen, nimmt weltweit zu.

Die Wohlhabenden haben ihre Vermögen weltweit 2013 auf den Rekordwert von 52 620 Milliarden Dollar gesteigert, wie eine Studie zeigt. In der Schweiz legte die Zahl der Millionäre derweil um rund einen Sechstel auf 330 000 zu.
Vermögen der Wohlhabenden weltweit auf Rekordhoch
Rich and Poor

Schweiz möchte Paradies für Geldwäscher bleiben

Eines der Paradiese für Geldwäscher
Pressebericht des Schweizer Parlaments vom 19.6.2014. Dananch veweigern die Schweizer den Kampf gegen die Geldwäsche nach den internationalen Vorschriften der FATF.

Nach Ansicht der Schweizer Finanzministerin Widmer-Schlupf sollte die Schweiz auf die schwarze Liste FATF kommen. Parl_PressRelease_19.6.14

Schweizer Nationalrat entschärft Geldwäschereivorlage
Absage an Verbot von Bargeldzahlungen

Der Nationalrat hat in der Vorlage zur Geldwäschereibekämpfung das vom Bundesrat vorgeschlagene Verbot für Bargeldzahlungen ab 100 000 Franken abgelehnt. Auch in anderen Punkten hat der Nationalrat die Vorlage aufgeweicht.
Es ist so etwas wie ein Refrain der letzten fünf Jahre: Die Schweiz muss in Sachen Finanzsektor Gesetze ändern, um internationale Standards zu erfüllen und die Beförderung auf graue Listen zu verhindern. Am Mittwoch hat der Nationalrat ein weiteres Gesetzesprojekt debattiert, das durch internationale Standards getrieben ist. Es geht um die Vorlage zur Geldwäschereibekämpfung, welche den verschärften Globalstandards Gafi gerecht werden soll. Der Ständerat hatte im Frühling die Vorlage des Bundesrats mit wenigen Veränderungen gutgeheissen. Im Nationalrat hat es die Vorlage schwerer.
Nationalrat entschärft Geldwäschereivorlage
Doing Laundry in Switzerland
FATF_Recommendations

Mehr zum Tema Korruption: Anti Corruption bei W-T-W Women and Finance
Corruption Harms Future Generations / Korruption schädigt zukünftige Generationen
Reports /  corruption

Die Spur des Geldes führt auf Umwegen in den Kreml

Lange war es nur eine Vermutung, jetzt ist es gewiss. Hunderte von bezahlten Bloggern versuchen im Auftrag der Politik die öffentliche Meinung im Internet zu manipulieren. Das zeigen abgefangene E-Mails einer Agentur in St. Petersburg.

Es gibt sie im Westen, die überzeugten Putin-Freunde. Aber sie sind in der Minderheit. Nur gerade 20 Prozent seien Russland gegenüber gut gesinnt, bedauert die «Agentur zur Analyse des Internets» in einem Strategiepapier. Um dies zu ändern, beschäftigt die Agentur in der Nähe von St. Petersburg ein ganzes Heer von «Trollen». Diese bezahlten Manipulatoren tummeln sich tagtäglich in den führenden westlichen Online-Medien und sozialen Netzwerken, wo sie Putin lobpreisen und seine Kritiker verunglimpfen.
Propaganda im Netz

www.baloocartoons.com

www.baloocartoons.com

Wirtschaftskriminalität und Mobbing am Arbeitsplatz

Unethisches Verhalten findet Nachahmer.Fehlverhalten am Arbeitsplatz in der Schweiz weit verbreitet.

Unehrlichkeit ist ansteckend, besonders wenn das Arbeitsklima schlecht ist. 

Die Gründe für ein Fehlverhalten am Arbeitsplatz sind vielfältig. Handelt etwa ein Chef unethisch oder gibt es Spannungen, kann dies zu vermehrtem Fehlverhalten der Belegschaft führen.

Schweizer Gerichte haben im vergangenen Jahr 58 Fälle von Wirtschaftskriminalität abgeschlossen. Die Zahl der Gerichtsfälle sank zwar gegenüber dem Vorjahr um 9,4%, doch die Delikte waren gravierender. Die gesamte Schadenssumme stieg um 66,8% auf 830 Mio. Fr., wie aus der von KPMG publizierten Studie «Fehlverhalten und Ethik am Arbeitsplatz in der Schweiz» hervorgeht.
Studie / KPMG

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

Schweiz: Credit Suisse Steuerabzug für Bussen unter der Lupe

Der Schweizer Bundesrat nimmt nach der Milliardenbusse für die Credit Suisse die steuerliche Abzugsfähigkeit solcher Sanktionen unter die Lupe. Der Nationalrat hat am Mittwoch nach ausgiebigen Unmutsäusserungen ein entsprechendes Postulat mit 99 zu 81 Stimmen von SVP und FDP gutgeheissen.

