Was ist daraus geworden „3,0 ist 3,0 ist 3,0“ ?

Diskussion um Reform des Stabilitätspaktswww.spasszeichner.de
Einfallstor für Rechenkünstler und Trickser

Bau einer Brücke in Griechenland: Europäische Sozialdemokraten fordern, staatliche Investitionen, die Jobs schaffen oder für Reformen anfallen, aus den erlaubten Defizitzahlen herauszurechnen.

Ulrich Schäfer berichtet:  Angriff auf den Stabilitätspakt: Europas Sozialdemokraten fordern, dass Länder mehr Schulden machen dürfen, wenn sie das Geld im Kampf gegen eine Krise investieren. Das ist gefährlich. Sinnvoller wäre es, wenn die Krisenländer mehr Zeit bekommen – und Deutschland mehr Verantwortung übernimmt.

Theo Waigel hat, als Bonn noch Bundeshauptstadt und er noch Bundesfinanzminister war, die wichtigste Schuldenregel in Europa mal in einem prägnanten Satz zusammengefasst: „3,0 ist 3,0 ist 3,0.“ Der CSU-Politiker wollte damit sagen, dass nur jene Länder der Währungsunion angehören dürfen, die sich pro Jahr Kredite in Höhe von allenfalls drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts leisten. Alles darüber ist verboten.
Einfallstor für Rechenkünstler und Trickser
Was ist daraus geworden 3,0 ist 3,0 ist 3,0

Zoll entdeckt Container mit Tausenden Bankakten

Geldwäsche, Offshore Konten und Verschleierung des wirtschaftlichen Eigentümers schädigen zukünftige Generationen .Container mit Bankakten

Der Spiegel berichtet: Offshore-Konten: Zoll entdeckt Container mit Tausenden Bankakten.

Der Zoll hat im Hamburger Hafen Container mit Unterlagen zu Konten bei einer Schweizer Privatbank beschlagnahmt. Darunter sollen sich auch Daten deutscher Steuersünder befinden – und solche der Bin-Laden-Familie. 

Hamburg – Im Hamburger Freihafen hat der Zoll zwei Container mit Unterlagen beschlagnahmt, darunter offenbar auch Offshore-Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher und der saudi-arabischen Familie des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden. Dem „Focus“ zufolge beschlagnahmten Fahnder die Fracht aus dem Steuerparadies Cayman-Inseln schon am 20. Mai. Zumindest ein Teil der Fracht kommt der „Welt am Sonntag“ zufolge aus der Niederlassung der Schweizer Privatbank Coutts – die Tochter der Royal Bank of Scotland ist bekannt als Bank der englischen Queen.

Die Beamten schalteten Steuerfahnder aus Düsseldorf ein. Diese werteten das Material dem Bericht zufolge auf der Suche nach Steuersündern aus. Vermutlich landeten die Papiere versehentlich aus dem karibischen Steuerparadies in Hamburg. „Normalerweise wandern solche Unterlagen in den Reißwolf“, sagte ein Finanzbeamter dem „Focus“.Die „Welt am Sonntag“ berichtete, der Bank zufolge hätten die Unterlagen in ein Dateneinlagerungszentrum in Genf gebracht werden sollen. In einer Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums heißt es der Zeitung zufolge, der Vorgang befinde sich in einem „engen Zusammenhang mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren durch Dienststellen der Steuerfahndung des Landes NRW“.

Nach dem Kauf diverser Steuer-CDs zu Schweizer Bankkonten sind damit erstmals umfangreiche Daten zu Offshore-Geschäften in Deutschland aufgetaucht. Die Bank bestätigte den Vorgang: Im Rahmen einer Neuordnung „findet derzeit ein Umzug von Unterlagen von den Cayman Islands in unser bestehendes Dateneinlagerungszentrum statt“, zitiert die Zeitung eine Sprecherin. Das sei ein normaler Ablauf, es gebe aber „unseres Wissens keine Ermittlungen gegen die Trust Company.“ Die Bank arbeitet demnach mit den Behörden zusammen.

Nordrhein-Westfalen hatte schon 2012 für eine Million Euro eine CD der Coutts-Bank mit Daten von mehr als tausend vermögenden Deutschen angekauft, die zum Teil im großen Stil Steuern hinterzogen haben sollen.

Die Zeitung zitiert „eingeweihte Kreise“ zum aktuellen Fahndungserfolg des Zolls: „Wenn solch ein Beweismittel praktisch bei uns vorbeigeflogen kommt, ist es doch unsere Pflicht zuzuschlagen. Wir wissen ja, wer Offshore-Geschäfte gemacht hat.“ Das Bundesfinanzministerium wollte sich demnach nicht näher äußern.

Die Cayman-Inseln gelten als Steuerparadies und als diskretes Geldversteck für Wohlhabende und Kriminelle aus aller Welt. Die Coutts Bank war zuletzt nicht nur wegen der gekauften Steuer-CD in die Schlagzeilen geraten. Vor zwei Jahren griff die britische Finanzaufsicht FSA die Bank scharf an. Coutts gehe inakzeptable Risiken ein, Kriminellen oder Despoten aus den Krisenregionen dieser Welt bei der Geldwäsche behilflich zu sein – zum Beispiel Herrschern in Libyen, Syrien oder Zimbabwe.
Steuerzahler und Schmarotzer

Informationen zum Thema Korruption

Warum fliesst beängstigend viel Geld in Junk Bonds

Abflüsse aus Geldmarkt- und Aktienfonds im Mai

Claudia Gabriel berichtet: Die Schweizer Anleger hatten Ende Mai rund 760 Mrd. Fr. in Fonds investiert. Neues Geld steckten sie vor allem in Unternehmensanleihen niederer Qualität.
Besonders aktiv sind die Schweizer Fondsanleger im Mai nicht gewesen: Laut der Statistik des Informationsdienst Lipper haben die Schweizer Anlagefonds zwar auf dem Papier 15 Mrd. Fr. dazu gewonnen, aber dabei handelte es sich vor allem um Wertzuwachs und nicht um Geldzufluss. Insgesamt verwalten die Fonds im Lipper-Universum rund 760 Mrd. Fr. Dabei handelt es sich um Schweizer Fondsgesellschaften und diejenigen Fonds ausländischer Gesellschaften, die ein Schweizer Domizil haben. Der Fondsverband SFAMA und sein Partner Morningstar schätzen die Vermögen mit einer etwas anderen Methodik auf knapp 800 Mrd. Fr.
Aktienfonds rentieren am besten
Beangstigend viel Geld fliesst in Junk Bonds

Mark Dubowski

Mark Dubowski

Crash oder Superzyklus?

Die beiden schwäbischen Bestseller-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich warnen vor manipulierten Aktienmärkten und Zinsen. Die „größten Zocker“ an den Aktienmärkten sind die Notenbanken. Bei einem Aktien-Crash wird es auch bei jenen Notenbanken gewaltig krachen. Dann sind die Steuerzahler dran – mit unabsehbaren Folgen.

Doch der Crash würde auch viele Probleme lösen.

Der systematische Betrug von etlichen Protagonisten der Finanzbranche ist erschreckend und scheint endlos zu sein. Nach und nach kommen immer wieder neue Betrugsvorwürfe ans Licht der Öffentlichkeit:

Liborzins – manipuliert!
Euribor – manipuliert!
Tibor – manipuliert!
Devisen – manipuliert!
Rohstoffmärkte – manipuliert!
Energiemärkte – manipuliert!
Aktienmärkte – ?

Was ist mit den Aktienmärkten? Die haben ein viel kleineres Volumen wie z.B. der Libor. Sollte es dann nicht möglich sein auch diese nach Lust und Laune nach oben oder unten zu bewegen? Für uns war dies schon lange so gut wie sicher.

Superzyklus könnte Dax auf 30.000 Punkte treiben

Geld : Neues Zeitalter

An den Börsen hat ein „Superzyklus“ begonnen. Ökonomen halten beim Dax auf Sicht von zehn Jahren bereits eine Verdreifachung für möglich. Allerdings brauchen Anleger Geduld. Und Nerven wie Drahtseile.