Susanne Leutenegger Oberholzer sagte im Rat, über die aktuellen und noch anstehenden Bussen in den USA müsse niemand mehr jammern. Sie seien aufgrund eines Verstosses gegen das dort gültige Landesrecht zustande gekommen. Nun müsse geklärt werden, ob die Banken für ihr Fehlverhalten noch vom Steuerzahler mit einem Steuerabzug belohnt werden sollen…

Im konkreten Fall der CS rechnet die Bank mit rund 800 Millionen Dollar, die steuerabzugsfähig sind. Die restlichen 2 Milliarden Dollar hätten demnach Strafcharakter. Allerdings harrt die Frage der Klärung: Steueramt und Steuerrekursgericht des Kantons Zürich sind sich nicht einig.

Bereits vier Institute zur Kasse gebeten
Louis Schelbert (Grüne, Luzern) brachte ein weiteres Problem im Steuerstreit mit den USA aufs Parkett. In einer Motion verlangte er, die involvierten Banken müssten die vollen Folgekosten tragen – und zwar für die Verhandlungen, die Verwaltung und die Gerichte.
Widmer-Schlumpf erklärte, die Überwälzung sei bereits heute im Steueramtshilfegesetz geregelt. Demnach könne die Eidgenössische Steuerverwaltung Banken bei erheblichem Aufwand und Fehlverhalten zur Kasse bitten und ihnen die Vollkosten auferlegen.
Ausser der UBS, die noch per Spezialrecht zur Zahlung verpflichtet wurde, zahlten bisher drei grössere Institute für die Behandlung von Gruppenanfragen. Gemäss der Finanzministerin handelte es sich dabei um einen Betrag im mittleren mehrstelligen Millionenbereich…
Steuerabzug für Bussen unter der Lupe

Cartoon / Burki

Cartoon / Burki

Argentiniens Präsidentin droht mit Staatspleite

DWN berichtet: Die argentinische Präsidentin Kirchner will sich einem Urteil zurArgentiniens Präsidentin Fernandez de Kirchner Rückzahlung von 1,3 Milliarden Dollar an einen US-Investor nicht beugen. Kirchner nimmt damit lieber die drohende Zahlungsunfähigkeit ihre Landes in Kauf als sich „erpressen zu lassen”.

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hat die Forderungen zweier US-Hedge-Fonds zur Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar zurückgewiesen und als Erpressung bezeichnet.

„Wir haben uns verhandlungsbereit gezeigt, aber man muss zwischen Verhandlungen und Erpressung unterscheiden. Wir werden uns dieser Erpressung nicht beugen.“ so Kirchner am Montag in einer Fernsehansprache. Wenn sie zahlt, muss sie in zwei Wochen weiteren Forderungen anderer Gläubiger über insgesamt 15 Milliarden auftreiben. wenn sie nicht zahlt, droht dem Land die Abwertung und damit die Staatspleite.

Das Oberste US-Gericht hatte zuvor entschieden, dass Argentinien seine Schulden bei dem Fond von NML Capital innerhalb von zwei Wochen begleichen muss, andernfalls gab das Gericht den Gläubigern das Recht zur Pfändung allen argentinischen Staatsbesitzes in den USA. Ein argentinisches Marineschiff ließ der Investor und Milliardär Singer bereits im Oktober pfänden, wie die SZ berichtete.

Die Forderungen der Hedge-Fonds stammen aus dem Staatsbankrott des Landes im Jahr 2001. Andere Gläubiger hatten damals einem Schuldenschnitt zugestimmt, einige US-Investoren jedoch bestanden auf die volle Rückzahlung der Argentinischen Schulden und gingen dafür einen jahrelangen Rechtsstreit ein.

Am Montag scheiterte ein Berufungsantrag Argentiniens am Obersten Gerichtshof der USA. Damit haben Urteile niederer Instanzen Bestand, nach denen die Regierung in Buenos Aires sämtliche Gläubiger gleich behandeln und konkret den zwei Hedgefonds 1,3 Milliarden Dollar überweisen muss. Die beiden Finanzinvestoren verlangen eine vollständige Auszahlung ihrer Bonds. Insgesamt müsste Argentinien 15 Milliarden Dollar in den nächsten Wochen auch an alle Gläubiger zahlen, die sich nicht an dem Schuldenschnitt beteiligt haben.In die Umschuldungsangebote hatten damals 93 Prozent aller Gläubiger eingewilligt.

Das Gericht könnte nach dem Urteil alle Zahlungen Argentiniens an die übergroße Mehrheit der Gläubiger im Ausland stoppen. Damit könnte Argentinien gar keine Schulden mehr bezahlen. dann droht die Abstufung der Staatsanleihen auf Default-Niveau. Argentinien könnte sich damit an der Börse kein Geld mehr leihen und wäre binnen eines Monats zahlungsunfähig. Investoren wurden von dem Urteil überrascht und bewerteten das Risiko für Anlagen in Argentinien prompt höher.

Illustration by David Simonds

Illustration by David Simonds