Der Superzyklus: ein Korridor des Wachstums.
„Zehntausend Punkte, das ist doch Wahnsinn!“ Diesen Satz, gefallen im Büro eines Berliner Vermögensverwalters, bekommen dieser Tage etliche Geldmanager in Deutschland zu hören. Gemeint ist natürlich der Deutsche Aktienindex Dax, der kürzlich erstmals in seiner Geschichte über der Marke von 10.000 Punkten aus dem Handel ging.
Viele Bundesbürger reagieren verschreckt auf den starken Anstieg des Börsenbarometers. Sie verhalten sich in etwa so, als wären die Brötchen beim Bäcker auf einen Schlag teurer geworden oder als hätte ihre Lieblings-Automarke ruckartig die Preise angehoben. Doch an der Börse gelten andere Regeln. Hoch heißt bei Aktien-Indizes nicht unbedingt teuer.
Viele Anleger lassen sich von einer Art negativen Geld-Illusion täuschen. Denn wie teuer Aktien wirklich sind, hängt nicht von irgendeinem Indexstand ab, sondern von der Ertragskraft und dem Buchwert der Unternehmen, deren Aktien im Index vertreten sind. Die aber können in einer offenen und florierenden Weltwirtschaft von Jahrzehnt zu Jahrzehnt zulegen. Manche Börsenprofis halten daher auf absehbare Zeit ganz andere Index-Stände für erreichbar – Stände, die heute noch illusorisch anmuten.
„30.000 Punkte sind locker drin“
Superzyklus koennte Dax auf 30.000 Punkte treiben
Superzyklus koennte Dax auf 30

Die schmerzhafter Rettung auch noch genießen?

Merkel-Beraterin: Ohne Geld-Drucken der EZB käme alles noch schlimmer
DWN berichtet:  Die künftige Wirtschaftsweise Isabel Schnabel hat den deutschen Sparern geraten, ihre Verluste durch die niedrigen Zinsen positiv zu sehen: Ohne das Geld-Drucken der EZB wäre alles „noch viel schmerzhafter und teurer“. So kann man die Opfer der Schulden-Krise natürlich auch zu weiterem Leiden motivieren.

Die neue Wirtschaftsweise Isabel Schnabel aus Mainz liefert eine originelle Perspektive für die Enteignung der deutschen Sparer: Die Sparer sollten froh sein, dass die EZB Geld druckt, denn sonst würde die Rettung noch schmerzhafter.

Die künftige Wirtschaftsweise Isabel Schnabel hat die Europäische Zentralbank (EZB) gegen Kritik aus Deutschland verteidigt. Die deutschen Sparer hätten auch Vorteile von der Niedrigzinspolitik der Notenbanker um EZB-Präsident Mario Draghi. “Auch die Sparer profitieren von einer Stabilisierung der Euro-Zone. Insofern ist es falsch, es so darzustellen, als ob die Sparer nur Nachteile durch die geringen Zinsen hätten”, sagte die Mainzer Ökonomin. “Wenn man die Krise nicht in den Griff bekommt, wird das noch viel schmerzhafter und teurer.”

Die 42-Jährige, seit 2007 an der Mainzer Universität Professorin für Volkswirtschaftslehre, ist von der Bundesregierung als Nachfolgerin von Claudia Buch als Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorgeschlagen worden – den sogenannten Wirtschaftsweisen. Buch wechselte zur Bundesbank.

Schnabel sieht in den niedrigen Zinsen aber auch Risiken. Es steige “die Gefahr von Preisblasen bei Immobilien und Aktien”, sagte sie in dem Interview weiter. Vor wenigen Tagen hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ebenfalls gewarnt, er sehe in Deutschland angesichts der lockeren Geldpolitik die Gefahr von Preisblasen am Immobilienmarkt.

Die EZB hatte Anfang Juni ihren Leitzins fast bis auf null Prozent gekappt und erstmals einen Strafzins für Banken eingeführt, die Geld lieber bei ihr parken als es an Unternehmen als Kredite weiterzugeben. Die Währungshüter wollen zudem in den kommenden Monaten mit weiteren milliardenschweren Geldspritzen versuchen, die Kreditvergabe anzuregen. Diese stockt vor allem in vielen von der Krise besonders gebeutelten Ländern Südeuropas. Wirtschaft und Politik in Deutschland hatten die Beschlüsse der Euro-Notenbanker zuletzt teils scharf kritisiert.

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

Ich, die „Quotenfrau“

Frauenquote als notwendiges Übel
Warum Managerinnen über die Quote nicht nur jubeln

Sylvia Tarves berichtet: Nur langsam erobern Frauen die Chefetagen
In den letzten Monaten wurde das Thema „Frauenquote“ in den Medien von diversen Seiten beleuchtet. Doch wenn die Quote demnächst realisiert ist – wie wird sie sich für Frauen überhaupt anfühlen?
Immer noch macht sich vom Top-Management mancher Unternehmen eine Welle der Ablehnung und des Aufbäumens gegen die Frauenquote breit. Wie fundiert die Gründe dafür sind, welche Motivationen dahinterstehen, muss letzten Endes jeder für sich selbst beurteilen. Der Anspruch dabei sollte zumindest sein, alle Perspektiven miteinzubeziehen. Eines ist jedoch sicher: Die Quote kommt. Damit beginnt die Zeit des „Sich-darauf-Einrichtens“. Befürworter regen Unternehmen unter anderem an, ihre gelebte Kultur zu hinterfragen und für weibliche Karrierewege zu öffnen. Skeptiker bereiten sich darauf vor, nach gesetzlichem Inkrafttreten der Quote deren unrealistische Umsetzbarkeit, die negativen Konsequenzen zu beweisen. Eine Frage bleibt bei all dem offen: Was bedeutet die Quote eigentlich wirklich für die Frauen?
Karriere ist verdient, nicht geschenkt
Warum Managerinnen ueber die Quote nicht nur jubeln

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam

Arend van Dam
www.w-t-w.org/en/arend-van-dam

Belgien-Zentrale der UBS in Brüssel: Verdacht der Geldwäsche

Steuerflucht und Geldwäsche: Behörden durchsuchen
Wohnung von Belgien-Chef der UBS
Die UBS steht erneut im Visier der Steuerfahnder: Der Chef der belgischen Tochter der Schweizer Großbank wurde von einem Richter vernommen, Ermittler durchsuchten seine Wohnung. Das Geldinstitut soll Kunden bei der Steuerflucht geholfen haben.

Erst im Mai war ein ehemaliger UBS-Banker in den USA zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte dem Urteil zufolge reichen Amerikanern geholfen, ihr Geld unbemerkt vom heimischen Finanzamt in der Schweiz anzulegen.

Der Sprecher der UBS erklärte schriftlich, dass die Bank „in absoluter Achtung“ des Gesetzes operiere. UBS toleriere keine Handlungen, die darauf hinausliefen, dass Kunden ihren steuerlichen Pflichten nicht nachkämen.

Die UBS steht auch in anderen Ländern im Verdacht, Kunden mit dem Verstecken von Schwarzgeld geholfen zu haben. Dies gilt etwa für Deutschland und Frankreich. In den USA konnte die größte Schweizer Bank 2009 erst mit der Bezahlung einer Strafe von 780 Millionen Dollar ein Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung beenden.
Steuerflucht und Geldwaesche

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Schweiz: Chefaufseher will viel härtere Strafen für kriminelles Verhalten

Börsen-Konferenz in Zürich
Chefaufseher will viel härtere Strafen für kriminelles Verhalten

Fehlverhalten von Finanzmarktteilnehmern müsse viel strenger als bisher bestraft werden, fordert David Wright. Dazu gehören für den Wertpapier-Chefaufseher auch stark abschreckende Gefängnisstrafen.
Kriminelles Verhalten von Finanzmarktteilnehmern müsse viel strenger als bisher bestraft werden, forderte David Wright am Donnerstag in einer Ansprache auf dem Jahrestreffen des Verbandes europäischer Börsenbetreiber (Fese) in Zürich. Für den Generalsekretär der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (Iosco) gehören dazu auch längere Gefängnisstrafen, wie er im Gespräch konkretisierte. Dies ist für den «Chefaufseher» eine Quintessenz der Skandale der vergangenen Jahre, zu denen etwa der Libor-Skandal zählte, als Marktteilnehmer nicht einmal vor der Manipulation von solch fundamentalen Benchmark-Indizes zurückgeschreckt seien.

Es müsse künftig klar sein, dass kriminelles Verhalten sogar zu Gefängnisstrafen führen könne, die das Leben einzelner Personen komplett auf den Kopf stellten.
Chefaufseher will viel haertere Strafen für kriminelles Verhalten
Chefaufseher will viel haertere Strafen für kriminelles Verhalten